Eine Übersicht über Berufe und Tätigkeiten in der Jobwelt

Berufe im Jobuniversum

BaumaschinentechnikerIn:
Lehrzeit: 3 1/2 JahreTätigkeitsmerkmale: BaumaschinentechnikerInnen sind inder Wartung und Reparatur von Baumaschinen aller Art tätig (Raupenfahrzeuge undBagger, Transportmaschinen und -fahrzeuge, Kräne, Betonaufbereitungs- und-transportgeräte usw.), teilweise aber auch in der Herstellung vonBaumaschinen. Da Baumaschinen oft einer extremen Belastung ausgesetzt sind, isteine regelmäßige Wartung aller Teile unbedingt erforderlich. Dabei kümmern sichdie BaumaschinentechnikerInnen vor allem um den Motor, die Hydraulik undPneumatik, die Kraftübertragungsteile, die Elektrik,Elektronik, Lenk- und Bremseinrichtungensowie das Fahrwerk der Baumaschinen.Im Falle eines größeren Schadens ist es entscheidend, dass die Reparaturarbeiten möglichst rasch durchgeführt werden, damit der Baufortschritt nicht verzögert wird. Fallskurzfristig keine Ersatzteile zur Hand sind, müssendie BaumaschinentechnikerInnen auch häufig gebrochene Teile schweißenoder selbst nachfertigen. AberBaumaschinentechnikerInnen sind nicht nur in der Bauwirtschaft tätig, sondernauch in Unternehmen, die Baumaschinen produzieren (Produktion, Montage,Service), oder in Unternehmen, die sich auf das Service von Baumaschinen spezialisierthaben.BaumaschinentechnikerInnen arbeitensowohl in der Werkstatt als auch vorOrt (auf der Baustelle). Zunächst legen sie die Arbeitsschritte, Arbeitsmittelund Arbeitsmethoden fest und planen die Arbeitsabläufe. Dabei berücksichtigensie die einschlägigen Sicherheitsvorschriften und Normen und achten auf dieEinhaltung der Umweltstandards. BaumaschinentechnikerInnen führenEinstellarbeiten, Nachstellarbeiten und Reparaturen an den mechanischen, pneumatischen, hydraulischen, elektrischen und elektronischen Teilen und Baugruppen von Baumaschinen durchund bauen Zubehörteile undBaugruppen von Baumaschinen ein. Sie rüsten, warten und reparieren Baumaschinen. IhrTätigkeitsbereich umfasst dabei das Messen, Anreißen, Feilen, Sägen, Bohren,Senken, Richten, Biegen, Passen, Scharfschleifen, Gewindeschneiden, Härten, Meißeln, Einrichten, Nivellieren,Schmieden, Härten, Drehen, Fräsen, Reiben und Polieren.BaumaschinentechnikerInnen verfügen auch über Kenntnisse der Löt- undSchweißtechnik.Ein weiterer Tätigkeitsbereich vonBaumaschinentechnikerInnen ist das Anfertigen bzw. Lesen von Zeichnungen undSkizzen. Nach diesen Vorgaben stellen sie Konstruktionenaus Metall und anderen Werkstoffen her. Sie sind mit Herstellung, Rüstung unddem Austausch von Steuerungen (pneumatisch, hydraulisch,elektrisch/elektronisch) für Baumaschinensowie mit der Suche und Behebung von Störungsursachen an Motoren, Antrieben,Aggregaten und Zubehörteilen von Baumaschinen befasst. Zu ihren Aufgabengehören weiters das Messen baumaschinentechnischer, elektrischer und elektronischer Größen,die Prüfung von Funktionsabläufen, die Einrichtung und Dokumentation von Schutzmaßnahmen zur Verhütung von Personenschäden undSachschäden unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften für Baumaschinensowie die Erfassung/Dokumentation der technischen Daten über den Arbeitsablaufund die Arbeitsergebnisse. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Beurteilung derArbeitsergebnisse und die Anwendung von Qualitätsmanagementsystemen. Häufigmüssen die BaumaschinentechnikerInnen auch KundInnen über den Einsatz, dieAnwendung und die Wartung vonBaumaschinen beraten. 
Bautechnische/r ZeichnerIn
Lehrzeit: 3 JahreTätigkeitsmerkmale Bautechnische ZeichnerInnen entwerfen, zeichnen und ändern Baupläne und übernehmen organisatorische undkaufmännische Aufgaben bei der Bauausführung. Sie erstellen alleReinzeichnungen wie Lagepläne von Gebäuden und Grundstücken,Entwurfszeichnungen von Bauwerken, Polierpläne, Einreichpläne zur Vorlage beiBauämtern, Detailzeichnungen und Konstruktionspläne, die im Hochbau (z.B.Wohnhäuser und Industriebauten), im Tiefbau (z.B. Kanalisationsbau, Tunnelbau),im Straßen- und Brückenbau, in der Verkehrsplanung, im Behälterbau (z.B. Bauvon Säurebehältern) und im Industrieanlagenbau (z.B. Hochofenbau) benötigtwerden. Die Pläne fertigen sie auf Grund genauer Anweisungen der ProjektleiterInnen über Funktion,Form, Lage und Größe eines Bauobjektes bzw. aufGrund eigener Erhebungen am Bauort an.Vor Beginn der Zeichentätigkeit legensich die Bautechnischen ZeichnerInnen die notwendigen Zeichengeräte (z.B.Bleistifte verschiedener Härtegrade, Tuschefedern) zurecht und wählen das derGröße und Art des Planes entsprechende Zeichenpapier aus (z.B. Klein- oder Großformat, Transparentpapier,Folienpapier oder Skizzenpapier). Um eine Verschiebung des Zeichenblatteswährend des Zeichnens zu vermeiden, spannen sie dieses auf einZeichenbrett ("Reißbrett"), das auch mit verschiedenen Zeichenvorrichtungen (verschiebbare Lineale und Messvorrichtungen) ausgestattet ist.Reinzeichnungen werden mit Bleistiftund Tusche angefertigt, wobei die Linien im Unterschied zu Freihandskizzen mitDreiecken oder mit sogenannten Reißschienen (am Zeichenbrett befestigteLineale) gezogen werden. Bautechnische ZeichnerInnen fertigendie Baupläne meist in verschiedenen Darstellungsarten an. Um die Einzelteilebzw. den Aufbau eines Baukörpers deutlicher zu machen,"schneiden" sie diesenwaagrecht oder senkrecht;durch einen waagrechten Schnitt ("Grundriss") stellensiez.B. alle Wände und wichtige Einzelheiten wie Türen und Fenster dar. Durch senkrechte Schnitte ("Aufriss") erfassen sie vor allem wichtige Konstruktionsteile wie Dach oderTreppe. Weiters zeichnen sie auch Ansichtsdarstellungen, die im Gegensatz zuGrundriss- und Aufrissdarstellungen nicht den inneren Aufbau eines Bauwerkeszeigen, sondern seinen fertigen Zustand. Um ein Gebäude besser zuveranschaulichen, stellen sie es vielfach auch durch Schrägbilder ausverschiedenen Blickpunkten räumlich dar. Abschließend tragen dieBautechnischen ZeichnerInnen die Maßangaben (Maßlinien, Maßpfeile, Maßzahlenoder Maßsinnbilder) entweder direkt oder mitHilfe von Schablonen in die Pläne ein und nummerieren jede Zeichnung. Da Baupläne meist in mehrfacher Ausfertigung benötigtwerden, vervielfältigen sie diese mit Kopierapparaten oder Lichtpausmaschinen,wobei sie die Pläne gegebenenfalls auf das von den Architekten gewünschte Maß vergrößern oderverkleinern. In der Regelarchivieren die Bautechnischen ZeichnerInnen auch diefertiggestellten Pläne. In größerenKonstruktionsbüros erfolgt die Archivierung vielfach durch Mikroverfilmung,wobei die gespeicherten Pläne an Lesegeräten sichtbar gemacht werden können.Während bei der Anfertigung vonEinzel- und Spezialbauplänen nach wie vor das händische Zeichnen üblich ist,wird in großen Zeichenbüros bei der Serienanfertigung von Bauplänen zunehmenddas sogenannte CAD-System (Computer Aided Design = computergestütztes Design)eingesetzt. Dabei geben die Bautechnischen ZeichnerInnen die Maße und Daten ineinen Computer ein underhalten die fertige Reinzeichnung, die durch einelektronisches Zeichengerät ("Plotter") automatisch hergestellt wird.
BerufskraftfahrerIn:
Lehrzeit: 3 Jahre
Dieser Lehrberufkann mit folgenden Ausbildungsschwerpunkten erlernt werden: ·                    Güterbeförderung·                    Personenbeförderung
ZurLehrabschlussprüfung können auch Personenantreten, die das 21. Lebensjahrvollendet haben und zumindest 3 Jahre lang Kraftfahrzeugeder Führerscheingruppen C oder D berufsmäßig gelenkt haben (Lenkzeiten imRahmen des Präsenzdienstes oder desZivildienstes werden eingerechnet). Weiters kann die Lehrabschlussprüfung inForm einer vereinfachten Zusatzprüfung von AbsolventInnen der verwandtenLehrberufe (KraftfahrzeugtechnikerIn, KraftfahrzeugelektrikerIn,LandmaschinentechnikerIn, Speditionskaufmann/-frau), die auch eineLenkerberechtigung mindestens der FührerscheingruppeC (Lastkraftwagen und Schwerfahrzeuge über 3,5 Tonnen)besitzen, abgelegt werden. Fürdiese beiden Personengruppen wird in allenBundesländern ein Vorbereitungskursbeim Berufsförderungsinstitut (bfi) durchgeführt. Weitere Kursveranstalter sind auch dasWirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) oderandere Institutionen der Erwachsenenbildung. TätigkeitsmerkmaleBerufskraftfahrerInnen lenkenKraftfahrzeuge, die der Güter- oder Personenbeförderung dienen, z.B.Lastkraftwagen oder Busse. Sie führen sowohl im Nahverkehr als auch im Fernverkehr (Inland und Ausland) die Güter- oderPersonentransporte durch. Sie überprüfenregelmäßig die Fahrtüchtigkeit ihrerFahrzeuge und nehmendie Wartung sowie kleinereReparaturen vor. Sie planen die Fahrtrouten, führen die Fahrtenbücher und erledigen verschiedeneVerwaltungsaufgaben, z.B. Zollformalitäten im grenzüberschreitenden Verkehr. Bei der Durchführung eines Warentransportesins Ausland erhalten die BerufskraftfahrerInnenvom Arbeitgeber zunächst einenentsprechenden Transportauftrag. Vor Antritt der Fahrt überprüfen sie dasFahrzeug auf seine Fahr- und Verkehrssicherheit und stellen es am Warenübernahmeort bereit. Sieübernehmen die Waren und die für die Zollabwicklung benötigten Papiere (z.B.Ausfuhrerklärung, Warenverkehrsbescheinigung usw.). Bei der Verladung der Warenüberwachen sie die Einhaltung der transport- und sicherheitstechnischenVorschriften oder nehmen selbst die Verladung vor. Sie überprüfen dieVollständigkeit ihrer persönlichen Ausweispapiere (Führerschein, Reisepass,Firmenausweis usw.) sowie der Fahrzeugpapiereund planen die Fahrtroute, soweit diese nicht schon vom Transportunternehmenfestgelegt wurde. Sodann lenken sie das Fahrzeug zum Bestimmungsort, wobei siean den Grenzen die Zollformalitätensowie beim Empfänger dieEmpfangsformalitäten erledigen. Nach der Zustellung der Waren übernehmen sieentweder Frachtgut, das für ihr Herkunftsland bestimmtist, oder treten die Rückfahrt mit leerem Fahrzeug an. ImPersonentransport führen die BerufskraftfahrerInnen neben den fahr- und verkehrstechnischen Aufgabenauch die Kundenbetreuung durch. Bei Busreisen (z.B.Tagesrundreisen) planen sie dieFahrtroute gemäß den Bedingungen des Auftrages (Besichtigungen, geplante Ziele usw.). Vor der Abfahrt betreuen siedie Fahrgäste, indem sie sich um die Gepäckverladung kümmern, die Sitzplätzezuteilen und die Fahrausweise bzw. Teilnahmescheine kontrollieren. Während derFahrt übernehmen sie manchmal auch Reiseleitertätigkeiten, weisen aufSehenswürdigkeiten hin und organisieren die Essens- und Fahrtpausen. ImLiniendienst ist die wichtigste Aufgabe der BerufskraftfahrerInnen die genaueEinhaltung der Fahrpläne und der Fahrtrouten.Die BerufskraftfahrerInnen sorgenauch für die Wartung undInstandhaltung der Fahrzeuge. Dazu überprüfen sie regelmäßig alle Funktionendes Fahrzeuges, wie die Reifen, die Bremsanlage, die elektrische Anlage bzw.das Beleuchtungssystem, den Motor, das Fahrgestell und die Karosserie. Falls sie die erforderlichen Wartungs- und Reparaturarbeiten nicht selbst durchführen können, veranlassen sie die Überholung des Fahrzeuges durch eine Reparaturwerkstatt.
BetonfertigungstechnikerIn:
Tätigkeitsmerkmale: Beton ist ein Gemischaus Zement, Schotter(Kies, Sand, Splitt), Wasserund Zusatzstoffen, das beim Trocknen sehr hart und fest wird("künstliches Gestein") und heute einen der wichtigsten Baustoffedarstellt. BetonfertigungstechnikerInnen stellenBetonerzeugnisse und Betonfertigteile für den Hoch- und Tiefbau her (z.B.Betonziegel, Wand- und Deckenelemente und tragende Elemente, Betonpflaster,Rohre und Schächte für den Kanalbau, Bahnschwellen usw.). Sie bedienen undüberwachen alle Anlagen und Maschinen in der Betonwarenfertigung(Fertigungsmaschinen, Förderanlagen, Mischanlagen, Lagereinrichtungen),teilweise von zentralen elektronischen Steuerungspulten aus. Auch dasEinrichten und Umrüsten sowie das Reinigen, Warten und Instandhalten dieser Maschinen/Anlagen gehören zu ihren Aufgaben. Eine wichtige Tätigkeit bei der Herstellung von konstruktiven Betonbauteilen (große tragende Bauelemente wieBalken, Pfeiler, Wandteile, Fundamentteile usw.) ist die Anfertigung vonSchalungen und Bewehrungen. Schalungen sind Gussformen aus Holz oder Stahl in der Form der anzufertigenden Betonteile; Bewehrungen sind Stahlstäbe bzw.Matten und Geflechte aus Stahlstäben, die zur Erhöhung der Festigkeit der Betonteile dienen und vorder Befüllung der Schalungen mit Flüssigbetonim Inneren der Schalungen befestigt werden. Die fertigen Produkte werden vonden BetonfertigungstechnikerInnen mit Palettier-und Verpackungsanlagen für denVersand fertig gemacht und mitKränen oder Staplern ins Lager gebracht oder auf Lastfahrzeuge verladen.Während des gesamten Produktionsprozesses erfassenund dokumentieren die BetonfertigungstechnikerInnen die technischen Daten über den Arbeitsablauf und die Arbeitsergebnisse.
Betriebsdienstleistungskauffrau/mann:
Unter"Betriebsdienstleistung" sind hauswirtschaftliche Leistungen für Unternehmen und Institutionen zu verstehen. Darunter fallenvor allem die Versorgung mit Güterndes täglichen Bedarfs (Hygieneartikel, Reinigungsmittel), die Versorgung mitLebensmitteln (insbesondere in Betrieben mit eigener Küche, z.B. in Spitälernund Heimen), die Reinigung aller Gebäudeteile und Räumlichkeiten und dieGewährleistung der Hygienevorschriften, Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten sowie die Gestaltung und Dekoration der Betriebsräumlichkeiten (z.B. Ausstattung mit Zimmerpflanzen undregelmäßige Versorgung und Pflege der Pflanzen, Dekoration mitWeihnachtsschmuck). Die Betriebsdienstleistungskaufleute führen diese Dienstleistungen nicht selbst durch, sondern planen, organisieren und überwachen sie. Es handelt sich also um einenkaufmännisch-administrativen Lehrberuf. Die Betriebsdienstleistungskaufleutebeschaffen die für die Betriebsdienstleistungen erforderlichen Waren undDienstleistungen, wobei sie zunächst Bedarfserhebungen durchführen und die Bedarfsmengen berechnen; sodann bestellen sie die Waren,überwachen die Lieferungen, lagern die Waren und führenfallweise Reklamationen bei den Lieferfirmen durch. Ein wichtiges Teilgebietder Warenbeschaffung ist dieAuswahl, der Einkauf und die Lagerung von Lebensmitteln an Hand vonSpeiseplänen für den Küchenbetrieb des Unternehmens; eine besondere Anforderungdabei ist die Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse unterschiedlicherZielgruppen (z.B. Diät-PatientInnen oder DiabetikerInnen in Spitälern/Heimen)sowie die Organisation und Umsetzung des Hygienekontrollsystems (einschließlichder Dokumentation nach den Grundsätzen des HACCP-Systems,das ist ein Kontrollsystem zur Ausschaltung allerEinflüsse, die eine Erkrankung des Menschendurch einen Verzehr von Lebensmitteln verursachen können). Weiters veranlassen und überwachen die Betriebsdienstleistungskaufleute alle Reinigungsarbeiten, Reparaturen undInstandhaltungsarbeiten im Betrieb und planen/organisieren und kontrollierendie Gestaltung und Dekoration der Betriebsräume.Sie erstellen Personaleinsatzpläne bzw. Personaldienstpläne und wirken bei der Personalunterweisung und - schulung mit. Sie beraten die Kunden des Unternehmens bzw. der Institution und sind auch für das Beschwerdemanagement zuständig. DieDurchführung und Kontrolle der Qualitätssicherung, die Mitwirkung an Werbe- undInformationsmaßnahmen, administrative Arbeiten, Buchführung und Kostenrechnungsowie die Führung von Statistiken, Dateien und Karteien gehören ebenfalls zuden Aufgaben der Betriebsdienstleistungskaufleute.Die Ausbildung der Betriebsdienstleistungskaufleute umfasstfolgende Bereiche: Verwaltung, Organisation, Kommunikation und EDV;Beschaffung und Angebot (Arbeitsmittel, Material, Waren Dienstleistungen);Betriebliches Rechnungswesen; Warenwirtschaft; Lagerwirtschaft/Lagerhaltung;Hausbetreuung; Hygiene; Gästebetreuung und Werbung; Personalplanung undPersonalentwicklung
BlumenbinderIn, BlumenhändlerIn, FloristIn
BlumenbinderInnen und -händlerInnen(FloristInnen) stellen aus Schnittblumen, Topfpflanzen, Trocken- undKunstblumen verschiedene Blumengestecke (z.B.Weihnachts-, Muttertags- und Ostergestecke,Hochzeitssträuße, Kränze und Grabgestecke,Adventkränze usw.) her und verkaufen diese andie KundInnen. Weitersführen sie Dekorationsarbeitenin Ballsälen, Empfangshallen usw.durch. Sie beraten die KundInnenüber die Dekorationsmöglichkeiten und stellen fallweise die Blumenarrangementsauch selbst zu.Bei der Herstellung eines Gesteckesschneiden die BlumenbinderInnen und -händlerInnen (FloristInnen) zunächst dieSteckmasse (schwammartiges Kunststoffmaterial) auf die erforderliche Größe zu.Falls sie frische Blumen verwenden, befeuchten sie die Steckmasse und pressensie auf ein Steckgitter. Sodannstecken sie die Blumen sowiesonstige Pflanzenteile (Blätter, Zweige, Fruchtkapseln usw.)einzeln in die Steckmasse. Abschließend bedecken siedie noch sichtbare Steckmasse mit Blättern, Moos usw. Bei der Herstellung eines Kranzesverwenden die BlumenbinderInnen und-händlerInnen (FloristInnen) als Unterlageeinen Reifen aus Draht oderWeingerten, auf dem sie büschelweise Tannengrün,Laubwerk, Föhrenzapfen usw. anbringen. Für trockenesMaterial wie z.B. Strohblumen oder Moos verwenden sie als Unterlage auch Strohoder Kunststoff (Styropor). Die Stiele der für den Kranz vorgesehenenFrischblumen schneiden sie mit einem Messer schrägan, um ein frühes Verwelkenzu verhindern. Dann durchstechen sie denBlütenkopf mit dünnem Draht,wickeln diesen zur Festigung um den Stiel der Blume, stecken ihn durch dasgebundene Tannengrün und befestigen ihn am Reifen des Kranzes.Ein weiterer Aufgabenbereich derBlumenbinderInnen und -händlerInnen (FloristInnen) ist die Pflege und derVerkauf von Topfpflanzen, die heute sowohl alsErdkulturen (die Pflanzen sind in Erde gepflanzt) als auch als sogenannte Hydrokulturen angeboten werden,bei denen sich die Wurzelnder Pflanzen in Gefäßen mit feuchtigkeitsspeichernden Leka-Steinen befinden.Sie versorgen die Topfpflanzen und Schnittblumen regelmäßig mit Wasser,sortieren vertrocknete Pflanzenteile aus und stellen die von Großhändlern oderGärtnereien übernommenen Schnittblumen zu Sträußen zusammen. Sie gestaltendamit die Auslage des Geschäftes und gruppieren sie im Laufe des Tages um,falls die Blumen direkt aus dem Schaufenster verkauft werden. Sie beraten die KundInnen über Art, Haltbarkeit undPflege der Topfpflanzen und Schnittblumen. Auf Wunsch der KundInnen stellen siedie Pflanzen auch selbst zu. BlumenbinderInnenund –händlerInnen haben engen Kundenkontakt und müssen daherneben handwerklichem Geschickund kaufmännischen Fähigkeiten auch sprachgewandt sein, um ihreKundInnen entsprechend beraten zu können.
BodenlegerIn:
BodenlegerInnen stellen fugenlose Fußbodenbeschichtungen("Estriche") aus Estrichmasse (Gemisch aus Zement, Sand, Wasser undZusatzstoffen) her, die als direkt begehbare Fußbodenbeläge oder als Untergrund für andere Bodenbelägedienen; weiters verlegen sie alle Arten von Belägen,vor allem Bodenbeläge, Wandbeläge und Sportbeläge (z.B. Teppichböden, Spannteppiche, Belägeaus Kunststoff, Gummi, Kork usw.) sowie Holzfußböden. Zuihren Aufgaben gehören auch Ausbesserungsarbeitenan Estrichen, Belägen und Holzfußböden; weitersberaten sie die KundInnen hinsichtlich Material, Farbe, Qualität undZweckmäßigkeit sowie über Reinigung und Pflege der Beläge.Bei der Estrichherstellung ermitteln die BodenlegerInnen durch Vermessen des Bodens zunächstden Materialbedarf. Dann säubern sie den Boden und belegen ihn mit Dämm-und Isoliermaterialien. Sie mischendie Estrichmasse an, tragen sie auf den Boden auf, verdichten und verstreichen sie mit Holz- oderAlulatten und glätten die Oberfläche. Nach dem Trocknen führen sie dieNachbehandlung des fertigen Estrichbodens durch (Fugenschneiden, Verspachteln). Einer der wichtigstenTätigkeitsbereiche derBodenlegerInnen ist das Verlegen von Bodenbelägen. Dabei messen sie zunächstdie zu belegende Fläche aus, fertigen eventuell Verlegeskizzen an und berechnenden Materialbedarf. Sie entfernen den alten Bodenbelag und reinigen den Untergrund (z.B.Holzboden) durch Kehren, Saugen oder durch Waschenmit einem speziellen Reinigungsmittel. Danach sanieren sieden Untergrund (z.B. durch Verspachteln von Rissen und Verlegen vonSpanplatten), tragen einen Vorstrich auf und verspachteln Unebenheiten miteiner Spachtelmasse (zementartige Masse). Der Vorstrich dient als Haftbrückeund soll eine dauerhafte Verbindung derSpachtelmasse mit dem Untergrund gewährleisten. Danach lassen dieBodenlegerInnen den Untergrund trocknen und schleifen ihn anschließend miteiner Schleifmaschine ab, um Rückstände des alten Belages und Unebenheiten zubeseitigen.Sie messen die Feuchtigkeit undTemperatur des Unterbodens und der Luft mit speziellen Messgeräten, umfestzustellen, ob der Unterboden die für dieVerlegung erforderliche Beschaffenheit hat. Den Belag schneiden sieentsprechend der erforderlichen Maße zu. Sie tragen Klebstoff auf den Unterboden auf und pressen danach den zugeschnittenen Belag mit einerAndrückwalze darauf fest. Umzu vermeiden, dass Luftblasen entstehen, streichen sie denBelag schließlich glatt.Nach dem Zuschneiden der Ränder desBodenbelages montieren die BodenlegerInnen Abschlussleisten. Diese bestehen jenach Art des Bodenbelages aus Holz, Metalloder Kunststoff. Die BodenlegerInnenschneiden die Leisten zu und kleben bzw. nageln sie an die Bodenränderoder Zimmerwände. Danach verschweißen sie die Nahtstellen des Belages, umWölbungen und Unebenheiten durch Eindringen von Feuchtigkeit zu vermeiden.Abschließend entfernen sie mit einem speziellen Klingenmesser vorstehendeUnebenheiten der verschweißten Naht. Beim Verlegen von Holzfußbödenbereiten die BodenlegerInnen zunächst den Untergrund vor und stellen die Maßeder Fläche und den Materialbedarf fest. Dann schneiden sie die Holzteile(vorgefertigte Bretter oder Platten)zu und verlegen bzw. verkleben den Holzboden.Schließlich schleifen sie den Boden mit einer Schleifmaschine ab, montieren Profil-Leisten anden Rändern und versiegeln den Boden mit Siegellack.Eine wichtige Aufgabe bei allen Arbeitenist die Entsorgung von Altbelägenund Materialresten. Die BodenlegerInnensorgen für die umweltgerechte Sammlung/Lagerungvon Altbelägen, Klebstoffresten und sonstigenMaterialresten (Spachtelmassen, Kunststoffe, Lösungsmittel, Kleber usw.)in den dafür vorgesehenen Containern sowie für den Abtransport der Abfälle zugeeigneten Entsorgungseinrichtungen.
Brau- und GetränketechnikerIn:
Dieser Lehrberuf wurde am 1. Jänner2006 als Nachfolgeberuf des Lehrberufs "BrauerIn und MälzerIn"eingeführt. War die Ausbildung bisherausschließlich auf die Bierbrauerei ausgerichtet, so ist sie nun etwas breitergesteckt und umfasst vor allem auch die Limonaden- und Fruchtsafterzeugung und die Mineralwasserabfüllung. Damiterweitert sich der Kreis der in Frage kommenden Lehrbetriebe, so dass auch eineZunahme des Lehrstellenangebotes erwartet werden kann. Um auch die Vermittlungder Bierbrauerei-Inhalte zu gewährleisten, müssen Betriebe der Getränkeherstellung allerdings einenAusbildungsverbund mit einer Bierbrauerei eingehen, wo die Lehrlinge dann einenTeil der Lehrzeit zubringen und die entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeitenerwerben können.In Brauereien führen Brau- undGetränketechnikerInnen alle Tätigkeiten durch, die zur Bierherstellungerforderlich sind; die wichtigsten Aufgabenbereiche sind hier die Aufbereitungder Grundstoffe der Biererzeugung (Verarbeitung von Gerste zu Malz, Herstellung der Bierwürze ausHopfen und Malz), das Brauen des Bieres und die Abfüllung des fertigen Bieresin Flaschen oder Dosen. In derLimonaden- und Fruchtsafterzeugung und in der Mineralwassererzeugung bedienen und steuern die Brau- und GetränketechnikerInnen die Verarbeitungs- und Produktionsanlagen; auch hier umfasstder Aufgabenbereich die Verarbeitung der Rohstoffe (z.B. Früchte bzw.Fruchtkonzentrate, Kräuter, Gemüse, Zucker, Aromastoffe, Essenzen usw.), dieHerstellung der Getränke nach bestimmten Rezepturen (Mischungsverhältnis derInhaltsstoffe) bis hin zur Abfüllung der Getränke in Flaschen, Dosen oderTetrapacks. Diefolgende Darstellung beschreibt die wichtigsten Schritte der Bierbrauerei,also die Malzherstellung, die Bierwürzeherstellung, die Gärungund die Abfüllung des fertigen Bieres.Malzherstellung:Beider Malzherstellung bereiten die Brau- und GetränketechnikerInnen diehierfür verwendete Gerste auf bestimmte Weisevor. Sie reinigen und sortieren dieGerste mit entsprechenden Maschinenund lagern sie auf Böden oder inSilos. Das Malz wird durch einen Weich- und Keimprozess gewonnen, wobei in den Körnern Enzyme (ein Enzym ist eineorganische Verbindung) aktiviertoder gebildet werden, die beimspäteren Maischen die weiteren Abbauvorgänge der verschiedenen Stoffgruppen des Malzes steuern. Die gekeimteGerste (Grünmalz) wird in Darren luftgetrocknet und zur Ausbildung von Aroma-und Farbstoffen durch Temperatursteigerung in Darrmalz übergeführt. NachBeendigung des Darreprozesses werden dem fertigen Malz dieeiweißreichen Wurzelkeime entfernt.Die Brauereien beziehen heute vielfachdas fertige Malz von eigens darauf spezialisierten Betrieben, sodass dieBrau- und GetränketechnikerInnen oft nur mehr mit der Bierherstellung selbstbefasst sind.Bierwürzeherstellung:Bei der Bierwürzeherstellungzerkleinern ("schroten") die Brau- und GetränketechnikerInnenzunächst die Malzkörner aufmaschinellem Weg, vermischen den Schrot mit Wasser und lassen dieses"Maische" genannte Gemisch in sogenannten Maischbottichen oderMaischpfannen auf mehreren Temperaturstufenkochen, wobei es zur Umwandlung der im Malz enthaltenen Maltosezu gärfähigem Zuckerkommt. Danach werden die festen und flüssigenBestandteile des gemaischten Malzschrots in speziellen Behältern, den Läuterbottichen,getrennt. Die so gewonnene Würze (gärfähige Flüssigkeit) vermischen sie mit Hopfen, der für die Geschmacksbildungdes Bieres notwendig ist, und kochen sie in der Braupfanne. Anschließend kühlen siedie heiße Bierwürze und leiten sie in den Gärkeller zur Hauptgärung weiter. Umdie Gärung einzuleiten, fügen sie der Bierwürze Bierhefe hinzu. Gärung:Während der Gärung überwachen dieBrau- und GetränketechnikerInnen den Gärprozess und regeln die für denGärprozess erforderliche Temperatur im Gärbottich. Die Gärung dauert etwa 6 bis12 Tage, wobei es zu einerUmwandlung des Zuckers der Bierwürze in Alkoholund Kohlensäure kommt. Wenn sich die Hefe am Boden des Gärbottichs abgesetzthat, pumpen die Brau- und GetränketechnikerInnen das "Jungbier" mitSchläuchen zur Nachgärung und Lagerung inden Lagerkeller. Im Lagerkeller leiten sie das Jungbier in Tanks oder Fässer und kontrollieren regelmäßig die Klarheit, den Kohlensäuregehalt und denDruck des Bieres. Die Reifung des Bieres dauert jenach Biersorte etwa 5 bis 16 Wochen.Abfüllung des Bieres:Vor der Abfüllung des Bieres inFlaschen, Dosen oder Fässer filtern die Brau- und GetränketechnikerInnen dasBier in verschiedenen Filteranlagen, die zur Beseitigung von noch vorhandenenHefezellen und Trübstoffen dienen. Bei der Bierabfüllungüberwachen sie den weitgehend vollautomatisierten Abfüllvorgang, die Einhaltung der diesbezüglichen Hygienevorschriften sowie die Etikettierung der Behälter.Da die Bierherstellung heute weitgehend in automatischen Anlagen erfolgt, umfasst der Aufgabenbereich der Brau- und GetränketechnikerInnen hauptsächlichKontroll- und Überwachungstätigkeiten in den einzelnen Produktionsabschnitten.Weiters sind sie auch für die Reinigung und Wartung der Anlagen bzw. für dieÜberwachung dieser Arbeiten zuständig. Limonaden- undFruchtsaftherstellung; Mineralwasserherstellung (Getränketechnik):In der Limonaden- undFruchtsaftherstellung sind die Brau- und GetränketechnikerInnen vorwiegend mitder Steuerung, Bedienung und Überwachung der Produktionsanlagen befasst. Siebedienen die Anlagen zur Aufbereitung von Früchten und zur Saftgewinnung aus Früchten und Gemüsen(z.B. Mühlen, Passiermaschinen, Pressen) sowie zur Fruchtmarkgewinnung,Aromagewinnung und Herstellung von Konzentraten. In verschiedenenVerarbeitungsschritten und Produktionsanlagen werden die Fruchtsäfte vorbehandelt,filtriert und haltbar gemacht. In der Limonadenherstellung werden alkoholfreie Getränke anhand vorgegebener Rezepturen hergestellt; hier kommt es vor allem auf das richtige Mischungsverhältnisaller Inhaltsstoffe an. Alle Zwischen- und Endprodukte der Getränkeerzeugungmüssen regelmäßig einer Qualitätskontrolle unterzogen werden, wobei dasAussehen (Farbe, Trübheit), der Geruch und vor allem der Geschmack geprüftwerden ("sensorische Beurteilung"). Brau-und GetränketechnikerInnen sind auch für die Wartung und Instandhaltung sowiefür die Reinigung aller Anlagen und Maschinen verantwortlich. Weiters sind sie teilweise auch für dieLagerung und den Transport der Rohstoffesowie der Zwischen- und Fertigprodukte zuständig. 
BuchhalterIn:
Im Zentrum jedes Unternehmens steht die Buchhaltung. Hier laufen alle wichtigen Daten zusammen: Aufwände und Erträge, Informationen über Anlagevermögen und –kapital, Lohn- undGehaltsverrechnung, Steuerangelegenheiten usw. Auf den Daten der Buchhaltungbasiert auch die Kostenrechnung (Feststellung von Fixkosten, Herstellungskostenusw.). Diese wiederum liefert die Entscheidungsgrundlage der Produktionsplanungund Preiskalkulation. Die meisten Arbeitsvorgänge in der Buchhaltung werdenheute mittels EDV durchgeführt; umfangreiche EDV-Kenntnisse bzw. Kenntnisse derBuchhaltungsprogramme sind daher grundlegend für diesen Beruf.Der Aufgabenbereich derBuchhalterInnen umfasst die laufende chronologische Aufzeichnung (Verbuchung)der Geschäftsvorgänge, die Abrechnung verschiedener Konten sowie die Erstellungder Bilanzen eines Unternehmens. In manchen Betrieben sind dieBuchhalterInnen auf einzelne Teilbereiche wie Bilanzierung, Kostenrechnung oder Controlling spezialisiert. Besonders qualifizierte BuchhalterInnen sind in der Lage, die Geschäftsleitung in steuerlicherund betriebswirtschaftlicher Hinsicht zu beraten. Dabei greifen sie aufverlässliche Zahlen aus der Geschäfts- und Betriebsbuchhaltung zurück. BuchhalterInnen verbuchen("kontieren") die Belege einzelner Kostenarten und –stellen undprüfen vorkontierte Belege auf ihre wertmäßige Richtigkeit und die korrekteKontierung. Sie führen die Kosten der Betriebsbuchhaltung und verbuchen Änderungenim entsprechenden Kostenbereich. Sie klären Differenzen mit den entsprechendenAbteilungen, ermitteln im Zuge der Nachkalkulation Kosten verschiedener Art,fassen Kosten bei periodischen Kostenabrechnungen zusammen und arbeiten bei periodischen Inventuren und bei Soll-Ist-Vergleichen mit. Sieerfassen, prüfen und kontrollieren alle Daten für die Buchführung und für die Lohn- und Gehaltsverrechnung und führendie Abrechnungen mit Sozialversicherungsanstalten und Steuerbehörden durch.Dabei sorgen sie für dieordnungsgemäße Ablage aller Buchhaltungsunterlagen, bereiten die Inventuren vorund führen die Personalkarteien. Innerhalb der Berufsgruppeder BuchhalterInnen habensich mehrere Spezialisierungsformen gebildet,zum Beispiel AnlagenbuchhalterInnen,BilanzbuchhalterInnen, FinanzbuchhalterInnen oder Personen- undSachkontenbuchhalterInnen. Diese beruflichen Tätigkeiten können gleichermaßenin zuarbeitender und Helfertätigkeit wie in Aufsicht führender Funktionausgeübt werden. Alle administrativen Arbeiten müssen unter Wahrung des Datenschutzes und der Datensicherheit mit Hilfe der betrieblichen Informations- und Kommunikationssysteme organisiert werden.
BüchsenmacherIn:
BüchsenmacherInnenstellen Jagd- und Sportwaffen her und führen die Wartung und Reparatur derWaffen durch. In Kleinbetrieben des Büchsenmachergewerbes verkaufen sie auchSchusswaffen, Munition und Waffenzubehör und beraten die Kunden über Bauart undGestaltungsmöglichkeiten bei der Neuanfertigung von Schusswaffen. Ihre wichtigsten Erzeugnisse sind Einzelteile von Schusswaffen (z.B. Gewehrabzüge, Gewehrschäfte,Patronenmagazine) sowie Jagd- und Sportgewehre und Pistolen.Bei der Herstellung eines Gewehres fertigen die BüchsenmacherInnenzunächst die einzelnen Waffenteile aus Metall (vor allem den Lauf und dasVerschluss-Stück mit dem Abzugs-,Zünd- und Sicherungsmechanismus) sowie den Schaft aus Holz oder Kunststoff an;dabei arbeiten sie mit Dreh-, Bohr-,Fräs- und Hämmermaschinen. Dieeinzelnen Waffenteile unterziehen sie dann einer Feinbearbeitung, um ihre Passgenauigkeit zu erhöhen. Schließlichbauen sie die Waffenteile zusammen und verbinden sie mit Bolzen oder Schrauben. Sie montieren die mechanischenoder optischen Zielvorrichtungen (z.B. ein Zielfernrohr). Am Schießstandschießen sie die Waffen ein undkontrollieren bzw. korrigieren dieEinstellung der Zielvorrichtungen. ImWartungs- bzw. Servicebereich überprüfen sie die Waffen, die von den KundInnenen zur Reparatur gebracht werdenund stellen die genauenUrsachen von Funktionsmängeln fest. Sie zerlegen die Waffe und tauschenschadhafte Teile aus; fallweise fertigen sie auch Ersatzteile, die nicht mehr serienmäßig erzeugt werden,neu an (z.B. für ältere Waffenmodelle). Auf Wunsch der KundInnen bringen sieauch Gravuren (z.B. Ornamente und Schriften) auf den Metall- und Holzteilen derWaffe an.
Bürokauffrau/mann:
Bürokaufleute führen alle Büro- undSekretariatsarbeiten im Verwaltungs- und Organisationsbereich vonBetrieben/Unternehmen und Institutionen durch. Sie sind in allen Wirtschaftsbereichen tätig (Industrie,Gewerbe, Handel, Verkehr, Banken, Versicherungen, Wohnungswirtschaft, öffentliche Verwaltung, Land- und Forstwirtschaft). Bürokaufleute sind im Umgangmit EDV und Internet geübt. Außerdem kennen sie den wirtschaftlichen Stellenwert des Unternehmens, bei dem sie beschäftigtsind und verfügen sie über betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundkenntnisse. Bürokaufleute arbeitenin verschiedenen Abteilungen eines Betriebes, wie z.B. imSekretariat, im Einkauf und der Lagerhaltung, im Personal-undLohnbüro, im Korrespondenzbüro, in der Buchhaltungund Kostenrechnung, der Fakturenabteilung und Kassa oder im Verkauf und der Versandabteilung. Je nach Größe des Betriebes sind die Bürokaufleute in einemoder mehreren der angeführten Aufgabenbereiche tätig. In Großbetriebensind Arbeiten auf verschiedene Abteilungen aufgeteilt, in Kleinbetrieben sind die Bürokaufleute meist in mehrerenTeilbereichen oder in der gesamten Verwaltung und Organisation des Betriebestätig.ImSekretariat führen sie vorwiegend Koordinationsaufgaben durch. Sie übernehmendie Telefonvermittlung und Terminplanung für Vorgesetzte,schreiben Geschäftsbriefe selbständig oder nach Diktat, verfassen Protokolle und Aktenvermerke und bereitenKonferenzen und Sitzungen sowie die dazu benötigten Unterlagen (z.B.Sitzungsprotokolle, Geschäftsberichte, Statistiken) vor.Im Einkauf ermitteln dieBürokaufleute den benötigten Warenbedarf und kalkulieren dieBeschaffungskosten. Sie holen schriftlich oder telefonisch Angebote von Lieferanten ein. Sie ermitteln die günstigsten Beschaffungsmöglichkeiten und führen die Bestellung der Waren durch. Nach der Lieferung überprüfen dieBürokaufleute die gelieferte Ware, kontrollieren die einlangenden Rechnungenund leiten diese an die Buchhaltung weiter.ImVerkauf erstellen die Bürokaufleute Angebote, nehmen Bestellungen entgegen und arbeiten Lieferverträge aus. Sie führenKundenkarteien, schreiben Auftragsbestätigungen und stellen Rechnungenaus. Im Personal- und Lohnbüro erstellendie Bürokaufleute die schriftlichen Unterlagen für Neueinstellungen,Kündigungen, Beförderungen der MitarbeiterInnen des Betriebes und stellen Krankenscheine aus. Außerdem berechnen sie auf Grundvon Stundennachweisen und LohnlistenLöhne und Gehälter der im Betrieb beschäftigten ArbeitnehmerInnen unterBeachtung der einzubehaltenden gesetzlichen Abzüge (z.B. Lohnsteuer,Sozialversicherung). Sie überweisen die Löhneund Gehälter an die Beschäftigtenoder zahlen sie (in Kleinbetrieben)persönlich aus. Gesetzliche Abzüge führen sie an die Krankenkasse,Pensionsversicherungsanstalt oder das Finanzamt ab. In der Buchhaltung erstellendie Bürokaufleute die Grundlagen für das kaufmännische Rechnungswesen eines Betriebes. Sie verbuchen die mit einem Geschäftsfall verbundenenBelege (z.B. Wareneingangsbestätigung, Kassazettel, Lohnzahlungen) aufverschiedene Konten (z.B. Lieferantenkonto, Kassakonto, Anlage- undVermögenskonto). Sie erfassendadurch alle Geschäftsvorgänge und zeichnen die Veränderungen desBetriebsvermögens systematisch auf. Durch die Möglichkeiten elektronischer Datenerfassung, Datenspeicherung undDatenverarbeitung können viele Routineaufgaben der Bürokaufleute in den Bereichen Ein-, Verkauf und Lagerung, Korrespondenz, Lohn- und Gehaltsverrechnung sowie Buchhaltung unter Anwendung vonEDV-Anlagen teil- bzw. vollautomatisch durchgeführt werden
ChemielabortechnikerIn:
ChemielabortechnikerInnen führenchemische, physikalisch-chemische,biochemische und biotechnologische Untersuchungen und Versuchean Stoffen (Rohmaterialien, Zwischen- und Fertigprodukten, Abfällen)durch. Sie arbeitenin Betriebs-, Forschungs- sowie Prüf- und Untersuchungslaboratorien von Gewerbe- und Industriebetrieben, bei kommunalenBetrieben, privaten oder öffentlichen Prüfstellen, bei privaten oderöffentlichen Forschungs- und Überwachungseinrichtungen sowie in Ausbildungsstätten. Chemielabortechniker beschäftigen sich mit der Beschaffenheit, der Bildung und Zerlegung, der Reinheit und der Verwendbarkeit von Stoffen. InBetriebslaboratorien führen sie im Rahmen von Qualitätsuntersuchungen Prozess-sowie Stoffkontrollen durch.InForschungslaboratorien entwickeln,verbessern und erproben sie Produktions- und Behandlungsverfahren, außerdemanalysieren und synthetisierensie Stoffe. Zusätzlich entwickeln sie Untersuchungs- bzw.Analysemethodenmethoden, die sie laufend verbessern und standardisieren. Im analytischen Bereich beschäftigen sich ChemielabortechnikerInnenmit der Gewinnung von Proben, derenAufbereitung und Vorbereitung für Untersuchungen sowie der Analyse vonStoffen bzw. der Bestimmung von Inhaltstoffen. Imsynthetischen Bereich führensie im Zuge der Herstellungvon neuen oder verbesserten Stoffen - Materialuntersuchungen, Prozessentwicklungbzw. Prozesskontrolle/Prozesssteuerung - Tätigkeiten durch.Die Abwicklung der gestelltenAufgaben erfolgt unter Einsatz von klassischen Verfahren. Die moderneUntersuchungstechnik - computergesteuerte Geräte bzw. Analysenautomaten repräsentieren den gegenwärtigen Standder Technik - verlangt einenentsprechenden apparativen Aufwand. Ein wesentlicher Teil der Tätigkeiten von ChemietechnikerInnen liegt imBereich der allgemeinen Qualitätssicherung, wie sie imRahmen von Zertifizierungen undAkkreditierungen zur Anwendung kommt. Wesentliche Arbeitsbereiche stellen die Arbeitssicherheit sowie Fragen des Umweltschutzes dar. Beispiele für Branchen, in denenChemielaborttechnikerInnen zum Einsatzkommen sind Agrikulturchemie, Baustoffchemie, Elektronikindustrie, Erdölindustrie,Arzneimittelchemie, Kunststofftechnik, metallerzeugende und –verarbeitendeBetriebe, Nahrungsmittelchemie, Papier- und Zellstoffindustrie, Photochemie,Textilchemie, Waschmittelchemie und Umwelttechnik.
ChemieverfahrenstechnikerIn:
ChemieverfahrenstechnikerInnensteuern, kontrollieren und warten Anlagen in industriellen, gewerblichen oderkommunalen Betrieben (beispielsweise Agrikulturchemie, Baustoffchemie, Elektronikindustrie, Erdölindustrie, Arzneimittelchemie, Kunststofftechnik, metallerzeugende und –verarbeitende Betriebe,Nahrungsmittelchemie, Papier- und Zellstoffindustrie, Photochemie,Textilchemie, Waschmittelchemie und Umwelttechnik) sowie im Anlagenbau und imBereich der Forschung und Entwicklung. Dabei sind sie vor allem im Bereich derchemischen Verfahrenstechnik tätig, die alle Prozessschritte von derVorbereitung der verwendeten Materialien und Maschinen über die technischeDurchführung von Reaktionen bis hin zur Handhabung bzw. Verarbeitung von Produktenund Abfällen umfasst.ChemieverfahrenstechnikerInnen werden aber auch im Bereichder Versuchstechnik(anwendungstechnische Abteilungen) beschäftigt. Dort wirken sie an derVerbesserung und Entwicklung neuer Verfahren von Einsatzstoffen und Produktensowie an der Erforschung der Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten derProdukte mit. Im Bereich der Produktion ist es dieAufgabe der ChemieverfahrenstechnikerInnen,Maschinen und Anlagen einzustellen, zu bedienen und zu kontrollieren.Allgemein umfasst derTätigkeitsbereich die Disponierung (= Planung der Einsetzbarkeit), Handhabungbzw. die Konditionierung (= eine Reaktion hervorrufen) von Produktionsstoffen und Betriebsmitteln. Sie bereiten die Maschinenund Anlagen vor und nehmen sie in Betrieb. Danach müssen sie den Prozessund die Anlagen kontrollieren bzw. steuern, die Zwischenprodukte bzw. dasProduktionsgut und die Handhabung kontrollieren und schließlich das Produktüberprüfen. Von besonderer Bedeutung sind dabei Instandhaltungs- bzw.Wartungsarbeiten.Wesentliche Tätigkeiten werden in den Bereichenchemischer und biotechnologischer Verfahrenstechnik, in Untersuchungstechnik sowie Qualitätssicherung ausgeübt. ZumStellenbild kann auch die erforderliche Stoffkontrolle gehören oder diese wird in Abstimmung bzw. Arbeitsteilung mit dem Betriebslabor durchgeführt. Fürderartige Tätigkeiten ist deshalb die analytische GrundausbildungVoraussetzung. Im versuchstechnischen Bereich vonBetrieben und F&E-Einrichtungen sind ChemieverfahrenstechnikerInnen bei derEntwicklung von Verfahren undAnlagen beteiligt. Dabei führt der Arbeitsprozess von Versuchsanlagenim Labormaßstab über Anlagen im Pilotmaßstab bis zurtechnischen Anlage.
DachdeckerIn:
Zum Aufgabengebiet derDachdeckerInnen gehören alle Arten von Dacheindeckungenund alle Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten auf Dächern. Die Herstellungvon wärmegedämmten hinterlüfteten Fassadenverkleidungen inkl.Unterkonstruktionen, Flachdächer, sowie Wärmedämmungen zum Schutz von Gebäudengegen Witterungseinflüsse bzw. gegen Wärmeverlust fällt ebenfalls in ihrenTätigkeitsbereich. Daneben gehören zu ihren Aufgaben verschiedene Arbeiten imDachbereich. Das sind z.B. das Instandsetzen von Kaminen undKaminverkleidungen, kleinere Ausbesserungen an der Holzkonstruktion des Dachstuhles, das Herstellen von Schalungen, Konterlattungen und Lattungen bei Sanierungsarbeiten, das Anbringen von vorgefertigten Elementen zurBegehung von Dächern, von Sicherheitssystemen für den Personenschutz, vonSchneefangvorrichtungen, das Montieren von Solar- und Voltaikanlagen und derEinbau von Dachflächenfenstern.Zu Beginn transportieren dieDachdeckerInnen die Materialien und Werkzeugezur Baustelle, bringen die vorgeschriebenen sicherheitstechnischen Maßnahmen wie Sicherheitsgerüsteund Dachschutzblenden an und sicherndie Baustelle durchAbsperrungen und Warnzeichen ab.Fürden Auftransport von Materialien und Werkzeugen nützensie Geräte wie Kräne, Schrägaufzüge oder Seilwinden. Danach bringen die DachdeckerInnen am Steildach, bzw. am Flachdach die sogenannte "Dachhaut" an. Diese bildet die oberste Abdeckung desDaches.Bei Eindeckungen von Steildächern müssensie vor allem auf Regen- und Sturmsicherheit achten. Dafür verwenden dieDachdeckerInnen Faserzementplatten, Tondachziegel, Betondachsteine, Bitumendachschindeln und Naturschiefer sowie vorgefertigte Bedachungselementen aus Metall, Kunststoff oder sonstige Materialen. Diesemontieren sie auf die dafür geeigneten Unterkonstruktionen. Außerdem führen DachdeckerInnen auch Holzschindel-, Steinplatten-, Schilf- undStrohdeckungen durch.Durch Einhängen, Nageln, Klammern, Mörteln, Kleben und Verschrauben arbeitendie DachdeckerInnen an die verschiedenen Bedachungsprodukte an. Durchzusätzliche mechanische Befestigungen sorgen sie für die Sturmsicherheit. ZurBearbeitung der verschiedenen Eindeckungsmaterialien verwenden die DachdeckerInnen Werkzeugewie Schieferhämmer, Haubrücken, Hämmer, Nagler, Sägen,Trennschleifer, Bohrmaschinen, Schrauber und Scheren.Mitverschiedenen Abdichtungsmaterialien (etwabituminöse Dachbahnen,Kunststoffolien oder Kautschukplanen) dichten die DachdeckerInnen Flachdächer aufBetonuntergrund, Holzschalung oder vorgefertigtenDeckenelementen ab. (Bitumen ist eine aus organischen Stoffen natürlich entstandene teerartige Masse,die ein gutes Isoliermaterial abgibt.)DieDackdeckerinnen verarbeiten die bituminösen Dachbahnen durch Verklebung mit Heißbitumen, durch Verschweißung im Flämmverfahrenoder mittels der Kaltverklebung mit sogenannten Selbstklebebahnen. Sie verlegen Folien und Planen entwederlose mit Auflast oder indem sie sie mechanisch befestigen. Die Überlappungenverschweißen sie mittels Heißluft.ZurVerlegung der Abdichtungsmaterialien verwendendie DachdeckerInnen Bitumenkocher, Gasflämmer, Heißluftschweißgeräte, Bürsten, Scheren, Messer sowie diversespezielle Werkzeuge. DachdeckerInnen finden in ihrem Beruf ein breites Betätigungsfeld, in dem sie laufenddurch neue Produkteund Verlegetechniken gefordert werden.
Denkmal-, Fassaden- und GebäudereinigerIn
Denkmal-,Fassaden- und GebäudereinigerInnen reinigenInnenräume, Außenflächen/Fassaden von Gebäuden (Büro- und Betriebsgebäude,Krankenhäuser, Schulen usw.), Denkmäler, Sportstätten und Schwimmbäder,Ausstellungsflächen, Verkehrsmittel, Straßenbeleuchtungen, Verkehrsschilderusw. und sorgen für dieNachbehandlung in und an Bauwerken (vor allem Imprägnierung gegen Feuchtigkeit,Pilzbefall, Umweltverschmutzung usw.). Weitersführen sie auchDesinfektionsmaßnahmen durch, z.B. in Krankenanstalten, Küchen und Nahrungsmittel verarbeitenden Betrieben, Bädern und Saunas. Zuerst besichtigen die Denkmal-, Fassaden- und GebäudereinigerInnen die zu reinigenden Räumlichkeiten, Fassaden oder Gegenstände und beurteilen die Art der Verunreinigung.Dann erstellen sie einen Reinigungsplan. Dabei bestimmen sie dasReinigungsverfahren und die Reinigungsmittel und mischen die Reinigungs-,Pflege- und Oberflächenbehandlungsmittel in der erforderlichen Zusammensetzung.Böden, Wände, Möbel, Fenster, Toiletten/Waschräume, Stiegenhäuser usw. inGebäuden säubern sie durch Kehren, Wischen, Waschen, Scheuern, Staubsaugen, Polierenusw. mit den entsprechenden Gerätenoder durch Trockenreinigungsverfahren mit Pulver, Kehrspänen und Sprays. ImAnschluss an die Reinigung behandeln sie die Gegenstände mit Pflege- undSchutzmitteln: Fußböden lassen sie z.B. mit Bodenwachs, Möbelmit Imprägnier- und Poliermitteln ein. Für dieReinigung von Fassaden oder Denkmälern errichten die Denkmal-, Fassaden- undGebäudereinigerInnen Gerüste, Arbeitsbühnen und Fassadenbefahranlagen. Fassadenoder Denkmäler reinigen sie mit speziellen Reinigungsmitteln und -verfahren(z.B. mit Spritzgeräten oder Sandstrahlgeräten) und behandeln sie sodann mitImprägnierungs- und Schutzmitteln. In derberuflichen Praxis erfolgt teilweise eine Spezialisierung auf einen derfolgenden Bereiche: Wohnungsreinigung, Brandschadenreinigung,Bauschlussreinigung, Reinigung nach Großveranstaltungen (Bällen, Stadtfesten); Desinfektion; Pflege von Grünanlagen, Spielplätzen usw.; undHausbesorgerservice. 
DestillateurIn:
DestillateurInnen stellen auspflanzlichen Rohstoffen alkoholische Getränke, reinen Alkohol und sonstigeAuszüge und Essenzen her. Ihrewichtigsten Erzeugnisse sind z.B. Edelbranntweine wie Weinbrand,Rum oder Obstbranntweine bzw. -schnäpse sowieLiköre und Auszüge("Extrakte") aus pflanzlichen Rohstoffen (z.B.Kräuterauszüge für alkoholische und nichtalkoholische Getränke,Aromastoffe für Wurstwaren oder Pasteten usw.).Bei der Gewinnung von reinem Alkohol zerkleinern die DestillateurInnenzunächst die zucker- und stärkehaltigen Rohstoffe (z.B. Obst, Zuckerrüben,Getreide, Kartoffeln) und mischen sie mitHefe oder Malz, um sie rascher zur Gärung zu bringen. Bei der Vergärungentsteht Alkohol, der durch die Destillation von den übrigen Bestandteilengetrennt wird. Dazu erhitzen die DestillateurInnen die vergärten Rohstoffe("Maische") in der Brennblaseder Destillier- bzw. Brennanlage bis zum Siedepunkt des Alkohols, der inDampfform aus der Brennblase entweicht. In einem Kühlsystem wird der Alkoholdampf wiederverflüssigt und schlägt sich als reiner Alkohol nieder. Der so gewonnene Roh-oder Raubrand wird durch weitere Brennvorgänge("Rektifikation") gereinigtund konzentriert. Die DestillateurInnen überprüfen dabei durchKontrollmessungen mit dem Alkoholmeter und durch Geruchs- und Geschmacksprobenregelmäßig den Alkoholgehalt und die Qualität des Destillates. Weiters führensie genaue Aufzeichnungen über die Produktion für die Abrechnung mit derFinanzbehörde, da auf Grund gesetzlicher Regelungen der Alkohol nicht freiverkauft werden darf und die Produktionsmengen genauen Kontrollen unterliegen.Das Verfahren bei derTrinkbranntweinherstellung ist ähnlich dem der Herstellung von reinem Alkohol.Als Grundstoffe werden hierallerdings verschiedene Obstsorten verwendet. Außerdem müssen dieDestillateurInnen darauf achten, möglichst viele Aromastoffe im Destillat zuerhalten. Bei der Likörherstellung mischen die DestillateurInnen reinen Alkoholmit enthärtetem Wasser, Zucker und mit je nach Geschmacksrichtung desEndproduktes unterschiedlichen Aromastoffen (z.B. Kräuterauszüge, Sirup,Fruchtsäfte usw.) in Kesseln oderTanks. Sie entnehmen regelmäßig Proben, überprüfen den Geschmack des Likörsdurch Verkosten und kontrollieren imLabor den Alkoholgehalt, den sie fallweise durch die Beigabe von destilliertem Wasser oder Alkohol korrigieren. Das fertigeGemisch reinigen sie in Filter- bzw. Klärapparaten von letzten Rückständen oder Trübungen undpumpen es in Lagertanks. Bei der Herstellung von Auszügen (Extrakten) verwendendie DestillateurInnen verschiedene sogenannten "Drogen" (z.B.Kräuter, Wurzeln, Blüten, Früchte, Schalen,Rinden, Harze), deren Inhaltsstoffe sie durch verschiedeneAufbereitunsverfahren gewinnen. Es gibt zweiverschiedene Verfahrensarten, die sogenannten Warmverfahren (vor allemDestillation) und die Kaltverfahren, z.B. Mazeration (Ziehenlassen der Drogenin Wasser oder Alkohol). Die gewonnenen Extrakte werden als geschmacksbildende Zusatzstoffe bei der Spirituosenerzeugung oder als Essenzen und Aromen für Lebensmittel(z.B. Wurstwaren, Essig usw.) verwendet. Einewichtige Aufgabe der DestillateurInnen ist weiters die fachgerechte Lagerung und Abfüllung der alkoholischen Getränke.Sie führen auch Reinigungs-und Desinfektionsarbeiten an den verwendeten Geräten, Maschinen und Anlagendurch, warten sie und halten sie instand. 
DrechslerIn:
DrechslerInnen stellen runde("gedrehte") Gegenstände aus Holz, aber auch aus anderen Materialienwie Kunststoffen, Elfenbein, Horn, Harz usw. her. Hierfür verwenden sie eineDrehbank, mit der das zu bearbeitende Material in Drehung versetzt und mitStahlmessern in die gewünschte Form gebracht wird. Ihre wichtigsten Erzeugnissesind Bestandteile für Möbel und Spielwaren sowie Souvenirartikel, z.B.Kastenfüße, Griffe, Knöpfe,Holzteller, Schachfiguren, Teile für Stehlampenusw. Weiters führen sie auch Reparatur- und Restaurationsarbeiten an gedrechselten Gegenständen durch. Vor Beginn der eigentlichen Drechslerarbeit schneiden die DrechslerInnenzunächst die Rohmaterialien mit der Band- oderKreissäge auf die gewünschte Rohform zu und glätten sie mit derHobelmaschine. Sodann spannen sie dasvorbereitete Material in die Einspannvorrichtung der Drehbank, in der es in rasche Drehungversetzt wird. Mit Schneidewerkzeugen arbeiten sie die Grobformdes Werkstückes heraus und zeichnen dann die Profilabstände (dieStellen am Werkstück, für die ein unterschiedlicher Durchmesser vorgesehen ist)an. Hierauf wird mit verschiedenen Stahlmessern die endgültige Form des Werkstückes heraus gearbeitet. Dasfertige Werkstück schleifen sie mitSchleifpapier ab und unterziehen es einer speziellen Oberflächenbehandlung(z.B. Lackieren, Beizen und Polieren).Während bei der Einzelfertigungdie Werkstücke noch händischan der Drehbank gefertigt werden, werden in der Serienfertigung heutedurchwegs vollautomatische Drehbänke verwendet. Hier beschränken sich dieAufgaben der DrechslerInnen auf die Herstellung von Musterwerkstücken, nachdenen die Drehautomaten eingestellt werden, auf die Überwachung und Kontrolledes vollautomatischen Fertigungsprozesses sowie auf das regelmäßige Auswechselnder Formstähle und deren Nachschleifen mit einer Schleifscheibe. 
DreherIn:
DreherInnenbearbeiten Werkstücke aus unterschiedlichen Materialien (z.B. Stahl, Grauguss,Leichtmetall, Kupfer und Kupferlegierungen, Kunststoffe) durch Drehen an verschiedenen Drehmaschinen. Zu denwichtigsten Erzeugnissen zählenMaschinenteile wie etwa Zahnräder,Achsen, Wellen, Kolben, Lager oder Scheiben. DasDrehen zählt zu denspanenden Arbeitsverfahren der Metallbearbeitung (Abtragen mehr oder wenigerfeiner Werkstoffteile bzw. Späne). Andere spanendeFertigungsverfahren sind z.B. das Bohren, das Fräsen und das Schleifen.DasAbtragen der Späne erfolgt auf mechanischem Wege mit Werkzeugmaschinen.Diese bestehen grundsätzlich aus einem Schneidwerkzeug (z.B. Drehmeißel) undverschiedenen Spannvorrichtungen zur Fixierung des zu bearbeitendenWerkstückes. Die DreherInnen arbeiten nachvorgegebenen technischen Zeichnungen. Sie übertragen die aus der Zeichnungersichtlichen Maße durch Anreißen mit einer Metallnadel oder Ankörnen(Einschlagen von Markierungspunkten) auf das zu bearbeitende Material. Sie spannendas Werkstück genau zentriert in die Drehmaschine (z.B. Spitzen-, Revolver-oder Karusseldrehmaschine) ein und ermitteln die Spantiefe, dieDrehgeschwindigkeit und den Vorschubfür die Bearbeitung. An den entsprechenden Einstellvorrichtungen stellen sie die Schnittiefe und denVorschub des Drehwerkzeuges sowie die Drehgeschwindigkeit des Werkstückes ein. DurchEinschalten der Maschine beginnt das Werkstück um seine eigene Achse zurotieren. Das Drehwerkzeug trägt an der Oberfläche entsprechend den eingestellten Bearbeitungsdaten Späne ab. Durch die entstehende Reibungswärme ist eine Kühlung erforderlich, die durch die automatischeZuführung von Kühlflüssigkeit gewährleistet ist. Wenndie benötigte Form erreicht ist, wird die Drehmaschine abgeschaltet und das Werkstückentnommen. Die DreherInnen vermessen das fertigeWerkstück mit Schieblehre undMikrometerschraube und führen bei Abweichung von den geforderten MaßenKorrekturen durch.Der beschriebene Drehvorgang miteiner mechanischen Drehmaschine wird hauptsächlich in der Einzelfertigung oderbei Reparaturarbeiten eingesetzt. In der Serienfertigung von Drehteilen kommenzunehmend Drehmaschinen, die über Zahlenwerte (numerisch) gesteuert sind, zumEinsatz. In modernencomputergesteuerten Drehmaschinen (CNC-Maschinen) läuft der Drehvorgang automatisch ab. Ein Greifernimmt das auf Förderbändern zur Anlagetransportierte Grundmaterial auf und befördert es in die Drehmaschine, wo es in der Spannvorrichtungbefestigt wird. Dort wird es durchdie Schneidewerkzeuge schneller und präziser als beim händischen Drehen in diegewünschte Form gebracht und anschließend weiterbefördert. Die Aufgabe der DreherInnen besteht dabei im Einlesen des vom Konstruktionsbüro bzw. vonder Arbeitsvorbereitung erstellten Programmes in denComputer. Sie kontrollieren die Drehwerkzeuge (z.B. Schärfe der Schneiden) undüberwachen die Beschickung der Anlage. In gewissen Abständen wirdKühlflüssigkeit nachgefüllt. Abschließend kontrollieren sie das fertigeWerkstück.
DrogistIn:
DrogistInnen führen kaufmännische undfachliche Tätigkeiten im Bereich Einkauf, Lagerung und Verkauf vonDrogeriewaren durch. Zu den wichtigsten Drogeriewaren zählen Heilkräuter undTees, rezeptfreie Arzneimittel und Verbandsmaterialien, Parfümeriewaren,Kosmetika, Reinigungs- und Waschmittel, verschiedene Chemikalien, Farbwarenund Lacke, Dünge-und Pflanzenschutzmittel, Kindernahrung, Fruchtsäfte usw., aberauch Fotoartikel. Im Einkaufsbereich ermitteln die DrogistInnenregelmäßig den Warenbedarf durch Kontrolle der Lagerbestände. Sie bestellen die benötigtenWaren bei den Produzenten bzw. Drogeriewaren-Großhändlern. Bei der Lieferungder Waren überprüfen sie diese aufeventuelle Transportschäden oder sonstige Mängel und überweisen dieRechnungsbeträge an die Lieferanten. Der wichtigste Aufgabenbereich der DrogistInnenist der Verkauf und die Kundenberatung. Sie legen die von denKunden gewünschten Waren zurAnsicht vor und erläutern die Anwendung und Wirkungsweise sowie die Vor- undNachteile der angebotenen Produkte; eine eingehende Kundenberatung istinsbesondere bei bestimmten Produkten wie z.B. Mitteln zur Schönheits- undGesundheitspflege, speziellen Nahrungsmitteln (Diät- und Reformkost,Kindernahrung), Schädlingsbekämpfungsmitteln usw. erforderlich. Beim Verkaufvon Giften, Chemikalien und anderen gefährlichen Substanzen weisen sie auf diediesbezüglichen gesetzlichen Vorschriften zur richtigen Lagerung und Anwendungsowie auf Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen hin; beim Verkauf von Giftenkontrollieren sie zusätzlich den erforderlichen Giftbezugsschein der Kunden, vermerken Art und Menge des abgegebenen Giftes,die Nummer des Giftbezugsscheines sowie den Namen der Kunden in einem sogenanntenGiftbuch und lassen sich die Übernahme des Giftes durch Unterschriftbestätigen. Schließlich stellen sie Rechnungen aus, verpacken und übergeben dieWaren an die Kunden und kassieren den Rechnungsbetrag. Im Bereich der Lagerung der Drogeriewaren sorgen die DrogistInnendafür, dass die zur Vermeidung von Qualitätsverlusten und Schäden vorgesehenenLagervorschriften für die jeweiligen Produkte eingehalten werden.Hierfür sind genaueKenntnisse der besonderen Eigenschaften der einzelnen Drogeriewarenerforderlich (z.B. ätzend oder giftig, wasseranziehend, wärme- oderlichtempfindlich, explosiv, feuergefährlich usw.); insbesondere bei feuergefährlichen und ätzenden Chemikaliensowie bei Giften sind besonderegesetzliche Bestimmungen bezüglich der Lagerung zu beachten. DrogistInnen stellen mitunter auch Drogeriewaren selbst her ("Hausspezialitäten" wie z.B.Teemischungen oder kosmetische Produkte). Bei der Herstellungeiner Teemischung prüfen siezunächst die Qualität derTrockenpflanzen und sortieren Verunreinigungen aus. Dann wägen sie dieim Rezept angegegebene Menge an Kräutern oder Wurzeln mit einer Feinwaage abund mischen die Grundbestandteile in einer sogenannten Mischtrommel. Schließlich füllen sie das fertigeTeegemisch in Papiersäckchen oder Gläser. Bei der Herstellung einer Hautcreme erwärmen sie zunächst bestimmte Fette und Wachse in einer Reibschale, vermischen sie und fügen Pflege-oder Heilmittel sowie Duftstoffe hinzu. Die fertige Creme füllen sie inBehälter und bringen darauf ein Etikett mit Angaben über den Inhalt und dieVerbrauchsfrist an. 
DruckvorstufentechnikerIn:
DruckvorstufentechnikerInnen führenalle Arbeiten der Druckvorstufe zur Vorbereitung des Druckes von Zeitungen,Zeitschriften, Plakaten, Prospekten, Büchern,Formularen usw. durch und erstellen die Arbeitsanweisungen für den Druck.Die Druckvorstufe umfasstdie Text-, Grafik undBilderfassung und die Bearbeitung mit elektronischenDatenverarbeitungssystemen, die Datenspeicherung und die elektronischeSeiten-und Bogenmontage bis zur Druckplatten- und Druckformenherstellung.Dabei werden Speichermedien und Speichersystemeverwendet sowie Kontroll- und Prüfmethoden und Datenbanken eingesetzt. ImBereich der Text- und Bildbearbeitung speichern die DruckvorstufentechnikerInnendie mittels PC undScanner (elektronisches Abtastgerät) erfassten unddigitalisierten Vorlagen für die Bearbeitung. Diese Daten gestalten undbearbeiten sie dann am Computer-Bildschirm (z.B. Schriftarten- und Größe, Farb-und Tonwertveränderungen der Bilder, Größenveränderungen etc.) und montieren sie für das Druckprodukt zu kompletten Seiten. Bei der Druckformenherstellungbelichten die DruckvorstufentechnikerInnen die Daten der kompletten Seiten miteinem Belichter auf Filmmaterial und entwickeln sie in einerEntwicklungsmaschine. Sofern die komplette Bogenmontage nicht bereits vorher erstellt wurde, kleben sie nun die Filme(je Druckfarbe wird ein Film verwendet) aufTrägerfolien zu Bogenmontagen (mehrere Seiten auf einem Bogen). Dabei müssensie die jeweilige Kopierfähigkeit berücksichtigen. Die Bogenmontagen kopieren sie dann in einemKopiergerät auf die Offsetdruckplatte, wo diese anschließend automatisch entwickelt werden. Zur filmlosen Herstellung vonOffsetdruckplatten (CTP = computer to plate) belichten dieDruckvorstufentechnikerInnen die Daten der kompletten Bogenmontage direkt aufSpezialdruckplatten
EdelsteinschleiferIn:
EdelsteinschleiferInnen verarbeitenEdelsteine, Halbedelsteine sowie künstlich hergestellte (synthetische) Steinezu Schmucksteinen. Dabei wenden sie verschiedeneBearbeitungstechniken an, z.B. dasFacettieren, wobei eine bestimmte Anzahl vonSchleifflächen (Facetten) inden Stein geschliffen werden,das Runden, wobei der Steinzu runden oder ovalen Formen (Carbouchonen) mit einer möglichstglatten Oberfläche geschliffen wird,und das Gravieren, wobei verschiedene Zierformen, Symbole oder Bilder in denStein eingraviert werden.EdelsteinschleiferInnen führenauch Reparatur- und Restaurationsarbeiten an wertvollen Schmucksteinen durch, beraten die Kunden über Gestaltungsmöglichkeiten vonSchmucksteinen und Schmuckstücken und verkaufen ihre Produkte.Bei der Herstellung einesSchmucksteines spalten oder sägen ("schneiden") dieEdelsteinschleiferInnen zunächst den Rohstein in Stücke der erforderlichenGröße. Darauf folgt die grobeFormgebung des Steines durch Rundieren, wobei sie den Stein mit einer Schleifscheibe auf die gewünschte Form zuschleifen. Den grob geformten Steinbefestigen sie mit einer Kittmasse auf dem sogenannten Kittstock (Holzstöckchen, mit dem der Stein beim Schleifen gehaltenwerden kann). Sodann schleifen sie an einer rotierenden Metallscheibe mitbestimmten Schleifmitteln (vor allem Diamantpulver) die Facetten oder Rundungen in den Stein. BeimFacettieren verwenden sie eine Haltevorrichtung, mit deren Hilfe siedie genaue Einstellung der Winkel,in denen die Flächen zueinander stehen sollen, vornehmen können. Die fertig geschliffenen Steine reinigen sie mit Spiritus und polieren sie mit verschiedenen chemischenPoliermitteln, die mit einem Pinsel auf die Polierscheibe aufgetragen werden. Beim Anfertigen von Steingravurengravieren sie mit einem Gravierstift aus Diamant verschiedene Ornamente,Symbole oder bildliche Darstellungen in die Steinoberfläche;das Gravieren von Steinen erfolgt heute bereits auch vielfachmit chemischen Verfahren (Säureätzung) oder mit Ultraschallgeräten.In die fertigen Schmucksteine bohren sie vielfach mit feinen DiamantbohrernLöcher zur Befestigung an Schmuckstücken (z.B.Halsketten). Die fertigen Steine sortieren sie nach Größe, Form und Qualität, bewerten sie und setzen den Preis fest.EdelsteinschleiferInnenführen auch häufig an bereits geschliffenen Steinen Umschleifarbeiten durch, um ihre Größe der Fassungeines bestimmten Schmuckstückesanzupassen. Umschleifarbeiten sind auch bei der Reparatur von abgesplittertenoder zerkratzten Steinen erforderlich.
EDV-Kaufmann, -frau
EDV-Kaufleute sind immer über dieneuesten Entwicklungen am Computermarkt informiert. Da sie für denEinkauf und für den Verkauf von Computersoftware bzw.-hardware zuständig sind, verknüpfen sie EDV-Wissen mit kaufmännischerTätigkeit. Sie geben fachlich fundierte Produktinformationen an die KundInnenweiter, und bieten ein vielfältiges Angebot von Dienstleistungen an (wie z.B.Installieren und Konfigurieren von Software und einfacher Netzwerke, Suchen von Fehlern und Beheben einfacher Störungen). EDV-Kaufleute arbeitenauch in EDV-Organisationsabteilungengrößerer Firmen. Dort sorgensie für die Beschaffung der notwendigenComputer Ausstattung. Sie ermitteln für ihre Firma den Bedarf an einzelnenGeräten und Software-Lösungen, die für spezifische Aufgabenstellungen amgeeignetsten sind (Erstellung von Kosten-Nutzen-Analysen). Daswichtigste Aufgabengebiet der EDV-Kaufleuteliegt in der Beratung und im Verkaufaller Standardprodukte in Hardware,Software und elektronischen Datenverarbeitungssystemen. Dafür sind sie unter anderemauch in der Einkaufsplanung bzw. der Warenbeschaffung tätig. Beim Wareneinkauf ermitteln die EDV-Kaufleute anhandvon Bestandslisten den Bedarf. Sie holen von verschiedenen Erzeugern und Großhändlern Angebote ein und treffendanach die Auswahl für die Bestellung. EDV-Kaufleute übernehmen auchentsprechende betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungswesen und führen denSchriftverkehr bei Bestellungen durch. Bei Eintreffen der Lieferungvergleichen die EDV-Kaufleute die gelieferte Ware mit denLieferpapieren und stellen eventuelle Mängel und Schäden bei Waren und Verpackung fest, reklamieren gegebenenfalls telefonisch oder schriftlich bei den Lieferanten.Das Verwalten und Kontrollieren des Lagerbestandes gehört genauso zu ihrerTätigkeit wie die Mitarbeit bei der Inventur. Inden Aufgabenbereich der EDV-Kaufleuten fälltauch die Planung,Organisation und Durchführung von werbe- und verkaufsförderndenMaßnahmen.Im Verkauf beraten sie ihre KundInnen(Privatpersonen wie Geschäftsleute oder Firmen). Dabei stellen sie zunächst dieWünsche und den Bedarf der KundInnen fest. Sie informieren die KundInnen überEigenschaften der Hardware und der Zusatzgeräte,sowie die dazugehörige Software und deren Einsatz und Servicemöglichkeiten. Sieerläutern Qualitäts- und Preisunterschiede derWaren und beraten bei der Auswahl.Hierbei ist eine genaue Analyse der Kundenanforderungen,das Erarbeiten von Vorschlägen geeigneter EDV-Lösungen sowie das Anbieten von Service- und Betreuungskonzeptennotwendig. Die dem Verkauf nachgelagerten Serviceleistungen wickeln sie oft inKooperation mit Servicefirmen ab oder führen einfache Serviceleistungen selbstdurch. Darunter fallen etwa Programmanalysen, das Herstellen derBetriebsbereitschaft der Hardware, das Installieren und Gestalten von Softwareund einfachen Netzwerken, das Beheben einfacher Störungen und die Fehlersuchean Hard- und Software. Schließlich nehmen die EDV-Kaufleute die Kundenbestellungen entgegen und wickeln die Kundenaufträgeab. Darunter fallen das Abschließenvon Kauf- und Lizenzverträgen, das Ausstellen von Verkaufsdokumenten wie z.B.Garantieschein, das Erstellen von Empfangsquittungen und sonstigen Unterlagen,das Ausstellen der Rechnungen und das Abwickeln des Zahlungsverkehrs. Kommt es zuReklamationen bearbeiten die EDV-Kaufleute auch diese.
EDV-SystemtechnikerIn:
SystemtechnikerIn: Die EDV-Systemtechnik umfasst alleBestandteile von EDV-Systemen, die grob in Hardware und Software eingeteiltwerden. Zur Hardware zählen Computer("Workstation") und Peripheriegeräte (Tastatur, Bildschirm, Drucker,Scanner u.a.) sowie Netzwerke, also die Verbindung mehrer Workstations miteinem Zentralcomputer ("Server") und untereinander. Als "Software"werden Computerprogramme bezeichnet; dazu gehören Betriebssysteme (grundlegendeComputerprogramme zur Steuerung des EDV-Systems und der Geräte) und Anwendersoftware(Textverarbeitung, Kalkulationsprogramme, Datenbanken usw.). Die EDV-SystemtechnikerInnen installieren kompletteEDV-Systeme (vor allem Netzwerke undNetzwerkarbeitsplätze, aber auch Einzelarbeitsplätze) und sind auch für derenWartung und Reparatur zuständig. Neben der EDV-Systemtechnik sind sie weitersauch für die Instandsetzung und Wartung von sonstigen Geräten der Datenkommunikationstechnik(z.B. Faxgeräte) sowie von mechanischen und elektronischen Büromaschinen (z.B.Kopierer) zuständig.EDV-SystemtechnikerInnen sind für diez.B. im Bürobereich heute üblichenComputer- und Netzwerkanlagen zuständig. Sie führen die Installierungderartiger Anlagen durch und sind fürdie Wartung und Reparatur sowie für den allfälligen Ausbau der Anlagen durch Einrichtung von Zusatzkomponenten zuständig.Dabei müssen sie nicht nur über die Hardware(Geräteausstattung, Leitungen, Peripheriegeräte) Bescheid wissen, sondern auch über dieFunktionsweise und Bedienung der Software (Betriebssysteme, Benutzeroberfläche,Anwendungen usw.).Diewichtigsten Tätigkeiten der EDV-SystemtechnikerInnen bei der Einrichtung von EDV-Systemen (Einzel- und Netzwerkarbeitsplätze) sind das Installieren, Anschließen,Konfigurieren und Prüfen der Geräte und Netzwerke (Hardware) und dererforderlichen elektronischen Datenverarbeitungsprogramme (Software:Betriebssysteme, Internetprogramme, E-Mail-Programme). Dabei arbeiten sie nacheinem gemeinsam mit den Kunden erstellten EDV-technischen Konzept; dazu gehörenauch das Auswählen, Beschaffen und Überprüfen der erforderlichen Geräte,Betriebsmittel und Materialien sowie der EDV-Programme. Wenn Fehler oder Störungenauftreten, versuchen die EDV-SystemtechnikerInnendiese zu finden bzw. einzugrenzen, zu analysieren und zu beheben. Weiters führen sie die Instandsetzung oder denTausch von Geräten und von einzelnen Komponenten/Bauteilen von Netzwerken sowie der dazu gehörigen Software durch. Zu ihren Aufgaben gehören auch Zusammenbau, Montage, Prüfung, Inbetriebnahme und Wartung von Geräten/Anlagen der EDV-Systemtechnik und derDatenkommunikation.DasAufgabenspektrum der EDV-SystemtechnikerInnen enthältauch nach wie vor Elementedes Vorläuferberufes "KommunikationstechnikerIn - Bürokommunikation" (Nachfolgeberufvon "BüromaschinenmechanikerIn"). Denn auch für die Wartung undInstandsetzung/Reparatur von Büromaschinen aller Art sind sie immer noch zuständig. Im Zuge vonWartungsarbeiten reinigen sie verschmutzte Bauteile, überprüfen alleBestandteile auf ihre Funktionsfähigkeit, tauschen Bauteile aus und nehmen dienotwendigen Einstellungen und Justierungen vor. EinSchwerpunkt der Tätigkeit der EDV-SystemtechnikerInnen ist dieKundenberatung. Dabei spielt heuteinsbesondere auch die Beratung über die Anwendungsmöglichkeiten und denEinsatz des Internet eine große Rolle. In kleineren Betrieben kommt auch nochder Verkauf dazu. 
EinkäuferIn:
Unter "Einkauf" ist inder Wirtschaft die Beschaffung von Materialien, Waren undDienstleistungen, die ein Betrieb für seineAufgaben benötigt, zu verstehen. DerEinkauf ist in den meisten Unternehmen ein zentraler Tätigkeitsbereich, von demhäufig alle anderen Unternehmenstätigkeitenabhängen. Er gewinntauch durch die Zunahmeder internationalen Vernetzung der Wirtschaft (Globalisierung)immer größere Bedeutung. Die Anforderungen an die Berufstätigen imBereich "Einkauf" haben enorm zugenommen; es ist heute neben gutemkaufmännischen Grundlagenwissen immer mehr Spezialwissen erforderlich (z.B.über weltweite Einkaufsmöglichkeiten im Internet), sodass in diesemBerufsbereich ohne fundierte Ausbildung kaum mehr Chancen bestehen. Aus diesemGrund wurde im Jahr 2002 der neue Lehrberuf "EinkäuferIn" eingeführt,der nicht nur die aktuellen Ausbildungsanforderungen im Einkauf abdeckt,sondern ganz allgemein eine moderne kaufmännische Ausbildung anbietet.EinkäuferInnen arbeiten vor allem inHandels-, Gewerbe- und Industriebetrieben, die eine eigene Einkaufsabteilungbesitzen. Sie führen alle Tätigkeiten zur Beschaffung von Materialien, Warenund Dienstleistungen, die vom Unternehmen benötigt werden, durch. Am Beginnsteht dabei meist die Beschaffung von Informationen über Einkaufsmöglichkeiten. Die EinkäuferInnen versuchen, alle in Frage kommendenAnbieter und Lieferfirmen für die gewünschten Waren zu erfassen undderen Liefer- und Zahlungsbedingungen (Preise, Transportkosten,Preisnachlässe/Mengenrabatte usw.) zu vergleichen. Dabei werden natürlich diemodernen Informationstechnologien (z.B. Computerprogramme, Internet) genutzt. Die EinkäuferInnen holen Angebote vonmöglichen Lieferfirmen ein, beurteilen und vergleichen diese Angebote undversuchen so, die günstigste Einkaufsmöglichkeitherauszufinden. Wenn die Entscheidung für ein bestimmtes Angebot gefallen ist, führendie EinkäuferInnen denEinkauf durch, was meist durch die Aufgabe einer schriftlichen Bestellungerfolgt, in der alle Angaben wie Menge, Preis, Liefertermin usw. enthalten sind. Zuden Aufgaben der EinkäuferInnen gehört weitersdie Überwachung der Liefertermine;bei verspäteter Lieferung(Lieferverzug) reagieren sie mitgeeigneten Maßnahmen, die von der einfachen Urgenz (Erinnerung an denLiefertermin) über Preisabschläge bis hin zu rechtlichen Schritten reichen.Wenn die gelieferten Waren bzw. die erbrachten Dienstleistungen nichtden vereinbarten Anforderungen entsprechen, gilt esebenfalls entsprechende Maßnahmen zu setzen (Rückgabe des Gelieferten bzw.Einforderung einer Ersatzlieferung ua.). Ein wichtiger Aufgabenbereich derEinkäuferInnen sind die im Zusammenhang mit Einkaufsvorgängen erforderlichenArbeiten im Rechnungswesen (Kostenrechnung, Kalkulation, Controlling). VielRaum nimmt auch die Ausfertigung und Bearbeitung von Formularen, Vordrucken und Schriftstücken ein, die in den verschiedenen Phasen von Einkaufsvorgängenanfallen. Weiters führendie EinkäuferInnen die Dokumentation aller Schritte imBeschaffungswesen durch.DieAusbildung der EinkäuferInnen umfasst folgende wichtigeBereiche: Lehrbetrieb (wirtschaftliche Stellung, Einrichtungen usw.), Organisationund Verwaltung (Betriebsbereiche, betriebliche Arbeitsabläufe, Schriftverkehr,Verwendung von EDV/E-Mail/Internet, Reklamationswesen, Transport,Gesprächsführung, Brief- und Formulargestaltung usw.), Informationstechnologie(betriebliche EDV), Betriebswirtschaft und Controlling(Kostenrechnung/Kalkulation, Steuern/Abgaben, Rechnungswesen, Zahlungsverkehr,Buchhaltung, Controlling, Einkaufsplanung), Einkauf und Logistik(Einkaufsorganisation, Recht im Einkauf, Projekteinkauf, Ökologie, Logistik:Lagerwirtschaft, Transportlogistik).
Einzelhandelskauffrau, -mann
Einzelhandelskaufleute führen Cin Einzelhandelsbetrieben (Fachgeschäften, Großkaufhäusern, Supermärkten,Einkaufszentren) den Einkauf, die Lagerung und den Verkauf vonWaren sowie die damit verbundenen kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten(Bürotätigkeiten) durch. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist der Verkauf vonWaren (z.B. Nahrungs- und Genussmittel, Textilien, Elektrowaren).ImEinkauf ermitteln die Einzelhandelskaufleute anhand des Lagerbestandes undentsprechend der Kundennachfrage den Warenbedarf des Betriebes. Sie wählen Waren aus den Angebotenvon Zentralen (bei Einzelhandelsbetrieben mit mehreren Filialen), Großhändlernbzw.Erzeugern und führen die Bestellungdurch. In größeren Betrieben führen die Einzelhandelskaufleute mit Hilfe derelektronischen Datenverarbeitung (EDV) die Ermittlung des Warenbedarfs,die Bestellung und die Abwicklung des Zahlungsverkehrs durch. Die Einführung vonintegrierten Warenwirtschaftssystemen (mittelsEDV) ermöglicht die automatische Nachbestellung von Waren. Die Einzelhandelskaufleutelesen die Artikelnummern, die in Form von maschinenlesbarenStrichcodes auf den Erzeugnissen angebracht sind, mit einem Lesegerät("Scanner") an der Kasse ein. Dabei werden neben der automatischenAbrechnung die Lagerbestandsveränderungen erfasst. Bei der Einkaufsplanung berücksichtigen sie aktuelle Trends,saisonale und regionaleErfordernisse sowie die Verkaufsschwerpunkte des Betriebes.Bei der Warenübernahme kontrollierendie Einzelhandelskaufleute, ob Bestellung und Lieferung hinsichtlich Menge,Qualität und Preis übereinstimmen. Über eventuelle Mängel der Waren oder Transportschäden verständigensie die Lieferanten schriftlich durch eine sogenannte "Mängelrüge", in dersie je nach Vertragsbedingungen und Ausmaßdes Schadens eine Herabsetzungdes Kaufpreises, den Umtauschbzw. die Rücknahme der Wareoder Schadenersatz fordern. Anschließend nehmen sie diegelieferten Waren in dieLagerbuchhaltung auf. Diesewird in den meisten Betrieben bereits mit EDV abgewickelt, sodass nur mehr dieentsprechenden Daten in den Computer eingegeben werden müssen. Außerdemüberwachen die im Lager tätigen Einzelhandelskaufleute die sachgemäße Lagerungder gelieferten Waren. Bevor die Waren zum Verkauf angeboten werden, müssen die Einzelhandelskaufleute dieVerkaufspreise kalkulieren. Im Lager oder beim Einschlichten der Warenin die Verkaufsregale zeichnen sie die Preise aus. Zu ihrem Aufgabenbereich zählt auch die Gestaltung vorhandener Werbeflächen wie Schaufenster, Verkaufspulte undRegale sowie die Zusammenstellung von Katalogen oder Sonderangeboten. Beim Verkauf beraten sie dieKundInnen bzw. führen sie Verkaufsgespräche. Dabei erkundigen sie sich nach denWünschen und geben Informationen über bestimmte Eigenschaften der gefordertenArtikel (z.B. Handhabung, Preis, Preisunterschiede zu ähnlichen Waren,Qualitätsmerkmale). Schließlichstellen die Einzelhandelskaufleute dieRechnung aus, nehmen den Geldbetrag entgegen undverpacken die gekaufte Ware. Sie wickeln Zahlungen auch im bargeldlosenZahlungsverkehr mit Kreditkarten und Schecks ab.Beieiniger Berufserfahrung kann zu ihrem Aufgabenbereich außerdemdie Mitarbeiterführung gehören.Ausbildungsschwerpunkt "Allgemeiner Einzelhandel":Kaufleute im Einzelhandel mitSchwerpunkt Allgemeiner Einzelhandel führen in Einzelhandelsbetrieben(Fachgeschäften, Großkaufhäusern, Supermärkten, Einkaufszentren) den Einkauf,die Lagerung und den Verkauf von Waren sowie die damit verbundenen kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten (betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungswesen) durch. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeitist der Verkauf von Waren. Ausbildungsschwerpunkt "Baustoffhandel":Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Baustoffhandel führen inEinzelhandelsbetrieben des Baustoffhandels den Einkauf, dieLagerung und den Verkauf von Waren sowie die damit verbundenenkaufmännisch-administrativen Tätigkeiten (betriebswirtschaftliche Aufgaben imRechnungswesen) durch.Sie unterstützen die KundInnen beider richtigen Wahl der Wandbaustoffe in Hinblick auf Wärme- und Schalldämmung,Feuchtigkeits- und Brandschutz.Außerdem helfen sie bei der Auswahlumwelt- und gesundheitsverträglicher Baustoffeund Einrichtungsmaterialien. Bei Verdacht auf Innenraumschadstoffe bieten sieSanierungskonzepte. Sie beraten von der Planung bis zur Rohbau-Ausführung undbesitzen Kenntnisse über die verschiedenen Bauverfahren (z.B. Tiefbau,Hochbau), Baukonstruktionen und ihre Merkmale. Einzelhandelskaufleute imBaustoffhandel können Baupläne lesen und beraten die KundInnen über diefachgerechte Verwendung bzw. den Einsatz von Baumaterialien und informierenüber die wesentlichen baurechtlichen Bestimmungen. Ebenso können sie überFinanzierungs- und Fördermöglichkeiten Auskunft geben. Sie beraten sowohl Laien als auch Fachleute über die richtigeVerwendung von Baustoffenaller Art sowie über die Anwendungvon Arbeitstechniken, Maschinen und Werkzeugen.In Baumärkten und im Baustoffhandel bietet sich eine breite Palette von Spezialisierungen, wobei hier eineAusrichtung auf die jeweilige Produktgruppe oder aber eine Tätigkeit im Innen- und/oder Außendienst erfolgt. ImInnendienst eingesetzt, besteht die Tätigkeit des Einzelhandelskaufleute mitdem Schwerpunkt Baustoffhandel vor allem in der Kundenberatung, demVerkaufsgespräch, dem Bestellwesen mit Katalog- und PC-Anwendung sowie der Lagerbevorratung.So beschäftigen sich die Einzelhandelskaufleute mit dem SchwerpunktBaustoffhandel ebenso mit Fragen und Produkten der Heizungs- undSanitärinstallation wie mit derElektrotechnik, mit Maler- und Tapezierarbeiten, Fliesenlegen oder Holz- undMetallbearbeitung, mit Kraftfahrzeugzubehör und Kraftfahrzeugpflege, mitGarten- oder mit Heimtierbedarf und mit der großen Produktpalette derspezifischen Maschinen und Werkzeuge. Die Tätigkeit im Außendienst beinhaltet die Erstellung von Angeboten und Kostenvoranschlägen,die Abwicklung von Gesamtbauaufträgensowie die Kontrolle der termingerechten Baustofflieferungen.Einzelhandelskaufleute mit dem Schwerpunkt Baustoffhandel sind auchAnsprechpartner für Reklamationen. Ausbildungsschwerpunkt "Einrichtungsberatung":Kaufleuteim Einzelhandel mit Schwerpunkt Einrichtungsberatung führen inEinzelhandelsbetrieben der Einrichtungsbranche, in Filialen vonEinrichtungshäusern, in Kaufhäusern bzw. in Fachgeschäften für Innenraumgestaltungden Einkauf, die Lagerung und den Verkauf von Waren sowie die damit verbundenen kaufmännisch-administrativenTätigkeiten (betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungswesen) durch. Sieberaten die KundInnen und unterstützen deren Entscheidungsfindung, indem sie Einrichtungsideen entwickeln und dabei Funktion, Form und Farbe berücksichtigen. Beispeziellen Kundenwünschen müssen sie auch Skizzenund Einrichtungspläne erstellen und dann bei den Lieferanten Angebote einholen.Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Einrichtungsberatung wirken auch beimGestalten der Verkaufsräume mit und stellen unter ästhetischen GesichtspunktenKojen und Musterensembles zusammen.                                         Ausbildungsschwerpunkt "Eisen- und Hartwaren":Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Eisen- und Hartwarenführen in Einzelhandelsbetrieben desEisen und Hartwarenhandels den Einkauf, die Lagerung und den Verkauf von Waren sowie diedamit verbundenen kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten(betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungswesen) durch. Sie bieten fachmännische Hilfestellung für Heimwerker als auchfür gewerbliche Abnehmerund beraten über die Ver- und Bearbeitung von Holz, Metall und Beton sowie über die dafür notwendigenWerkzeuge und Maschinen. Ihr Warenangebotumfasst Haushaltsgeräte, Werkzeuge für Befestigungstechnik, für Holz- undMetallbearbeitung; Garten- und Freizeitgeräte,Mess- und Bauwerkzeuge sowie Maschinen- und Zubehörteile.Sie beraten ebenso über Brandschutz wie über Energie und Wirtschaftlichkeit derProdukte. Sie wissen über die produktbezogenenNormen und rechtlichen Bestimmungen Bescheid, wie zum Beispiel die Entsorgung von typischen Produkten desEisen und Hartwarenhandels, die damit verbunden Kosten sowie über dieRücknahmeverpflichtungen der Händler etwa bei Batterien und Lampen.Zusätzlich sind sie noch imBestellwesen und Einkauf tätig.Dabei erledigen sie spezifischeSchriftverkehrsarbeiten wie Auftragsbestätigungen und Bestellungen,geben Lieferauskünfte und stellen Lieferpapiere und Rechnungen aus. UnterBerücksichtigung von Garantie und Gewährleistungsbestimmungen übernehmen undwickeln sie Reparaturaufträge ab. Sie wirken bei Verkaufsfördernden Maßnahmen,wie Schaufenster- und Ladengestaltung oder Erstellung von Kundeninformationenin Form von Katalogen und Preislisten mit. Ausbildungsschwerpunkt "Elektro-/Elektronikberatung":Kaufleute im Einzelhandel mitSchwerpunkt Elektro-Elektronikberatung führen in Einzelhandelsbetrieben desElektro- bzw. Elektronikfachhandels den Einkauf,die Lagerung und den Verkaufvon Waren sowiedie damit verbundenen kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten(betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungswesen) durch. Sie verkaufen Elektrohaushaltsgeräte(wie zum Beispiel Kühl- und Gefrierschränke,Haushaltsreinigungsgeräte oder Gar- und Heizgeräte), Wohnraum- und technischenLeuchten für den privaten und gewerblichen Bereich, Leuchtmittel undElektroinstallationswaren oder auch elektrische Körperpflegegeräte. Im Bereichder Elektronik beraten sie über den Aufbau, die Eigenschaften und die Anwendungsmöglichkeitenvon elektronischen Baugruppen und Geräten der verschiedensten Art, insbesondereaus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik. Sie informierenüber technische Entwicklungen undTrends und empfehlen das Zubehör zur besseren Nutzung der technischen Möglichkeiten der Elektro- und Elektronikgeräte. Sie erklären die Funktionsweise von hauswirtschaftlich-technischenGeräten und Anlagen, dasPreis-Nutzen-Verhältnis sowie Rationalisierungs- und Einsparungsmöglichkeiten.Oft müssen die Einzelhandelskaufleutemit Schwerpunkt Elektro- Elektronikberatung beim Verkauf von Elektroproduktenzuvor auch die technische Infrastruktur und die räumlichen Voraussetzungen für dieInbetriebnahme der technischen Geräte abklären. Dabeiermitteln sie, ob Anschlüsse für Strom und Wasser laut Typenschein bzw.Gebrauchsanleitung oder Schaltplan vorhanden sind und sie stellen fest, obVerbindungselemente notwendig sind. Dafür brauchen sie entsprechende Kenntnisseüber produktspezifische physikalische Kennwerte, Leistungsmerkmale (z.B.Leistung, Spannung) und Anschlusswerte. Ebenso zählt die Beratung über diefachgerechte Entsorgung von Elektrogeräten (z.B. Kühlschränken), Sicherheits-und Umweltschutzmaßnahmen zu ihrem Tätigkeitsbereich. Bei der Einkaufsplanung berücksichtigen sie die neuen Technologien undTrends sowie die Produktzyklen und Preisentwicklung. Kaufleuteim Elektro- und Elektronikfachhandel erledigen den für ihre Branche spezifischen Schriftverkehr wie Auftragsbestätigungen und Bestellungen und geben Lieferauskünfte.Sie wirken bei der Erstellung von Verkaufsprogrammen genauso mit wie beiproduktbezogenen Dekorationsarbeiten. Ausbildungsschwerpunkt "Fleischfachhandel":Einzelhandelskaufleute mit demSchwerpunkt Fleischfachhandel besitzen Kenntnisse über alle Arten vonSchlachtvieh, die Fleischteile, die unterschiedlichen Vieharten und ihreVerwertung sowie über den Nährstoffgehalt des Fleisches. Sie sind in der LageFleisch nach Qualität, Verwendbarkeit und Lagerfähigkeit zu beurteilen. DiesesWissen bringen sie bei derEinkaufsplanung ein und bestellen das Fleisch und die Fleischerzeugnisse unterBerücksichtigung saisonaler und regionaler Erfordernisse bei den Lieferanten.Bei der Lieferung bearbeiten sie die Lieferpapiere und kontrollieren die Wareneingänge hinsichtlich Qualität,Haltbarkeit, Frische und Aussehen und erledigen den dazugehörigenSchriftverkehr einschließlicheventueller Reklamationen. Bei der Lagerungmüssen sie produkt-und betriebsspezifische Lagerungsvorschriften einhalten, dabeiwerden im Besonderen die Hygiene, das Licht und die Temperatur berücksichtigt.DieThekengestaltung und Dekoration sowie die Preisauszeichnung und deren regelmäßiger Wechsel gehören ebenfalls zu ihren Tätigkeiten.  Einzelhandelskaufleute mit demSchwerpunkt Fleischfachhandel dekorieren, portionieren und garnierenLebensmittel und Imbisse zur Verkaufspräsentation. Hierzu wiegensie die Erzeugnisse ab, verpacken sie fachgerecht und zeichnensie aus. Oft stellen sie in Fleischereien auch Feinkostsalate her undgarnieren Wurst- und Käseplatten. Für den Imbiss-Bereich müssen sieSchnellgerichte vorbereiten. Außerdem belegen Einzelhandelskaufleute im Fleischfachhandel Brote undstellen Geschenkkörbe undkalte Büfetts zusammen. Ein weiterer Bereichist der Partyservice. Hier müssensie Fleisch und Fleischwaren aufschneiden, garnieren und auf Platten legen und anschließend ausliefern. Das Herstellen von kalten undwarmen Imbissen (Braten, Kochen, Brühen) gehört ebenfalls zu ihren Tätigkeiten.Darüber hinaus beraten und informieren Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Fleischfachhandel über die Verkaufspalette, die Verwendbarkeit und Zubereitung von Fleisch,Fleischerzeugnissen und Nebenprodukten. Bei ihrer Arbeit bedienen sie Maschinen und Geräte wie Kassen, Waagen undKühltruhen und benutzen Werkzeugewie Messer, Beile und Gabeln. Diese Arbeitsutensilien müssenauch gewartet, instand gehalten und in regelmäßigen Abständen desinfiziertwerden. Bei allen Tätigkeiten sind die jeweiligen Vorschriften und Gesetzesowie die Sicherheits- und Hygienevorschriften einzuhalten. Ausbildungsschwerpunkt "Kraftfahrzeuge und Ersatzteile":Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Kraftfahrzeuge und Ersatzteile verfügennicht nur über grundlegende Kenntnisse der KFZ-Technik,sondern beraten ihre KundInnen auch über Dienstleistungsangebote im Bereich derFinanzierung. Das betrifft ebenfalls die Themen Versicherung, Leasing,Garantie, Gewährleistung oder Kulanz. Dabei vermitteln sie oft auch dieVerträge.Neben dem Service sorgen sie für dieErsatzteilversorgung. Sie erledigen die für den Automobilhandel und den Handelmit Ersatzteilen und Zubehör spezifischen Schriftverkehr, wie Auftragsbestätigungen, sie führenBestellungen mit dembetriebsüblichen Bestellsystem für Fahrzeuge,Ersatzteile und Zubehör durch und sie geben Lieferauskünfte, prüfen understellen Rechnungen. Sie beobachtenMarkttrends und sind bei der Entwicklung von Marketingmaßnahmen eingebunden. Sowirken sie etwa bei der Gestaltungvon Produktpräsentationen mit oder sie erstellen Kundeninformationen in Formvon Katalogen und Preislisten. Ihr Tätigkeitsbereich erstreckt sich von der Beschaffung, dem Vertrieb undVerkauf von neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen auch auf Nutzfahrzeuge und Motorräder.Ausbildungsschwerpunkt "Lebensmittelhandel":Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Lebensmittelhandel arbeitenvorwiegend im Verkauf. Sie stellen fürdie KundInnen das richtige und ausreichende Warenangebot aus dem gesamtenLebensmittelbereich bereit. Der Fachbereich Lebensmittel umfasst dreizehnWarengruppen (Milch/Milcherzeugnisse/Eier; Obst und Gemüse; Wurst- undFleischwaren; Fisch; Wild und Geflügel; Brot und Backwaren; Getränke;Nährmittel; Speisefette und –öle; Kaffee/Tee/Kakao; Süßwarenund Dauergebäck; Gewürze;freiverkäufliche Arzneimittel). Im Fachbereich Diät-und Reformwaren wird eine ähnliche, jedoch diätetisch ausgerichtete Produktpalette angeboten.Kaufleute im Einzelhandel mit Schwerpunkt Lebensmittelhandel präsentieren undverkaufen die Produkte und beratendie KundInnen. Bei der Bestellung von Waren berücksichtigen sie die Einkaufsmenge, den vorliegendenLagerbestand, die spezifischen Vorlaufzeiten der Nahrungs- und Genussmittel(Haltbarkeit verderblicher Waren) und saisonale Gesichtspunkte. Bei derWarenübernahme kontrollieren sie die Qualität der gelieferten Lebensmittel, mitbesonderem Augenmerk auf die Haltbarkeit, die Frische und das Aussehen der Nahrungs- und Genussmittel. Bei der Lagerung müssen sie produkt-und betriebsspezifische Lagerungsvorschriften einhalten. Dabei werden imBesonderen die Hygiene, das Licht und die Temperatur berücksichtigt. Einzelhandelskaufleute mitSchwerpunkt Lebensmittelhandel dekorieren, portionieren und garnierenLebensmittel und Imbisse zur "appetitanregenden" Verkaufspräsentation unter Berücksichtigung der Qualitätsmerkmale wie Frische, Haltbarkeit und Aussehen.Hierzu wiegen sie die Erzeugnisse ab, verpacken sie fachgerecht und zeichnen sie aus. Siestellen auch einfache essfertigeProdukte her. In Bäckereien schneiden sie Tortenund Kuchen auf, verzieren sie mitSchlagobers und präsentieren sie den KundInnen. In Konditoreien verpacken sie Marzipan undSchokoladenspezialitäten zu attraktiven Geschenken und stellen Gebäck-,Konfekt- und Pralinenmischungen zusammen. In Fleischereien müssen sie oft auch Feinkostsalateherstellen und Wurst- und Käseplatten garnieren. Für den Imbiss- oder Café-Bereich bereiten sie Schnellgerichte vor undgarnieren sie entsprechend. Weiters stellen sie Geschenkkörbe zusammen, bereiten kalte Büfetts vor und liefernsie aus. Außerdem wirken Einzelhandelskaufleute im Lebensmittelhandel bei der Gestaltung desSortiments mit und machen Vorschläge zu verkaufsfördernden Maßnahmen, wie z.B.Verkostungen und Stammkundenbetreuung. Sie bereiten Werbeaktionen vor, platzieren Aktions-und Ergänzungsartikel und gestalten den Verkaufsraum ansprechend. Dazu gehört auch, die Dekoration und Präsentation regelmäßig zu wechseln. Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Lebensmittelhandel beraten und informierendie KundInnen über die Verkaufspalette und unterstützen siedabei, die für ihren Bedarf geeigneten Produkte zusammenzustellen. Dabei gebensie einfache Ratschläge für die Aufbewahrung, Zusammenstellung, Zubereitung,das Servieren und den Verzehr der von ihnen angebotenen Nahrungs- undGenussmittel und gehen auf individuelle Wünsche ein. Bei allen Tätigkeitenmüssen Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Lebensmittelhandel die Einhaltungder jeweiligen Vorschriften und Gesetze sowie die geltenden Sicherheits- undHygienevorschriften beachten. Darüber hinauskönnen sie aber auch entsprechende betriebswirtschaftliche Aufgaben im Rechnungswesen übernehmen.Ausbildungsschwerpunkt "Parfümerie":Einzelhandelskaufleute mitSchwerpunkt Parfümerie benötigen Spezialkenntnisse vor allem in Mode- undStilberatung, Kosmetik und Gesundheitslehre. Sie kenne die in der Kosmetikverwendeten Mittel, Wirkstoffe und Duftstoffe sowie deren Eigenschaften undVerwendungsmöglichkeiten. Eine große Rolle in der KundInnen-Beratung spielenweiters Kenntnisse über die Haut, über ihre Struktur und Funktion, über die Hauttypen und –zustände, über Hautveränderungen,Hautanomalien sowie Veränderungen der Fingernägel. In der Beratung führen die Einzelhandelskaufleute – Parfümerie auch einfache Hautdiagnosendurch (Feststellung von Hauttyp, Hautzustand usw.) und weisen auf mögliche Hautreaktionen aufbestimmte Kosmetika und Maßnahmendagegen hin. Dafür benötigen sie gute Kenntnisse der auf Kosmetika bezogenenGesundheitslehre. Eine der zentralen Aufgaben der Einzelhandelskaufleute –Parfümerie ist die Farb-, Duft- undStilberatung der KundInnen, wobei sie jeweils die aktuellen modischen Einflüsse und Trendsin der dekorativen Kosmetikberücksichtigen müssen. Daherist es erforderlich, dass sie sich ständig über die neuen Entwicklungen in Mode und Kosmetik informieren. Eineweitere wichtige Aufgabe ist diePräsentation der Waren, teilweise auch das Vorführen typengerechten Schminkens. Ausbildungsschwerpunkt "Schuhe":Einzelhandelskaufleute imSchuhfachhandel haben sehr viel Kundenkontakt. Sie beraten die KundInnen beimKauf unterschiedlicher Schuhmodelle, wie Straßen-, Freizeit-, Sport- oderBerufsschuhe. Neben Damen-, Herren- und Kinderschuhen führen sie Strümpfe, Einlegesohlen,Schuhlöffel und Schuhpflegemittel in ihrem Warenangebot. Im Verkaufsgesprächermitteln sie nicht nur die Wünsche,sondern auch etwaige gesundheitliche Probleme der Füße. Sie beraten bei der Produktauswahl hinsichtlich Passform,Farbe und Stil. Dabei berücksichtigen sie modische Einflüsse und Trends. UnterBerücksichtigung der gesundheitlichen Aspekte und der Anatomie des Fußesinformieren sie über die bestimmten Schuhtypen. Sie geben Auskunft über dieverschiedenen Materialien, deren Eigenschaften und Verarbeitung, Haltbarkeit,Verwendungs- und Tragemöglichkeiten sowie über den Einfluss derunterschiedlichen Sohlenmaterialien auf Passform und Trageeigenschaft. Sieerläutern diverse Schnittformen, Weiten, Absatzhöhen und ihre Auswirkungen auf Passform,Formbeständigkeit oder Bequemlichkeit.Bei Kindern ermitteln sie die entsprechende Schuhgröße mit einem Fußmessgerät.Außerdem geben Einzelhandelskaufleute für Schuhe Informationen über dierichtige Anwendung von Schuhpflegemitteln, -einlegesohlen und anderem Zubehör,wie zum Beispiel Strecker. Ebenso beratensie beim Kauf von Accessoires wie Taschen, Gürteloder anderer Modeartikel, die zum angebotenenSortiment gehören. Außerdem übernehmen und leiten sie unter Berücksichtigungvon Gewährleistung und Garantie Reparaturaufträge weiter. Die Einkaufsplanungpassiert unter Berücksichtigung aktueller Modetrends,Designerlinien, jahreszeitlichen sowie örtlichen Gegebenheiten und natürlichmit Rücksicht auf die spezifische Zielgruppe und das Marktsegmente desBetriebes.Ausbildungsschwerpunkt "Sportartikel":Einzelhandelskaufleute mitSchwerpunkt Sportartikel haben sehr viel Kundenkontakt. Sie informieren überMaterial, Funktion und Anwendungsbereiche von Sportgeräten und Sportzubehör. ImVerkaufsgespräch beraten sie auch über die gesundheitlichen Vorteile derSportartikel, ihre Verwendung und die dafür notwendigen gesundheitlichenVoraussetzungen bei der Ausübungder Sportart. Ihre Kenntnisse reichen entsprechend von Sport im Allgemeinenüber die Vielfalt der Sportarten bis zu adäquaten Schutzausrüstungen. Im BereichSportmode informieren sie über die Zusammensetzung, Funktionalität und Verträglichkeitsowie die Pflege der Textilien. Sie beratenbezüglich der Abstimmung auf dieentsprechende Sportart sowie die jeweilige sportliche Belastung. Außerdemerläutern sie Qualitäts- und Preisunterschiede. Zur Verkaufsvorbereitung und Nachbearbeitung gehören die Montage und der Zusammenbau der Sportartikel. Das beinhaltet auch Service- undReparaturarbeiten (welche laut Gewerbeordnung im Sinne der Rechte der Händlerdurchgeführt werden dürfen). Die fach- und funktionsgerechte Wartung, Prüfung und Einstellung vonGeräte- und Anlageteilen fällt ebenfalls in den Aufgabenbereich derEinzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Sportartikel.Fürdiese Arbeit benötigen sie Kenntnisse über Werk- und Hilfsstoffe und deren Eigenschaften, Verwendungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten.Sie müssen Gebrauchs- und Aufbauanleitungen lesen und umsetzen können.DieEinkaufsplanung passiert unter Berücksichtigung aktueller Trends,saisonaler und regionaler Erfordernisse sowie der Verkaufsschwerpunktedes Betriebes. Ausbildungsschwerpunkt "Telekommunikation":Einzelhandelskaufleute im Telekommunikations-Handelsind im Verkauf mobiler Telefongeräte ("Handys") tätig. Sie beraten die KundInnen über die verschiedenen Gerätearten und ihre Funktionen,Kennwerte und Leistungsmerkmale, über die Konditionen der Mobilfunkanbieter undüber die Vorraussetzungen für die Inbetriebnahme bzw. den Einbau (z.B. Freisprecheinrichtungen) vonTelekommunikationsgeräten, -zubehör und - diensten. Weiters führen sie die Beratung und Servicierung derbranchenüblichen Kundenanliegen durch (z.B. SIM-Karten tauschen, Sperren,Reparaturannahme, Auskunft über Tarife und Einzelgesprächsnachweise usw.).Ausbildungsschwerpunkt "Textilhandel":Kaufleute im Einzelhandel desBereichs Textil arbeiten vorwiegend im Verkauf. Sie stellen ein ausreichendesWarenangebot an Herren-, Damen- und Kinderbekleidung, Wäsche und Badebekleidung, Bettwaren, Haus- und Küchenwäsche,Teppiche, Heimtextilien, Meterwaren und Kurzwaren (eingeschränkt) bereit.Im Verkaufsgesprächberaten sie die KundInnen bei der Produktauswahlvor allem hinsichtlich Passform, Farbe und Stil, wobei sie modischeEinflüsse und Trends berücksichtigen. Sieinformieren über die Zusammensetzung der Stoffe, die Verträglichkeit und die Pflegeder Textilien. Außerdemerläutern sie Qualitäts- und Preisunterschiede. Die Einkaufsplanung passiert unterBerücksichtigung aktueller Modetrends, Designerlinien, jahreszeitlicher sowieörtlicher Gegebenheiten und natürlich mit Rücksicht auf die spezifische Zielgruppe. Die Warenpräsentation und -platzierung unter verkaufspsychologischen Gesichtspunkten (Visual Merchandising)nimmt vor allem auch in Selbstbedienungsgeschäften einen wichtigen Stellenwertein. Das betrifft die Dekoration der Verkaufsräume und Schaufenster genauso,wie Verkaufsaktionen (zum Beispiel Schlussverkäufe und Sonderverkäufe). Beivielen Handelsketten ist es aber üblich, dass ein speziell ausgebildetesFachpersonal (z.B. Auslagendekorateure) diese Tätigkeiten übernimmt. Ausbildungsschwerpunkt "Uhren- und Juwelenberatung":Einzelhandelskaufleute im Uhren- undJuwelenhandel sind Fachleute für Schmuck, Edelmetalle, Edelsteine, Uhren usw.Für die Beratung der KundInnen benötigen sie genaue Kenntnisse der verschiedenen Arten von Edelmetallen und Edelmetall-Legierungen sowie ihrer Eigenschaftenund Verwendungsmöglichkeiten, der Edel- und Schmucksteine und Diamanten(Bezeichnungen, Schliffarten, Farben, Vorkommen, Synthesen und Imitationen,Klassifizierung nach Farbe, Reinheit, Schliff und Gewicht) sowie der Perlen undKorallen. Ein wichtiger Beratungsbereich sind auch die verschiedenen Uhrentypen(elektronisch, mechanisch), ihre Funktionsweise (Quarz, Handaufzug, Automatik),ihre Eigenschaften (Wasserdichte, Ganggenauigkeit) und ihre Handhabung.
ElektroanlagentechnikerIn:
Der Aufgabenbereich derElektroanlagentechnikerInnen umfasst alle Arten elektrisch betriebenerMaschinen und Produktionsanlagen, die in Gewerbe- und Industriebetriebenverwendet werden sowie Kraftwerksanlagen, Transporteinrichtungen (z.B.Industriekräne) und Personentransportanlagen (z.B. Seilbahnen und Aufzüge). Sie sind in der Herstellungund Montage dieser Anlagentätig und führen daran auch alle Wartungs- undReparaturarbeiten durch.Die Kerntätigkeiten derElektroanlagentechnikerInnen bestehen aus dem Zusammenbau, der Montage, derRüstung, der Prüfung, der Inbetriebnahme undder Wartungelektromechanischer und elektronischer Anlagen undverketteter Maschinen. Auch die Reparaturarbeitenan diesen Anlagen und Maschinen fällt in ihren Aufgabenbereich. Durch Messungenmit unterschiedlichen Mess- und Prüfgeräten stellen sie elektrische und nichtelektrische Größen fest.Auf diese Weise suchen siesystematisch nach Fehlern, Mängeln und Störungen, grenzen diese ein und beseitigen sie schließlich.Wenn neue Materialien benötigt werden oder schadhafte ersetzt werden müssen,dann führen die ElektroanlagentechnikerInnen die Auswahl, Beschaffung undÜberprüfung der erforderlichen Materialien durch. Diese bestehen aus Stahl,Nichteisenmetallen oder Kunststoffen. Nachdem die ElektroanlagentechnikerInnendie Fertigungszeichnungen gelesen oder selbst erstellt haben, stellen sie nachdiesen Angaben die Vorrichtungenund Ersatzteile her. Sie bearbeiten die Werkstoffe mitunterschiedlichen Techniken wieAnreißen, Feilen, Sägen, Bohren, Gewindeschneiden, Scharfschleifen, Senken,Richten, Biegen, Passen, Zusammenbauen, Blechbearbeitung, Härten, Einrichten,Nivellieren, Schmieden, Drehen, Fräsen und Brennschneiden. ElektroanlagentechnikerInnenzerlegen Maschinen und Geräte, bauen sie wieder zusammen und setzen sie instand. Auch in Verbindung mit elektromechanischen,elektronischen, pneumatischen und hydraulischen Systemen bauen sie Bauelementezu Baugruppen der Prozessleittechnik und Hydraulik zusammen. Sie wenden lösbare und unlösbareVerbindungstechniken an. Dies sind z.B. Schraubverbindungen, Nietverbindungenund Stiftverbindungen, Weichlöten, Hartlöten, Kleben, Gasschmelzschweißen, Schutzgasschweißen, Elektroschweißen, Wellenverbindungen und Nebenverbindungenzur Drehmomentübertragung. Manchmal stellen die ElektroanlagentechnikerInnenauch Rohrleitungen her. Dabei biegen und kleben sie die Werkstoffe undverbinden die Rohre. Weiters bauenElektroanlagentechnikerInnen elektrische Motoren, Schaltgeräte undSchaltanlagen ein und sorgen für deren Prüfung, Inbetriebnahme und Wartung.Die Schaltungsunterlagen erstellen sie mitunter selbst (Montagepläne, Stromlaufpläne, Bauschaltpläne usw.) Schließlich behandelnsie die Oberfläche der Anlagenmit speziellen Oberflächenschutzverfahren, um sievor Korrosion (Veränderungen) zu schützen. Dann bauendie ElektroanlagentechnikerInnen die elektromechanischen und elektronischenBauteile (vor allem Steuereinrichtungen, Regeleinrichtungen und Überwachungseinrichtungen) zu Baugruppen zusammen, programmieren und verdrahten sie und bauen sie ein.ElektroanlagentechnikerInnen habenauch zahlreiche organisatorische Aufgaben; sie legen anhand der technischeUnterlagen die Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden fest, planenund steuern die Arbeitsabläufe,beurteilen die Arbeitsergebnisse und sorgen für die Einhaltung der Qualitätsstandards. Weiters sorgen sie auch dafür, dass alle Arbeiten unterBerücksichtigung der Sicherheitsvorschriften und-standards, der Normenund Umweltstandards ausgeführt werden. Außerdemerfassen und dokumentieren die ElektroanlagentechnikerInnen dietechnischen Daten über den Arbeitsablauf und die Arbeitsergebnisse.Schließlich wirken ElektroanlagentechnikerInnen auch inder Kundenberatung mit und informierenüber Einsatz, Anwendung und Wartung elektromechanischer undelektronischer Anlagen und verketteter Maschinen
ElektrobetriebstechnikerIn:
ElektrobetriebstechnikerInnen montieren, installieren, warten und reparieren die elektrischen Anlagen, Maschinen und Geräteeines Betriebes. Sie montierenz.B. elektrische Schalt-, Steuer- und Verteilerkästen (Stromverteilungsanlagen) und verbinden diese durchStromleitungen mit den Maschinen und anderen elektrischen Anlagen. Sie bauen elektrische Anlagenum und erweitern diese bei Bedarf. Sie halten die im Betriebverwendeten elektrischen Maschinen und Geräte (z.B. Bohr-, Schleifmaschinen,Messgeräte) instand und warten bzw. reparieren elektrische Einrichtungen (z.B.Beleuchtungs-, Signalanlagen). Weiters betreuen und überwachen sieelektronische Steueranlagen. ElektrobetriebstechnikerInnen sindfür elektrische und elektronische Arbeiten an Betriebsanlagen zuständig. Dasbetrifft Generatoren, Verteileranlagen, elektrische Antriebe, Notruf- undSprechfunkanlagen sowie Haushalts- und Großküchengeräte. Eine Voraussetzung fürdie Arbeit an so verschiedenen technischen Anlagen ist deshalb die Fähigkeit,Schalt- und Stromlaufpläne undandere technische Entwürfe zu lesen und diese auch erstellenzu können. Wichtige Aufgabenbereiche der ElektrobetriebstechnikerInnen sind imZuge von Reparaturarbeiten auch das Instandsetzen, Prüfen und Tauschenvon Bauteilen und Baugruppen derPneumatik, Elektromechanik und Elektronik. Die Arbeitsschritteals auch das benötigte Material und die voraussichtliche Abwicklungszeit werdeneigenmächtig ermittelt und geplant. Für dieseTätigkeiten sowie zum Beispiel für die Erstellung grafischerDarstellungen ihrer Messergebnisse benutzen ElektrobetriebstechnikerInnen auchComputer.Zur Vorbereitung ihrer eigentlichenTätigkeiten gehört auch die Bearbeitung der später von ihnen verwendeten Werkstoffe. Das sind, zum Beispiel bei der Anpassung von vorgefertigten Teilen für die Befestigung bzw. Montage in Baugruppen oder Geräten, Metalleund Kunststoffe. Sie messen und prüfen die Materialien und bearbeitensie dann mit verschiedenen Werkzeugen und Maschinen, zum Beispiel mit Bohrern,Biege- und Stemmwerkzeugen und Schweißgeräten.ElektrobetriebstechnikerInnen setzendie jeweiligen elektromechanischen, elektrischen und elektronischen Bauteile,Geräte, Anlagen usw. zusammen bzw. installieren sie in den Betriebsanlagen.Hierbei führen sie vor allem Elektroarbeiten in der Energieverteilung,Steuerungstechnik, Messtechnik und Regelungstechnik sowie der Antriebstechnikdurch. So bauen sie zum Beispiel Ausrüstungsteile wie Hochleistungsschalterein, montieren Verteilertafeln bzw. -schränke, setzen Steckdosen, verschaltenRelais zu Steuerzwecken und stellen Kompensationsanlagen zum Ausgleichunerwünscht hoher Stromstärken her. Sie nehmen Baugruppen und Geräte derAnalogtechnik und Digitaltechnik inBetrieb und prüfen diese. Nach dem Einbau wird die Funktion einzelner Teile undder ganzen technischen Anlage kontrolliert. Dies geschieht zum Beispiel mit Hilfevon verschiedenen Mess- undPrüfgeräten wie Frequenzanalysatoren, Spannungs-, Strom-, Widerstands-undLeistungsmessgeräten und Isolationsprüfgeräten. Danach, und nachdem dieentsprechenden Sicherheits- und Schutzeinrichtungen überprüft wurden, wird die Anlage in Betriebgenommen. Nun müssen die ElektrobetriebstechnikerInnen die Funktionender Anlage messen und diese gegebenenfalls regeln, um eine optimaleFunktionalität zu gewährleisten. ElektrobetriebstechnikerInnen überwachen die Anlagen, indem sie entsprechend eingebaute Kontrolleinrichtungenund Überwachungsanlagen beobachtenund bedienen. Sie zerlegen, reinigen und untersuchen die Anlagen, führenPflege-, Erhaltungs- und Abschmierarbeiten durch und wechseln Verschleißteile aus. Im Falle von Störungen und Fehlernsuchen sie systematisch nach derenUrsachen und führen gegebenenfalls Reparaturen durch. Sie wählen die zu ersetzenden Teile aus, beschaffen sie undbauen sie in die Anlage ein; noch zu reparierende Teile werden von ihnen selbstinstand gesetzt. Sie richten Schutzmaßnahmen zur Verhütung von Personenschädenund Sachschäden ein, prüfen dieseund führen darüber Dokumentation, sie planen und steuern die Arbeitsabläufe,beurteilen die Arbeitsergebnisse und sorgen für die Einhaltung derQualitätsstandards. In der Regel tragen sie selbst Arbeits- undSicherheitsbekleidung. Von ElektrobetriebstechnikerInnen mitSchwerpunkt Prozessleittechnik werden die Anlagen der Energieversorgung undEnergieverteilung, Steuerungstechnik, Messtechnik und Regelungstechnik sowieAntriebstechnik mit der Prozessleittechnik gesteuert, programmiert, eingestellt und parametriert. Dabeiwerden Messwertübertragungen (genormte Signale), vorgenommen, Messumformer undMesswertaufnehmer eingestellt und parametriert. Erforderlich dazu sindKenntnisse über Arten und Kenngrößen von Regelstrecken und Reglerarten. Weiters müssen Regler und Stellgliederausgewählt und parametriert werden. Fehler, Mängelund Störungen an Steuerungen werden aufgespürt, eingegrenzt und beseitigt.Außerdem prüfen ElektrobetriebstechnikerInnen mit Schwerpunkt Prozessleittechnik Baugruppen und Geräte der Analogtechnik und Digitaltechnik und nehmen sie inBetrieb.
ElektroenergietechnikerIn:
ElektroenergietechnikerInnen stellenGeräte, Maschinen und Anlagen zur Erzeugung, Umwandlung, Verteilung und Anwendungvon elektrischer Energie her,montieren sie am Verwendungsort und führen alle Vorarbeiten zur Inbetriebnahmedurch. Zu den wichtigsten Erzeugnissen der ElektroenergietechnikerInnen gehörenSchalt- und Verteilerkästen, Schaltpulte, Regelschränke, Steuer- und Förderanlagen,Aufzüge, Maschinenstraßen, E-Werk- und Umspannwerkeinrichtungen (z.B. Strom-,Spannungs- und Kombiwandler, Transformatoren, Generatoren), Trennschalter,Leistungsschalter, Elektromotoren, Spulen und Wicklungen, Relais(elektromechanische Schalter), aber auch Stromrichter für Lokomotiven undU-Bahn-Fahrwerke. Eine Massenproduktion ist bei den genannten Produkten nichtüblich. Oft handelt es sich bei denErzeugnissen um speziell angefertigte Einzelstücke. Wichtige Dienstleistungen sind die Wartungund Reparatur der angeführten Produkte, aber auch von Produktionsmaschinen und -anlagen allerArt (z.B. halbautomatische Werkzeugmaschinen, computergesteuerteProduktionsmaschinen). Weiters installieren ElektroenergietechnikerInnen auchAnlagen, Geräte und Maschinen am Einsatzort (z.B. Transformatoren oderLeistungsschalter in Umspannwerken). Die Kerntätigkeiten derElektroenergietechnikerInnen sind Zusammenbau, Montage, Prüfung, Inbetriebnahmeund Wartung elektrischer Maschinen,Geräte, Schalt- und Steuersysteme für Anlagen zur elektrischenEnergieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie Reparaturarbeiten daran.Durch Messungen mit Spezialgeräten suchen die ElektroenergietechnikerInnen systematisch nach Fehlern und Störungen an elektrischen Anlagen undGeräten, grenzen diese ein und beseitigen sie schließlich. In erster Linie sind sie mit derErrichtung, Prüfung, Inbetriebnahme undWartung von Anlagen zur Energieübertragung und Energieverteilung befasst,wirken aber auch an der Aufstellung und Inbetriebnahme elektrischer Maschinenund Geräte mit. Die ElektroenergietechnikerInnen führen die Auswahl,Beschaffung und Überprüfung der erforderlichen Materialien durch und stellenaus diesen Werkstoffen Maschinen- und Anlagenteile her. Dafür beherrschen siedie Herstellung lösbarer und unlösbarer Verbindungen und Materialbearbeitungsfertigkeitenwie Messen, Anreißen, Feilen, Sägen, Bohren, Senken, Gewindeschneiden,Scharfschleifen, Richten, Biegen, Passen, Reiben, Zusammenbauen,Blechbearbeitung, Drehen und Fräsen. Verbindungstechniken sind z.B. Schraub-, Niet- undStiftverbindungen, Weichlöten, Hartlöten, Kleben, Gasschmelzschweißen, Schutzgasschweißen und Elektroschweißen.Die ElektroenergietechnikerInnen lesen Schalt- und Fertigungspläne oder erstellen diese selbst. Dann bauensie Bauteile und Baugruppen der elektrischen Energietechnik und derLeistungselektronik und der dazugehörigen Schalt- und Steuergeräte zusammen,prüfen sie und bauen sie ein.Ein weiterer Aufgabenbereich ist dieVerlegung von Kabeln und kabelähnlichen Leitungen und Tragsystemen.ElektroenergietechnikerInnen richten Installationsrohre, Leitungskanäle undKabeltassen zu, formen und verlegen sie. Im Rahmen ihrer Tätigkeit stellen sieKlemmverbindungen, Lötverbindungen,Steckverbindungen, Kabelendverschlüsse und Kabelmuffen im Elektro- und Elektronikbereich her. Sie beherrschen das Zusammenbauen undVerdrahten von elektromechanischen und elektrischen Bauteilen zu Baugruppennach Schaltungsunterlagen und Anleitungen. Außerdem richten sie logischeGrundschaltungen der Digitaltechnik ein. ElektroenergietechnikerInnenhaben auch zahlreiche organisatorische Aufgaben; sie legen anhand dertechnischen Unterlagen die Arbeitsschritte,Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden fest,planen und steuerndie Arbeitsabläufe,beurteilen die Arbeitsergebnisse und achtenauf die Einhaltung der Qualitätsstandards. Eineganz wichtige Aufgabe sind auch die Schutzmaßnahmen zur Verhütung vonPersonenschäden und Sachschäden. Die ElektroenergietechnikerInnen sorgendafür, dass alle Arbeitenunter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften und -standards, der Normenund Umweltstandards ausgeführt werden. Schließlich wirken ElektroenergietechnikerInnen auch in der Kundenberatung mit und informieren über Einsatz,Anwendung und Wartung von Anlagen zur Energieübertragungund Energieverteilung.
ElektroinstallationstechnikerIn:
ElektroinstallationstechnikerInneninstallieren, warten und reparieren elektrische Anlagen sowie Elektromaschinen,elektrische Geräte undStromleitungen, die der Erzeugung,Verteilung und Anwendung von elektrischem Strom dienen. Diese Anlagen sind meistauf einen bestimmten Anwendungsbereich abgestimmt. WichtigeAnwendungsbereiche sind die Energieversorgungs- und -verteilungstechnik (z.B.Installation von Stromleitungen, Trafostationen, Schaltschränken,Verteilerkästen), die Signal- undSicherungstechnik (z.B. Verkehrssicherungsanlagen), die Wärmetechnik (z.B.Heizungsinstallationen), die Beleuchtungstechnik (z.B. öffentliche Beleuchtung,Lichtreklame), die Schwachstromtechnik (z.B. Fernsprechanlagen,Computervernetzung) und die Antriebs- und Beförderungstechnik (z.B. Leitungen und Anschlüsse für Rolltreppen undAufzüge). ElektroinstallationstechnikerInnen sind vorwiegend im Außendiensttätig. Sie führen Montagen in Wohnungen, in Betrieben, in Trafostationen,Spitälern, Kraftwerken und auf Baustellen durch, wobei sie Stromleitungeninstallieren und elektrische Anschlüsse herstellen.Weiters arbeiten sie auch inWerkstätten, z.B. bei der Reparatur von Haushaltsgeräten oder beider Herstellung von Schaltschränken für die Montage. ElektroinstallationstechnikerInnenberaten ihre KundInnen und planen entsprechend den Ablauf der auszuführendenArbeiten. Sie installieren elektrische Anlagen zur Energie- und Signalübertragung, zum Beispiel Ruf-, Brandmelde-und Alarmanlagen, Blitzschutz und Erdungsanlagen sowie Anlagen derKommunikationstechnik wie Antennenanlagen. Sie verlegen elektrische Leitungen,installieren elektrische und elektronische Geräte, Maschinen und Anlagen undnehmen diese in Betrieb. Dabeiüberprüfen sie deren Funktionsfähigkeit, indem sie nach Fehlern suchen, dieGeräte prüfen und Ersatzteile einbauen. Sie beurteilen auch, ob sich eineReparatur von Altgeräten noch lohnt. Sie ermitteln elektrische, elektronischeund mechanische Störungen und beseitigen diese. Zudem warten und reparieren siedie Geräte und Anlagen und führen dabei Messungen durch. Sie prüfen und wendenEntstörungsmaßnahmen an. Dafür besitzen sie die entsprechenden Kenntnisse überRegel-, Steuerungs-, Prozessleit- und Antriebstechnik sowie über Elektronik undMesstechnik. ElektroinstallationstechnikerInnen sind für den Einbau,die Inbetriebsetzung, Wartung und Reparatur von elektrischen Anlagenzuständig. Dies beinhaltet auch Planung, Kundenbetreuung und Service. Dabeisteht am Beginn ihrer Aufgaben immer die Beratung. Gemeinsam mit den KundInnenwerden die geeigneten Lösungen gesucht.Zunächst muss der Ablauf derauszuführenden Arbeiten geplant werden. Dabei richten sich dieElektroinstallationstechnikerInnen nach Zeichnungen und Plänen und setzenArbeitsunterlagen wie Berechnungstabellen und Formelsammlungen ein. Hierbeiverwenden sie auch Computer. Sieberechnen die Einbaustellen für Leitungenund Geräte und legen die Abmessungen fest. Sie ermitteln das notwendigeLeitungs-und Installationsmaterial und erstellen Schaltpläne. Oft produzieren sie elektrische Steuerungen oder Verteilerschränkebereits in der Werkstatt vor. Hierfür verwenden sie verschiedene Werkzeuge, Geräte und Maschinen wie Mauerfräsen,Abisolierzangen, Schraubendreher, Lötkolben, verschiedene Mess- und Prüfgeräteund verschiedene Werkstücke wie Bleche und Profile. Sie verwenden Verbindungs-und Befestigungsmaterialien wie Kabel, Drähte und Steckerverbinder. Dabeitragen ElektroinstallationstechnickerInnen Arbeits- und Sicherheitsbekleidung.Eine ganz wichtige Aufgabe ist auchdie Befolgung von Schutzmaßnahmen zur Verhütung von Personen- und Sachschäden.ElektroinstallationstechnikerInnen besitzen auch Grundkenntnisse desQualitätsmanagements, dabei beurteilen sie die Arbeitsergebnisse und sorgen fürdie Einhaltung der Qualitätsstandards. Weiterssorgen sie auch dafür, dass alle Arbeiten unter Berücksichtigung derSicherheitsvorschriften und -standards, der Normen und Umweltstandards ausgeführt werden; und sie erfassen und dokumentieren technische Daten über den Arbeitsablaufund die Arbeitsergebnisse. Elektroinstallationstechnikerinnen mitSchwerpunkt Prozessleit und –Bustechnik:Die neuen Technologien stellen fürdie ElektroinstallationstechnikerInnen neue Anforderungen dar. Die Ansprüche andie klassische Installationstechnik hat sich stark verändert. Gefragt sind einhohes Energiebewusstsein und die bestmögliche Verteilung der Energie. DasStichwort hierzu heißt Flexibilität, also Beweglichkeit undAnpassungsfähigkeit. Dies angepasst an die gewünschten Bauverhältnisse(Gebäudesystemtechnik) ist durch den Einsatz modernerTechnologien zu erreichen. FlexibleInstallationen müssen also nicht jedes Malneu verdrahtet und verlegt werden, sondern können mittels Programmierung geschaltetwerden. Dieses Verfahren wird als Prozessleit- und Bustechnik bezeichnet.Elektroinstallationstechnikerinnen mit Schwerpunkt Prozessleit und –Bustechnikplanen, melden, steuernund schalten mit einer speziellen Bustechnik-Software.Elektroinstallationstechnikerinnen mit Schwerpunkt Prozessleit und –Bustechnikwerden also immer mehr zu AllroundtechnikerInnen der Gebäude- undEnergietechnik. Sie warten Anlagen der Energieverteilung sowie Anlagen der Prozessleit-und Bustechnik und halten sie instand. Das bedeutet, dass sie bei diesen Anlagen Fehler, Mängel undStörungen aufsuchen, eingrenzen und beseitigen.
ElektromaschinentechnikerIn:
ElektromaschinentechnikerInnenstellen Geräte, Maschinen und Anlagen her, die neben mechanischen auch elektrische bzw. elektronische Bauteileenthalten. Sie bauen die Einzelteile zusammen, montieren die Geräte, Maschinenund Anlagen am Verwendungsort und führen alle Vorarbeiten zur Inbetriebnahmedurch. Weiters sind sie auch für die regelmäßige Wartung und die Reparaturzuständig. Zu den wichtigsten Erzeugnissen der ElektromaschinentechnikerInnen gehörenWicklungen, Motoren, Transformatoren, Generatoren, Gleichrichter, Trennschalter, Antriebs- undFörderanlagen, Schalttafeln, Steuer- und Regelanlagen, Signal- undSicherungsanlagen sowie Mess- und Prüfanlagen. Sie errichten, warten undreparieren elektromechanische und elektronische Geräte, Maschinen und Anlagen (z.B. Elektromotoren), verlegen undbearbeiten elektrische Leiter (z.B. Stromschienen) und Kabel (z.B. Verteiler)und stellen Elektroinstallationen her.DieKerntätigkeiten der ElektromaschinentechnikerInnen sind die Herstellung, der Zusammenbau, die Prüfung, die Montage, die Inbetriebnahmeund schließlich die Wartung, bzw. Reparatur von elektrischen Motoren,Transformatoren, Schaltgeräte und Schaltanlagen, von elektromechanischen undelektronischen Geräten und Maschinen. Auch die dazugehörigen Baugruppen,Wicklungen, Wicklungsteile und andere elektromechanische Teile sowie vonSteuereinrichtungen, Regeleinrichtungen und Überwachungseinrichtungen fallen inihren Aufgabenbereich. Die ElektromaschinentechnikerInnen nehmen auchentsprechende Reparaturarbeiten an elektromechanischen und elektronischenBaugruppen, Geräten und Maschinen vor. Dafür suchen sie mit speziellenMessgeräten systematisch nach Fehlern und Störungen, grenzen diese ein undbeseitigen sie schließlich. Weiters führen dieElektromaschinentechnikerInnen die Auswahl, Beschaffung und Überprüfung dererforderlichen Materialien durch (Stahl, Nichteisenmetalle, Kunststoffe) undstellen aus diesen Werkstoffen Maschinen- und Anlagenteile her. Dafürbeherrschen sie die Herstellung lösbarer und unlösbarer Verbindungen sowie Materialbearbeitungsfertigkeiten wie Messen, Anreißen, Feilen, Sägen, Meißeln,Bohren, Senken,Gewindeschneiden, Scharfschleifen, Richten, Biegen, Passen, Reiben,Blechbearbeitung, Schleifen, Drehen, Fräsen. Lösbare und unlösbareVerbindungstechniken sind z.B. Schraub-, Niet- und Stiftverbindungen,Weichlöten, Hartlöten, Kleben, Gasschmelzschweißen, Schutzgasschweißen undElektroschweißen.DerTätigkeitsbereich vonElektromaschinentechnikerInnen im Bereich der Elektrotechnik istvielfältig: Sie richtenblanke und isolierteLeitungen zu, verlegen sie und schließen sie an. Außerdem stellen sieKlemmverbindungen, Lötverbindungen und Steckverbindungen her. Nach den Angaben von Schalt- undFertigungsplänen, die sie mitunter selbst erstellen, schließen sieelektromechanische Bauteile an. Sie beherrschen das Wickeln von Spulen undTransformatoren, sowie das Wickeln von Motoren und das Formen von Spulen (auchmaschinell). Nach Anleitungen und Plänen nehmen sie auch Schaltungen mitHalbleiterbauteilen, Baugruppen und Sensoren in Betrieb. ElektromaschinentechnikerInnen habenauch zahlreiche organisatorische Aufgaben: Sie legen anhand der technischenUnterlagen die Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden fest, planenund steuern die Arbeitsabläufe,beurteilen die Arbeitsergebnisse und achten auf die Einhaltung der Qualitätsstandards. Ein ganz wichtigerBereich sind auch die Schutzmaßnahmen zur Verhütung von Personenschäden undSachschäden. So sorgen die ElektromaschinentechnikerInnen auch dafür, dass alle Arbeitenunter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriftenund -standards, der Normen und Umweltstandards ausgeführt werden. Schließlich wirken ElektromaschinentechnikerInnen auch inder Kundenberatung mit und informierenüber Einsatz, Anwendung und Wartung elektromechanischer undelektronischer Geräte und Maschinen
ElektronikerIn:
mit angewandter Elektronik und mit Mikrotechnik: In beiden Ausbildungszweigen desLehrberufs liegt der Aufgabenschwerpunkt auf der Herstellung, Überprüfung undReparatur von elektronischen, elektromechanischen und mechanischenBauelementen, Bauteilen und Baugruppen für Geräte, Maschinen und Anlagen. Einewichtige Rolle in der Elektronik spielen die sogenanntenLeiterplatten, also Platten, aufdenen zahlreiche elektronische Bauteile angebracht und durch elektrischeVerbindungen miteinander verknüpft sind; Leiterplatten werden auch als"Leiterkarte", "Platine" oder "gedruckte Schaltung"bzw. "Printplatte" (englisch "Printed Wiring Board"/PWB,"Printed Circuit Board"/PCB oder "Etched Wiring Board"/ECB)bezeichnet.ElektronikerInnen stellen solcheLeiterplatten her, bestücken sie mit den elektronischen Bauteilen undunterziehen sie verschiedenen Prüfverfahren zur Überprüfung ihrerFunktionsfähigkeit; auch die Reparatur schadhafter Leiterplatten gehört zuihren Aufgaben. Wichtige Produkte der ElektronikerInnen sindSteuerungseinheiten für Fertigungsmaschinen, Mess- und Regelungsanlagen,Sicherungs- und Signalanlagen, elektronische Mess- und Prüfgeräte,elektromedizinische Geräte (z.B. Blutdruckmessgeräte) und Computer. Während inder "Angewandten Elektronik" das Zusammenwirken von Elektronik undMechanik im Vordergrund steht, also die Steuerung von Maschinen und Gerätendurch Schaltungen aus elektromechanischen und elektronischen Bauelementen(Automatisierungstechnik, Mess- und Regeltechnik usw.), befasst sich die"Mikrotechnik" eher mit der Herstellung von elektronischen Elementen(Sensoren, Mikrochips, Halbleiter, Schaltkreise) und mikrotechnischen Systemen, die sich aus diesenElementen zusammensetzen. In derMikrotechnik wird daher auch häufig in Laborssowie in sogenannten Reinräumen gearbeitet, also in Räumen, die eine möglichst staubfreie Umgebunggewährleisten, was für die Qualität der mikrotechnischen Elemente von höchsterWichtigkeit ist; üblich ist hier auch die Arbeit mit bestimmten Gasen undÄtzmitteln. ElektronikerInnen haben auchzahlreiche organisatorische Aufgaben. Sie legen anhand der technischenUnterlagen die Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden fest, planenund steuern die Arbeitsabläufe, beurteilen die Arbeitsergebnisse und achten aufdie Einhaltung der Qualitätsstandards. Die ElektronikerInnenerfassen und dokumentieren technische Daten über den Arbeitsablaufund die Arbeitsergebnisse. Weiters sorgen sie auch dafür, dass alle Arbeiten unter Berücksichtigung derSicherheitsvorschriften und -standards, derNormen und Umweltstandards ausgeführt werden. Schließlich wirkenElektronikerInnen auch in der Kundenberatung mit und informieren über Einsatz,Anwendung und Wartung von elektronischen Baugruppen, Geräten undProzessleitsystemen. Die Ausbildung der ElektronikerInnen ist sehr vielfältig und umfasst neben den zentralen Elektro-und Elektronikkenntissen vor allem auch Metallbearbeitungskenntnisse,Montage- und Reparaturkenntnisse, Kenntnisse der Programmierung vonspeicherprogrammierbaren Steuerungen, die Arbeit in der Sereienfertigung vonelektronischen Produkten sowie Kenntnisse der Qualitätssicherung. Wichtige Ausbildungsinhalte sind dasLesen und Anwenden technischer Unterlagen (z.B. Montage-, Schalt-, Anschluss-und Stromlaufpläne) in deutscher und auch englischer Sprache, das Verlegen vonelektrischen Leitungen und Kabeln und das Herstellen verschiedener leitenderVerbindungen, das Messen elektrischer Größen, das Anfertigen vonSchaltskizzen, das Herstellen elektronischerSchaltungen und Baugruppen mitHalbleiterbauelementen, das Zusammenbauen und Justieren elektromechanischerBauelemente, das Bearbeiten elektronischer Betriebsmitteln und Geräte(Zusammenbauen, Montieren, Einstellen, Abgleichen, Prüfen, Inbetriebnehmen,Warten und Reparieren), das Bestücken von Leiterplatten sowie das Suchen von Störungen und Fehlern an elektronischen, elektromechanischen und mechanischen Geräten und deren Behebung. 
Ausbildungsschwerpunkt "Angewandte Elektronik":BeimAusbildungsschwerpunkt "ANGEWANDTEELEKTRONIK" kommen folgendeAusbildungsinhalte dazu: Kenntnisse der Surface Mounted Devices-Technik("surface-mounted devices" bedeutet "oberflächenmontierbareBauteile", das sind Bauelemente, z.B. Widerstände oder Kondensatoren, diekeine Drahtanschlüsse haben, sondern mittelslötfähiger Anschlussflächen direkt auf eine Leiterplatte bzw. eineFlachbaugruppe gelötet werden; die gebräuchlich Abkürzung dafür ist"SMD" bzw. "SMD-Technik"); Herstellung von Schaltungen mitelektromechanischen und elektronischen Bauelementen; Grundkenntnisse imProgrammieren von Bauelementen; Kenntnis der Mikrocomputersysteme (Aufbau,Arbeitsweise, Anwendung, periphere Einrichtungen).Ausbildungsschwerpunkt "Mikrotechnik":Zusätzliche Ausbildungsinhalte beimAusbildungsschwerpunkt "MIKROTECHNIK" sind: Handhaben von Gasen,Ätzmitteln und anderen Arbeitsstoffen unter Einhaltung der betrieblichenQualitäts- und Sicherheitsstandards; Einhalten der betrieblichen Richtlinienbezüglich Reinraumkleidung und Verhalten im Reinraum;Kenntnis der mikrotechnischen Fertigungsprozesse (wie Beschichten, Dotieren,Ätzen usw.); Kenntnis dermikrosystemtechnischen Montageprozesse (wie Montieren, Kontaktieren und Häusenvon Chips); Bedienen, Beschicken undÜberwachen von Produktionsanlagen; Überwachen und Protokollieren desProduktionsprozesses; Rework von Leiterplatten; Durchführen prozessbegleitenderPrüfungen und von Endtests. 
Entsorgungs- und Recyclingfachfrau – Abfall
Eines der wichtigsten Anliegen der heutigen Zeit ist der Natur- undUmweltschutz. Und eine der größten Gefahren für die Umwelt ist der Abfall, undzwar sowohl wegen der Menge als auch wegen der Beschaffenheit (Altöl, Lacke,Batterien, Kunststoffe, Elektronikschrott oder hochgiftige Produktionsabfälle). Es gibtdaher heute eine große Anzahlvon Gesetzen und Auflagen,die genau festlegen, wie die Abfallstoffe fachgerecht zu sammeln, zu behandeln und zu lagern sind (=Entsorgung). Aber es stecken auch vielewertvolle Rohstoffe im Abfall, diezurückgewonnen und wiederverwendet werden können (= Recycling von Metallen,Glas oder Papier). Abfallentsorgung und -recycling ist heute ein bedeutenderWirtschaftsbereich mit vielen Beschäftigten. Neben dem hier beschriebenenLehrberuf gibt es auch den Ausbildungszweig "Abwasser" (siehe"Entsorgungs- und Recyclingfachmann/-frau - Abwasser").Entsorgungs- und Recyclingfachleute -Abfall arbeiten in allen Bereichen der Abfallbewirtschaftung. Sie wirken beider Sammlung der Abfälle und Reststoffe mit, führen Aufzeichnungen über die Art undMenge der angelieferten Stoffe und machen fallweiseauch chemische Analysen im Labor. Sieklassifizieren die Materialien und legen die weitere Vorgangsweise zur fachgerechten Behandlung der Abfall- undReststoffe fest (verschiedene Entsorgungs- oder Recyclingwege). Sie entscheiden über die Abfallbereitstellung, dieAbfallsammlung, dieAbfallzwischenlagerung und den Abfalltransport. Dann nehmen sie die Behandlungder Abfallprodukte vor. Das geschieht chemisch, biologisch oder thermisch(durch Verbrennen). Dabei sind sie besonders im Umgang mit gefährlichenAbfällen geschult. In allen Phasen der Abfallbehandlung spielt die regelmäßigeKontrolle der Stoffe eine wichtige Rolle, wobeidie Entsorgungs- und Recyclingfachleute - Abfall vor allem physikalisch-technische und chemische Untersuchungen durchführen. Bei all ihren Tätigkeiten achten sie auf diestrenge Einhaltung aller Sicherheits-und Hygienebestimmungen sowie aller sonstigen Auflagen (abfallwirtschaftliche,wasserrechtliche und einschlägige umweltschutzbezogene Vorschriften, Normen undtechnische Anleitungen). Entsorgungs- und Recyclingfachleute -Abfall bedienen und steuern die abfalltechnischen Geräte, Maschinen und Anlagen(Elektromotoren, Verbrennungsmotoren, Gebläse, Verdichter, Pumpen usw.), wozu auch das Messen und Regeln bestimmterphysikalischer Größen (Druck, Temperatur) gehört. Außerdem lesen Entsorgungs-und Recyclingfachleute - Abfall technische Zeichnungen und Skizzen und verfügenüber entsprechende Kenntnisse in Mechanik, Elektrotechnik, Hydraulik und Pneumatik sowie über Aufbauund Wirkungsweise der Geräte,Maschinen und Anlagen. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Tätigkeit istdie Bedienung der Transport- und Hebe-Einrichtungen (Förderbänder,Krananlagen).Zusätzlich führen sie die erforderlichen Wartungs- undReparaturarbeiten an den Entsorgungs- und Wiederaufbereitungsanlagen durch. Sieschmieren die beweglichen Teile, füllen die Schmier- und Kühlflüssigkeit nach,bzw. tauschen sie aus, sie wechseln Verschleißteile. Sie behandeln einfacheWerkstücke (Maschinen- und Geräteteile) mitverschiedenen Bearbeitungstechniken (z.B. Fügen, Trennen) und führenTätigkeiten im Bereich des Montierens, Demontierens und Abdichtens durch. Weitere wichtigeAufgaben sind die Kontrolle und Überwachung der Deponien und die Beratungder KundInnen. Entsorgungs- und Recyclingfachleuteverfügen auch über Kenntnisse im rechtlichen (Abfallgesetze,Umweltbestimmungen) und betriebswirtschaftlichen Bereich (sie planenund analysieren die betrieblichen Abläufe und führen Protokolle und Betriebstagebücher).
Entsorgungs- undRecyclingfachfrau,-mann –Abwasser
Recyclingfachfrau,-mann –AbwasserLehrzeit: 3 JahreTätigkeitsmerkmale Die Reinhaltung der Gewässer und desGrundwassers ist heute eine der wichtigsten Aufgaben des Umweltschutzes. Unddie Mengen verschmutzten Wasserswerden durch die gigantischen Abwassermengen der Großstädte und vieler Industriezweige (z.B. Chemische Industrie, Papierindustrie) immer größer. Daher gibt es eine Fülle vongesetzlichen Auflagen und Normen zur Regelung der Abwassersammlung und - behandlung. So verfügt heute nahezu jede Gemeinde und jeder größere Betriebüber die erforderlichen Kanalisations- und Kläranlagen. Die Entsorgungs- und Recyclingfachleute - Abwasser stellendie laufende Betreuung,Kontrolle und Wartung dieser Anlagensicher. Neben dem hier beschriebenen Lehrberuf gibt es auchden Ausbildungszweig "Abfall" (siehe "Entsorgungs- undRecyclingfachmann/-frau - Abfall").Entsorgungs- und Recyclingfachleute - Abwasserarbeiten in allen Bereichen der Abwasserentsorgung und -wiederaufbereitung. Ihre wichtigstenAufgaben sind das sichere und fachgerechte Betreiben der abwassertechnischenGeräte, Maschinen und Anlagen, die Instandhaltung und Wartung der Geräte, Maschinen und Anlagen im Bereich derAbwasser- und Schlammbehandlung, die Festlegung der Behandlungsmethoden anhandder Art und Beschaffenheit der Abwässer und die regelmäßige Analyse undKlassifizierung der Abwässer im Labor. Der Schwerpunkt der Tätigkeit derEntsorgungs- und Recyclingfachleute - Abwasser betrifft die Abwasserbehandlung.Sie verfügen über die erforderlichen Kenntnisse im Bereich der Vermeidung,Verminderung, Trennung und Behandlung von Abwässern und flüssigen Abfällen. MitHilfe von mechanischen, biologischen und chemischen Abwasserreinigungsverfahren(chemische Arbeitsstoffe, Mikrobiologie, Biotechnologie) warten sie Kanalisationsanlagen.Dieser Tätigkeit kommt besonders im Fall von gefährlichen Anwässerneine große Bedeutungzu. Ein weiterer Aufgabenbereich liegt in der Behandlung des Schlamms,der nach der Abwasserbehandlungzurückbleibt, sowie in der Verwertung und Entsorgung aller Abfallstoffe aus derAbwasserreinigung. In allen Phasen der Abwasserbehandlung spielt dieregelmäßige Kontrolle des Wassers eine wichtige Rolle, wobei die Entsorgungs-und Recyclingfachleute - Abwasser allfällige Abwasseruntersuchungen im Labordurchführen. Bei all ihren Tätigkeiten achten sie auf die strenge Einhaltungaller Sicherheits- und Hygienebestimmungen sowie allersonstigen Auflagen (abfallwirtschaftliche, wasserrechtliche und einschlägigeumweltschutzbezogene Vorschriften, Normen und technische Anleitungen).Entsorgungs- und Recyclingfachleute -Abwasser sind auch für die Steuerungund Wartung der Geräte, Maschinenund Anlagen verantwortlich. Sie bearbeiten einfacheWerkstücke (Maschinen- und Anlagenteile) mit verschiedenen Bearbeitungstechniken (z.B. Fügen, Trennen) und führen Arbeiten im Bereich des Montierens, Demontierensund Abdichtens durch. Weiters lesen sie technische Zeichnungen und Skizzen und verfügenüber die technischen Grundlagenkenntnisse im Bereich der Mechanik,Elektrotechnik, Hydraulik und Pneumatik sowie über Aufbau und Wirkungsweise derGeräte, Maschinen und Anlagen. Die von ihnen verwendeten Geräte sindElektromotoren, Verbrennungsmotoren, Gebläse,Verdichter, Pumpen, aber auch Mess-und Prüfgeräte, mit deren Hilfe sie bestimmte physikalischeGrößen (Druck, Temperatur) bestimmenund regeln können. Sie bedienen Transport- und Hebe-Einrichtungen(Förderbänder, Krananlagen u.a.) sowie Anlagen zur Schlammbehandlung.Besondere Bedeutung kommt schließlich auch der regelmäßigen Reinigung und Wartung der Maschinen zu: sie schmieren bewegliche Teile, füllen die Schmier- undKühlflüssigkeit aus, bzw. tauschen diese aus und sie wechseln Verschleißteile. Entsorgungs- und Recyclingfachleute - Abwasser müssenauch über Kenntnisse im rechtlichen (abfall- und wasserrechtliche Bestimmungen) sowie imbetriebswirtschaftlichen Bereich (sie planen und analysieren betrieblicheAbläufe und führen Protokolle und Betriebstagebücher) verfügen.  
FacharbeiterIn der ländlichen Hauswirtschaft:
FacharbeiterInnen der ländlichen Hauswirtschaft führenden Haushalt in landwirtschaftlichen Betrieben, sorgen für die Vorratshaltung im Haushalt, bereiten Mahlzeiten zu, pflegen den Hausgarten undwirken auch bei der Viehbetreuung und bei der Feldarbeit mit. Bei der Haushaltsführung reinigen undpflegen die FacharbeiterInnen der ländlichen Hauswirtschaft die Wohnung, denHausrat sowie die Heimtextilien (Vorhänge, Bettwäsche usw.) und die Wäsche bzw.Bekleidung der Haushaltsmitglieder. Weiters sorgen sie dafür, dass im Haushaltausreichende Vorräte an Nahrungsmitteln und sonstigen Materialien (z.B. Waschmittel) vorhanden sind. Sie verarbeitenauch selbst landwirtschaftliche Rohprodukte (Obst,Gemüse, Fleisch usw.) zu haltbaren Nahrungsmitteln, wobei sie verschiedene Konservierungsmethoden (Einkochen, Tiefkühlen usw.) anwenden. Weiters sorgen sie für eine ausreichende und regelmäßigeErnährung der Haushaltsmitglieder, indem sie einfache Mahlzeiten und Getränkezubereiten. Bei der Bestellung des Hausgartens bereiten sie den Boden durch Umstechen und Düngen für den Pflanzenbauvor und pflanzen z.B. Gemüse oder Beerensträucher an. Sie pflegen die Pflanzen,indem sie diese regelmäßig gießen,das Unkraut jäten und die Erdoberfläche auflockern.Falls am Bauernhof auch Haus- oder Nutztieregehalten werden, fütternsie diese, reinigen den Stall und die Stallwerkzeuge und helfen fallweise auch beim Melken der Kühe mit.Heute werden in manchen landwirtschaftlichen Betrieben die Stallarbeiten, vorallem das Ausmisten, das Füttern und das Melken, mit entsprechenden Maschinenoder automatischen Anlagen durchgeführt.Beim Melken mit einer Rohrmelkanlagereinigen die FacharbeiterInnen der ländlichen Hauswirtschaft zunächst dasKuheuter mit einer speziellen Desinfektionsflüssigkeit. Dann schließen sie dieSaug- und Milchleitung an den Anschlussbuchsen der Rohrmelkanlage an und setzen die Saugnäpfe des Melkgeschirrs an den Zitzen des Kuheuters an. Durch Unterdruck wird dieMilch aus dem Kuheutergesogen und fließt durch Rohrleitungen in den Milchtank. Fallweise verarbeiten die FacharbeiterInnen der ländlichen Hauswirtschaft auch einen Teilder gewonnenen Milch selbst zu Käse oder anderen Milchprodukten. Im Bereich des Ackerbaus bereiten dieFacharbeiterInnen der ländlichen Hauswirtschaft den Ackerboden zur Aussaat vor(Düngen, Pflügen, Eggen usw.), säen das Saatgut mit speziellen Sämaschinen aus und führen die erforderlichen Maßnahmen zur Pflege und Unkrautbekämpfung an den Kulturen durch.Mit Erntemaschinen ernten sie die reifen Ackerfrüchte bzw. Pflanzen, sortierenund lagern sie und bereiten sie zumVerkauf vor.Weitere Aufgaben der FacharbeiterInnen der ländlichen Hauswirtschaft sind der Verkauf von selbsthergestellten bäuerlichen Produkten (Würste, Speck, Brot usw.) auf Bauernmärkten, der Ausschank von Most und Wein ("Buschenschank") und dieBetreuung von Urlaubsgästen ("Urlaub amBauernhof").
FacharbeiterIn für Biomasse und Bioenergie:
1. Grundlagen der Energiewirtschaft a) Allgemeine Begriffeder Energiewirtschaftb) Energieverbrauchc)  Energieflüssed)  Überblick - Energieträgere)  Zusammenhang - Klima, Energieproduktion, -einsatzf) Energieinhalt der Energieträgerg) Energiewirtschaftliche Entwicklung - allgemeine Vorgabenh)  Bioenergierecht 2. Landwirtschaftliche BiomasseproduktionGrundlagen der Energiepflanzenproduktiona) Boden, Klimab) Fruchtfolgec)  Pflanzenernährung und Düngungd)  Pflanzenschutze)  Energiepflanzen und Pflanzenkundef)  Ökologische Standards, Cross Compliance3. Forstliche Biomasseproduktiona)  Grundlagen Forst- und Holzwirtschaftb)  Biomasse als Energieträgerc)  Energieholzsortimente4. Technologie Biomassebereitstellunga)  Ernteb)  Aufbereitungc)  Logistik und Lagerung5. Anlagentechnik bis 4 MWa)  Grundlagen: Energietechnik, Wärmetechnik,Strömungstechnik, Heizungstechnik, Mechanik, Elektrotechnik, Messtechnik, Regelungstechnik, Anlagentechnik(Feuertechnologien, Regelungskonzepte, Emissionen, Wärmerückgewinnung,Rauchgaskondensation, Brennstofftrocknung,Wärmemengenmessung, Übergabestation, Technologien zurStromerzeugung, Normen und Richtlinien für Heizungsanlagen und Netzeb) Betrieb von Biomasseanlagenc) Biogasproduktiond)  BiogeneTreibstoffe 6. Arbeitssicherheit undUnfallschutza) Arbeitsgestaltungb) Arbeitssicherheit und Unfallverhütung. 1. Betriebswirtschaftslehre undMarktkundea) Betriebswirtschaftb) Marktkunde 2. Politische Bildunga)  Standeskundeb) Staatsbürgerkundec) Persönlichkeitsbildungd)  Rechtskunde 3. Schriftverkehr undFachrechnena) Schriftverkehrb) Fachrechnen 
FahrzeugtapeziererIn:
FahrzeugtapeziererInnen (FahrzeugsattlerInnen) stellenFahrzeuginnenausstattungen, Fahrzeugdächer und Planen für LKW-Aufbauten her undreparieren sie. Sie fertigen z.B. Sitze sowie Seiten- und Dachverkleidungen fürPersonen- und Lastkraftwagen, für Straßen- und Eisenbahnwaggons und fürFlugzeug- und Motorbootkabinen und flexible Fahzeugdächer aus Kunststoff undLeder (z.B. Cabriodächer) her.Außerdem erzeugen die FahrzeugtapeziererInnen (FahrzeugsattlerInnen) Lederbälge für Pressen und Motoren, Massagebetten, Zahnarztstühle,verschiedene Turngeräte (z.B. Bock) sowie Reitzubehör (z.B. Sattel). Die FahrzeugtapeziererInnen(FahrzeugsattlerInnen) schneiden das zu bearbeitende Material (z.B. Leder,Kunststoff, Stoff, Jute, Kunstfaserteppich) meist nach Schablone zu. Danntapezieren bzw. verkleiden sie den Untergrund (z.B. Polstergrund beiSitzen, Stahl- und Holzrahmen beiVerkleidungen) mit dem vorher zugeschnittenen Überzug. Zum Teilstellen FahrzeugtapeziererInnen (FahrzeugsattlerInnen) den jeweiligenUntergrund auch selbst her. In der Fahrzeugindustrie werdenSitze, Verkleidungen, Fußbodenbeläge u.a. serienmäßig hergestellt. DieFahrzeugtapeziererInnen (FahrzeugsattlerInnen)arbeiten dabei vorwiegend mit Halbfertig- und Fertigteilen, wobei sie meist nurin einem Aufgabenbereich (z.B. Zuschnitt oderMontage) tätig sind. Im Gewerbe sind die FahrzeugtapeziererInnen(FahrzeugsattlerInnen) mit der Herstellung von Einzelanfertigungen bzw. mitReparaturarbeiten beschäftigt und führen alle bei der Erzeugung bzw. Reparaturanfallenden Arbeiten durch. Bei der Anfertigung vonSitzpolsterungen, Seiten- und Dachverkleidungen bauen dieFahrzeugtapeziererInnen (FahrzeugsattlerInnen)die entsprechenden Teile am Fahrzeug zunächst aus, lösen die alte Bespannung, nehmen Maß und schneiden das passende Material (z.B. Kunststoff oderLeder) händisch oder mit der Zuschneidemaschine nach einer Schablone aus. DieKanten der zugeschnittenen Lederteile schärfen die FahrzeugtapeziererInnen(FahrzeugsattlerInnen) mit der Schärfmaschine, d.h. sie schleifen sie dünner,damit beim späteren Übereinanderlegen der Teile keine Wülste an derVerbindungsstelle entstehen. Die zugeschnittenen Teile verbinden dieFahrzeugtapeziererInnen (FahrzeugsattlerInnen) meistdurch Kleben, Nieten oder Nähen (händisch oder maschinell). Das maschinelle Nähen führen sie an speziellenNähmaschinen (Industrienähmaschinen) durch.DieBefestigung der Bespannung oder des Überzugsam Untergrund erfolgtmit Klammern oder Stiften. Fußbodenbeläge verkleben die FahrzeugtapeziererInnen (FahrzeugsattlerInnen) am Boden desFahrzeuges. InGewerbebetrieben führen die FahrzeugtapeziererInnen (FahrzeugsattlerInnen) auch Restaurierungsarbeiten an alten Fahrzeugen (z.B. Kutschen, alte Automobile) durch, wobei sie fehlende oderzu erneuernde Teile (z.B. Holzaufbauten) meist selbst herstellen.
FeinoptikerIn:
FeinoptikerInnen stellen Glasbauteile für optische Instrumente und Geräte her (z.B.Linsen, Spiegel, Prismen, Brillengläser, optischeSysteme für Fotoapparate, Mikroskope, Fernrohre usw.) und bauen feinoptische Geräte zusammen. Dabeimontieren und justieren sie die Geräte und führen Wartungsarbeiten z.B. anmeteorologischen Instrumenten durch. Sie führen Fertigungs-Hilfsverfahren wieAbsprengen, Ansprengen, Kittzentrieren und Spannzentrieren durch. Weitersüberprüfen sie feinoptische Geräte und erledigen anfallende Reparaturen.Bei der Herstellung einer optischenLinse prüfen die FeinoptikerInnen zunächst das hierfür verwendete Glasstück("Rohling") auf Spannungsfehler. Diese könnten nämlich während der Bearbeitung zum Zerbrechen des Glases führen. Dann kittensie eine bestimmte Anzahl von Rohlingen auf einen sogenannten Tragkörper(halbkugelförmiger Metallkörper). Dabei wird dieser erhitzt und mit Kitt undKlebewachs bestrichen. Nach dem Aufsetzen derRohlinge wird der Tragkörper mit Wasser gekühlt, damit der Kittfest wird und die Rohlingein der richtigen Position bleiben.Nun befestigen die FeinoptikerInnen den Tragkörper in der Schleifmaschine an einerSpindel. Auf dieser befindet sich auchdie Schleifschale (eine gusseiserne, halbkugelförmige Schale, die der Form des Tragkörpers angepasst ist). ZumSchleifen der Linsen senken die FeinoptikerInnen die sich drehende Schleifschale auf den Tragkörperab. Ein aus feinen Schleifkörnern bestehendes Schleifmittel bewirkt sodann dieAbtragung des Glases (für bestimmte Glasteile, z.B. Prismen, verwendenFeinoptikerInnen auch mit Diamantsplittern besetzte Kupfer- bzw.Bronzeschleifscheiben).Nach der Grobbearbeitung (Schleifen)erfolgt das Polieren. Dabei wird eine Maschine verwendet, die durch dasgleichmäßige Hin- und Hergleiten einer Polierschale das Glas abträgt.Die FeinoptikerInnen schraubenzunächst den Tragkörper auf die Spindel der Poliermaschineund füllen die Polierschale mit einemPoliermittel (Polierpech). Die sichdrehende Polierschale senken sie aufden Tragkörper ab, wobei ihreStellung und die Geschwindigkeit der Polierbewegung automatisch gesteuert wird. Während des Poliervorgangeskontrollieren die FeinoptikerInnen die erzielten Linsenwerte und korrigierenfallweise die Stellung der Polierschale. Abschließend überprüfen sie dieSauberkeit der Linse mit einer Lupe und unterziehen sie mittels Mess- und Prüfgeräten(z.B. Passeprüfen mit Interferometer) verschiedenen Prüfverfahren, um die optischenEigenschaften festzustellen. Dabei stellen sie mit Messuhren, Schraublehren und optischenGeräten die Dicke, die Zentriergenauigkeit und die Bildgüte der Linsen fest.FeinoptikerInnen fertigen auchFertigungszeichnungen und Skizzen an. Weiters führen sie Fügearbeiten durch undverwenden für die maschinelle Flächenbearbeitung die CNC-Technik (computernumeric control = computergesteuerte Geräte). Um Winkelmessungen durchzuführen arbeiten sie mit Goniometern (Winkelmessgeräten). Sie verfügen über Kenntnisse von Beschichtungsverfahren wie Aufdampfen,chemische Beschichtung und Lackieren. FeinoptikerInnen arbeiten aber auch bei der Arbeitsplanung und Produktionsplanung mit und führenunter Anleitung die Betriebsdatenerfassung ambetriebsspezifischen rechnergestützten System durch. Dafür müssen sie auch Grundkenntnisse über die interne Auftragsabwicklung und überKostenrechnung besitzen.
FertigteilhausbauerIn:
Die Herstellerbetriebe von Fertigteilhäusern erleben schon seit einiger Zeiteinen enormen Aufschwung ihrer Branche und benötigen daher gut ausgebildeteFachkräfte. Im Fertigteilhausbau werden vielfach gänzlich andereArbeitsverfahren angewendet als sie in der Baubranche sonst üblich sind. DieFertigteile werden im Werkproduziert und auf der Baustelle inmeist sehr kurzer Zeit zu fertigenHäusern montiert. Fachkräfte, die in diesemBereich tätig sind, benötigen vielfältige Kenntnisse und Fertigkeiten ausverschiedenen Berufen des Bau- und Baunebenbereichs.FertigteilhausbauerInnen sind inder Herstellung und Montage von Fertigteilhäusern tätig. Sie beurteilenHölzer und andere Werkstoffe, wählen sie aus und lagern sie fachgerecht. Sie rüsten und bedienen die Werkzeuge, Maschinen und Anlagen und führen auch derenÜberprüfung und Wartung durch. Bei der Herstellung von Fertigteilen bearbeitensie Holzstoff-Flächen und andereWerkstoff-Flächen. Sie arbeiten dabei mit Plattenwerkstoffen, Kunststoffen und Metallen. Ihre Tätigkeiten umfassen dasMessen, Anreißen, Hobeln, Auftrennen, Aufreißen, Stemmen, Bohren, Schleifen,Feilen, Putzen und Schweifen. Außerdem stellen sie händisch und maschinellVerbindungen aus Holz und anderen Materialien her. Sie wenden Verbindungstechnikenwie Fügen, Schlitzen, Zinken, Dübeln, Graten und Kröpfeln (krumm biegen) an.Ein wesentlicher Arbeitsbereich ist dabei auch die Oberflächenbehandlung(Holzschutz, Imprägnierungen).Schließlich bauen dieFertigteilhausbauerInnen die vorgefertigten Elemente zusammen und montierensie. Dabei kennen sie die einzelnen Abläufe am Arbeitsplatz genau. Sie lesen Skizzen, Zeichnungen und Pläne oder fertigendiese selbst an. Sie bedienenAnlagen und Maschinen, die sie auch selbst instand halten und wartenmüssen. Teilweise stehen ihnen für ihre Arbeitauch computergestützte Maschinen zur Verfügung. Der Bereich Innenausbauumfasst das Legen von Fußböden, den Einbau von Türen und Fenstern und dasMontieren der Decken- undWandverkleidungen. Bei all ihren Tätigkeiten achten die FertigteilhausbauerInnen auf die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen. Zusätzliche Aufgabenbereiche derFertigteilhausbauerInnen sind die Kundenberatung und -betreuung, die fachgerechte Entsorgung undVerwertung von Restprodukten und nicht zuletzt die Funktionsprüfung undQualitätskontrolle
Finanzdienstleistungskauffrau, -mann:
Finanzdienstleistungskaufleute arbeitenin Finanzdienstleistungsunternehmen wie Banken,Versicherungen und bei unabhängigenFinanzberatungsunternehmen. Die wichtigsten Tätigkeiten sind die Kundenberatungund der Verkauf von Finanzprodukten. Finanzdienstleistungskaufleute analysieren zunächst die finanzielle Situation ihrer KundInnen (Einzelpersonen oder Unternehmen) und beraten sieanschließend über Möglichkeiten desSparens, über Versicherungen, über Vermögensaufbau, vor allem aber überMöglichkeiten der Finanzierung (z.B. Finanzierung von Immobilienkäufen,Investitionen u.ä). Unter Beachtung einer entsprechenden Sicherstellung derBank entwickeln sie einen für die besonderen Bedürfnisse der KundInnen optimalenFinanzierungsplan (z.B. Eigenkapital, Kredit, Leasing, Fremdwährungsgeschäfteusw.). Von zentraler Bedeutung für den beruflichenErfolg sind dabei gute Kundenkontakte sowie verkäuferische Fähigkeiten.DerAufgabenbereich der Finanzdienstleistungskaufleute umfasst weitersdie Abwicklung von Leistungsfällen, die Durchführung administrativer Arbeiten (Büroarbeiten, Korrespondenz,Aktenführung usw.), das betriebliche Rechnungswesen (Buchführung undKostenrechnung), die Bearbeitung von Reklamationen und dieErstellung/Auswertung von Statistiken, Dateien und Karteien.
FitnessbetreuerIn:
KörperlicheFitness ist heute für viele Menschenein wichtiges Anliegen, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen. Daher nehmenauch die Angebote durchFitness-Center, Sportstudios, Freizeit-und Trainingszentren laufendzu. FitnessbetreuerInnen betreuendie KundInnen solcher Einrichtungen. FitnessbetreuerInnen stellenindividuelle Trainingsprogramme zusammen und beraten die KundInnen bei derAuswahl von Trainingsprogrammen und Trainingsgeräten. Sie verfügen über dieerforderlichen Kenntnisse in Anatomie, Sportphysiologie, Sporttherapie, Ernährungslehreund gesunder Lebenshaltung. Außerdem sind siemit der jeweiligen Schwerpunktsetzung des Unternehmens, in dem siebeschäftigt sind, vertraut (Trainings- undBewegungslehre). Mit Unterstützung der Elektronischen Datenverarbeitung stellensie individuelle Trainingsprogramme zusammen und stehen ihren KundInnenberatend zur Seite (Kontrolltrainings). Dabei achten sie auf den fachgerechtenEinsatz der Trainingsgeräte, wobei sie das Training an den Geräten genau aufden Trainingsstand der KundInnen abstimmen. Für diese Tätigkeiten ist aucheine genaue Kenntnis und gute praktische Beherrschung der Erste-Hilfe-Maßnahmen wichtig, da beim intensiven Training immer etwas passieren kann(Zerrungen, Knochenbrüche, Kreislaufkollaps u.a.).Um sich gut verständlich zu machen(der Ablauf gewisser Übungen muss genau erklärt werden), beherrschenFitnessbetreuerInnen das fachgerechte Verhalten gegenüber ihren KundInnen. Dasbetrifft auch die Animation, Kommunikation und Körpersprache sowiedas Führen von Beratungs- und Verkaufsgesprächen. Außerdemsind die FitnessbetreuerInnen für die Instandhaltung der Fitness- und Trainings-Geräte (Einstellarbeiten, Wartung/Reparatur, Reinigung) zuständig. Ein weiterer Tätigkeitsbereich istder Verkauf verschiedener Produkte, welche im Rahmen der Trainings- undFitnessprogramme unterstützend eingesetzt werden können (das reicht vonTrainingskleidung bis hin zu gesunden Nahrungsmitteln und Kosmetika). DieFitnessbetreuerInnen kennen das jeweilige Warensortiment hinsichtlich seinerHerkunft, Eigenschaften, Beschaffenheit, Form, Ausführung, Sorten, Größen undVerwendungsmöglichkeiten. Auch die fachgerechte Lagerung und Pflege dieser Waren sowie die Überprüfung derWarenverbrauchsfristen und Ablauftermine gehörtzu ihren Aufgaben. Und schließlich wirken sie auch bei den Verwaltungs- und Bürotätigkeiten mit. Sieführen Kundenlisten, stellen Mitgliedskarten aus, heben Gebühren ein,stellen Rechnungen aus und erledigen den Schriftverkehr. 
FleischverarbeiterIn:
FleischverarbeiterInnen zerlegen frisches Fleisch und bereiten es verkaufsfertig zu; weiters stellen sie aus dem Fleischverschiedene Wurst- und Selchwaren her.Da das Schlachten des Viehsvorwiegend in spezialisierten Schlachthöfen erfolgt, ist die Tätigkeit der FleischverarbeiterInnen vonder Fleischzerlegung und der Herstellung von Fleischerzeugnissen und Würstengeprägt. Beider Zubereitung von verkaufsfertigem Fleisch zerteilen die FleischverarbeiterInnendie Stücke, trennen das Fleisch von den Knochenund bereiten es für den Verkauf und für die Verarbeitung zu Wurst- undSelchwaren vor. Bei der Erzeugung von Wurstwaren verwenden die FleischverarbeiterInnen ausgewählte Fleischsorten, die sie im sogenannten "Kutter" zu einer Wurstmasse ("Wurstbrät")zerkleinern. Dieser Wurstmasse fügen sie Gewürze, Salz usw.bei. Dann füllen sie die fertige Brätmasse inNatur-oder Kunstdärme. Dabei müssen sienicht nur ganz genau an vorgegebenen Grundrezepten orientieren, sondernsind im Sinne des Konsumentenschutzes auch zur Einhaltung strengerHygienevorschriften verpflichtet. Bei der Herstellung von Selch- und Pökelwaren würzen die FleischverarbeiterInnen geeignete Fleischstücke und pökeln bzw. kochen sie. Durchverschiedene Selchtechniken geben sie dabei dem Fleisch unterschiedlicheGeschmacksrichtungen. Diesteigende Mechanisierung der Fleischverarbeitung und die Verbesserung derverwendeten Maschinen bewirken erhebliche Arbeitserleichterungen. Viele Arbeiten, die früher händisch durchgeführt wurden (z.B.das Tragen und Hebenvon Lasten), werden heutedurch entsprechende Geräte und Vorrichtungen erleichtert. In Industriebetrieben sind die einzelnenTätigkeiten meist in Arbeitsschritte zerlegt, d.h. die FleischverarbeiterInnensind oft nur auf eine bestimmte Tätigkeit oder auf die Herstellungbestimmter Produkte spezialisiert,während sie in kleineren Betrieben allebeschriebenen Arbeiten durchführen.
FleischverkäuferIn:
FleischverkäuferInnen arbeitenim Verkaufsbereich von Fleischhauereien sowie in Fleisch-und Feinkostabteilungen von Supermärkten. Sie richten die Fleisch- und Wurstwarenverkaufsfertig her, bedienen und beraten die KundInnen, verpacken die Waren undkassieren die Rechnungsbeträge. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Zubereitungvon kalten und warmen Imbissen sowie das Zusammenstellen und Garnieren von Wurstplatten. Wichtige Aufgabensind weiters das Haltbarmachen sowie das Kühlen,Einfrieren und Lagern von Fleisch undFleischwaren. Bei allen Tätigkeiten müssen FleischverkäuferInnen auf die genaueEinhaltung der Hygienemaßnahmen achten. FleischverkäuferInnen haben eine wichtige Stellung zwischen denFleischverarbeiterInnen (VeredlerInnen) und denKundInnen.Sie beraten und informieren über dieVerkaufspalette, die Verwendbarkeit und Zubereitung von Fleisch,Fleischerzeugnissen und Nebenprodukten. Siewissen über die Arten von Schlachtvieh, deren Fleischteile, dieverschiedenen Vieharten und ihre Verwertung, den Nährstoffgehalt des Fleisches, die Beurteilung von Fleisch nach Qualität, Verwendbarkeit und Lagerfähigkeit, Bescheid. Darüber hinausmüssen die FleischverkäuferInnen Waren bestellen und Reklamationenentgegennehmen. Beim Verkauf kassieren sie nach Ausgabe der verpackten Warendie entsprechenden Beträge und am Ende des Geschäftstages rechnen sie dieEinnahmen ab. Die Thekengestaltung und Dekoration sowie die Preisauszeichnungund deren regelmäßiger Wechsel gehört ebenfalls zu ihren Tätigkeiten. FleischverkäuferInnen dekorieren,portionieren und garnieren Lebensmittel und Imbisse zur Verkaufspräsentation.Hierzu wiegen sie die Erzeugnisse ab, verpacken sie fachgerecht und zeichnensie aus. In Fleischereien stellen sie oft auch Feinkostsalate her und garnieren Wurst-und Käseplatten. Für den Imbiss-Bereich müssen sie Schnellgerichte vorbereiten. Außerdem belegensie Brote und stellen Geschenkkörbe und kalte Büfetts zusammen. Ein weiterer Bereich ist derPartyservice. Hier müssen die FleischverkäuferInnen Fleisch und Fleischwarenaufschneiden, garnieren und auf Platten legen und diese anschließend ausliefern. Das Herstellen von kalten und warmen Imbissen (Braten, Kochen, Brühen) fälltebenfalls in ihren Tätigkeitsbereich. Beiihrer Arbeit bedienen FleischverkäuferInnen Maschinen und Geräte wie Kassen,Waagen und Kühltruhen und benutzen Werkzeuge wie Messer, Beile und Gabeln. Diese Arbeitsutensilien müssenauch gewartet, instandgehalten und in regelmäßigen Abständen desinfiziert werden.Bei allen Tätigkeiten sind die jeweiligen Vorschriften und Gesetze sowie dieSicherheits- und Hygienevorschriften einzuhalten. 
Formerin und GießerIn (Metallund Eisen):
FormerInnen und GießerInnen (Metallund Eisen) stellenMetall- und Eisengussteile für technische bzw. handwerklich-künstlerische Zweckeher.Grundsätzlich sind zwei verschiedene Gusstechniken zu unterscheiden, nämlich der "Guss in verlorener Form(Sandguss)" und der "Guss in Dauerformen (Kokillenguss)". BeimSandguss betten die FormerInnen und GießerInnen ein Modell des späterenWerkstückes in einen speziellen Formsand ein Sie stampfen den Sand fest undentnehmen das Modell. In den entstehenden Hohlraum können sie nun dann dasflüssige Metall eingießen. Nach dem Erkaltenschlagen sie die Sandformab ("verlorene Form") und reinigen das Werkstück. Beim Kokillenguss werden dagegenwiederverwendbare Formen (Kokillen) z.B. aus Stahl benützt. Während der Kokillenguss meist von angelernten ArbeiterInnen durchgeführtwird, stellt das Anfertigen der Sandform und das anschließendeGießen der Werkstücke den hauptsächlichen Tätigkeitsbereich der FormerInnen undGießerInnen dar. Zu ihren wichtigsten Erzeugnissenzählen technische Guss-Stücke inEinzel- oder Serienfertigung (z.B. Gussteilefür Maschinen und Motoren aus Stahl, Eisen, Messing und Aluminium),Ziergegenstände und kunsthandwerkliche Gebrauchsgegenstände in Kleinserien(z.B. Laternen, Stiegen- und Balkongeländer, Glocken usw.) sowie Kunstgüsse nach Entwürfen bildender Künstler(z.B. Skulpturen, Plastikenund Reliefs aus Bronze, Messing und Eisen). BeimHerstellen einer Form für den Sandguss bettensie das Modell des Werkstückes in einen speziellen Formstoff (Formsand)ein. Als Formstoff dient Quarzsand mit verschiedenen Bindungsstoffen (z.B. Ton). Das eingebettete Modell ist inder Regel in mehrere Teile(Segmente) zerlegbar. Es besteht aus Holz, Metall oder Kunststoff und wird vonModellbauerInnen hergestellt. Die FormerInnen und GießerInnenverdichten den Formsand mit Hand- oder Pressluftstampfern und entnehmen dasModell aus der Form. Diesen Vorgang wiederholen sie für alle Teiledes Modells. Zur Darstellung von Hohlräumen im zu gießenden Gegenstand stellen sie "Kerne" aus Formstoff herund fixieren sie im Inneren der Gussform. Zur Vorbereitung des Gießvorgangesbringen sie einen Eingusstrichter und Entlüftungskanäle für das Entweichen derLuft beim Gießen an. Anschließend bessern sie kleine Fehlerin der Form aus und beschichten die Oberfläche mit Graphitwasser oder anderen hitzebeständigen Stoffen, den sogenannten "Schlichten". Dadurchwird die Form gegen die hohe Temperatur der Schmelze beständig und ein Anbrennen des Formsandes am Guss-Stück verhindert.Nach dem Zusammensetzen der Formteile ist die Form gussfertig.Vor dem Gießen bestimmen dieFormerInnen und GießerInnen die Gewichte der einzelnen Metallanteile zurErzielung eines bestimmten, vorgegebenen Legierungsverhältnisses. Sie wiegen die benötigten Mengen von Metallenund Zusatzstoffen für die Legierung ab und schmelzen sie in einem feuerbeständigenGraphittiegel zusammen. Nachdem Schmelzen gießen sie das flüssige Metallin die Form ein. Je nach Größe des Guss-Stückes verwenden sie dabei eine Gießkelle oder eine Gießpfanne. Nach dem Erkalten des Metalls zerschlagen sie die Gussformund entfernen den Kern. Abschließend reinigen sie das Guss-Stück mit demSandstrahlgebläse, schneiden den Anguss ab und schleifen die Grate (scharfeMetallkanten).
ForstfacharbeiterIn:
ForstfacharbeiterInnen forstenabgeholzte Waldflächen auf, pflegen den Baumbestand und führen die Holzernte durch.Bei der Holzernte schlägern,entasten und entrinden die ForstfacharbeiterInnen die Bäume, messendie Stämme, schneiden sie inunterschiedlich lange Bloche zu und sorgen für den Abtransport des Holzes. Die Aufforstung des Waldes umfasst die Entfernung der Schlägerungsreste (Reisig, Äste usw.),die Unkrautbeseitigung und die Auspflanzung junger Bäumchen. Bei der Waldpflegeersetzen die ForstfacharbeiterInnen durch Schnee oder Wild beschädigteJungpflanzen, beseitigen Unkraut und düngenden Jungwald. Sie entfernen regelmäßig kranke oder beschädigte Bäume,um ein zufriedenstellendes Baumwachstumzu sichern.Die Holzernte ist die wichtigsteAufgabe der ForstfacharbeiterInnen. Vor dem Fällen eines Baumes bestimmen sieauf Grund der Geländeverhältnisse und unter Berücksichtigung der späterenBringungsrichtung (Abtransportrichtung) die Fallrichtung. Den Schlägerungsortsäubern sie von Ästen und Steinen,um Stürze zu vermeiden. Um die Schneideder Motorsäge zu schonen,entfernen sie die Wurzelanläufe und die Rinde an der Schnittstelle. Siestarten die Motorsäge und beginnen mit dem Anbringen eines keilförmigen Einschnitts("Fallkerb") die eigentliche Fällarbeit. Danach bringen sie von dergegenüberliegenden Seite einen um mindestens 2 cm höher gelegenen Fällschnittan, der bis vor den Fallkerb geführtwird. In diesen Fällschnitt treiben sie Keile, mit denen sie den Baum zumFallen bringen.Kurzvor dem Fallen des Baumes warnendie ForstfacharbeiterInnen mit einem Warnruf ihre Arbeitskollegen und weichen auf dem vorher festgelegten Fluchtwegzurück. Den am Boden liegenden Stammentasten die ForstfacharbeiterInnen mit derMotorsäge, wobei sie an derOberseite beginnen. Dann wenden sieden Stamm mit dem Wendehaken und entasten die Unterseite. Anschließend teilensie den Stamm in je nach Käuferwunsch und Holzqualität unterschiedlich lange Stücke ("Ausformen"). Sie benutzendabei zum Abmessen ein Rollmaßband.Das mit einer Kralle versehene Anfangsstück des Rollmaßbandes hängen sie an derSchnittstelle ein und messen die gewünschte Blochlänge aus. Durch einenTrennschnitt mit der Motorsäge zerteilen sie den Stamm an der Messstelle. Miteiner Messzange stellen sie denDurchmesser des Bloches fest. Jedes gemessene Stück kennzeichnen dieForstfacharbeiterInnen mit einer fortlaufenden Nummer; die Maße werden in einerNummernliste eingetragen.Nach der Holzaufarbeitung und Ausformung bewegendie ForstfacharbeiterInnendas Holz mit Traktoren oder Spezialschleppern sowie Sappeln (Werkzeug zur Holzbewegung) zumvorgesehenen Abtransportplatz. Sowohl Fäll- als auch Transportarbeiten führensie häufig in Gruppen durch. Die Reparaturund Wartung der Motorsäge,die Instandhaltung und der Bau von Forststraßen sowie die Herstellung einfacher Holzbauten(Hochstände, Futterkrippen) stellen weitere Aufgaben der ForstfacharbeiterInnendar. 
Foto- und Multimediakauffrau, -mann:
Foto- und Multimediakaufleute sind inallen Aufgabenbereichen des Foto- und Multimediahandels tätig. Dazu gehören vorallem die KundInnenberatung und der Verkauf, aber auch das Bestellwesen(Einkauf, Lagerhaltung), das Rechnungswesen (Buchhaltung und Kalkulation), die Werbung und dieGestaltung des Verkaufsraumes und der Schaufenster. Da im Foto- undMultimediahandel heute eine enorm große Vielfaltan Geräten und Produkten angeboten wird und die technische Entwicklung in diesem Bereich äußerstrasch vor sich geht, müssen sich Foto- und Multimediakaufleutelaufend über neue Geräte und Techniken informieren und ihre KundInnenberatungan die Entwicklungen anpassen. Die wichtigsten Produkte des Foto- undMultimediahandels sind Foto- und Videokameras, sonstige optische Geräte(Foto-Objektive, Ferngläser, Projektoren für Dias und Filme, Videobeamer),Mobiltelefone ("Handys"), Geräte derUnterhaltungselektronik (CD- und MP3-Player, Audioanlagen) und Geräteder Computertechnik (Heimcomputer, Notebooks, Handhelds, Scanner); dazu kommteine große Fülle von Zubehör-Artikeln zu diesen Produktgruppen(im fotografischen Bereich sind dasz.B. Speicherkarten, Fotopapiere, fotografische Filter, Batterien/Akkus,Fotoalben, Bilderrahmen für Fotos, Fototaschen usw.). Die Dienstleistungen desFoto- und Multimediahandels umfassen die Ausarbeitung von Fotos nach digitalenBilddateien, die Entgegennahme und Durchführung von Reparaturaufträgen, dieAnfertigung von Passfotos und fallweise auch die Übernahme von gebrauchtenGeräten. Im zentralen Aufgabenbereich"KundInnenberatung und Verkauf" ermitteln die Foto- undMultimediakaufleute zunächst die KundInnenwünsche und präsentieren sodann diein Frage kommenden Produkte. Dabei erklären sie den KundInnen die Verwendung,die Funktionen und die Unterschiede der verschiedenen Produkte, nennen diePreise und allfällige Zusatzkonditionen (Garantiedauer, Preisnachlässe,Möglichkeiten zur Geräteversicherung) und weisen auf Zubehörartikel hin.Weiters legen Sie den KundInnen auch Warenkataloge, Prospekte und sonstigeInformationsmaterialien vor und weisen auf Sonderangebote und Aktionsverkäufehin. Eine wichtige Aufgabe in der KundInnenberatungist auch die Entgegennahme und angemessene Behandlung von Reklamationen,da sich gerade in diesemPunkt oft entscheidet, ob die KundInnen dem Unternehmen auch weiterhinvertrauen.Die KundInnenberatung im Foto- undMultimediahandel erfordert heute ein hohes Maßsowohl an Sachkunde als auch an Verständnis für die Wünsche undBedürfnisse der KundInnen. Dies ist fast nur möglich, wenn die Foto- undMultimediakaufleute sich ständig mit den aktuellen technischen Entwicklungenbefassen und auch privat eine gewisseBegeisterung für Fotografie/Multimedia und eineeigene fotografische Praxismit bringen.DerBereich "Filmentwicklung undFotoausarbeitung", bis vor kurzemeine zentrale Dienstleistung desFoto- und Multimediahandels, hatheute durch die digitale Fotografie seine Bedeutung verloren. Durch dieseEntwicklung haben sich aber neue Anforderungen und Aufgaben für die Foto- und Multimediakaufleute ergeben. Dazu gehören etwa die Beratungund Unterstützung der KundInnen hinsichtlichder Bearbeitung und Ausarbeitung digitaler Bildvorlagen oderhinsichtlich des Fotodrucks (Ausdruck digitaler Bilder mit einemTintenstrahldrucker oder einem Farblaserdrucker). Im Bereich"Wareneinkauf/Lagerhaltung" besteht die Aufgabe der Foto- undMultimediakaufleute darin, anhand von Bestandslisten den Warenbedarf zu ermitteln, von verschiedenen Erzeugern undGroßhändlern Angebote einzuholen und danach die Auswahl für die Bestellung zu treffen. Wenn die bestellten Artikel geliefert werden,kontrollieren die Foto- und Multimediakaufleute, ob Menge und Qualität mit derBestellung übereinstimmen. Bei Mängeln und Beschädigungen führen sie dieReklamation durch. Ist die gelieferte Ware einwandfrei, wird sie in denLagerbestand aufgenommen. Die Foto- und Multimediakaufleute geben Wareneingängeund -ausgänge in spezielle Computer-Programme zur Lagerhaltung ein; damitkönnen Fehlbestände sofort erkannt und ausgeglichen werden. Bei derLagerkontrolle achten die Foto- und Multimediakaufleute auf eine fachgerechteAufbewahrung bestimmter Waren (z.B. Schutz vor Licht, Wärme und Feuchtigkeit). Foto- und Multimediakaufleute sindmeist auch für die Präsentation der Waren im Geschäftslokal, in den Regalen undin den Auslagen zuständig. Sie versehen die Warenmit Preisschildern; bei technischen Geräten stellen sie häufig auch Kärtchenoder Tafeln mit genauen Auflistungen der technischen Datendazu, damit die KundInnen besser vergleichen können. Bei besonderen festlichen Anlässen (Weihnachten, Ostern) sorgen sie für dieentsprechende Dekoration des Geschäftes. Schließlich sind die Foto-und Multimediakaufleute auch mitverschiedenen Büroarbeiten und mit dem Rechnungswesen befasst.Sie erledigen denSchriftverkehr mit KundInnen und Lieferanten. Sie führen die täglicheKassenabrechnung durch, verbuchen die verschiedenen Geschäftsfälle(Bestellungen, Rechnungen, Steuern usw.) und wirken bei der Kalkulation derWarenpreise und der Personalabrechnung mit.
FotografIn:
Fotografen/Fotografinnen nehmen Fotos(Schwarz-Weiß- und Farbfotos) und Dias auf, arbeiten sie aus und präsentierensie den AuftraggeberInnen. Sie führenauch die Beratungder KundInnen durch und verkaufen fallweisefotografische Artikel (z.B. Filme, Fotorahmen usw.). Die wichtigsten Anwendungsbereiche derFotografie sind die Portraitfotografie, dieWerbe- und Modefotografie, Fotoserien von öffentlichen und privatenEreignissen sowie die Wissenschafts- und Industriefotografie. Je nach Auftragnehmen sie die Fotos entweder in einem Studio oder an anderen Orten (z.B.Veranstaltungsräume, im Freien) auf. Zur Vorbereitung fotografischerAufnahmen besprechen die Fotografen/Fotografinnen zunächst die Bildgestaltungmit dem Auftraggeber und stellen die zur Aufnahme benötigten fotografischenGeräte (Kameras, Wechselobjektive, Beleuchtungsgeräte usw.) sowie verschiedeneDekorationen und Requisiten (Gegenstände, die zur Bildgestaltung dienen) zusammenund bestimmen den günstigsten Aufnahmeort bzw. - zeitpunkt. Am Aufnahmeortstellen sie die fotografischen Geräte (vor allem Blitzanlage, Scheinwerfer undLichtreflexwände oder Lichtreflexschirme) unddie Requisiten auf. Sie wählendas geeignete Filmmaterial aus und legenes in die Kamera ein. Weitersmessen sie mit einemBelichtungsmesser die vorhandene Lichtstärke und stellen die Kamera anhand derermittelten Belichtungs- und Entfernungsdaten ein. Vor den eigentlichenAufnahmen führen sie fallweise Probeaufnahmen mit einer Sofortbildkamera durchund überprüfen damit die Bildkomposition. Schließlichkontrollieren sie die Kameraeinstellung an den Anzeigevorrichtungen der Kamera und führen die Aufnahmedurch.Bei der Entwicklung des Filmmaterials im Labor legen die Fotografen/Fotografinnen zunächst die Filmrollein eine Entwickler-Box und entwickeln darin den Film unter Verwendungvon chemischen Entwicklerflüssigkeiten. Aus dem entwickelten Filmmaterial(Negativ) stellen sie sodann mit einem Vergrößerungsgerät Fotos (Positive) her.Dabei spannen sie das Negativ sowie ein zuvor auf die benötigten Maße zugeschnittenes Fotopapier in das Gerät ein,stellen die Schärfe des Vergrößerungsobjektives sowie die Belichtungszeit einund belichten das Fotopapier.Das belichtete Papier tauchen sie solange in Entwicklerflüssigkeit, bisdas Motiv auf dem Papier sichtbar wird. Um das Bild am Papier zu fixieren, unterziehen sie das Papier noch weiterenBädern in Fixierflüssigkeiten. Schließlich waschen und trocknensie die Fotos. Die Bildränderder fertigen Abzüge schneiden sie abschließend nach. Fallweise entfernen sieauch unerwünschte Bildstellen an fertigen Fotografien("Retuschieren"). Die Fotografen/Fotografinnen führen heute dieEntwicklungs- oder Vergrößerungsarbeitenvielfach nicht mehr selbst durch (vor allem die Ausarbeitung von Farbfilmen),sondern geben die belichteten Filme an Spezial- oder Fachlabors weiter. Fotografen/Fotografinnen gestalten gelegentlich auch Tonbild-bzw. "Multivisions"-Schauen(Diaserien mit Musik-und Textuntermalung für Werbe- und Schulungszwecke). EineAufgabe von zunehmender Wichtigkeit ist weiters die Herstellung vonVideoaufzeichnungen mit Videokameras.
FriseurIn und PerückenmacherIn:
Die Frisur macht einen Großteil desAussehens aus. Dabei nehmen die Gestaltungsmöglichkeiten durch neue Pflege-,Färbe-, und Mechentechniken, durch neue Schnittformen und zahlreiche technischeHilfsmittel ständig zu. Es ist die Aufgabe der FriseurInnen undPerückenmacherInnen (StylistInnen), den jeweiligen Modetrends zu folgen und diese mit handwerklichem Geschick und Kreativität umzusetzen. Die Kundenberatung spielt dabei eine große Rolle.FriseurInnen und PerückenmacherInnen (StylistInnen) sorgen für die professionelle Durchführung der Haut- und Haarpflege. Letztere beinhaltet dieFarbgebung, die Dauer-Umformung unddie Erstellung und Gestaltung von Tages-, Abend- und Festfrisuren für Damen und Herren. Zu den Tätigkeiten derFriseurInnen und PerückenmacherInnen (StylistInnen) gehören auch dieNagelpflege sowie die sogenannte "dekorative Kosmetik", diehauptsächlich das Auftragen von Make-up und das Färben und Formen von Augenbrauen und Wimpern umfasst. Weitere Täigkeitsbereiche sind die Bartpflege (Rasieren, Bartstutzen,Färben), die Anfertigung und Pflege von Haarersatz (Perücken, Haarteile) und der Verkauf vonHaarpflegemitteln. In der Ausbildung wird auch die Maskenbildnerei behandelt(Frisieren/Schminken von SchauspielerInnen, Aufkleben von Bärten,plastische Veränderungen des Gesichts). Diese erfordert jedoch für die geplante Tätigkeit bei Theater und Filmauch eine entsprechendeZusatzausbildung.Bei allen Tätigkeiten derFriseurInnen und PerückenmacherInnen (StylistInnen) steht die intensiveBeratung und Betreuung der KundInnen an erster Stelle. Die Kundenwünsche müssenmöglichst genau erfasst und besprochen werden. Da viele KundInnen ihre Frisurwünsche und - vorstellungen oft erst im Kundengespräch genauer festlegen,sind Einfühlungsvermögungen und Geduldverlangt. Die Aufgabeder FriseurInnen undPerückenmacherInnen (StylistInnen) ist es, inder Beratung eine ganzpersönliche Behandlung und Gestaltung der Frisur für die KundInnen zufinden (Haarschnitt, Styling, Farbauswahl), wobei sie vor allem auf dieBeschaffenheit der Haare (Farbe,Stärke, Länge usw.), die Kopf- undGesichtsform, die Augenfarbe und den Persönlichkeitstyp der KundInnen achtenmüssen. Bei der Beratung stellen sieauch den Zustand der Haare und der Haut fest (Haardiagnose) und empfehlen dieAnwendung geeigneter Präparate (z.B. Kurpackungen oder Shampoos). Die Haarpflege beginnt meist mit derHaarwäsche, die mit Massagegriffen ausgeführt wird. Dabei verwenden dieFriseurInnen und PerückenmacherInnen (StylistInnen) pflegende Shampoos, die demHaartyp entsprechen und behandeln strapazierte Haare mit speziellen Haarpflegemitteln (z.B.Kurpackungen). Danach folgt der Haarschnitt, den sie mit Schere und Kamm, mitdem Messer oder mitHaarschneidemaschinen durchführen. Je nach gewünschter Frisur tönen, färben, oder mechen sie, bzw.formen die Haare dauerhaft um.BeimHerstellen von dauerhaften Umformungen legen die FriseurInnen und PerückenmacherInnen (StylistInnen) die Haare zunächstauf Wickler oder sie benützen anderetechnische Hilfsmittel, die in verschiedenen Größen zur Verfügung stehen (jenach gewünschter Form und Lockenintensität). Dann tragen sie ein Wellenpräparat auf und lassen es einwirken. Anschließend müssen sie dieses Präparat wieder ausspülen, dieHaare mit einem Neutralisationsmittel fixieren und schließlich die Wicklerentfernen. Siebeherrschen weiters Einlege- und Föntechniken (z.B. die handgelegteWasserwelle) sowie verschiedene Bürstentechniken. Besondere Bedeutung kommt dabei dem sogenannten Ausfrisieren zu, also demFrisurenfinish und der Anwendung verschiedener Mittel zur Festigung der Frisuren (Haarspray, Gel usw.). Bei der Haut- und Schönheitspflege gestalten die FriseurInnen undPerückenmacherInnen (StylistInnen) das zur Frisur passende Make-up und färben und formen Augenbrauen und Wimpern. Auch dieGesichtsreinigung und die Gesichtsmassage gehört dazu. Eine weitereAufgabe ist die Nagelpflege (Kürzen und Feilen der Nägel, Auftragen vonNagellack sowie eine dekorative Gestaltungder Nägel in Form von verschiedenenFarbgestaltungen und Verzierungen, wie z.B. mit dekorativen Strasssteinchen).Die Herstellung von Perücken und Haarteilen wird zwar in der Ausbildungbehandelt, kommt aber in der Praxis nur mehr selten vor. Die FriseurInnen und PerückenmacherInnen (StylistInnen) führen aber die Pflege und Schnitte von Perücken durch und arbeiten Haarteile vor,die sie dann in das Haar derKundInnen einarbeiten (z.B. bei Festfrisuren).
FußpflegerIn:
FußpflegerInnen sind imBereich der Körperpflege mit der Pflege der Füße, Zehen und Zehennägel und der Beine befasst. Sie führen auch dieBehandlung von Zehen-, Nagel- undFußdeformationen durch, sofern diese nicht in den Bereich ärztlicher bzw.orthopädischer Behandlung fallen. Neben der Fußpflege führen sie auch die Handpflege ("Maniküre")durch, die vor allem die Behandlung der Fingernägel (z.B. Nageldekoration oderNagelverlängerung) und die Handmassage umfasst. Weiters sind dieFußpflegerInnen auch im Bereich der Kundenberatung und im Verkauf von Fuß- undHandpflegemitteln tätig. Die wichtigsten Bereiche der Fußpflegesind das Entfernen von Hautverhärtungen (Hornhaut, Hühneraugen, Schwielen), das Kürzenund Formen der Zehennägel ("Pediküre") sowie die Behandlungeingewachsener und deformierter Zehennägel, die Fußmassage und die Anfertigungvon Nagelprothesen und Korrektur- bzw. Stützteilen ("Orthesen") zurKorrektur von Fuß- und Zehenveränderungen. Einer Fußbehandlung geht zunächst einFußbad voran, das die FußpflegerInnen mit verschiedenen Badezusätzen (Badesalz,Kräuteröl, Desinfektionsmittel usw.) zubereiten. Das Fußbad dient derReinigung, Desinfektion (Hautpilzerkrankungen) und der Erweichung vonZehennägeln und Hornhautbildungen. Bei der Nagelpflege schneiden die FußpflegerInnen zunächst die Nägel mitSpezialscheren, reinigen den Nagelrand und putzen das Nagelbettaus. Weiters entfernen sie mit einer Hautschere oder einer Hautzangeabgestorbene Hautteilchen und feilen die Nagelränder mit einer Feile oder einemFräsgerät (vor allem bei verdickten Nägeln) ab. Gelegentlich lackieren sie dieNägel abschließend mit Nagellack. Bei der Entfernung von Hornhautbildungen undHühneraugen lösen die FußpflegerInnen zunächst die abgestorbenen Hautteile mitverschiedenen Instrumenten (z.B. Skalpell, Hornhauthobel, Spezialscheren).Hühneraugen schneiden sie miteinem Skalpell aus und hebensie aus dem gesunden Gewebe heraus. Sie desinfizieren die behandelte Stelle und bringen darauf ein entsprechendesSpezialpflaster an. Nach derBehandlung cremen sie den Fußmit einer Salbe ein, die ein Austrocknender Haut und ein Nachwachsen der Hornhaut verhindern soll. FußpflegerInnenführen auch Fußmassagen durch, die der Durchblutungsförderung und der Lockerungder Fußmuskeln dienen; dazu zählt auch die sogenannte Fußreflexzonenmassage,wobei bestimmte Stellen des Fußes, die durch Nerven mit anderen Körperteilenverbunden sind, massiert werden, um ein allgemeines körperliches Wohlbefindenzu erzielen.  
Garten- und GrünflächengestalterIn:
Der Ausbildungsschwerpunkt"Greenkeeping" ist eine Spezialisierung auf Golfplatzbau undGolfplatzpflege; der Ausbildungsschwerpunkt "Landschaftsgärtnerei"umfasst den allgemeinen Garten- und Landschaftsbau auf öffentlichen undprivaten Grünflächen (Parks, Spielplätze, Verkehrsflächen, Ziergärten). Die Aufgabender beiden Bereicheunterscheiden sich nicht allzu stark: Garten- undGrünflächengestalterInnen im Bereich "Greenkeeping" sindhauptsächlich mit der Planung, Gestaltung und Wartung von Golfplätzen befasst;dafür benötigen sie Kenntnisse des Golfspiels (Golfregeln, Richtlinien zum Bauvon Golfplätzen), Kenntnisse der Gräser und Pflanzen, die auf Golfplätzenverwendet werden, sowie Kenntnisse der Auswirkungen von Platzbelastung undSpielbetrieb (im Zusammenhang mit Bodenzustand und Witterung). Garten- undGrünflächengestalterInnen im Bereich "Landschaftsgärtnerei" legenöffentliche und private Grünflächen (Parks, Ziergärten, Spiel- und Sportplätzeusw.) an und gestalten und pflegensie; zu ihre Aufgaben gehören weiters das Begrünen von Randstreifen und Böschungen (an Straßen, Autobahnen,Bahnlinien usw.) und von Fußgängerzonen sowie Dachbegrünungen. WichtigeAufgaben in beiden Schwerpunkten sind die Pflege der Grünflächen (Mähendes Grases, Lockern und Düngendes Bodens, Schneiden der Heckenund Bäume, Gießen bzw. Bewässern usw.), die Maßnahmen zumPflanzenschutz und zur Schädlingsbekämpfung und die Instandhaltung derWerkzeuge, Maschinen und Geräte. Garten- und GrünflächengestalterInnensind auch SpezialistInnen für denNaturschutz. Sie legen Biotope,also Lebensräume für wilde Pflanzenund Tiere (meist Teiche mit Wasserpflanzen) sowie künstliche Seen und Flusslandschaften an. Sie begrünenMüllkippen, Abraumhalden und Kiesgruben und führen die Rekultivierung vonBerghalden durch, indem sie unfruchtbar gewordenen Boden durchSpezialbehandlungen und Düngung wieder fruchtbar machen. Mit derartigenMaßnahmen sorgen so dafür, dass die Natur wieder ins Gleichgewicht kommt. Beim Anlegen von Grünflächenvermessen die Garten- und GrünflächengestalterInnen das zu bearbeitende Geländeund führen die für die Gestaltung der Grünfläche nötigen Erdbewegungsarbeitendurch (Auf- oder Abtragen von Erde, Lockern oder Verdichten des Bodens). ZurVerbesserung der Bodenqualität tragen sie mit dem Kipper oder Lader eineHumusschicht auf. Sie verlegen Wege ausStein- oder Betonplatten und errichten Mauern undTreppen zur Gestaltung der Gartenanlage. Weiters sorgen sie für die Anlage von Bewässerungssystemen. Nachdemsie den Boden mit Bodenfräsen gelockert haben, planieren sie die zu bepflanzenden Flächenund setzen Gras, Bäume, Sträucherund Blumen. Die Grünfläche oder Gartenanlage pflegen siedurch Lockern, Düngen und Bewässerndes Bodens, durch Entfernen von Unkraut und Bekämpfen von Schädlingen. WeiterePflegemaßnahmen sind das Mähendes Grases sowie das Schneiden der Bäume und Sträucher. Diezunehmende Bedeutung öffentlicher Grünflächen für Erholungszwecke hat die Tätigkeit der Garten- und GrünflächengestalterInnen stark verändert. Besonders dieNeupflanzung und Pflege von Bäumen hat infolge der Luftverschmutzung einenimmer größeren Stellenwert gewonnen. Die Auspflanzung von Bäumen ist daher einewichtige Aufgabe der Garten- und GrünflächengestalterInnen. Vor der eigentlichenBepflanzungsarbeit besprechen die Garten- und GrünflächengestalterInnen mit denMitarbeiterInnen der Arbeitspartie die von den GartengestalterInnen imPlanungsbüro ausgearbeiteten Bepflanzungspläne und legen die Aufteilung der zurBepflanzung nötigen Tätigkeiten in der Arbeitsgruppe fest. Die Garten- undGrünflächengestalterInnen entfernen an dem für die Einpflanzung vorgesehenenjungen Baum beschädigte Zweigspitzen und kontrollieren seine Wurzeln. MitSchaufel und Spaten heben sie eine der Wurzelgröße angemessene kreisförmige Pflanzgrube aus. Am Grund der Pflanzgrube lockern sie den Boden miteiner Grabgabel, um den Baumwurzelndas Eindringen ins Erdreich zu erleichtern. Da die Bäume während der erstenWachstumsjahre gestützt werden müssen, setzen die Garten- undGrünflächengestalterInnen einen Pfahl in die Pflanzgrube. Die Erde um denStützpfahl treten sie fest, dannfüllen sie die Grube zum Teil mit Kompost und einem Teil der ausgehobenenMuttererde (oberste, humusreiche Schicht). Beim Einsetzen des Baumes arbeitendie Garten- undGrünflächengestalterInnen meist mit MitarbeiterInnen zusammen, die den Baumwährend des Setzens in der Pflanzgrube halten. Meist ist am Stamm des Baumes anden Erdresten noch erkennbar, wie tief er inder Baumschule gepflanzt war. In gleicher Höhe füllen die Garten- und GrünflächengestalterInnen nun die Pflanzgrube mit Erdreich. Hierauf tretensie den Boden fest und bewässern den Baum, wobeisie rund um die Pflanzgrube einen kleinen Erdwallaufbauen, um ein Abfließen des Wassers zu verhindern.Daneben sind Wiederherstellungsarbeiten ankranken und umweltgeschädigten Bäumen("Baumchirurgie") eine wichtigeAufgabe der Garten-und GrünflächengestalterInnen. Im Landschaftsbau bepflanzen und pflegensie Böschungen und Hängeund rekultivieren Flächen, die z.B.durch Baumaßnahmen und Bergbautätigkeiten zerstört wurden.
Gartencenterkauffrau, -mann:
In Garten-Centern finden sich alleProdukte, die zur Gartengestaltung gebraucht werden: verschiedenste Zier- undNutzpflanzen (Blumen, Gräser, Büsche und Bäume, Gemüsepflanzen usw.),Pflanzensamen und Saatgut, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Gartengeräte (vomHandwerkzeug bis zum Kleintraktor), Ziergegenstände (z.B. Gartenzwerge) undvieles mehr. Bei dieser Fülle von Produkten ist eine fachkundige Beratung der KundInnen unbedingt erforderlich. Auch die sachgerechte Lagerungder Waren, vor allem der Pflanzen,ist von großer Bedeutung. Für alldies sind die Gartencenterkaufleute zuständig.Gartencenterkaufleute ermitteln vorerst den Warenbedarf und führen Warenbestellungen durch. Für den Einkauf müssen sie die branchen- und betriebsspezifischen Einkaufs- und Bezugsquellen kennenund Angebote einholen, bearbeiten und prüfen. Sie sind mit denüblichen Liefer- und Zahlungsbedingungen vertraut,überwachen die Liefertermine und treffen Maßnahmen bei Lieferverzug. Bei derWarenannahme und Warenübernahme vergleichen sie die gelieferten Waren mit denLieferpapieren, erstellen die Wareneingangsbelege, kontrollieren die Qualität und stellen fest, ob es Mängeloder Schäden bei Waren und Verpackung gibt. Dafür sind sie im Erkennen vonKrankheiten oder Schädlingsbefall bei Pflanzen geschult. Nun werden die Warengelagert, wobei die Gartencenterkaufleute besonders auf die Erfordernisse derBlumen und Pflanzen achten. ImVerkauf spielt die Beratung der KundInnen eine große Rolle.Gartencenterkaufleute wissen über die Verwendung, Lebensbedingungen undEigenschaften von Pflanzen sowie deren Pflege Bescheid(Pflanzenschutz und die Düngung/Bewässerung, die handels-und branchenüblichenWarenbezeichnungen, Fachausdrücke, Maße, Mengeneinheiten undVerpackungseinheiten). Sie beraten ihre KundInnen in allen allgemeinenAngelegenheiten der Gartengestaltung.Entscheidend ist auch die richtige Präsentation der Waren. Das beinhaltet mitunter auch das Gestalten von Dekorationen. Schließlich stellen die Gartencenterkaufleute die Rechnungen aus, wickeln den Zahlungsverkehr ab und wirkenan der betrieblichen Buchführung, Kostenrechnung und Inventur sowie ander Preiskalkulation mit.Beiden anfallenden Abfällenachten die Gartencenterkaufleute auf eine umweltgerechte Mülltrennung bzw. Entsorgung.
GärtnerfacharbeiterIn:
GärtnerfacharbeiterInnen bauen in Gärtnereibetrieben Gemüse und Zierpflanzenan und pflegen die Pflanzenkulturen. Ihre Produkteverkaufen sie an Großhändler oder bieten sie selbst auf Märkten an. Siearbeiten auch in sogenannten Baumschulen, wo sie mit dem Anbau und der Pflege von Jung- und Obstbäumen und Strauchkulturenbefasst sind. Weiters legen sieauch kleinere Grünflächen in Parks und Gärten an und sorgenhier für die Pflege der Pflanzen. An geschädigten Bäumen und Hecken führen sieentsprechende Sanierungsmaßnahmen durch.Mitunter gestalten sie auch Innenräume (z.B. in öffentlichen Gebäuden) mit Zierpflanzen.DieGärtnerfacharbeiterInnen legen die Pflanzenkulturen entweder auf Freilandflächen oder in Glashäusernan. Sie pflegen die Kulturen durchDüngung, Bewässerung und Unkraut- bzw. Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen. Die ausgewachsenen Pflanzen ernten sie entweder händisch oder mit speziellenErntemaschinen, lagern sie ein oder verkaufensie an Großhändler bzw. an die EndverbraucherInnen. Gemüse- und Zierpflanzen werdenvielfach in Glashäusern gezogen, umwährend des gesamten Jahres frischePflanzen anbieten zu können. Bei der Aufzuchtvon Zierblumen im Glashausbeginnen die GärtnerfacharbeiterInnenbereits während des Winters mit der Aussaatder Samen. Hiezu füllen sieSaatkistchen mit Erde, die durch Nährstoffeangereichert wurde, und verteilen die Samen gleichmäßig auf der Oberfläche. Siedecken die Samen mit einer dünnen Schicht gesiebter Erde ab und befeuchtendiese. Nachdem die Pflanzen gekeimt sind, setzen sie die Keimlinge um ("Pikieren"), wozu sie ein mit Erde gefülltes Pikierkistchenverwenden. Sie stechen in die Oberfläche kleine Löcher, in die sie die Keimlinge einsetzen. Die Jungpflanzenpflegen sie durch regelmäßiges Auflockern der Erde, durch Bewässern und durchAusjäten des Unkrauts. Die Lichteinwirkung regeln sie durch Abdecken der Beetemit Folien oder Schilfmatten.Nach einem Zeitraum von etwa vier Wochen setzen sie die herangewachsenen Jungpflanzen in Mistbeete um, die sich imFreien befinden. Mistbeete sind Kästen, die mit Stallmist und Erde gefüllt undmit Glasfenstern abgedeckt werden, um die Verrottungswärme im Inneren zu erhalten. Die Mistbeetemüssen regelmäßig bewässert und bei günstiger Witterung abgedeckt werden, umdie Belüftung der Pflanzen zugewährleisten und sie andie normalen Witterungsbedingungen zu gewöhnen. Nachdemdie Pflanzen eine bestimmte Größe erreichthaben, werden sie entweder ins Freiland ausgesetzt oder bereits zur Bepflanzungvon Grünanlagen verwendet bzw. verkauft. Neben den gärtnerischen Tätigkeiten ist es auch Aufgabeder GärtnerfacharbeiterInnen, Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten an denverwendeten Werkzeugen und Geräten sowie an den Bewässerungs- undBeheizungsanlagen des Glashauses durchzuführen.
Gastronomiefachfrau, -mann:
Gastronomiefachleute beherrschen alleBereiche der Gastronomie. Sie arbeiten sowohl in der Küche als auch imGästeservice. In der Küche sorgen sie für denEinkauf und die Lagerung der benötigten Waren (v.a. Lebensmittel) und bereiten die Speisen zu. Im Gästeservice bedienen sie die Gäste, nehmen dieBestellungen entgegen, servieren die bestellten Speisen und Getränke, räumen das benutzte Geschirr ab und kassierendie Rechnungsbeträge. Der Aufgabenbereich derGastronomiefachleute ist sehr umfangreich; er umfasst folgende Aufgaben:Zusammenstellen der Speise- und Getränkekarte; Bestellen der erforderlichen Waren (Lebensmittel,Getränke, usw.) und Überprüfen der Lieferungen;Lagern und Konservieren der gelieferten Waren; Vorbereiten von Lebensmittelnund Speisen (Salate, Obst, Gemüse, Pilze, Kartoffeln, Hülsenfrüchte undGetreideprodukte; Teigwaren, Suppen und Saucen; Teige und Massen; Kalte undwarme Vorspeisen; Fische; Schlachtfleisch, Wurst- und Fleischwaren, Innereien, Wild undGeflügel; Käsegerichte und Eierspeisen; warme, kalte und gefrorene Süß- und Nachspeisen); Zubereiten von Speisen (auchfür Buffets und Bankette); Vorbereiten und Dekorieren von Gasträumen undTischen; Empfangen und Platzieren der Gäste; Annehmen von Bestellungen;Servieren und Ausgeben von Speisen und Getränken (auch Ausführen von Arbeitenwie Filetieren, Tranchieren oder Marinieren am Tisch, am Sideboard oder in der Küche;Flambieren); Abrechnen und Kassieren der Rechnungsbeträge;Verabschieden der Gäste; Vorbereitenund Durchfüren von gastronomischen Veranstaltungen und Beraten bei der Auswahlvon Speisen und Getränken.Die Ausbildung in der Küche umfasst das Vorbereiten derrohen Lebensmittel (z.B. Schneiden von Gemüse und Fleisch), alle Arten vonKochverfahren (v.a. Backen, Braten,Dünsten, Grillen, Rösten, Sautieren, Schmoren, Kochen,Sieden), das Herstellen heimischer und wichtiger europäischer und internationaler Gerichte, das Herstellen von Saucen undSuppen, das Vor- und Zubereiten von Gemüse, Erdäpfeln und Salaten, dasHerstellen von Süßspeisen und Mehlspeisen, das Herstellenvon kalten und warmen Vorspeisen und dasAnrichten der Speisenauf Tellern und Platten. Auch Kenntnisse der Ernährungslehre und von Kostformen wie Roh-, Schon-, Diät- undVollwertkost werden vermittelt.Die Ausbildung im Gästeserviceenthält folgende Hauptthemen: Beraten der Gäste aus der Getränke- und Weinkartesowie das praktische Arbeiten vor dem Gast (Präsentieren, Öffnen und Servierender Getränke); Servieren von offenenund geschlossenen Getränken in den richtigen Spezialgläsern; Decken der Tischemit verschiedenen Gedeckarten (Frühstück, Couvert, Spezialgedecke); Servierender Speisen; Verarbeitungstechniken"Flambieren", "Filetieren", "Tranchieren" und"Marinieren" am Tisch der Gäste bzw.am Sideboard oder in der Küche (beim"Flambieren" werden Fleisch- oder Süßspeisen in der Flambierpfannemit Spirituosen übergossen und entzündet, um dem Gericht den typischen Geschmack zu verleihen; beim "Filetieren"und "Tranchieren" werdenganze Fische oder größereFleischstücke in kleinere, essfertige Teile zerteilt); Gueridon-Service(Anrichten der Speisen auf einem Beistelltisch); Getränkesorten und derenLagerung (besonders wichtigist hier z.B. dieentsprechende Getränketemperatur beim Lagern und Servieren); Zubereiten vonKaffeespezialitäten; Barkunde; Herstellen der wichtigsten Misch- undMixgetränke sowie internationaler Cocktails. Auch das Schreiben der Rechnungund das Kassieren der Rechnungsbeträge sowie das Behandeln vonGästereklamationen gehören zum Bereich Gästeservice. Einennicht unwesentlichen Teil der Ausbildung machen die betriebswirtschaftlichenInhalte aus. Dazu gehören etwa die kaufmännische Küchenkalkulation, die Berechnungder Speisen nach Rezepturvorgaben für Menüs, a-la-carte Gerichte und Veranstaltungen, die Durchführungder innerbetrieblichen Abrechnung (mit EDV-Unterstützung), Wareneinkauf und Warenverkauf (Kalkulation), die Planunggastronomischer Sonderveranstaltungen oder die Erstellung von Dienstplänenunter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften (v.a. Arbeitszeitregelungen undsonstige arbeitsrechtliche Bestimmungen). Neben den arbeitsrechtlichenBestimmungen müssen die Gastronomiefachleute auch noch einige andereGesetzesbereiche kennen, vor allem die Lebensmittelgesetze undHygienebestimmungen, die Umweltschutzbestimmungen (z.B. Mülltrennung,Entsorgung und Verwertung von alten Speiseölen und Kochfetten), dieSicherheitsvorschriften und Erste-Hilfe-Maßnahmen
GerberIn:
GerberInnen verarbeiten Großviehhäute (von Rindern) und Kleintierfelle (von Ziegen,Schafen) zu Leder. Dabei werden die Tierhäute durchdie Einwirkung von Gerbstoffen in haltbares Leder umgewandelt. Bei derRotgerbung werden die Häute vorwiegend mit pflanzlichen Gerbstoffen (Rinden,Hölzer, Blätter), bei der Weißgerbung mit mineralischen Gerbstoffen (z.B.Chrom- und Aluminiumsalze) behandelt; die Sämischgerbung erfolgt mit Fetten(meist Fischöl). In der Rotgerbungwird hauptsächlich Leder für Möbel(z.B. Sitzgarnituren, auchAutositze), Schuhe und Riemen hergestellt, in der Weiß- und SämischgerbungLeder für Bekleidung, Handschuhe, Taschen, Riemen und sonstige Lederwaren.Dieverwendeten Tierhäute werden durchKontakttrocknung (Heizplatten) oder von den Lieferfirmenoft durch Einsalzen konserviert, neuerdings jedoch häufig auch ohneVorbehandlung ("grün") angeboten. Der erste Arbeitsschritt ist die"Weiche", bei der die GerberInnendie Häute durch Einwirkung von Wassereinem Reinigungsprozess unterziehen und so in ihren ursprünglichenQuellungszustand versetzen. Hierauf folgt das "Äschern", ein Vorgang, bei dem die GerberInnen unter Zusatz von Chemikalien die Haare der Hautentfernen. Die enthaarten Häute ("Blößen") entfleischen sie mit Messerwalzen und "spalten"sie in Spaltmaschinen, wobei sie den minderwertigen "Fleischspalt"vom ästhetisch anspruchsvolleren "Narbenspalt" (Außenteil der Haut)trennen. Nun waschen sie die Häute um die Enthaarungschemikalien zuentfernen.Danach verwenden sie Beizmittel(eiweißabbauende Enzympräparate) um die restlichen Haar- und Fettreste zu lösen. DieUmwandlung der Haut in Leder findet während der Gerbung statt.Die Weiterverarbeitung der Häute erfolgtunterschiedlich, je nachdem welches Verfahren angewandt wird (Rotgerbenoder Weiß- und Sämischgerben). Beim Rotgerben geben die GerberInnendie vorbereiteten Häute in Fässer, fügen die Gerbstofflösung aus Rinden,Blättern, Hölzern und Mineralien hinzu und lassendie Häute in der Gerbstofflösung liegen, damit sich die Gerbstoffe mit der Hautfaserverbinden. Sie verfügen über Kenntnisse der Haut- und Schnittführung,des Nasszurichtens und des Kruponierens.Bei der Weißgerbung setzen die GerberInnen in einem Fass oder ineiner Trommel eine Gerblösung (z.B. Chromsulfat und Soda) an und legen die gereinigten Häute für einebestimmte Zeit hinein. Nach der Gerbzeit nehmen dieGerberInnen die Häute aus der Gerblösung und pressen an einer Abwalkpresse denGroßteil des aufgenommenen Wassers heraus. Anschließend bringen sie diegegerbten Häute mit einerWalzmaschine auf gleichmäßige Dicke. Danach färben und fetten sie die Häute in einem Fass mit Farbstoff- undFettlösungen. Im Anschluss trocknen sie dieHäute durch Kontakttrockung (Heizplatten) oder im Vakuumtrockner durch Einwirkenvon Temperatur und Vakuum. In der Zurichtabteilung bügeln sie die Häuteund färben sie eventuellnochmals. Manchmal versehen sie die Häute durch Prägung mit einem künstlichenNarbenmuster. BeiVelour- und Nubukleder schleifen die GerberInnenvor der Zurichtung eine Seite desLeders an, damit der für diese Lederarten bezeichnete Samteffekt erzielt wird. Bei der Durchführung einesGerbungs-Auftrages beginnen die GerberInnen zunächst mit der Festlegung derArbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden und mit der Auswahl,Beschaffung und Überprüfung der erforderlichen Materialien. Auch die Ermittlungdes Bedarfs an Chemikalien und Hilfsmitteln sowie an Energie und Wasser gehört zuden Vorbereitungsarbeiten. Sodann führen siedie erforderlichen Arbeitender Rot- bzw. Weiß- und Sämischgerbereiam Haut-, Leder- undFellmaterial durch, wobei ihr besonderes Augenmerk der Berücksichtigung aller Sicherheits- undUmweltstandards zu gelten hat. Eine wichtige Aufgabe der GerberInnen ist dieVermeidung, Verwertung bzw. Entsorgung der Nebenprodukte und Reststoffe unter Berücksichtigungökonomischer und ökologischer Gesichtspunktesowie die laufende Kontrolle der Abluft-, Abfall- und Abwasserbeschaffenheit imHinblick auf die gesetzlichenAnforderungen. Die GerberInnen führen schließlich die Qualitätskontrolle desfertigen Leders im Hinblick auf physikalische und chemische Eigenschaften durchund erfassen die technischen Daten über den Arbeitsablauf und dieArbeitsergebnisse.GerberInnen verfügenüber Kenntnisse der verschiedenen Färbetechniken (Bürstfärben, Spritz- und Nassfärben,usw.). Sie können Narbenabstoßen und die Rohware nach ihrem Verwendungszweck zuordnen
GießereimechanikerIn
Die Kunst, Metall in Formen zugießen, haben die Menschen schon vor 5000 Jahren gekannt. Heutzutage ist beim"Gießen" von Metallteilen äußerste Maßgenauigkeit gefragt.GießereimechanikerInnen müssen mit der modernen Technik bestens vertraut sein.Ihre Aufgaben sind die maschinelle Herstellungen von Formen und Kernen, die maschinelle Formstoffaufbereitung und das mechanische Gießen. Zu ihrem Job gehörtvor allem, Maschinen undProduktionsanlagen zu bedienen,inspizieren, warten und überwachen,damit die Gussteile nach dem Erkalten keine Risse oder Blasen enthaltenund tatsächlich alles aus einem Guss ist. GießereimechanikerInnenstellen Gussteile aus Eisen, Stahl und anderenMetallen oder Legierungen (Aluminium, Messing, Bronze,Kupfer) her,z.B.Maschinen- und Motorteile, kunsthandwerkliche Gebrauchs- und Ziergegenstände (Glocken, Ziergitter und -geländer, Schrifttafeln usw.) oder Kunstgegenstände (Skulpturen,Plastiken, Reliefs usw.). Die Herstellung von Gussteilenerfordert zunächst die Anfertigung einer Gussform. Zu diesem Zweck betten dieGießereimechanikerInnen zunächst das Holz-, Metall-oder Kunststoffmodell bzw. denvon den KünstlerInnen modellierten Ton-, Gips- oder Wachsentwurfdes späteren Guss-Stücks in den Formsand. Dann schneiden sie die Kanäle zum Eingießen der Schmelze ("Anguss" und "Steiger") und zur Entlüftung ein und bauen die Teileder Gussform zusammen. Fürdie Herstellung der Metallschmelzewiegen die GießereimechanikerInnenzunächst die Anteile der verschiedenen Metalle für die Legierungab und schmelzen die Metalle im Schmelzofen. Dann gießen sie die Schmelze ausder Gießpfanne oder mit derGießkelle in die Form. Nach demErkalten des Guss-Stücks entfernen sie den Formsand, reinigen das Guss-Stückmit einem Sandstrahlgebläse und schneiden oder schleifen überstehendeMetallgrate an den Eingießstellen und an den Verbindungsstellen der Modellteileab. Guss-Stücke, die mehrteilig gegossen wurden, schweißen oder löten siezusammen. In der beruflichen Praxisspezialisieren sich die GießereimechanikerInnen meist auf bestimmteAnwendungsbereiche (z.B. Maschinen- und Motorteile, Gebrauchsgegenstände,kunsthandwerkliche Gegenstände), auf bestimmte Gussmetalle (z.B. Eisen/Stahl,Aluminium, Buntmetalle) und auf bestimmte Gussverfahren (z.B. Guss in Dauerformbzw. Kokillenguss, Guss in verlorener Form bzw. Sandguss). InIndustriebetrieben gibt es auch Spezialisierungen auf bestimmte Tätigkeiten, z.B. Handformen, Maschinformen, Kernmachen (für die Hohlräume der fertigen Guss-Stücke), Schmelzen, Gießen oderArbeitsvorbereitung.
GlasbläserIn und GlasinstrumentenerzeugerIn:
GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen stellenApparate (z.B. Destillationsapparate) und Instrumente für denLaborbedarf sowie Thermometer und Neonschriften her. Die Erzeugung vonGlasprodukten aus der Glasschmelze mit der Glasmacherpfeife fällt nicht inihren Aufgabenbereich. GlasbläserInnen undGlasinstrumentenerzeugerInnen verarbeiten Glasstäbe und Glasröhren zubestimmten Endprodukten. Sie fertigen Werkzeichnungen an und wählendie erforderlichen Glasstäbe und Glasröhren aus. Für Neonröhren wird z.B. Normalglas verwendet. FürApparate und Instrumente, die bei derVerwendung starker Hitze undChemikalien ausgesetzt sind, dient Hartglas als Ausgangsprodukt. Quarzglas istbesonders hitzebeständig, es wird z.B. für Verbrennungsröhren verwendet.Bei der Glasbearbeitung wenden dieGlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen verschiedene Techniken derKalt- und Warmbehandlung an. Bei der Kaltbearbeitung schneiden sie das Glas mitspeziellen Glasmessern bzw. Abschneidemaschinen, schleifen es und bohren Löcher in die Werkstücke.Bei der Warmbearbeitung wirddas Glas mit einem Gasbrenner ineinen zähflüssigen Zustandgebracht, damit es verformbar wird. An der Farbe des erhitzten Glaseserkennen die GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen die richtigeBearbeitungstemperatur. Nun nehmen sie mitverschiedenen Werkzeugen (aus Kohleoder Messing) durch Feilen, Blasen, Biegen und anderen Arbeitstechniken diegewünschte Verformung vor. Beim sogenannten "Spitzenziehen" ziehendie GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen die erwärmten Glasröhren unterständigem Drehen in die Länge. Beim Erweitern von Glasröhren zu Kugelnverschmelzen sie das eine Ende der Röhre und erhitzen die zuerweiternde Stelle. DurchHineinblasen von Luft dehnen sie das zähflüssige Glas zu einer Kugel.Beim"Auftreiben" erweiterndie GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnendas erhitzte Ende des Werkstückes mit einem Werkzeug aus Messing oder Kohletrichterförmig. Beim Biegen wird die zu biegende Werkstücklänge über der Flammegeformt, wobei leicht in die am anderen Ende verschlossene Röhre geblasen wird,um einen gleich bleibenden Durchmesser zu gewährleisten. Beim Zusammensetzenvon zwei Glasteilen werden die entsprechenden Stellen nach dem Erwärmen sofortaneinandergefügt; nach dem Erstarren sind die Glasteile dauerhaft miteinanderverbunden. Die Erzeugung von Apparaten und Instrumenten erfordert die Kombination verschiedener Warmbearbeitungstechniken.Vielfach erzeugen dieGlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen nicht mehr alle Apparateteile selbst, sondernverwenden Fertigteile aus der industriellen Produktion. Bei der Herstellung von Messgeräten bringensie auf den fertiggeformten Apparaten und Instrumenten Teilungen (Graduierungen, Skalen) an. Zur Beseitigung von Spannungen imKristallgefüge werden die Werkstücke im Temperofen entspannt, um dieBruchsicherheit zu erhöhen. Mit optischen Spannungsprüfern kontrollieren dieGlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen die Spannungsfreiheit dergläsernen Werkstücke. Sie verwenden dieses Gerät auch bei Reparaturarbeiten. Ander Verfärbung des Glases ist erkennbar, an welchen Stellen Spannungenvorhanden sind (Gelbfärbung) und welche Stellen spannungsfrei sind (Rosafärbung).
GlaserIn:
GlaserInnen schneiden, bearbeiten undmontieren sämtliche Profil- und Flachglasprodukte. Sie führen sowohlNeuverglasungen als auch Reparatur- und Wartungsarbeiten an bereits bestehendenVerglasungen durch. Sie nehmen Verglasungen anAußenbereichen von Gebäudenvor (z.B. Tür-, Fenster, Schaufensterverglasungen, Fassaden, Ganzglasanlagen,Glaskuppeln u.a.) und montieren Glasdächer und andere Glaskonstruktionen. Weiters sind sie im BereichInnenausbau /-design(z.B.Schiebetüren, Duschtüren, Glasmöbel, Spiegelmontagen, Aquarien,Bilderrahmen u.a.) und im Bereich Fahrzeuge tätig. Weiters stellen sie Metallverglasungen,Wandverkleidungen aus Glas sowie Wand-und Deckenteile aus Glassteinen her und fertigen dekorative Kupfer- undBleiverglasungen sowie Glasschriften und Glasmosaike an.GlaserInnen wenden bei ihrer Arbeit einschlägige Schneidetechniken, Schleiftechniken, Bohrtechniken, Befestigungstechniken, Trenntechniken an Glas und Glassubstituten(Ersatzmittel) und Verbindungstechniken an Holz, Metall und Kunststoffen an. Entsprechend der Vereinbarungen mitden KundInnen bzw. der Entwürfe (z.B. von ArchitektInnen) schneiden dieGlaserInnen die benötigten Glastafeln in der mit speziellen Kipp- und Hebetischenausgestatteten Werkstatt auf die gewünschte Größe zu. Sie verarbeiten die Glasteile jenach Verwendungszweck weiter: sie schleifen Kanten, bohren Löcher für dieMontage der Beschläge und schneiden Ventilator-, Durchreich-undDurchsprechöffnungen in die Glasscheiben.Nach dem Transport zum Montageortkontrollieren die GlaserInnen die Fassungen (Fenster-, Türrahmen) und führendie sachgemäße Vorbehandlung (Schutzanstrich, Entfernung störender Glas-,Kittreste u.a.) durch. Anschließend setzen sie die Scheiben ein, fixieren und"klotzen" sie (Anbringen von Trag- und Distanzklötzen, um einegleichmäßige Verteilung des Scheibengewichtes herzustellen). DurchGlashalteprofile befestigen sie die Scheiben im Rahmen.Abschließend dichten sie die Fugenzwischen Rahmen und Glasscheibe mit Silikon-undKunststoffmassen oder Glaserkitt. Bei der Montage vonSicherheitsgläsern (Panzergläser,Brandschutzgläser u.a.), die immer mehr an Bedeutung gewinnt, verbinden sie verschiedene Gläser miteinander.Bei der Herstellung von Kunstverglasungen arbeiten die GlaserInnenauch nach eigenen Entwürfen. Sie fertigenSchablonen aus dickem Karton an und schneiden dieausgewählten farbigen Gläser danach zu. Anschließend gießen sie flüssiges Blei in einer Form zu Bleiprofilen, diesie zu Fassungen für die einzelnen Glasteile zurechtbiegen und verlöten.
Gold- und SilberschmiedIn und JuwelierIn:
Gold- und SilberschmiedInnen undJuwelierInnen stellen Schmuckstücke (Ringe, Halsketten, Armbänder usw.) sowiesonstige Schmuckgegenstände (z.B. Pokale, Schmuckdosen und -schalen usw.) ausEdelmetallen (Gold, Silber, Platin), Edelsteinen, künstlich hergestelltenSchmucksteinen und sonstigen Materialien wie Perlen oder Korallen her. DieSchmuckflächen verzieren sie z.B. durch Fräsen, Stechen, Ätzen oder Ziselieren(Herausarbeiten von Figuren und Ornamenten). Außerdem bedienen sie bei ihrenArbeiten verschiedene Maschinen wie Walzen und Motoren zum Kratzen oderSchleifen. Zuletzt reinigen und polieren sie die Schmuckstücke mit Ultraschall- oder Poliergeräten. Weiters führen sie auch dieReparatur, Änderung oder Reinigungvon Schmuckstücken und Geräten(z.B. durch Ultraschall oder durchchemische Bäder) durch.Die Formgebung der Schmuckstückeerfolgt in der Einzelfertigung mit grundsätzlich anderen Techniken alsin der Serienfertigung. Bei der Einzelfertigung von Schmuckstücken erstellen die Gold- undSilberschmiedInnen undJuwelierInnen zunächst eine Werkskizze oder ein Modell nach eigenen odervorgegebenen Entwürfen. Der Entwurf von Schmuck wird seit einigen Jahrenvermehrt an CAD-Anlagen ausgeführt (computeraided design = computergestütztes Design). Sodann walzen sie ein Stück Edelmetallblech auf die benötigte Breitebzw. Stärke (z.B. einesRinges) aus. Auf dem gewalzten Blech zeichnen sie mit einem Winkelmesser diegenauen Maße des Ringes an ("Anreißen") und schneiden das Stück miteiner Metallschere oder einer Säge aus. Miteiner sogenannten Schienenzange biegen sie das Werkstück zu einem Kreis("Ringschiene"), löten die beiden Enden zusammen und reinigen verkrustete oder oxidierte Teile mit einer aus verdünnter Schwefelsäure hergestellten Beize. Zur Formung des Ringes setzen sie die Ringschieneauf einen Ringkegel auf und bearbeiten ihn durch Klopfen und Feilen. Abschließend schmirgeln und polieren sie die Oberfläche des Ringes und prägen die Feingehaltsangabe und fallweise auch ein Firmenzeichen in die Innenseite("Punzieren"). Dieserienmäßige Herstellung von Schmuckstücken erfolgt mit verschiedenen Gusstechniken, z.B. mit demKokillenguss, wobei eine metallischeGussform zur Herstellung von formgerechten Schmuckstückteilen (z.B. Glieder vonHalsketten) verwendet wird, oder mit dem Schleuderguss, dem wichtigstenGussverfahren zur Herstellung von Serienprodukten (z.B. Fingerringe). BeimSchleudergussverfahren stellen die Gold- und SilberschmiedInnen und JuwelierInnen zunächst ein Wachsmodell des Schmuckstückes her. Das Modell bestreichen sie mit einer Einbettmasse (z.B. Alabasteroder Gips), legen es in einen Gusszylinder (Küvette) und gießen diesen mitEinbettmasse aus. Nachdem die Masse eingetrocknet ist, entfernen sie dasWachsmodell durch langsames Ausglühen in einemWachsschmelzofen. In den so entstandenen Hohlraum schleudern sie miteiner Schleudergussanlage das geschmolzene Edelmetall ein. Den Ringrohgussbearbeiten sie durch Feilen, Hämmern, Schmirgeln, Schleifen und Polieren. Ein weiterer wichtigerAufgabenbereich der Gold- und SilberschmiedInnen und JuwelierInnen ist dieOberflächenveredelung von Schmuckstücken, wobeivor allem die Techniken des Gravierens und des Galvanisierens angewandt werden. Beim Gravieren schneiden sie mit verschiedenen Sticheln Linien und Ornamente in dieOberfläche der Schmuckstücke. Beim Galvanisieren bringen sie mit Hilfeelektrischen Stromes metallische Überzüge auf die Werkstücke auf, die aus einer flüssigen Lösung abgeschiedenwerden. Diese Technik wenden sie vorallem zum Versilbern und Vergolden von Schmuckstücken an.Gold- und SilberschmiedInnen und JuwelierInnen stellen weiters auch Fassungen für Schmucksteine her, die sie an den Schmuckstückenmontieren. In Kleinbetrieben sind sie auch im Verkaufder Schmuckwaren sowie in der Kundenberatung tätig und führen Reparaturen bzw. Änderungen anSchmuckstücken durch.
Großhandelskaufmann, -frau:
Das Aufgabenfeld derGroßhandelskaufleute ergibt sich aus der Dynamik der nationalen undinternationalen Märkte. Sie sind die Mittler zwischen Warenproduzenten, Großverbrauchernund Weiterverarbeitern. Großhandelskaufleute führenalle kaufmännischen Tätigkeiten im Rahmen der Verwaltung,des Einkaufs, der Lagerhaltung und des Verkaufsvon Waren im Großhandel durch.Hierzu verwenden sie EDV-gestützte Warenwirtschaftssysteme.ImGegensatz zum Einzelhandel, der Waren in kleinen Mengen anEndverbraucher abgibt, werden im GroßhandelWaren in großen Mengen an Großabnehmer (Wiederverkäufer)verkauft. Die wichtigsten Aufgaben der Großhandelskaufleute sind daher derEinkauf (z.B. Ermittlung des Warenbedarfs, Einholen von Angeboten, Warenbestellung), die Lagerhaltung (z.B. sachgemäße Lagerung der Waren,Führen einer Lagerkartei, Organisation des Versands)und der Verkauf von Waren (z.B.Erstellung von Angeboten, Bearbeitung von Bestellungen, Durchführung des Zahlungsverkehrs). Dieim Einkauf tätigenGroßhandelskaufleute ermittelnden Warenbedarf des Betriebes und holen telefonisch oder schriftlichAngebote von den verschiedenenErzeugern (z.B. Industrie- undGewerbebetriebe, land- und forstwirtschaftliche Betriebe) der zum Weiterverkaufbenötigten Waren ein. Durch Vergleich der verschiedenenAngebote ermitteln sie die günstigste Einkaufsmöglichkeit. Die Bestellung der Waren führen siemeist schriftlich mit vorgedruckten Bestellformularen unter genauer Angabe der Liefer- undZahlungsbedingungen, der Warenart und-qualität, der Warenmenge und des Preises durch. Die im Lager beschäftigten Großhandelskaufleute übernehmen die bestellte Ware, überprüfen ihre Menge und Qualität und bestätigen schriftlich den ordnungsgemäßen Empfang. Über eventuelle Mängel der Ware oder durch den Transportverursachte Schäden verständigen sie die Erzeuger schriftlich in Form einer"Mängelrüge". Darin wird je nach Vertragsbedingungen und Ausmaß desSchadens bzw. Mangels eine Herabsetzung des Kaufpreises, der Umtausch bzw. dieRücknahme der Ware oder Schadenersatz gefordert. Nach der Warenübernahme sorgen die Großhandelskaufleute für diesachgemäße Lagerung der Ware. Zur Verwaltung des Lagers führen sie eine Lagerkartei, in der sie Warenein- und -ausgänge sowie weiterezur sachgemäßen Lagerhaltung nötige Informationen (z.B.Warenverbrauchsfristen) vermerken. Anhand der Lagerkartei kontrollieren dieGroßhandelskaufleute den Lagerbestand und verständigen den Einkauf desBetriebes über notwendige Nachbestellungen. Lagerkarteien werden in zunehmendemMaße nicht mehr händisch, sondern EDV-unterstützt geführt. Bei der Warenauslieferung bzw. dem Warenversand überwachen dieGroßhandelskaufleute die Zusammenstellung der Lieferung anhand derBestellscheine der KundInnen. Sie wählen das erforderliche Verpackungsmaterialund überprüfen die sachgemäße Verpackung. In Kleinbetrieben führen dieGroßhandelskaufleute die mit dem Zusammenstellen und dem Verpacken derLieferung verbundenen manuellen Tätigkeiten häufig auch selbst durch. Außerdemstellen die Großhandelskaufleute die Warenbegleitpapiere (z.B. Lieferschein,Frachtbrief, Zollpapiere undRechnungen) aus und verständigen die KundInnen schriftlich durchdie sogenannte "Versandanzeige" über die bevorstehendeLieferung. Den Versand der Waren vermerken sie in der Lagerkartei.Die im Verkauf tätigenGroßhandelskaufleute informieren KundInnen über das Warensortiment desBetriebes und erstellen schriftliche Angebote, in denen sie neben denPreisen auch die Zahlungs- und Lieferbedingungen angeben. Bei Eingang einerBestellung überprüfen sie durch Rückfrageim Lager, ob die bestellte Ware zu dem vonden KundInnen gewünschten Zeitpunkt lieferbar ist. ZurAusführung leiten sie die Bestellung an das Lager bzw. denVersand weiter. Bei allen Tätigkeiten derGroßhandelskaufleute wird vielfach bereits die EDV eingesetzt.Computer-Mehrplatzsysteme verbinden die verschiedenen Abteilungen des Betriebes, wodurchintegrierte Warenwirtschaftssysteme entstehen: Die Daten aus Einkauf, Lager und Verkauf werden durch das EDV-Systemmiteinander verknüpft. So rufen die Großhandelskaufleute alle zur Bearbeitungder Bestellung benötigten Informationen (z.B. Kundendaten, Zahlungsunfähigkeitvon KundInnen, Lagerbestände) direkt aus dem Computer ab. Ebenso erfolgt dieAusfertigung derAuftragsbestätigung, der Versandpapiere undder Rechnung, die Verbuchungdes Warenausgangs in der Buchhaltung sowie die spätere Mahnung beiZahlungsverzug von KundInnen über den Computer. 
HafnerIn:
DieBezeichnung Hafner ist diein Österreich gebräuchliche Bezeichnung für den Beruf der OfensetzerInnen oder KachelofenbauerInnen und kommt vomumgangssprachlichen Ausdruck "Häfen" (= Topf).HafnerInnen stellen Kachelöfen füralle Arten von Brennstoffen (Holz,Strom, Gas, Öl usw.) her, aber auch andere Feuerungsstätten wie z.B. offene Kamine,Zentralheizungs- und Warmluftkachelöfen, Pizza- und Grillöfen usw. Dabei gehen sie nach heizungstechnischen Berechnungen und zeichnerischen Entwürfenvor. Weiters verlegen sie auch keramische Wand- und Bodenbeläge (Fliesen,Mosaike usw.), führen die Reinigung und Reparatur von Kachelöfen durch undberaten die Kunden über Energie sparendes Heizen.Die Bemühungen,den Anforderungen des Umweltschutzes zu entsprechen,haben zu einer Modernisierung der Heiztechnik und damit auch desKachelofenbaus geführt. So kann z.B. ein Kachelofen mit Berechnungsprogrammen perfekt an den Rauchfang angepasst werden, wodurch eine eindeutige Verminderung vonEmissionen erzielt wird. Derwichtigste Aufgabenbereich der HafnerInnen ist der Bau von Kachelöfen. Kachelöfen bestehen aus wärmespeichernden Materialien, welche diebei der Verbrennung freiwerdende Hitze nicht sofort an die Umgebung abgeben,sondern in ihrem Inneren speichern und dadurch den beheizten Raum langsam undgleichmäßig erwärmen. Die gleichmäßige Wärmeabgabe beruht einerseits auf derSpeicherungsfähigkeit der verwendeten Kacheln und Schamottesteine, andererseitsaber auch auf der besonderen Konstruktionsweise der Kachelöfen. Es werden hiernämlich die freiwerdenden heißen Rauchgase nicht, wie bei vielen anderenOfenarten, sofort über den Rauchabzug ins Freie geleitet, sondern sie strömen zunächst durch ein verzweigtes Systemvon Luftkanälen. Dadurch wird einegute Ausnutzung der Rauchgashitze gewährleistet bzw. ein Wärmeverlust durch den Rauchfang weitestgehendvermieden. Der Aufbau eines Kachelofens muss jeweils an die Besonderheiten deszu beheizenden Raumes angepasst werden, sodass die HafnerInnen bei jedem neu zu bauenden Ofen dieden Raumverhältnissen entsprechende Konstruktionsweise bzw. dasVolumen des Ofens planen und berechnen müssen. Die für den Ofenbau benötigtenKacheln stellen sie heute meist nicht mehr selbst her, sondern beziehen sie vonKachelherstellungsfirmen. Beim Bau eines Kachelofens fertigendie HafnerInnen zunächst unter Berücksichtigung der heiztechnischenRaumgegebenheiten eine Konstruktionszeichnung an und berechnen denMaterialbedarf. Am Aufstellungsort tragen sie bei brandgefährdeten Unterbödeneine Schicht aus Zementmörtel ("Estrich") auf, auf die sie einen Sockel("Gesimse"), der als Basis für den Ofen dient, aufmauern.Auf den Sockel setzen sie die erstenzwei bis drei Kachelreihen und passen die Ofentüre ein. Die Kacheln schneiden sie entwederbereits in der Werkstatt oder amAufstellungsort mit einer elektrischen Handschneidemaschine auf dieerforderlichen Maße zu. An der Innenseite derKacheln bringen sie mit einem Spezialmörtel Schamotteplatten an, die siemit Drahtklammern untereinander verbinden. Sie setzen jeweils eine Kachelreiheund eine Reihe Schamotteziegeln und bauen auf diese Weise den Ofen bis zurvorgesehenen Höhe auf. Schließlich bringen sie die Endabdeckung an undverbinden den Ofen durch ein Abzugsrohr mit dem Kamin.Die HafnerInnen verkleiden auchindustriell hergestellte Heizanlagen für flüssige und gasförmige Brennstoffezur Erhöhung der Wärmespeicherfähigkeit sowie zur dekorativen Gestaltung mitKacheln. Weiters stellen sie auch Nachtspeicheröfen aus Magnesitziegeln undSchamottesteinen her. Dabei bauen sie kleine Hohlräume zum Einsetzen der elektrischen Heizkörper ein und verkleiden den gemauerten Ofen mit Kacheln; die elektrischen Heizkörpererhitzen die Magnesitziegel und Schamottesteine, welche wiederum die Wärmespeichern und an die Kacheln weitergeben. Eineweitere wichtige Aufgabeder HafnerInnen ist die Wartung und Reparatur von Kachelöfen. Hierbei führen sie vorallem die Innenreinigung desOfens sowie die Reinigung verstopfter Ofenzüge durch, aber auch die Reparaturoder Erneuerung der Schamottierung sowie die Abdichtung undichter Ofenfugen.
HolztechnikerIn:
HolztechnikerInnen bedienen, steuernund warten die Maschinen und Anlagen in Holz verarbeitenden Betrieben(Sägewerke, Fertigteilproduktion, Plattenproduktion). Sie erledigen dieArbeitsvorbereitung, erstellen Schnittlisten und führen Berechnungen zur Schnittoptimierungdurch. Sie verarbeiten Rundholz zu Schnittholz(Pfosten, Bretter, Kanthölzer, Staffeln und Latten) und bearbeiten dasSchnittholz durch Hobeln, Falzen, Verleimen, Imprägnieren mit Holzschutzmitteln usw. zu verschiedenen Produkten weiter. In Großbetrieben ist der Produktionsablauf heute durch denEinsatz sogenannter Produktionsstraßen weitgehend automatisiert; die Maschinenund Fertigungsanlagen sind dabeihintereinander angeordnet und durch Fördergeräte verbunden. Die wichtigsten Aufgaben sind hier die Steuerungund Überwachung sowie die Wartung der Maschinen. Ein wichtiger Arbeitsbereichder HolztechnikerInnen ist die fachgerechte Trocknung und Lagerung desSchnittholzes und der Holzprodukte. Vor dem Versand werden dieHolzprodukte paketiert und Menge und Qualität für die Erstellung derVerkaufskalkulation ermittelt. Inder Ausbildungsordnung(BGBl.II.Nr.401/2008) sind für die drei Hauptmodule (Fertigteilproduktion, Werkstoffproduktion; Sägetechnik) und das Spezialmodul (Design und Konstruktion) folgendeAusbildungsinhalte festgelegt (Berufsprofil): Hauptmodul "Fertigteilproduktion":1.  Beurteilen, Kontrollieren, Auswählen und fachgerechtes Lagern von Holzwerkstoffen und Schnitthölzern, 2.  Rüsten, Einstellen, Einrichten, Überprüfen und Wartenvon Holztrockenanlagen sowie Produktionsmaschinen und -anlagen zur Herstellung von Fertigprodukten wie z.B. Fenster, Türen,Treppen, Möbel und Möbelteilen aus Holz und anderen Werkstoffen, 3. Bedienen,Überwachen und Steuern von Förderanlagen, Hebe- und Transporteinrichtungen,Holztrockenanlagen sowie Produktionsmaschinenund -anlagen zur Herstellung von Fertigprodukten wie z.B. Fenster, Türen,Treppen, Möbel und Möbelteilen aus Holzund anderen Werkstoffen auch unter Verwendung rechnergestützter Systeme, 4.  Vormontieren und Zusammenbauen von Fertigprodukten wie z.B. Fenster,Türen, Treppen, Möbelund Möbelteilen,5. Behandeln und Veredeln von Oberflächen, 6. Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards. Hauptmodul "Werkstoffproduktion":1.  Beurteilen, Kontrollieren, Auswählen und fachgerechtesLagern von Holzwerkstoffen, Schnitthölzernoder Rundhölzern sowieVorbereiten für dieWeiterverarbeitung (z.B. Entrinden), 2.  Rüsten, Einstellen, Einrichten, Überprüfen und Wartenvon Holztrockenanlagen,Aufbereitungs-Anlagen sowie Produktionsmaschinen und -anlagen zur Herstellung von Werkstoffen wie z.B. von Spanplatten, Faserplatten,Sperrholzplatten, Holzleimprodukten, 3. Bedienen, Überwachen und Steuern von Förderanlagen, Hebe- und Transporteinrichtungen, Holztrockenanlagen, Aufbereitungsanlagensowie Produktionsmaschinen und -anlagen zur Herstellung von Werkstoffen wiez.B. von Spanplatten, Faserplatten, Sperrholzplatten, Holzleimprodukten auchunter Verwendung rechnergestützter Systeme,4. Behandeln und Veredeln von Oberflächen, 5. Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards. Hauptmodul "Sägetechnik":1.  Beurteilen, Kontrollieren, Auswählen und fachgerechtes Lagern von Hölzern unter Beachtung der branchenüblichen Regelungen, 2. Rüsten, Einstellen, Einrichten, Überprüfen und Warten von Geräten, Maschinenund Anlagen,3.  Bedienen, Überwachen und Steuernvon Förderanlagen, Holztrockenanlagen, Holzbe-und verarbeitungsmaschinen und -anlagen auch unterVerwendung rechnergestützter Systeme, 4.  Be- und Verarbeiten von Holz insbesondere Herstellen und Weiterverarbeiten von Schnittholz, 5. Behandeln und Veredeln von Oberflächen,6.  Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards.  Spezialmodul "Design und Konstruktion":1. Erstellen von Entwurfszeichnungen von Hand und rechnergestützt, 2.  Planen,Entwerfen und kreatives Gestaltenvon Produkten, Einzelteilen oder Baugruppen nach eigenen Ideen oder nach Designvorgaben für die Serienproduktion,3.  Durchführen von Berechnungen im Zusammenhang mit der Gestaltungvon Produkten, Einzelteilen oder Baugruppen für dieSerienproduktion, 4.  Präsentieren von Arbeitsergebnissen unter Anwendung von Präsentationshilfen.     
Hotel- und GastgewerbeassistentIn:
Hotel- und GastgewerbeassistentInnenführen alle Organisations- und Verwaltungsarbeiten eines Hotel- oderGastgewerbebetriebes durch. Zu ihrem Tätigkeitsbereich gehören der Umgang mit dem Zimmerplan, der EDV-gestützteSchriftverkehr, der Verkauf, die Kassaführung, die Buchhaltung und dieLagerhaltung. Auch Front-Office (Check-in, Check-out, Gästeinformation) sowieverschiedene Organisationstätigkeiten in den Bereichen Küche, Service und Housekeeping (Etage)fallen in den Tätigkeitsbereich der Hotel- und GastgewerbeassistentInnen. Außerdem sind sie an der Entwicklung undDurchführung von Marketingmaßnahmen beteiligt.Diewichtigsten Aufgaben der Hotel- und GastgewerbeassistentInnen sind Organisations- und Büroaufgaben (Buchhaltung, Ausstellen vonRechnungen), die mit Hilfe branchenspezifischer EDV-Programme erledigt werden, weiters die Unterbringung und Verpflegung der Gäste (Empfangen der Gäste, Erstelleneines Menüplanes usw.) und die Betreuung der Gäste (Besorgen von Theaterkarten,Vermitteln von Stadtrundfahrten, Geldwechseln usw.). Imkaufmännischen Bereich führen sie die Buchhaltung,die von der Lagerbuchhaltung über die Personalbuchhaltung bis zurLebensmittel- undGetränkeabrechnung reicht. Die Hotel- und GastgewerbeassistentInnen erledigenden Schriftverkehr mit LieferantInnen, Behörden und KundInnen. Ein großer Teilihrer Arbeit sind Kontroll- und Verrechnungstätigkeiten. Anhand der imServicebereich ausgestellten Bons fürdie Speisen- und Getränkeabrechnung führen sie dieTagesabrechnung durch. Mittels der Warenein- und Warenausgangsbücher ermitteln sie den Bedarf an Lebensmittelnund Getränken. Für die Warenbestellung holen sie von verschiedenen GroßhändlernAngebote ein. Nach der Ermittlung des kosten- und qualitätsmäßig günstigstenAngebotes führen sie die Bestellung durch.Bei der Warenübernahme kontrollierendie Hotel- und GastgewerbeassistentInnen den Lieferschein. Weiters führen siedie Lebensmittelabrechnung (Ökonomat) durch,wobei sie feststellen, wie groß der Einsatz, der Verbrauchund der Erlös bei den in der Kücheverarbeiteten Lebensmitteln ist.Im Empfangsbereich (Rezeption) habenHotel- und GastgewerbeassistentInnen direkten Kontakt mit den Gästen. Sieempfangen und verabschieden die Gäste in der Rezeption, gehenim persönlichen Gespräch auf Wünsche und Beschwerden der HotelkundInnen ein und informieren die Gäste über das Angebotan kulturellen und sonstigen Veranstaltungen. Im Servicebereich führendie Hotel- und GastgewerbeassistentInnenvor allem Kontroll- und Organisationsaufgaben durch, die sich auf denKüchenbetrieb (z.B. die Menüplanung) und auf organisatorische Aufgaben imBereich der Zimmervermietung (z.B. Ausarbeiten von Einsatzplänen für dasZimmerpersonal) erstrecken. Auch das Organisieren von Freizeitprogrammen fürdie Gäste (z.B. Tagesausflüge, Veranstaltungen im Haus) fällt in diesenAufgabenbereich
HüttenwerkschlosserIn:
HüttenwerkschlosserInnenbereiten Eisenerze und Schrott für die Roheisengewinnung auf und erzeugendaraus Roheisen und Stahl. Weiters verarbeiten sie Stränge und stellen daraus Bleche, Profile und Drähteher. Sie warten und reparierendie im Hüttenwerk verwendeten Maschinen und Anlagen und rüsten dieProduktionsanlagen nach Bedarf um. HüttenwerkschlosserInnen beschicken Hochöfen, ziehen Proben, messen Temperaturen, regeln die Luftzufuhr und führen den Abstich zur Entnahme des erschmolzenen Roheisensdurch. Außerdem beschicken sie Gießanlagen oder verarbeiten die Eisenschmelzein unterschiedlichen Verfahren zu Stahl weiter. Die Prozessabläufe sind meistautomatisiert und EDV-gesteuert. Bei der Erzaufbereitung zerkleinernsie die Eisenerze mitSteinbrechermaschinen, sortieren die Erze nachverschiedenen Korngrößen und bereiten die feinkörnigen Erzabfälle inSinteranlagen bzw. Sinteröfen auf. Für die Roheisengewinnung beschicken sie die Hochöfen mit Koks, den aufbereiteten Eisenerzen sowie verschiedenen Zuschlägen aus Kalk und Ton (Möllerung). Sie überwachen mit Hilfeder Messinstrumente im Leitstand denSchmelzvorgang und steuern ihn bzw. kontrollieren die computergesteuerteAnlage. Anschließend führen sie den Roheisenabstich durch, wobei sie das mit einer feuerfesten Masse geschlossene Abstichloch über Fernsteuerung öffnen, sodass das flüssige Roheisen abgelassen werden kann(die auf dem flüssigen Roheisen schwimmende Schlacke fließt durch ein eigenes Abstichloch in Pfannen ab). Dasflüssige Roheisen aus dem Hochofen wird je nachder Art, in der Kohlenstoff in ihmgebunden ist, in graues und weißes Roheisen unterteilt. Graues Roheisen wird nach dem Einschmelzen von Schrotteilen in Formen gegossen und heißtdann Gusseisen. Gegenstände aus Gusseisen sind z.B.Kanaldeckel, Heizkörper, Öfen, Rohre, Motorblöcke und Maschinenteile. WeißesRoheisen hingegen wird zu Stahl weiterverarbeitet. Für die Erzeugung von schmiedbarem Eisen oder Stahl aus Roheisen werden verschiedeneSchmelzverfahren angewandt. Bei der Herstellung von Edelstahlwird den HüttenwerkschlosserInnen bei der Auftragsübernahme die Stahlsorte unddie zu erzielende Stahlqualität mitgeteilt. Anhand dieser Informationenberechnen sie die Zusammensetzung der Schmelze aus Stahlschrott, Roheisen undZusatzstoffen. Gemeinsam mit einigen MitarbeiterInnen verladen sie denbenötigten Schrott in Körbe, transportieren das Roheisen und die Zusatzstoffezum Hochofen und beschicken ihn mit Hilfe einer Krananlage. Nach Beschickung des Ofensschalten sie von einerSteuerkabine aus den Ofen ein. Je nachArt des zu schmelzendenMaterials stellen sie die günstigste Schmelztemperatur an den dafürvorgesehenen Steuereinrichtungen ein. Um die Schmelzleistung zu steigern, wirdwährend des Schmelzens Sauerstoff in den Ofen eingeblasen(Linz-Donawitz-Verfahren). Diesen Vorgang steuern sie ebenfalls von derSteuerkabine aus. Das zweite wichtigeStahlherstellungsverfahren ist das Elektrostahlverfahren. In einem Elektro-Ofenwird das Roheisen auf Temperaturen um 3000°C gebracht. Solche Temperaturenkönnen durch Anlegen einer Spannung zwischen zwei Graphitelektroden erreicht werden,zwischen denen sich dann ein sogenannter Lichtbogen bildet. Außer dem Roheisen wird Schrott zugegeben, dessen Sauerstoffanteil die Begleitelemente oxidiert. Dann werdenLegierungsmetalle in bestimmten Mengen direkt hinzu gesetzt, so dass eine Stahllegierung entsteht.Stähle, die im Elektroofen erzeugtwurden, heißen Elektrostähle und sind besonders hochwertig.Für die Kontrolle der Stahlqualitätentnehmen die HüttenwerkschlosserInnen mit einer ferngesteuertenEntnahmevorrichtung eine Probe aus dem Schmelzofen und schicken diese mit einer Rohrpostanlage an das Labor. Fällt diedort durchgeführte Untersuchung positiv aus, kann der geschmolzene Stahl abgegossen werden. Dabei entfernen die HüttenwerkschlosserInnen zuerst die auf der Schmelzeschwimmende Schlacke: Mittels Fernsteuerung kippen sie den Ofen, bis die Schlacke bei der eigens dafür vorgesehenenAbflusstüre abrinnen kann, wobei sie miteinem speziellen Werkzeug ("Abschlagkrücke") die auf der Schmelzeschwimmende Schlacke aus dem Ofen herausziehen. Ist die Schlacke abgezogen,neigen die HüttenwerkschlosserInnen den Schmelzofen mittels Fernsteuerungweiter, bis die Schmelze in die unter dem Ofen bereitstehenden Gießpfannenabfließt. Mit einer Krananlage werden diese anschließend zur Gießbühnetransportiert, wo der geschmolzene Stahl zu Blöcken oder Strängen vergossenwird. Beider Erzeugung von Halbfabrikaten im Walzwerk werden die Blöcke und Strängedurch Warm- oder Kaltwalzen zu Blechen oder Drähten verformt. Die HüttenwerkschlosserInnensetzen dabei das Walzgutin die jeweiligen Walzgerüste (Grob-, Fein- undDrahtstraßen) und stellendie Kalibrierungen der Walzen (Abstände der Walzen im Walzengerüst) ein.  81                  Im Rahmenvon Wartungs- und Reparaturarbeiten von Hüttenwerksanlagenbauen sie Walzengerüste auf andere Profile um und zerlegenGetriebe, um eventuell schadhafte Stellen zuschweißen. Weiters führen sie verschiedene Ausbesserungsarbeiten in den Öfen, z.B. an ausgeschlagenemMauerwerk (Schamotte), durch. Dadie Stahlerzeugung nur großindustrielldurchgeführt wird, sind die HüttenwerkschlosserInnen nur mit jeweilseinem Teilbereich der geschilderten Tätigkeiten beschäftigt. 
Immobilienkauffrau, -mann:
Die Immobilienbranche ist stets im Wachsen. Das liegt unter anderem an der Immobilienverwaltung,die sich mit der Werthaltung von Immobilienbefasst. Immobilienkaufleute sind in den Bereichen Büro Verwaltung und Beratungtätig, bzw. arbeiten im kaufmännischen Bereich der Immobilienwirtschaft. DerLehrberuf kombiniert eine Ausbildung für das Büro mit allen grundlegenden Belangender Immobilienverwaltung und - vermittlung.Immobilienkaufleute vermitteln Immobilienobjekte. Dassind Grundstücke, Gebäude und Wohnungen. Diese können vermietet, verpachtet oderverkauft werden. Weil Immobilienkaufleute sehr engen Kundenkontakt haben,spielt neben der Beratung auch die Vertrauenswürdigkeit eine große Rolle. Beiall ihren Tätigkeiten müssen Immobilienkaufleute darauf achten, den Datenschutzund die Sicherheit der ihnenanvertrauten Daten zu wahren. Sie betreuenihre KundInnen mitUnterstützung von Kundenkarteien. Dabei nutzen sie computergestützte Informations- und Kommunikationssysteme.Sie erledigen den Telefon- und Postverkehr, bearbeiten Anfragen und Aufträgeund vereinbaren Geschäftsbedingungen. Nachinnerbetrieblichen Vorgaben verwalten sie Immobilien und sorgen für deren Bestandspflege. Sie führen die Grundstücks-, Gebäude-, Wohnungs-, Miet- undPachtakten. Außerdem bereiten sie Analysen und Bewertungen vonImmobilienobjekten vor und erstellen Verwertungskonzepte. Das bedeutet, dassdie Immobilienkaufleute entscheiden, in welcher Weise Immobilienobjekte ambesten genützt werden. Sie bewerten die Immobiliennach deren Lage, Art, Beschaffenheit, Nutzungsmöglichkeiten und Ertrag. Danacherstellen sie die Immobilien-Annoncen. Manchmal müssensie auch Sanierungsmaßnahmen veranlassen, wobei sie Reparaturmeldungen veranlassen undInstandhaltungsaufträge vergeben. Dabei achten sie auf Umwelt schonende undEnergie sparende bauliche Maßnahmen.Schließlich gehört es zu ihren Aufgaben, Vertragsabschlüsse vorzubereiten und bei der Abwicklung des Kaufsmitzuwirken. Dabei müssen die Immobilienkaufleute dieErstellung von Finanzierungskonzepten vorbereiten, die Versicherungs-, Bank-und Behördenangelegenheiten erledigen, die anfallenden Arbeiten im Zahlungsverkehrdurchführen, also Buchführung,Kostenrechnung und Lohnverrechnung beherrschen. Immobilienkaufleute verfügenüber Kenntnisse der rechtlichen Grundlagen von Kauf-, Verkauf-, Miet- undPachtverträgen und die Maklervertragsbedingungen. Auchbei Beendigung von Bestandsverhältnissen oder Eigentümerwechseln schließen sie die Verträgeab.
Industriekauffrau, -mann:
Industriekaufleuteführen Büro-, Verwaltungs- undOrganisationstätigkeiten inIndustriebetrieben sämtlicher Wirtschaftsbereiche durch. Sie sindz.B. im Einkauf von Rohstoffen, in der Materialverwaltung (z.B. Lagerwesen und Versand), im Rechnungswesen (Buchhaltung, Kostenrechnung und Fakturierung), im Personalbereich(Personalverwaltung, Lohnverrechnung) oder in der Werbung tätig. Die im Einkauf tätigenIndustriekaufleute stellen über Auftrag der Produktionsleitung die zumindustriellen Fertigungsprozess benötigten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffebereit. Sind die benötigten Materialiennicht in ausreichender Menge lagernd, holen sie von Lieferanten Angebote ein,überprüfen diese hinsichtlich der Konditionen (Zahlungsbedingungen,Liefertermine u.a.) und stellen Kostenvergleiche zwischen verschiedenenAngeboten an. Sie führen schließlichdie Bestellung schriftlich oder telefonischdurch, überwachen die termingerechte Lieferung und prüfen die gelieferten Materialien bezüglich Qualität undQuantität. Bei auftretenden Mängeln (Transportschäden, Nichteinhaltung derLieferbedingungen u.a.) reklamieren die Industriekaufleute bei den Lieferanten.Weiters kontrollieren sie die eingelangten Rechnungen und leiten diese an dieBuchhaltung weiter. Die imVerkauf beschäftigten Industriekaufleute bearbeiten Kundenbestellungen undAnfragen. Einlangende Bestellungen tragen sie in das Auftragsbuch bzw. in die Kundenkarteiein. In den meisten Betrieben werden Auftragsbuch und Kundenkartei bereitsEDV-unterstützt geführt, wobei Industriekaufleute die entsprechendenDaten über die Tastatur des Computers in das Gerät eingeben. Am Bildschirm können sie dieeingegebenen Daten überprüfen und durch Abrufen eines bestimmten Programms dievorhandenen Lagerbestände einsehen, um festzustellen, ob die bestellten Waren in ausreichender Menge lagernd sind. Dann setzensich Industriekaufleute schriftlichoder telefonisch mit den KundInnen in Verbindung und vereinbaren mit diesen dieGeschäftsmodalitäten (z.B. Liefertermin, Zahlungsbedingungen). Danach leitensie die Bestellung an die zuständige Abteilung (Produktion, Versand oder Lager)weiter und führen die Abrechnung durch. ImLager kontrollieren die Industriekaufleute den Ein- und Ausgang der Waren und Materialien, stellen Lagerempfangsbescheinigungen aus undführen meist EDV-unterstützte Lagerlisten und Karteien. Bei der Auslieferungvon Waren stellen sie dieVersandpapiere aus und nehmen, sofern es sich um einenTransport in das Ausland handelt, die Zollabwicklung vor. Die im Personalbereich beschäftigtenIndustriekaufleute berechnen die Löhne und Gehälter der im Betriebbeschäftigten ArbeitnehmerInnen. Sie berücksichtigen dabei die von deneinzelnen Abteilungen geführten Stundennachweise sowie die zu leistenden gesetzlichen Abgaben (Lohnsteuer,Sozialversicherung u.a.). Die Lohn- und Gehaltsverrechnung erfolgt in denmeisten Industriebetrieben bereits mittels spezieller Programmpakete über Computer,wobei die Industriekaufleute selbst keine Berechnungendurchführen, sondern nur mehr bestimmteDaten in die EDV-Anlageeingeben. Die ermittelten Netto-Löhne und -Gehälter werden auf die Bankkontender ArbeitnehmerInnen überwiesen, die gesetzlichen Abgaben an Finanzamt undKrankenkassa abgeführt. 
Informationstechnologe/in – Informatik
Zu den Kernaufgaben derInformationstechnologInnen - Informatik gehören die Anpassung vorhandenerComputerprogramme ("Standardsoftware") und Datenbanken an die speziellen Kundenanforderungen, die Neuerstellung von Computerprogrammen für besondere Anwendungszwecke in Unternehmenoder ganzen Wirtschaftsbranchen ("Branchensoftware"), die Anpassungoder Neuerstellung der Benutzungsoberflächeder Programme, die Installation und Testung der Programme beiden Kunden sowie die Beratungder AnwenderInnen und die Einschulung auf die neuen Programme. Auch die Einrichtung ("Konfiguration") von Computern, Peripheriegeräten (Drucker, Scanner, Kopierer) und Netzwerken gehört zu ihren Zuständigkeitsbereichen. Sieverfügen über umfangreiche Kenntnisse in denBereichen Hard- und Software,Peripheriegeräte, Betriebssysteme, Anwendungsprogramme, Schnittstellen undBussysteme, Netzwerke, Datenübertragung, Datensicherheit, Systemkonfigurationund vor allem Software-Anpassung und Software-Update (Einrichtung neuerProgrammversionen).InformationstechnologInnen -Informatik machen zu Beginn eines Projektes (Erstellung und Anpassung vonspezieller Branchensoftware, Anpassung von Standardsoftware) zunächst genaueAnforderungsanalysen, wobei sie die Anforderungen der Kundinnen an die Softwareerfassen und mit diesen besprechen. Die Ergebnisse dieser Analysen werden insogenannten Pflichtenheften (Anforderungslisten) niedergeschrieben. Sodannmachen sie Konzepte für die Programme und die Benutzeroberflächen(Bildschirmelemente zur Bedienung der Programme) gemäß den Wünschen derKundInnen. Die Programmerstellung erfolgt dann meist unter Verwendung vonsogenannten Programmier-Tools (Programme zur Unterstützung des Programmiervorganges). Abschließend müssen die Programmegetestet werden, wobei meistmehrere Testreihen und Abstimmungsrunden mit den Kunden erforderlich sind. InformationstechnologInnen - Informatik müssen auch immer wieder Geräte ("Hardware"), Netzwerke(EDV-Systeme aus einemZentralrechner oder "Server" und mehreren Arbeitsstationen bzw."Workstations") und Datenverarbeitungsprogramme (Software) installieren, anschließen, konfigurieren(einstellen von Programmen und Hardwarebestandteilen) und prüfen. Sie suchenFehler und Störungen, grenzen diese ein, analysieren und beheben sie. Neben der Verwaltung und Sicherung von Daten und der Dokumentation von technischen Daten gehört vor allemauch die Beratung und Schulung der AnwenderInnen zum Aufgabengebiet derInformationstechnologInnen - Informatik. Ganz große Bedeutung bei derAbwicklung von EDV-Projekten haben die Kundenbetreuung und dieQualitätssicherung sowie das Projektmanagement. Besonders wichtig fürInformationstechnologInnen - Informatik sind daher gute Kenntnisse deskundengerechten Verhaltens und der kundengerechten Kommunikation sowie deskundenorientierten Verhaltens bei Beratung, Auftragsabwicklung,Produktpräsentation und Marketing; dies gilt auch für das Verhalten beiReklamationen und für das Bearbeiten von Reklamationsfällen. Die erfolgreicheQualitätssicherung erfordert eine gewissenhafte Anwendung desbetriebsspezifischen Qualitätsmanagements und eine genaue Dokumentation allerProjektschritte. Weiters sind die InformationstechnologInnen – Informatik auchmit dem Projektmanagement vertraut, besitzenalso Kenntnisse über Projektmethoden, Tools (EDV-Programme zur Aufzeichnung und Kontrolle des Projektverlaufs), Projektdefinition, Projektplanung undProjektkontrolle. 
Informationstechnologe/In – Technik
InformationstechnologInnen - Technik sind - vereinfacht ausgedrückt - Computer-TechnikerInnen, wobei ihr Tätigkeitsfeld sich allerdings auf alle Geräte der sogenannten"Informations- und Kommunikationstechnologie" (abgekürzt"IT") erstrecken kann. Dazu gehören in erster Linie Computer allerArt (Personal Computers oder "PCs", Server und Workstations in Netzwerken,Laptops/Notebooks ua.), Zusatz- oder Peripheriegeräte (Drucker, Scanner,Kopierer, Eingabegeräte wie Maus undTastatur) sowie Netzwerke(Verbindungsleitungen oder Geräte zurdrahtlosen Verbindung, sogenannte "wireless networks"). Die wichtigsten Aufgabenbereiche der InformationstechnologInnen - Technik sind der Zusammenbau von IT-Geräten, dieAufstellung und Einrichtung neuer IT Geräte, die Installation von Software(Betriebssysteme, Office-Programme - das sind Programme der Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationserstellungoder Datenerfassung usw.), die Beratung und Schulung der AnwenderInnen, die ständige Wartungder Geräte und der Software(Installation verbesserter Versionen von Programmen, sogenannter"updates") sowie die Reparatur schadhafter Geräte und Leitungen bzw.der Austausch schadhafter Einzelteile (z.B. Computer-Festplatten). InformationstechnologInnen - Technik erstellen im Auftrag ihrer KundInnen EDV-technische Konzepteund analysieren den Bedarf. Dann sorgen sie für die Auswahl undBeschaffung der erforderlichen Materialien undGeräte sowie der EDV-Programme. Sie installieren die Geräte und Netzwerke(Hardware) sowie die erforderlichen elektronischen Datenverarbeitungsprogramme(Software), konfigurieren sie (Einstellung von Programmen undHardwarebestandteilen auf die Anforderungen der KundInnen) und prüfenabschließend alle Funktionen. Wenn Fehler auftreten, suchen sie nach denUrsachen der Störungen und beheben diese. Manchmal müssen sie dabei aucheinzelne Bauteile reparieren oder austauschen, was wieder eine Anpassung an diezugehörigen elektronischen Datenverarbeitungsprogramme (Software) verlangt.DerAufgabenbereich der InformationstechnologInnen - Technik umfasst auch die Anwenderschulung. Dabei besteht ihr Kundenkreis vor allem aus beruflichen EDV-NutzerInnen in Firmen, teilweise aberauch aus Privatpersonen. Weiters sind sie auch mit derVerwaltung und Sicherung von Daten sowie mit derErstellung vonArbeits-Dokumentationen befasst (Erfassung technischer Daten über die Einrichtungder Hardware und Software). Teilweise führen sie einfachere Programmier-Arbeiten selbst durch, wobeisie auch Kenntnisse von Programmiertools (Programme zur Unterstützung undErleichterung des Programmierens), Programmiersprachen und Programmiermethodenbenötigen. Die Abwicklung von EDV-Projektenerfordert gute Kundenbetreuung und Qualitätssicherung sowie perfektesProjektmanagement. Besonders wichtig für InformationstechnologInnen - Techniksind daher gute Kenntnisse des kundengerechten Verhaltens und der kundengerechtenKommunikation sowie des kundenorientiertenVerhaltens bei Beratung, Auftragsabwicklung, Produktpräsentation und Marketing; dies gilt auch für das Verhalten bei Reklamationen und für dasBearbeiten von Reklamationsfällen. Die erfolgreiche Qualitätssicherungerfordert eine gewissenhafte Anwendungdes betriebsspezifischen Qualitätsmanagements und eine genaueDokumentation aller Projektschritte. Weiters sind die InformationstechnologInnen - Technik auch mitdem Projektmanagement vertraut, besitzen also Kenntnisse über Projektmethoden,Tools (EDV-Programme zur Aufzeichnung und Kontrolle des Projektverlaufs),Projektdefinition, Projektplanung und Projektkontrolle.  
Installations- und GebäudetechnikerIn:
Installations- undGebäudetechnikerInnen planen, installieren und warten Leitungen und Anlagen zurVersorgung von Gebäuden mit Wasser, Gas, Wärme und Frischluft. In derPlanungsphase fertigen sie Leitungs- und Montageskizzen an bzw. bereiten dieGebäude und Gebäudeteile anhand der Pläne auf die Installationsarbeiten vor.Sie beherrschen die erforderlichen Techniken der Metallbearbeitung (z.B.Bohren, Gewindeschneiden) und vor allemdie Techniken der Bearbeitung und Verbindungvon Rohren (Rohrbiegen, Schweißen) und des Rohrschutzes sowie der Rohrisolierung.Sie führen die Installation der Rohrleitungen und der Geräte(Sanitäreinrichtungen, Heizungen, Lüftungsanlagen, Armaturen usw.) durch,überprüfen die gesamte Anlage mittelsverschiedener Messungen, Druckproben und Funktionsprüfungen und verfassenabschließende technische Berichte über die durchgeführten Arbeiten. Die wichtigsten Aufgaben in der Gas-und Sanitärtechnik sind die Herstellung von Rohrleitungen, die Durchführung vonDruck- und Dichtheitsprüfungen an den Leitungen, die Installation und Betreuung(Wartung, Reparatur) von Gas- und Wasserversorgungsanlagen und Sanitäranlagen.Installations- und GebäudetechnikerInnen - Gas- und Sanitärtechnik planen,montieren, warten und reparieren Gasgeräte, Abwasseranlagen,Wasserversorgungseinrichtungen, Warmwasseranlagen und sanitäre Anlagen. DieAbwasser- und Wasseraufbereitungstechnik gehört ebenfalls zu ihrem Arbeitsgebiet. Sie stellen Rohrleitungen und Rohrverbindungen sowie den Rohrschutz und die Rohrisolierungen her.Sie führen Funktionsprüfungen, Druck- und Dichtheitsprüfungen sowieverschiedene Messungen (z.B. Druckmessungen) durch. Ein Schwerpunkt ist auchdie Beratung der KundInnen in gas- und sanitärtechnischen Fragen. Installations- und GebäudetechnikerInnen - Heizungstechnik sind Fachkräftefür Energie und moderneHeizungstechnik. Sie montieren, warten und reparierenHeizanlagen (Zentralheizungen, Speicherheizungen, Wärmepumpen), die mitverschiedenen Energieträgern (Öl, Gas, Kohle, Holz, elektrischer Strom), aberauch mit Fernwärme und Alternativenergien (z.B. Sonnenenergie, Biogas) betriebenwerden. Hohe Anforderungen stellen vor allem Großinstallationen, z.B. Montage und Betreuung von Heizungsanlagen in Krankenhäusern, Fabriken,Schulen und Wohnbauanlagen oder die Montage von Fernheizungen undPumpstationen. Für die Installation dienen eigene Montagepläne, die im Betrieboder in eigenen technischen Büros ausgearbeitet werden. Da heute auf energiesparendes und umweltfreundliches Heizenbesonderer Wert gelegt wird, müssen sich Installations- und GebäudetechnikerInnen - Heizungstechnik vor allem auch darum kümmern, dass dieHeizanlagen betriebssicher, sparsam und umweltfreundlich sind und bleiben, z.B.durch neuen Methoden der Warmwasserbereitung und Heizung (Sonnenkollektoren,Wärmepumpen usw.). In diesem Bereich speilt daher die Kundenberatung einewichtige Rolle. Diewichtigsten Aufgaben im Bereich"Lüftungstechnik" sind der Zusammenbau und die Montage sowie die Betreuung(Wartung, Reparatur) von Lüftungs- und Klimaanlagen und derdazu gehörigen Leitungssysteme mit Verbrauchern, Wärmetauschern und Geräten.Installations- undGebäudetechnikerInnen - Lüftungstechnik stellen dabei auch die Rohrleitungenher und führen Funktionsprüfungen, Druck- und Dichtheitsprüfungen sowieDruckmessungen an den Leitungen und Anlagen durch.
IsoliermonteurIn
IsoliermonteurInnen stellenIsolierungen zum Schutz gegen Wärmeverlust, Erwärmung von Kühlvorrichtungen,Lärm oder Brand her (aus Dämmstoffen, Trockenelementen und Blechen). Sie montieren und verkleidendie Isolierungen an Bauwerken (Wand-, Boden-, Decken- undDachdämmungen, Brandschutztüren) sowie an Rohrleitungen und Anlagen (z.B. Wärmeisolierung inKraftwerken, Raffinerien, Heizhäusern usw., Kälteschutz an Kühlbehältern undKühlzellen, Schallschutz in Rundfunkstationen, Konzerthallen, Industrie- undVerkehrsanlagen). Zu ihren Aufgaben gehörtweiters auch die Beratung der Kunden über Isoliertechnikenund -materialien sowie über Energiesparmaßnahmen und gesetzliche Umweltschutzbestimmungen.IsoliermonteurInnen verarbeiten Dämmstoffe (z.B.Isoliermatten aus Glas- oder Steinwolle) und Bleche oder vorgefertigte Halbfabrikate (z.B. Dämmschalen) zu Isolierelementen oderIsolierverkleidungen und führen deren Montage durch. Bei der Isolierung von Rohrleitungen (z.B. für Fernwärme) errechnen die IsoliermonteurInnen zunächst anhand der Maße der Rohrleitungen und des Verhältnisses vonInnen- und Außentemperatur des Rohres die notwendige Dämmdicke. Sie bestimmenden mengenmäßigen Bedarf anDämmmaterial und Schutzblech zur Ummantelung.Um die Dämmschicht gegen Feuchtigkeitund Witterungseinflüsse zu schützen,wird sie außen mit einem Schutzblech umgeben. Zu diesem Zweck schweißen die IsoliermonteurInnen Abstandhalteraus Stahl. Dann schneiden sie den Dämmstoff(z.B. Isoliermatten) zu und ummanteln damit das Rohrfugendicht. Die Dämmschicht fixieren sie mit verzinktem Draht, Aluminiumbändernoder Bandstahl an der Rohrleitung.DieBlechstücke für die Rohrummantelung schneiden die IsoliermonteurInnen mit Blechscheren oder einerelektrischen Handschneidemaschinemeist direkt an der Baustelle zu. Sie runden die Bleche mit der Rundmaschineund kanten sie auf der Abkantbank. Die benötigten Löcher für die Verschraubung der Teile stanzensie mit der Lochstanze oder bohrensie mit einer Bohrmaschine. DieSicken (= rinnenförmige Biegungen, Randversteifungen) für das Zusammenschieben der Blechean den Rändern stellen sie mit derSickenmaschine her. GrößereWerkstätten setzen bereits computergesteuerte Maschinen("Schneidestraßen") ein. Diese vereinfachen die Blechbearbeitungbedeutend. Das Anzeichnen, Zuschneiden und Formen des Bleches wird bei Einsatzdieser Anlagen in einem Arbeitsgang durchgeführt. Die IsoliermonteurInnen legenden so gefertigten Blechmantel um das Rohr und schrauben ihn an denAbstandhaltern fest. Zuletzt setzen sie die Schieber für die Rohrventile aufdie Ummantelung und vernieten oder verschrauben sie mit dem Schutzblech. Beider Brandschutzisolierung montierendie IsoliermonteurInnen temperaturbeständige und feuerhemmende Dämmstoffe (z.B. Brandschutzplatten) an bzw. in Gebäuden. Mituntermontieren sie auch spezielle Brandschutztüren. IsoliermonteurInnen führenauch Reparaturen am Oberflächenschutz durch und ersetzenbesonders stark strapazierte Teile der Ummantelung wie Ventilklappen unddurchgerostete Stellen des Schutzbleches.Inder Berufspraxis spezialisieren sich die IsoliermonteurInnen häufigauf bestimmte Bereicheihres Aufgabengebietes, z.B. auf die Isolierung von Rohrleitungen, auf die Schallisolierung in derIndustrie, auf den Kühlzellenbau, und auf Brandschutzisolierung. 
KälteanlagentechnikerIn:
KälteanlagentechnikerInnen bauen, montieren,warten und reparieren computer- oder mechanisch gesteuerte Kühlmaschinen, Kühlanlagen undklimatechnische Einrichtungen (z.B. Klimaanlagen, Kühlvitrinen, Tiefkühlräume,Computer-Schankanlagen),die im Handel und Transport von Lebensmitteln, imHaushalt, in der Gastronomie, in Kühl- und Lagerhäusern (Großkälteanlagen) undin der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie verwendet werden. Weitersinstallieren und warten sie Klimaanlagen inWohn- und Verwaltungsgebäuden, in Spitälern (Konservierung empfindlicherArzneistoffe, Labors und Fahrzeugen sowie in der Luft- und Raumfahrttechnik(Klimatisierung/Kühlung empfindlicher Aggregate und Treibstoffe).KälteanlagentechnikerInnen verlegenRohrleitungen, richten Regelungs- und Steuerungsinstrumente ein undbauen alle Bauteile anhand von Installationsplänen zu einerfunktionierenden Anlage zusammen. Die Arbeiten umfassen also Gebiete derMechanik, Elektrotechnik und der Elektronik. Weiters habenKälteanlagentechnikerInnen zur Berechnung und Projektierung von Anlagen Umgangmit Computern. Bei der Durchführung ihrer Arbeitenwenden die KälteanlagentechnikerInnen verschiedene Metallbearbeitungstechniken(z.B. Feilen, Drehen, Löten, Schweißen) an, verlegenRohre und kontrollieren Anlagen mit Mess- und Prüfgeräten (Elektrothermometer,Ohm-Meter usw.).Bei der Erzeugung künstlicher Kälte wird ausgenutzt, dass Flüssigkeiten beim Verdampfen der Umgebung Wärme entziehen.Diese Kältemittel (hauptsächlichFluor- und Chlorkohlenwasserstoffverbindungen) werden vom Verdampfer über denKompressor (dieser setzt den Kältemitteldampf unter Druck) zum Kondensator(Verflüssiger) geleitet, um anschließend vom Sammler neuerlich in die Verdampferzu gelangen, wo der Kreislauf wieder beginnt (Prinzip derKompressorkühlmaschine). Bei der Montage einerKompressor-Kühlanlage verlegen die KälteanlagentechnikerInnen zunächst das für die Leitung des Kühlmittels erforderliche Rohrsystem anhand eines Planes. Sie messen und schneiden Rohre aus Kupfer, Stahl, Eisen, Gusseisen oder Kunststoff auf diegewünschte Länge zu. Sie stellen Rohrverbindungen durch Schweißen, Löten, Verschrauben, Kunststoffschweißen, Klebenoder Stecken her, wobei sieeventuell Verbindungsstücke ("Fittings") verwenden. Danachinstallieren sie die Einzelteile der Anlage wie Kompressor und Kondensator, dieRegelgeräte (z.B. Thermostat und Feuchtigkeitsregler), die Abtauheizung (dieseverhindert eine zu starke Vereisung des Kühlraumes) sowie Trockenpatronen oderTrockenfilter (diese neutralisieren das Kondenswasser im Kühlkreislauf). Bei elektronisch gesteuerten Kühlsystemen ist der Einbau von Regelgeräten nicht mehr erforderlich: Mikroprozessorgesteuerte elektronischeBauteile, die bereits im Schaltkasten eingebaut sind, regeln und überwachen dieAnlage.DieKälteanlagentechnikerInnen führen aber auch die erforderlichen Elektroinstallationen (z.B. für den Kompressormotor) durchund schließen die Anlage an den Schaltkasten an. Abschließend überprüfensie die Dichtheit der Rohre und setzen die Anlage in Betrieb. Bei regelmäßigen Wartungsarbeiten überprüfen sie die elektrische Anlage des Kühlsystems, tauschen Verschleißteile aus, kontrollieren den Stand des Kühlmittels und füllen dieses, wenn notwendig,nach.Bei der Reparatur (z.B. vonTiefkühlanlagen) beginnen die KälteanlagentechnikerInnen mit der Suche nach derStörungsursache. Mit Messgeräten stellen siemögliche Fehler an der elektrischen Anlage fest. Sie überprüfen den Thermostatund wechseln ihn, falls er defekt ist, aus. Sie erneuern schadhafteHeizstäbe oder Heizdrähte bei einem Gebrechen in der Abtauheizung.Undichte Stellen an den Kühlrohren stellen sie durch eine kältetechnische Druckprobe fest. Dazu füllen sie die Anlage mit einem Kühlmittel und setzen sie durch Einspritzenvon Stickstoff unter Druck. Ein Druckabfallzeigt eine Undichtheit im Rohrsystem an. Isteine Verbindung undicht, tauschensie das Verbindungsstück aus oder sägen den schadhaftenRohrleitungsteil ab und setzen ein neues Rohrstück durch Löten oder Schweißen ein. Nach einer nochmaligenDruckprobe füllen sie die Anlage mit frischem Kühlmittel auf, machen einenProbelauf und stellen den Thermostat auf die gewünschte Temperatur ein. 
KarosseriebautechnikerIn:
KarosseriebautechnikerInnen sind inder Wartung/Reparatur von Karosserien und Fahrzeugaufbauten tätig und stellenKarosserien für Spezialfahrzeuge her (Karosserien von seriengefertigtenFahrzeugen werden durchwegs vollautomatisch am Fließband produziert). Sieführen auch Umbauten an Fahrzeugkarosserien durch (z.B. Einbau vonSchiebedächern, Hebebühnen usw.). Die wichtigsten Erzeugnisse derKarosseriebautechnikerInnen sind Aufbauten von Möbelwagen, Kühlwagen,Fahrzeugen des Öffentlichen Dienstes (z.B. Feuerwehrwagen, Krankenwagen,Straßenreinigungsfahrzeuge, Fahrzeuge der Müllabfuhr), Transportbehälter fürFlüssigkeiten (Wasser, Öl, Benzin) und Anhänger für Nutzfahrzeuge. BeiReparaturarbeiten an Oldtimern oder einzelgefertigten Fahrzeugen werden auchKarosserieersatzteile hergestellt. Zu den Dienstleistungen derKarosseriebautechnikerInnen zählen Reparaturarbeiten sowie Ein- bzw. Umbautenan Fahrzeugkarosserien. Die Beschäftigungsbetriebe sind meistens entweder aufdie Herstellung von Karosserien oder auf Reparaturarbeiten spezialisiert, wobei die Reparaturbetriebe überwiegen. Die beruflichen Aufgaben und Tätigkeiten der KarosseriebautechnikerInnen hängenstark von der Spezialisierung des Beschäftigungsbetriebes ab. Die Hauptaufgaben derKarosseriebautechnikerInnen sind die Anfertigung und der Umbau von Aufbautenund Anhängern für Kraftfahrzeuge sowie Reparatur, Instandsetzung und Wartungvon Karosserien und Fahrgestellen. Weiters montieren und demontieren sieFahrzeugteile, Ausrüstung und Zubehör und führen Funktionsprüfungen und Qualitätskontrollen an Karosserien, Fahrzeugaufbauten undAusrüstungen durch. Eine wichtige Aufgabe ist schließlich der Oberflächenschutzdurch Rostschutzanstriche und das Aufbringen von Lackierungen zur Verschönerungder Oberflächen. Bei all diesen Aufgaben müssen die KarosseriebautechnikerInnenverschiedenste Materialien wie Metall, Kunststoff, Holz, Glas usw. mit denentsprechenden Verfahren bearbeiten. Die einzelnen Arbeitsschritte sind Messen,Anreißen, Schneiden, Sägen, Schleifen, Bohren, Senken,Gewindeschneiden, Nieten, Autogenes Brennschneiden und Kaltbearbeitungsverfahren (Richten, Stauchen, Schweifen, Treiben, Schlichten, Bördeln, Abkanten,Absetzen, Spannen, Sicken, Runden, Aufziehen, Einziehen). Lösbare und unlösbareVerbindungstechniken sind z.B. Schraubverbindungen, Kleben, Löten, Gasschmelzschweißen,Widerstandsschweißen oder Schutzgasschweißen. Zunächst müssen dieKarosseriebautechnikerInnen die Untergründe prüfen, danach bringen sie dasFüll-, Grund- und Deckmaterial auf und schleifen es ab. Sie bereiten diegebrauchsfertigen Materialien zu undmischen sie. KarosseriebautechnikerInnen lesen Werkzeichnungen und fertigen Skizzen an. Nach vorgegebenen Mustern nuancieren sie die Farben und lassen diese natürlichoder im künstlichen Verfahren trocknen. Schließlich polieren sie dieOberfläche. Manchmal fertigen sie Lackierungen nach Schablone und Pausen an, sie zeichnen und malen einfacheSchmuckformen und Beschriftungen. Dafür beherrschen dieKarosseriebautechnikerInnen auch die Luftpinseltechnik Eine weitere Möglichkeitdes Verzierens ist das Linieren. KarosseriebautechnikerInnen haben auch zahlreiche organisatorische Aufgaben. Anhand der technischen Unterlagen und Werkzeichnungenlegen sie die Arbeitsschritte,Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden fest. Danach planen und steuern sie dieArbeitsabläufe, beurteilen die Arbeitsergebnisse und sorgen für die Einhaltungder Qualitätsstandards. Weiters sorgen sie auch dafür, dass alle Arbeiten unterBerücksichtigung der Sicherheits- und Umweltstandards ausgeführt werden; und sie erfassenund dokumentieren technische Daten über den Arbeitsablauf und dieArbeitsergebnisse. Auch in der Kundenberatung wirkenKarosseriebautechnikerInnen mit.  
Koch/Köchin:
Köche/Köchinnen bereiten inGastgewerbe- und Hotelbetrieben Speisen zu und führen alle dafür erforderlichenVerwaltungs- und Organisationsaufgaben und sonstigen Vorarbeiten durch (vor allem Einkauf/Nachbestellung bzw. die fachgerechte Lagerhaltung derLebensmittel). Sie stellen die Speisekarte zusammen, beraten Gäste und sind fürdie Einhaltung der Lebensmittelgesetze und der Hygieneverordnungverantwortlich. Dassteigende Gesundheitsbewusstsein stelltimmer größere Forderungen an diesen Beruf. Köche/Köchinnen wissen über den Nährwertder Speisen und über die Grundlagen einer Diätküche Bescheidund berücksichtigen bei der Zubereitungder Speisen ernährungsphysiologische Aspekte (d.h. sie wissen, wie diejeweiligen Nahrungsmittel auf den menschlichen Körper wirken). Die Tätigkeiten der Köche/Köchinnenweisen Unterschiede je nach Art und Größe des jeweiligen Gaststätten-,Restaurant- oder Beherbergungsbetriebes auf.In Großküchen stellen sie Speisen in großen Mengen unter Verwendung von Halbfabrikaten her. In einemRestaurant bereiten sie Menüs und Speisen à la carte (nach Bestellung) zu.VorBeginn ihrer eigentlichen Tätigkeit erledigen die Köche/Köchinnen notwendige Vorbereitungsarbeiten. Dazu gehören die Zusammenstellungder Speisekarte, das Abschätzen des Tagesbedarfesan Gerichten, das Berechnen derbenötigten Mengen an Zutaten und das Beschaffender erforderlichen Nahrungsmittel aus kücheneigenen Vorräten bzw. dasVeranlassen des Einkaufs. Die Köche/Köchinnen bereiten dieeinzelnen Lebensmittel entsprechend ihrem Verwendungszweck und ihrerZubereitungsart vor; dazu gehört das Hacken und Schneiden von Fleisch, dasAusnehmen von Geflügel, das Waschenund Reinigen von Fleisch und Gemüse, das Zerkleinern von Gemüse sowie das Bereitstellen von Marinade, Mehl, Fett, Zitronen, Eiern und Gewürzen. Nachdemsie alles vorbereitet haben,bereiten sie die Speisen zu. Bei der Zubereitung der Speisenverwenden die Köche/Köchinnen die deneinzelnen Nahrungsmitteln und Gerichten entsprechenden Arbeitsmethoden unterEinsatz von küchentechnischen Anlagen, Geräten und Maschinen. So wird Fleisch,Wild und Fisch z.B. gebacken, gebraten, geröstet oder gegrillt, Gemüse wird gedünstet und Beilagen (z.B. Nudeln)werden gekocht. Die einzelnen Speisenwerden gewürzt undabgeschmeckt. Die fertigen Speisen richten dieKöche/Köchinnen auf Tellern bzw. Servierplatten an und stellen diese auf einerAnrichte für die Restaurantfachleute (vormals KellnerInnen) zum Abholen bereit.Der Umfang dieser Arbeiten wird je nach Betriebsgröße auf einen oder mehrereKöche/Köchinnen und deren Helfer aufgeteilt. Es bestehenSpezialisierungsmöglichkeiten auf verschiedene Speisengruppen, z.B. Suppen und Gemüse (Potager), Saucen (Saucier), Braten(Rotisseur), Kalte Küche (Gardemanger),Eier- und Teiggerichte (Entremetier),Fisch (Poissonier) und Süßspeisen (Patissier). 
KommunikationstechnikerIn – Audio- und Videoelektronik
Der Aufgabenbereich vonKommunikationstechnikerInnen - Audio- und Videoelektronik umfasst die Audio-,Video- und Hochfrequenztechnik. KommunikationstechnikerInnen - Audio- und Videoelektronikbefassen sich mit Bild- und Tongeräten aller Art (Radio-,Fernseh- und HiFi-Geräte, Videogeräte, Camcorder, Tonband- und CD-Geräte,Verstärker u.a.). Sie sind an derProduktion dieser Geräte beteiligt und installieren, prüfen bzw. reparierensie, wenn Störungen auftreten.Weiters montieren sie Antennenanlagen (Sende- und Empfangsantennen für Radio- und Fernsehen,Satellitenanlagen, Amateurfunkantennen, Antennen für die Flugsicherung), Videoüberwachungsanlagenoder Radar für die Luft-und Schifffahrt. Auch das Einbauenund Reparieren von Geräten der Medizintechnik (z.B. EKG-Geräte), vonVerkehrsanlagen (z.B. Straßenampeln), Signalanlagen oder von elektrischen undelektronischen Haushaltsgeräten gehört zum Tätigkeitsbereich dieses Berufes.Durch die zunehmende Funktionsvielfalt der Geräte hat außerdem die technischeKundenberatung einen großen Stellenwert erhalten.Bei der Montage stellen die KommunikationstechnikerInnen - Audio- und Videoelektronik das Gerät auf(z.B. Fernsehgerät), verlegen die erforderlichen Anschlussleitungen, z.B. für die Hausantenne, und installieren die Antennenanlage(z.B. auf dem Dach). Sie setzendas Gerät in Betrieb, stellen Ton,Bildschärfe, Kontrast, Farbabstimmung usw. sowie die verschiedenen Sender einund informieren abschließend die KundInnen über Leistung und Funktionsweisesowie über die Bedienung und die regelmäßige Wartung der Geräte.Ein wichtiger Bestandteil von Ton-und Bildgeräten sind die Leiterplatten (Printplatten). Sie werden von denKommunikationstechnikerInnen - Audio- und Videoelektronik im Rahmen ihrer Tätigkeit auf Defektekontrolliert. Printplatten sind Platten aus Kunststoff. Auf diese wird ein- oderzweiseitig eine Kupferschichtaufgebracht, die in einem chemischen Verfahren dort weggeätzt wird, wo keineLeiterbahnen sein sollen. So entstehen die für die elektrischen Verbindungenerforderlichen Leiterbahnen, die mit elektronischen Bauteilen bestückt werden. KommunikationstechnikerInnen - Audio-und Videoelektronik stellen bei gestörten Geräten mit verschiedenen Mess- undPrüfgeräten die Fehlerursache fest,tauschen defekte Bauteile aus und löten schadhafte Verbindungen auf derLeiterplatte. Sie kontrollieren die Regeleinrichtungen des Gerätes, stellen sie gegebenenfalls neu einund überprüfen nach abgeschlossener Reparatur die Funktion des Gerätes.Während bei der Reparatur früher die einzelnen (elektromechanischen) Bauteilegesondert überprüft und repariert wurden, erfolgt die Fehlersuche heute mitelektronischen Messgeräten. Beschädigte Teile werden kaum mehr repariert,sondern meist werden ganzeBaugruppen ausgewechselt.ZurReparatur eines Fernsehgerätes erhalten die KommunikationstechnikerInnen - Audio- und Videoelektronik einen Auftragsschein,auf dem die Störung beschrieben ist. Um zu kontrollieren, ob die Störung vonden KundInnen richtig beschrieben wurde, setzen dieKommunikationstechnikerInnen - Audio- und Videoelektronik das Gerät probeweisein Betrieb. Nun beginnen sie die Fehlersuche:Sie öffnen das Gerät und überprüfen zuerst, ob die einzelnen Kontakte der Baugruppe intakt sind.Dazu bewegen sie die Kontaktstellen der Baugruppenmit einer Pinzette und klopfen leicht auf deren Grundplatte, um möglicheBruchstellen festzustellen. Anschließend überprüfen dieKommunikationstechnikerInnen - Audio- und Videoelektronik dieFunktionsfähigkeit der Baugruppen mit einem Vielfachmessgerät: Sie legendie Kontaktspitzen des Messgerätes an die Kontaktstellender Schaltung an und messen ihre Funktionswerte, z.B. den Widerstand oderdie an der Schaltung anliegende Spannung. Anhand der auf dem Bildschirm desMessgerätes abgebildeten Schwingungskurven erkennen sie, ob die Schaltung ihreFunktion richtig erfüllt. Die so gewonnenen Messwerte vergleichen sie mit den Sollwerten des Schaltplanes. Ist dervon ihnen reparierte Fernsehapparat mit Mikroprozessoren ausgestattet,verwenden die KommunikationstechnikerInnen - Audio- und Videoelektronik zurFehlersuche einen Messcomputer, der die Funktionswerte des Mikroprozessors auf einem Bildschirmanzeigt bzw. ausdruckt. Dabei setzen sie zunehmend automatische Diagnosegeräteein: Die KommunikationstechnikerInnen - Audio- und Videoelektronik schließendas gestörte Fernsehgerät an den Diagnosecomputer an, der die von denSollwerten abweichenden Messwerte und die Art des gestörten Bauteils anzeigt.Nachdem der Fehler gefunden ist, tauschen die KommunikationstechnikerInnen - Audio- und Videoelektronik den defekten Teil gegen einen neuen aus. Sie bauen das Gerätwieder zusammen und kontrollieren dessen Funktion.Diein der Industrie beschäftigten KommunikationstechnikerInnen- Audio- und Videoelektronik arbeiten entweder in der Serviceabteilung, im Labor alsQualitätskontrollore oder in der Konstruktions- und Entwicklungsabteilung, wosie z.B. Musterprintplatten herstellen.
KommunikationstechnikerIn – EDV und Telekommunikation
KommunikationstechnikerInnen -Elektronische Datenverarbeitung und Telekommunikation verlegennachrichtentechnische Kabel und Leitungen und führen den Zusammenbau, dieMontage und Inbetriebnahme sowie die Wartung von Geräten/Anlagen derelektronischen Datenverarbeitung (EDV) und der Telekommunikation(Fernsprechanlagen, Anlagen der Datenfernübertragung usw.) durch. Ein wichtigerBereich ist dabei die Wartungund Reparatur von Telekommunikations-Endgerätenund von Computern und EDV-Anlagen sowie das Tauschenderartiger Geräte/Anlagen. Ein wesentlicher Bestandteil des Aufgabenbereichs in diesem Beruf sindauch die Beratung der KundInnenund die Einschulung und Betreuung der GerätebenützerInnen.KommunikationstechnikerInnen - EDV und Telekommunikation arbeiten an Geräten der Telekommunikations- und EDV-Anlagen. Dabei handelt es sich um analoge unddigitale Kommunikationssysteme (z.B. OES, ISDN, MAN, PAN, D-Netz, GSM, PAGERusw.) und verschiedene Komponenten (Antennen, Geräte usw.).KommunikationstechnikerInnen - EDV undTelekommunikation verfolgen auch die Entwicklungstrends in diesen Bereichen. Fürdie Wartungs- und Reparaturarbeiten verfügensie über handwerkliche Fertigkeiten in der Werkstoffbearbeitung (Messen,Anreißen, Feilen, Sägen, Bohren, Senken, Biegen, Gewindeschneiden,Kleben, Hart- und Weichlöten) und im Installieren vonLeitungen (Verlegen, Zurichten, Verbinden und Prüfen von Leitungen, Kabeln undkabelähnlichen Leitungen). Für ihre Arbeit im elektrischen/ elektrotechnischenBereich verfügen sie über dieentsprechenden Kenntnisse der elektrischen/elektronischen Bauelemente (z.B.Leiterplatten). Sie lesen Schaltpläneund Stromlaufpläne, bzw. fertigen diese selbst an.Fürden Zusammenbau stellen sie elektrischeVerbindungen von Bauelementen und Baugruppen her. Nach Montage-, Stromlauf- und Installationsplänen klemmen, stecken, löten, spleißen undwickeln sie nach. Einweiterer Bereich ihrer Aufgaben ist das Prüfenund Reparieren von Leiterplatten. Mit Hilfe von analogen und digitalen Mess- und Prüfgerätenkontrollieren die KommunikationstechnikerInnen - EDV und Telekommunikation dieFunktion der Geräte und Anlagen. Weiters beherrschen sie das Einrichten,Einstellen, Prüfen, Abgleichen, Inbetriebnehmen, Warten und Entstören. Neben grundlegendenComputer-Kenntnissen verfügen die KommunikationstechnikerInnen - EDV undTelekommunikation vor allem über Kenntnisseder Computer und peripheren Einrichtungen von Computersystemen (Netz-PCs, Drucker,Modem, Scanner, CD-ROM-Laufwerke usw.). Ihnen sind diewichtigsten Netzwerksysteme (LAN, WAN,INTERNET, INTRANET, DFÜ usw.) und der Netzwerkverwaltungsowie die Einrichtung von Netzwerken vertraut. Einen Schwerpunkt der Arbeit vonKommunikationstechnikerInnen - EDVund Telekommunikation bildet der Umgang mit der Software; dazu gehören etwa das Programmieren, die Installation, Konfiguration und Fehlersuche bei Betriebssystemen,das Konfigurieren von Systemboardsund Erweiterungskarten, der betriebliche Einsatz von Standard-Software undmultimedialen Anwendungen der PC’s, die Datensicherung und der Virenschutz. KommunikationstechnikerInnen - EDVund Telekommunikation arbeiten kundenorientiert. Sie führen Beratungsgespräche,kennen die Sicherheitsvorschriften undLagerbedingungen der Anlagen und Geräte und verfügen auch über das notwenige Wissen zur Abwicklung desanfallenden Schriftverkehrs. 
KommunikationstechnikerIn:
Diemoderne Nachrichtenelektronik ist eineVoraussetzung für die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet von Wirtschaft, Wissenschaftund Technik: Telefon, Telefax, Mobilfunk und ISDN sind mittlerweilebetrieblicher Standard.KommunikationstechnikerInnen -Nachrichtenelektronik installieren, warten und reparieren nachrichtentechnischeAnlagen, d.h. Sende-, Empfangs- und Übertragungsanlagen (Telefon- undRadaranlagen, BTX und Mobilfunk, Alarm-, Sicherungs-, Signal- und Bürokommunikationsanlagen).Sie stellen elektronische Schaltungen und Leiterplatten (Prints) her undüberprüfen diese mit Mess- und Prüfgeräten.Auch die dazu notwendige Software bei computertechnischen Anlagen müssen sie kennen und installieren können.Die technische Kundenberatunghat heute durch die zunehmende Funktionsvielfalt der Geräte einen großenStellenwert erhalten. Die KommunikationstechnikerInnen -Nachrichtenelektronik montieren die verschiedenen Teile dernachrichtentechnischen Anlage am Montageort, legen Leitungen und stellen Funktionsabläufe einzelner Anlagenteile ein. Sie nehmen die Anlage probeweise in Betrieb und überprüfen ihre Funktionen. Bei der Reparaturbeschädigter Anlagen suchen sie mit verschiedenenMessgeräten die Fehlerursachen und tauschen anschließend beschädigte Teile gegen neue aus.Während früher z.B. Telefonanlagen elektromechanisch funktionierten,werden heute hauptsächlich elektronisch gesteuerte Anlagen eingesetzt.Bei der Montage einer Telefonnebenstellenanlage erhalten dieKommunikationstechnikerInnen - Nachrichtenelektronik vom Montageleiter einegenaue Beschreibung der zu installierenden Anlage. Sie besorgen die Einzelteile der Telefonnebenstellenanlage aus demLager, die sie in einem Servicebus zum Montageort befördern. Dort verlegen sie die nötigen Leitungen, montieren dieTelefonzentrale an der vorgegebenen Stelle, schließen die Leitungen an dieZentrale an und verbinden diese mit den Nebenstellen. Da nicht von jeder Nebenstelle z.B. Ferngespräche geführtwerden dürfen, programmieren sie die unterschiedlichen Funktionen derjeweiligen Nebenstelle in deren Speicherbaustein: Sie schließen eineEingabetastatur ("keyboard")an den Speicherbaustein an und geben über diese die für die jeweilige Funktion vorgesehene Zahlenfolge ein, die denSpeicherbaustein programmiert.Nachder Programmierung der Nebenstellen nehmensie die Anlage probeweise in Betrieb: Sie schließen die Zentrale an die Stromversorgung an und setzen dadurch dieAnlage unter Betriebsspannung. Mit verschiedenen Prüf- und Messgeräten, derenKontaktspitzen sie an die Verbindungsstellen der Zentrale bzw. Nebenstellenanlegen, überprüfen sie das einwandfreie Funktionieren der Anlage. Abschließendverschrauben sie das Gehäuse der Zentralemit ihrer Grundplatte und plombieren die Verschraubung,um Manipulationen durch unberechtigtePersonen zu verhindern. Ein weiterer Aufgabenbereich ist dieHerstellung elektronischer Schaltungen und Prints (Leiterplatten). Dabeiübertragen die KommunikationstechnikerInnen - Nachrichtenelektronik dieSchaltungszeichnung durch Belichtung und anschließender Entwicklung im Entwicklungsbadauf die kupferbeschichtete Printplatte, auf der die elektrischen Verbindungen bereits aufgedruckt sind. Sie bestücken die Printplatte mit verkleinertenelektronischen Bauelementen und überprüfen anschließend Funktion und Qualitätder Leiterplatten.
KonditorIn:
KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen)stellen alle Arten von Konditorwaren her, vor allem Torten, Konditorbackwaren(z.B. Kuchen aus verschiedenen Teigen wie etwa Germteig, Blätterteig,Plunderteig, Mürbteig, Biskuitmassen usw.), Zuckerwaren (z.B. Marzipanerzeugnisse,Zuckerl), Obsterzeugnisse (z.B. Marmelade, Gelees, Dickobst) undSchokoladewaren (z.B. Bonbons und Konfekt). Konditoren fertigen aufKundenwunsch auch spezielleWaren (z.B. Hochzeits- und Geburtstagstorten) an. Zahlreiche Maschinen erleichtern die Arbeitin der Backstube,z.B.Teigbearbeitungsmaschinen wie Rühr-und Ausrollmaschinen oder computergesteuerte Backöfen, Frostanlagen und Gärunterbrecher.Auch die Pflege und Reinhaltung dieser Maschinen und Öfen sowie der Backbleche und -formen und aller anderenArbeitsgeräte gehört zu den täglichanfallenden Arbeiten.Bei der Teig- und Masseherstellung bereiten die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) die benötigten Zutaten (z.B. Mehl,Fett, Eier, Zucker)vor, wiegen sie und verarbeiten sie meist maschinell unter Verwendungeiner Teigknet- oder Rührmaschine zu einem Teig. DieKonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) formen die verschiedenen Teige händisch oder maschinell (z.B. Kipferln mit der Wickelmaschine).Sie bringen geformte Teigstücke aus Germ- oder Plunderteig vor dem Backen in die sogenannte"Gärkammer", wo derGärvorgang im Teig stattfindet. Tortenmassen füllen die KonditorInnen(ZuckerbäckerInnen) zum Backen in entsprechende Backformen. Vordem Backvorgang heizen die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen) den Backofen - je nach Teigart - auf Temperaturen zwischen190°C und 260°C vor und stellen dann die für das jeweilige Backgut erforderliche Backtemperatur ein. DasBackgut wird auf Bleche gelegt und in denBackofen transportiert. Konditoreibetriebe verwenden üblicherweise elektronischgesteuerte Etagenbacköfen, in denen Backwaren mit unterschiedlicher Backtemperatur und Backdauer gleichzeitig,jedoch in verschiedenen Etagen,gebacken werden. Nach dem Backen wird ein Teil der Backwarensofort weiterverarbeitet, der andere Teil der Ware wird in Kühlanlagentiefgekühlt, wodurch ein längeres Frischhaltender Ware und ein Arbeiten auf Vorrat möglich wird. Die KonditorInnen (ZuckerbäckerInnen)stellen verschiedene Füllungen (z.B. Nuss-, Mohn- oder Topfenfüllungen) undCremes (z.B. Butter-, Vanille- oderSchokoladecreme) her, mit denen sie die Backwaren entweder vor oder nach dem Backvorgang füllen. Strudel oder Golatschen werden z.B. vor dem Backen gefüllt, Tortenmassen werdennach dem Backvorgang ein- oder mehrfachaufgeschnitten und anschließend gefüllt. Bestimmte Backwaren (z.B. Torten) werden mit einerGlasur (kakaohältige Fettglasur, Fondant usw.) überzogen. Die KonditorInnen(ZuckerbäckerInnen) dekorieren mit einemDressiersack bzw. einer Spritztüte dieglasierten Torten mit Creme oder Schlagobers und belegen sie mit Früchten, Bonbons oder Marzipan. 
KonstrukteurIn:
Der Lehrberuf"KonstrukteurIn" verbindet Theorie und Praxis, denn er umfasst einerseits eine"theoretische" Ausbildung im Erstellen von Konstruktionszeichnungen für Maschinen-, Werkzeug-, Metallbau- und Stahlbauteile, andererseits aber aucheine praktische Ausbildung in der Fertigung dieser Teile.Die Fachkräfte dieses Berufs können somit sowohl in der Konstruktion als auchim praktischen Bereich (z.B. im Maschinen- oder Werkzeugbau) eingesetzt werden.Der Lehrberuf hat folgende vier Schwerpunkte, von denen mindestens einervermittelt werden muss: Werkzeugbautechnik, Maschinenbautechnik,Stahlbautechnik, Metallbautechnik. Konstrukteur(e)innen fertigen Modellaufnahmen und Skizzen von Werkstücken an und erstellen Zeichnungenvon Bauteilen und Baugruppen ihresjeweiligen Einsatzgebietes (Maschinenbau, Werkzeugbau, Metallbau oderStahlbau). Diese Zeichnungen stellen die Werkstücke in verschiedenen Schnitten(Aufriss, Grundriss, Kreuzriss, Schrägriss) und verschiedenen Perspektiven darund dienen als Grundlage für die Fertigung bzw. die Programmierung derFertigungsmaschinen (z.B. CNC-Maschinen, "CNC" bedeutet"computer-numeric-control", also computergesteuerte Maschinen). Inder Fertigung sind Konstrukteur(e)innen meist mit der Einstellung, Bedienungund Überwachung der Bearbeitungsmaschinen befasst; sie arbeiten aber auch in derMontage (Zusammenbau der fertigen Einzelteile) und in der Endfertigung(z.B. Inbetriebnahme und Optimierung der konstruierten Werkzeuge undMaschinen).DieErstellung von Konstruktionszeichnungen erfolgtheute größtenteils rechnergestützt, also am Computerbildschirm. Dies wird als "computeraided design" oder kurz CAD bezeichnet. Eine erweiterte Form des CAD istdas CAM ("computer aided manufacturing"), also das rechnergestützteProduzieren, wobei die Konstruktionsdaten direkt vom Computer zurFertigungsmaschine geleitet werden.Konstrukteur(e)innen müssen also gutBescheid wissen über Personalcomputer, PC-Netzwerke, Datenbanken, Internet usw.Bei den Programmen liegt das Schwergewichtauf den Konstruktions- und Zeichenprogrammen, aber es sind auch gute Kenntnisse über andereProgramme erforderlich, die häufig benötigt werden, vor allemTextverarbeitungsprogramme, Tabellenkalkulationsprogramme undbetriebswirtschaftliche Programme.Beim Erstellen vonKonstruktionszeichnungen fertigen die Konstrukteur(e)innen zunächst Skizzen undModellaufnahmen an. Für die normgerechte Zeichnungserstellung von Einzelbauteilen und Baugruppen benötigen sie gute Kenntnisseder Normung und der Normenfür Konstruktionen. Sie bemaßen die Zeichnungen mit Maßlinien, Maßhilfslinien und Maßzahlen und bringen Fertigungs- und Montagezeichen(grafische Symbole) an. Konstrukteur(e)innen beherrschen diegängigen handwerklichen und maschinellen Bearbeitungstechniken für Metalle, Kunststoffe und sonstigeWerkstoffe (Messen, Anreißen, Feilen,Sägen, Bohren, Senken,Reiben, Gewindeschneiden, Drehen,Fräsen, Passen, Schneidenusw.), ebenso die Herstellung von Verbindungen (lösbare: Schraub- undStiftverbindungen, Schnellbefestigungssysteme; unlösbare: Schweißen, Löten,Kleben). Die Teilefertigung erfolgt aber heute größtenteils vollautomatischmittels elektronisch gesteuerter Maschinen. Konstrukteur(e)innen bauen dieTeile zu Konstruktionen zusammen und führen teilweise auch Instandsetzungs- undReparaturarbeiten daran durch.
KraftfahrzeugtechnikerIn:
KraftfahrzeugtechnikerInnenkontrollieren die Verkehrs- und Betriebssicherheit von Kraftfahrzeugen undführen die Wartung und die Reparatur der Kraftfahrzeuge durch. Sie reparieren und wartensowohl Personenkraftwagen als auch einspurige Kraftfahrzeuge (Motorräder,Mopeds) und Nutzfahrzeuge (z.B.Lastkraftwagen und Autobusse). Die Technik in modernen Kraftfahrzeugen hat sichin den letzten Jahren erheblich verändert. Hochkomplexe Sicherheitstechnik undimmer mehr Elektronik gehörenmittlerweile zum Berufsbild von KraftfahrzeugtechnikerInnen.KraftfahrzeugtechnikerInnen stellenSchäden am Kraftfahrzeug fest, indem sie die wichtigsten Teile des Fahrzeuges(Fahrgestell, Motor, Karosserie) überprüfenund Hörkontrollen am Motor durchführen.Mit Hilfe von Messgeräten können sie Defektean verschiedenen Prüfständen genau abgrenzen (Fehlerdiagnose). KraftfahrzeugtechnikerInnen reparieren Kraftfahrzeuge, die durch Unfällebeschädigt wurden, wobei siedie betroffenen Bauteile entweder austauschen oder reparieren. Sietauschen bei Wartungsarbeiten Verschleißteile aus, die einer starkenBeanspruchung ausgesetzt sind (z.B. Luftfilter, Zündkerzen). Service- undWartungsarbeiten werden regelmäßig an Kraftfahrzeugen durchgeführt, häufiggemeinsam mit der gesetzlich vorgeschrieben Begutachtung der Verkehrs- undBetriebssicherheit sowie der Abgaswerte des Fahrzeuges("Pickerlüberprüfung").Bei der Überprüfung derVerkehrssicherheit untersuchen die KraftfahrzeugtechnikerInnen den Rahmen bzw.die tragenden Teile des Fahrzeuges aufBeschädigungen und Durchrostungen. Weiters führen sie eine Sichtprüfung der Bremsleitungen (z.B. aufFlüssigkeitsaustritt), der Bremsscheiben (z.B. auf mechanischeBeschädigung) und anderer Aggregate (z.B. Ölaustritt beim Getriebe) durch. ZurInspektion des Fahrwerkes gehört auch die Prüfung der Radlager, der Befestigung der Radaufhängung, der Lenkung und der Profiltiefe der Reifen.Die Lichtanlage überprüfen sie mit dem Scheinwerfereinstellgerät. Besondere Bedeutung kommt derÜberprüfung der Bremsanlage zu. Die KraftfahrzeugtechnikerInnen führen sie aufeinem Bremsprüfstand durch. Dieser besteht aus voneinander unabhängigen Rollen,die von Elektromotoren angetrieben werden. Die KraftfahrzeugtechnikerInnenstellen beide Räder einer Achse des Fahrzeuges auf ein Rollenpaar. Indem siedie Fußbremse betätigen, können sie mit Hilfe eines Messgerätes feststellen, wie viel Widerstand durch das Bremsender Räder auf denRollen ausgeübt wird. Diese Messung wiederholensie bei der zweiten Achse und führen sie auch für die Handbremsedurch. Anschließend tragen sie die Werte in dasPrüfprotokoll ein und vergleichensie mit den vorgeschriebenen Werten. ZurBegutachtung der Auspuffanlage und der Schadstoffwerte bringen die KraftfahrzeugtechnikerInnen das Fahrzeug zum Abgasmess-Stand. Sie stecken eineMess-Sonde in den Auspuff, setzen den Motor kurz in Betrieb und lesen dieGiftstoffkonzentration (Kohlenmonoxyd und Kohlenwasserstoff) der Abgase auf der Skala des Messgerätes ab. Auchdiese Werte vergleichen sie danach mitden gesetzlich festgelegten Toleranzgrenzen.Eine häufige Ursache für dieÜberschreitung der Abgasgrenzwerte ist eine falsch eingestellte Zündanlage. DieKraftfahrzeugtechnikerInnen schrauben dieZündkerzen (sie entzünden durch den zwischen den Kerzenelektroden überspringendenFunken das Kraftstoff-Luft-Gemisch) miteinem Spezialschraubenschlüssel aus dem Motor heraus und prüfen den Zustand derElektroden. Die KraftfahrzeugtechnikerInnen beseitigen Verunreinigungen an den Zündkerzenelektroden und ersetzenschadhafte Zündkerzen. Nach dem Einschraubender Zündkerzen überprüfen sie die Zündspannung mit einemZündoszilloskop, das den zeitlichen Spannungsverlauf in einer Kurve anzeigt.Aus dem Kurvenverlauf (Oszillogramm) können sie auf Störungsursachen schließen.Sie wechseln defekte Bauteile (z.B.den Zündunterbrecher) aus und stellen den Zündzeitpunkt sowie die Dauer desZündkontaktes ein. Abschließend testen sie die Zündanlage nochmals amMotorprüfstand, um zu überprüfen, ob die Störung zur Gänze behoben ist.
KunststofftechnikerIn:
KunststofftechnikerInnen sind für dengesamten Fertigungsablauf in der Kunststoffwaren-Produktion zuständig undplanen die Produktionsabläufe. Sie sorgenfür die Vorbereitung der Rohmaterialien und steuern und überwachen die Maschinen, in denen dieBestandteile und Zutaten der benötigten Kunststoffmasse vermischt undvorgeformt werden. Sie kontrollieren die Beschaffenheit der Kunststoffmasse undstellen durch verschiedene Messmethoden fest, ob alle geforderten Eigenschafteneingehalten sind. In der Fertigung der Produkte sind dieKunststofftechnikerInnen für die Vorbereitung und die genaue Einstellung derMaschinen und Anlagen sowie für den geordneten Produktionsablaufverantwortlich. Sie kontrollieren und überwachen den Fertigungsablauf, überprüfen regelmäßig die Qualität der Produkte und greifennotfalls korrigierend ein. Weiters sind die KunststofftechnikerInnen für dieWartung und Instandhaltung der Maschinen sowie der Werkzeuge und Formenzuständig. Eine wichtige Aufgabe haben sie im Qualitätsmanagement (Überprüfungder Fertigteile auf vorgegebene Anforderungen und Normen) und im Umweltschutz(z.B. Rückführung von Reststoffen und Kunststoffabfällen in denProduktionsprozess).KunststofftechnikerInnen sind auch mit dem Kostenmanagement und der Fertigungslogistik vertrautund wirken daheran der Planung derProduktionsabläufe mit.
KupferschmiedIn:
KupferschmiedInnen stellenKessel, Behälter, Apparate und Rohrleitungen aus Metallen (z.B. Kupfer, Aluminium) und Metalllegierungen für verschiedeneProduktionsbereiche (z.B. Lebensmittelindustrie, pharmazeutische Industrie)her. Weiters fertigen sie Ziergegenstände wie Schalen, Krüge usw. an. Sieführen auch die Montage, Wartung und Reparatur dieser Erzeugnisse durch. Fürdie maßgerechte Bearbeitung der einzelnen Werkstücke bedienen sie Maschinen wiezum Beispiel Rohrbiegemaschinen, Biege- und Abkantpressen, Schneid- und Richtanlagen oder handhaben Handwerkzeuge, zum Beispiel Rohrzangen, Hämmer,Feilen und Blechscheren. In Bereich des Trennens undUmformens setzen sie zunehmend computergesteuerte Werkzeugmaschinen ein. Die KupferschmiedInnen bestimmenanhand von Werkzeichnungen den genauen Aufbau der Werkstücke. Sie übertragendie in der Werkzeichnung angegebenen Maße auf die zur Herstellung derWerkstücke vorgesehenen Bleche und schneiden diese zurecht. Die zugeschnittenenTeile verformen sie durch Schmieden, Biegen, Hämmern und Schleifen, wobei sieverschiedene Werkzeuge und Maschinen (z.B. Hammer, Amboss, Rohrbiegemaschine,Schleifmaschine) verwenden. Anschließend fügen sie die Teile durch Schweißenoder Löten zusammen. Sie montieren die soerzeugten Anlagenteile am jeweiligenEinsatzort zur gesamten Anlage.Dabei verbinden sie die Rohrleitungenmit den Kesseln, Behältern usw.. Für die Montage der Anlagen (einschließlich der Armaturen), müssen KupferschmiedInnen über Kenntnisse im Bereich der Mess- und Regeltechnik verfügen. Eine wichtige Aufgabe der KupferschmiedInnen ist der Kesselbau. Zur Herstellung eines Kupferkessels fertigendie KupferschmiedInnen zuerstanhand der Werkzeichnung einen Werkaufriss an. Dazu übertragen sie dieentsprechenden Maße mitSchiebelehre, Reißnadel und Maßband auf die ausgewählten Bleche. Dann schneidensie die Teile mit einer Blechschere oder einer automatischen Schlagschere zu.Mit der Einrollmaschine biegen sie die Blechteile zurecht bzw. rollen sie ein. Hierauf verschweißen sie die eingerollten Blechteile und verhämmern die Schweißnaht mit einem Schlichthammer, um sie zuglätten.Anschließend erhitzen dieKupferschmiedInnen die zusammengeschweißten Teile mit einem Brenner undarbeiten mit einem speziellen Hammer am oberen Kesselende einen eingerolltenRand heraus. Sie verformen die Kesselwand entsprechend den Angaben in der Werkzeichnungdurch Hämmern, Biegen oder Pressen. In den fertig geschmiedeten Kesselschweißen sie den Kesselboden ein. Die Schweißnaht verhämmern sie zur Glättungmit dem Schlichthammer. Um eine glatte Oberfläche zu erzielen, tauchen die KupferschmiedInnen den ausgekühlten Kessel in ein mit verdünnterSchwefelsäure gefülltes Bad. ImWartungs- und Reparaturbereich überprüfen die KupferschmiedInnenAnlagen am Einsatzort (z.B. Kontrollierender Schweißnähte). Sie reparieren z.B. undichteSchweißstellen und erneuern rostige Nieten bei alten Anlagen. 
LackiererIn:
LackiererInnenbehandeln Oberflächen aus Metall oder Holz und überziehen diese mitLackschichten zum Schutz vor äußeren Einflüssen (Feuchtigkeit, Hitzeusw.), zur Kennzeichnung oder zur dekorativen Gestaltung. Sie tragen die Grund- und Deckmaterialien durchverschiedenen Techniken (wie Streichen, Spritzen, Tauchen und Fluten)auf. LackiererInnen befreien zunächst diezu behandelnde Oberfläche von Schmutz sowie alten Lackschichten und grundieren,kitten und schleifen sie. Anschließend tragen sie (meist mehrere) Lackschichten in verschiedenen Verfahren auf. Bei der Vorbehandlung von Metalloberflächen (z.B. von Autoteilen) entfernen dieLackiererInnen zuerst den Rost, entweder mechanisch mit Drahtbürsten undSchereisen oder chemisch durchAuftragen eines Rostumwandlers. Anschließend schleifen sie alte Lackrestehändisch mit Schleifpapier oder maschinell mit einer Rundschleifmaschine ab.Durch das Schleifen wird die Oberfläche aufgeraut,damit die nachfolgend angebrachten Schichten besser haften.Anschließend tragen dieLackiererInnen mit einer Spritzpistole die Rostschutzgrundierung auf undüberziehen nach einem neuerlichen Schleifgangdie Oberfläche mit einer Kittschicht, die sie mit einer Spachtel auftragen. Die Arbeitsgänge Kitten und Schleifen wiederholen sie abwechselnd so lange, bis ein völlig ebenerUntergrund für die folgende Lackierung erreicht ist.Die eigentlichen Lackierarbeitenführen die LackiererInnen in einer eigenen Spritzkabine durch, wo sie den Lackmit einer Spritzpistole gleichmäßig auf die Grundierung auftragen. Deranschließende Trockenvorgang in der sogenannten Trockenkabine dauert beiTemperaturen von 60°C bis 70°C ca. eine halbeStunde. Bei kleineren oder schwer zugänglichen Flächen arbeitenLackiererInnen nicht mit der Spritzpistole, sondern mit verschiedenen Pinselnoder mit der Technik des "Flutens".Dabei stellen sie das zu bearbeitende Werkstück (z.B. einen Heizkörper)in eine Wanne und besprühen es miteinem Spritzgerät, das zahlreiche kleine Düsen hat. Der überschüssige Lack, der sich inder Wanne sammelt, ist weiterverwendbar und wird dem Kreislauf automatisch wieder zugeführt. Kleinere Gegenstände bearbeiten dieLackiererInnen auch durch Eintauchenin ein Lackbad. Ein spezielles Tauchverfahren, das immer mehr anBedeutung gewinnt, ist die Elektrophorese. Das Lackbad und das Werkstück werdenelektrisch aufgeladen, wobei sich der Lack am Werkstück ablagert. Mit diesemVerfahren ist ein gleichmäßiges Aufbringen der Lackschicht auch an besondersschwer zugänglichen Stellen möglich. Diezunehmende Verwendung von Fertiglacken bringt heute eine wesentliche Arbeitserleichterung mit sich, da das früher üblicheAnmischen der Lacke, das mit einer hohen Belastung durch Schadstoffeverbunden war, wegfällt.
LagerlogistikerIn:
An die moderne Lagerhaltung werdengroße Anforderungen gestellt. In vielen Wirtschaftsbereichendient ein Lager heute weniger zur Vorratshaltung, also zur Aufbewahrung vonRohstoffen und Produkten über einen längeren Zeitraum hin, sondern vielmehr alsDrehscheibe zwischen Lieferanten und KundInnen. Die obersten Zieledabei sind möglichst geringe Lagerzeiten und Lagerkosten für die einzelnen Produkte sowie möglichst geringe Lieferzeiten für die KundInnen. Ein häufigesSchlagwort ist "just-in-time" (=rechtzeitig), was bedeutet, dass dieGüter und Waren dann zur Verfügung stehen müssen, wenn sie gebraucht werden;zwischen Bestellung und Lieferung darf nur eine minimale Zeitspanne liegen.Damit die Lagerhaltung alle gestellten Anforderungen erfüllen kann, sindausgefeilte technische und organisatorische Maßnahmen erforderlich; einewichtige Rolle spielen dabei die EDV und die elektronisch gestütztenInformations- und Transportsysteme. Die Gesamtheit von Lagertechnik undLagerorganisation heißt "Lagerlogistik". Der Ausdruck "Logistik" stammt vom französischen Wort"logis" (="Quartier") bzw. "logistique"(="Logistik") und wurde ursprünglich beim Militär zur Bezeichnung derTruppenversorgung verwendet (Planung und Bereitstellung aller Geräte undMaterialien für die Streitkräfte); jetzt bezeichnet "Logistik" dieGesamtheit aller Aktivitäten eines Unternehmens hinsichtlich Beschaffung,Lagerung und Transport von Materialien und Zwischenprodukten sowie zurAuslieferung von Fertigprodukten. Da die Lagerlogistik inzwischen einen hohenStand erreicht hat und im modernen Wirtschaftsleben eine stetig wachsendeBedeutung gewinnt, werden in diesem Bereich auch immer besser ausgebildeteFachleute und Spezialisten benötigt.LagerlogistikerInnen sind vor allemin großen Material- und Warenlagernvon Industriebetrieben, Handelsbetrieben sowie Speditions- und Transportfirmen tätig. ZusätzlicheBedeutung erhält die Lagerwirtschaft durch die zunehmende Verbreitung desHandels über Internet ("E-business", "E-commerce"), der wiederneue Herausforderungen an die Logistikstellt. Die Hauptaufgaben der LagerlogistikerInnen liegenin der ständigen Kontrolle der Lagerbestände, im Transport bzw. in derEinlagerung und Ausgabe der Waren sowie in der genauen Aufzeichnung (bzw.elektronischen Erfassung) aller Lagerbewegungen. Die LagerlogistikerInnen nehmeneingehende Güter entgegen und kontrollierenund lagern sie. Dabei verwenden sie die lagereigenen Anlagen und Maschinen zumTransport und zur Stapelung der Waren. Sie sind auch für die Wartung der technischen Einrichtungen zuständig. DieLagerlogistikerInnen ermitteln aus den Eigenschaften des Lagergutes die erforderlichen Lagerbedingungen und sorgenfür deren Einhaltung. Sie führen und überwachen den Lagerbestand und leiten imBedarfsfall erforderliche Maßnahmen ein (z.B. Nachbestellung von Waren, wenneine bestimmte Mindestmenge unterschritten wird); diese Aufgaben werdenvorwiegend mittels EDV erledigt. Ein weiterer wichtiger Bereich ist dieBereitstellung und Versendung von Waren auf Grund direkter Kundenbestellungenoder gemäß überprüfter Auslagerungsdokumente. Sie richten die Waren zuversandgerechten Einheiten her, das heißt, sie verpacken die Waren zweckmäßig um sie danach zu verladen, bzw. zuversenden. Dafür verfügen sie über Kenntnisse der gebräuchlichen Transport- undTransporthilfsmittel. Schließlich kontrollieren sie den Warenausgang. Siesichern die Waren, stellen die Versanddokumente aus und leiten sie weiter.Dazu kommen Arbeiten im Rechnungswesen (Kostenrechnung, Kalkulation) und die Ausfertigung und Bearbeitungvon Formularen, Vordrucken und Schriftstücken. Ein Teilder organisatorischen Arbeit derLagerlogistikerInnen ist das Zusammenstellen und Auswerten von Berichten sowie das Formulieren von Schriftstücken und Briefen.Außerdem führen und verwalten sieKarteien, Dateien und Statistiken und müssen den betriebsüblichen Umgang mitReklamationen beherrschen. Schließlich wirken LagerlogistikerInnen auch beider Erstellung betrieblicher Lagerlogistikkonzepte mit undführen Dokumentationen und Statistiken über alle Vorgänge imLager.LagerlogistikerInnen arbeitenoft im Team. Sie verfügen über betriebswirtschaftliche Kenntnisseund wissen über den Warenfluss im Betrieb Bescheid.
LandmaschinentechnikerIn:
LandmaschinentechnikerInnenreparieren und warten alle Arten von Fahrzeugen, Maschinen, Geräten undAnlagen, die in Landwirtschaft (Ackerbau, Viehzucht), Forstwirtschaft,Gartenwirtschaft und Kommunalwirtschaft (z.B. Landschaftspflege) verwendetwerden (Traktoren, Pflüge, Sämaschinen, Gemüseanbaumaschinen, Erntemaschinen,Mähmaschinen usw.). LandmaschinentechnikerInnen müssen Reparaturen nicht nur im Betrieb, sondernoftmals auch vor Ort,also auf dem Feld, bei jeder Witterung durchführen. Die Ausbildung umfasst neuerdings aber auch Baumaschinen (z.B. Bagger). Ein wichtiger Bereich istweiters die Betreuung der sogenannten Hof- und Innenmechanisierung, also allerautomatischen Anlagen in den landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäuden, z.B.Fütterungs- und Entmistungsanlagen in den Stallungen, Transport-einrichtungen(Förderbänder, Hebevorrichtungen). Teilweise arbeitenLandmaschinentechnikerInnen auch in der Herstellung dieser Maschinen, Geräteund Anlagen in Industriebetrieben (Teilefertigung, Montage).LandmaschinentechnikerIn ist einsehr moderner Beruf. Jede neue Technologie wird umgesetzt und in diesem Beruf mit eingebaut, so wird z.B. in der Landtechnik das GPS-Systembereits seit vielen Jahren angewandt.(GPS = Global positioning system;satellitenbasiertes Positionsbestimmungssystem zur Orts- undGeschwindigkeitsbestimmung mit elektronisch gespeicherten Straßen-, Fluss- oderSeekarten).Weiters kommen computergesteuerte Werkzeugmaschinen zum Einsatz. In Gewerbebetrieben beschränkt sichder Aufgabenbereich der LandmaschinentechnikerInnen in der Regel auf Wartungs-und Reparaturarbeiten. Sie kontrollieren die Fahrzeuge, Maschinen und Geräte auf ihre Funktionstüchtigkeit, stellen Fehlerund Mängel fest und reparieren fehlerhafteBauelemente. Falls notwendig, stellen sie Ersatzteile und Spezialzubehör selbsther. Die wichtigsten Wartungs- und Reparaturbereiche sind die Motoren, dieElektrik und Elektronik, die Hydraulik und Pneumatik (Steuerung durch Kraftübertragungmit Flüssigkeits- oder Luftdruck) sowie die Brems- und Lenkeinrichtungen. Zur Überprüfung der verschiedenenFahrzeuge, Maschinen und Geräte stehen den LandmaschinentechnikerInnen heute moderne Testgeräte zur Verfügung. Die Bremswirkung wird z.B. mit einemBremsverzögerungsmessgerät überprüft.Die Einstellung der Beleuchtungseinrichtungen(Abblendlicht, Fernlicht) wird mit dem Scheinwerfereinstellgerät geprüft; fürden Motor-Check gibt es eigene Motorprüfstände mit zahlreichen Messgeräten, diealle wichtigen Daten über den Motor liefern. Die Abgasmenge prüfen sie mit demAbgastester. Bei der Reparatur fehlerhafterBauelemente bzw. beim Ersetzen schadhafter Bestandteile durch neue verwendendie LandmaschinentechnikerInnen verschiedene Hand- und Spezialwerkzeuge (z.B.bestimmte Schraubenschlüssel). Sie zerlegen die Bauelemente, reinigendie einzelnen Teile mit Waschflüssigkeiten, überprüfen sie auf Fehler und Mängel und führenFehlermessungen durch.Bei der Reparatur von Einzelteilenwenden LandmaschinentechnikerInnen verschiedene Methoden der Metallbearbeitung(z.B. Feilen, Schleifen, Schweißen) an und stellenbeschädigte Teile fallweiseneu her. Nach Abschluss der Reparaturtätigkeit nehmensie eine neuerlicheFunktionskontrolle vor.Bei der Herstellung von Ersatzteilen und Spezialzubehör bedienen sich dieLandmaschinentechnikerInnen ebenfalls verschiedener Metallbearbeitungstechniken(z.B. Feilen, Bohren, Drehen, Sägen, Fräsen, Stanzen und Schweißen). Infolge des Einsatzes computergesteuerter Werkzeugmaschinen und der Modulbauweise wird die Bedeutungder handwerklichen Fertigkeiten bei der Herstellung und Reparatur von Fahrzeugen, Maschinen und Geräten zurückgehen. Die Modulbauweise ermöglicht beispielsweise den Ersatz ganzerBauteile, sodass Reparaturen immer seltener durchgeführt werden müssen. Weitere Aufgaben und Tätigkeiten der LandmaschinentechnikerInnensind das Reinigen, das Entrostensowie das Lackieren landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen.
Maler und AnstreicherIn:
MalerInnen und AnstreicherInnen tragenFarben und Lacke aufverschiedene Untergrundarten (z.B. Putz, Holz, Metall, Kunststoff, Beton, Stein) auf, um sie zu verschönern, vor Witterungseinflüssen zu schützen oder zukennzeichnen. Weiters führen sie Tapezierarbeiten durch und verlegen Wand-,Decken- und Bodenbeläge. Die Farben und Lacke sind jenach Verwendungszweckunterschiedlich zusammengesetzt. Es gibtz.B. Dispersions-, Leim- oder Ölfarben (für Wandbemalungen), Kunstharz-,Nitro-, Acryl- oder Polyesterlacke (für Anstriche auf Holz oder Metall),Rostschutzfarben, Imprägnierungsanstriche als Schutzvor Witterungseinflüssen (z.B. für Naturholz, Beschichtungen von Containern oder Schwimmbassins) oder Kunstharzanstriche (für dieBeschichtung von Fassaden, Natursteindenkmälern usw.). Nach Auftragsannahme vermessen dieMalerInnen und AnstreicherInnen die Flächen, die bearbeitet werden sollen, umden Materialbedarf festzustellen. Sie bestimmen - meist gemeinsam mit dem Auftraggeber - die gewünschten Farbtönungen und die Qualitätder Farben, Lacke, Tapeten, Belägeusw. In ihrer Werkstatt stellen sie alle benötigten Materialien, Werkzeuge und Maschinen für den Transportzum Arbeitsort bereit. Vor Beginn ihrer Arbeiten überprüfensie die zu bearbeitenden Flächen auf Schäden (z.B. Feuchtigkeit, Risse oderUnebenheiten bei einem Putz- oder Holzuntergrund, Rostbildung bei Metallflächen) und beginnen mit derfachgerechten Vorbereitungdes Untergrundes. Sie entfernenz.B.alte Farbschichten von einem Putzuntergrund, indem sie die Wände befeuchten und mit einer Spachtel abscheren.Alte und schadhafte Anstriche aufHolz oder Metall entfernen sie mit speziellen Abbeizmitteln oder mit einemAbbrenngerät. Verrosteten Metalluntergrund behandeln sie mit chemischen Substanzen vor, die den Rost lösen, undentfernen den auf diese Weisegelösten Rost mit Schleifpapier und Drahtbürsten, bei größeren Flächen mittels Sandstrahlern. Unebenheiten und Rissbildungenbeseitigen sie mit Spachtel- und Füllmassen, grobe Risse werden durchsogenannte Armierungen (das sind Rissbrücken aus Glasfasergeweben undPolyesterharzen) ausgebessert. Vor der Verlegungvon Bodenbelägen wird, falls erforderlich,der Boden planiert, d.h. Unebenheiten werden ausgeglichen. Sind alle Oberflächenschäden behoben, glätten die MalerInnen und AnstreicherInnenden Untergrund mit Schleifpapier und Vibrationsschleifgerätenund beginnen mit dem Auftragen der Grundierung. Dafür verwendensie spezielle, auf den Untergrund undden späteren Anstrich abgestimmteGrundfarben, um einerseits die Haftung des Anstriches zu verbessern undandererseits seine Widerstandsfähigkeitgegenüber witterungsbedingten Einflüssen zu erhöhen.Während die MalerInnen undAnstreicherInnen früher den Anstrich selbst aus verschiedenen Grundsubstanzenmischten, arbeiten sie heutehauptsächlich mit bereitsverarbeitungsfertigem Material aus dem Fachhandel, das sie durch Beimengung spezieller Abtönpastenauf die dem Kundenwunsch entsprechende Farbnuance abstimmen. Das Auftragen derMalerfarbe erfolgt heute meist mit Spritzaggregaten (z.B. Malerspritze),seltener händisch (mit Malerbürste, Pinsel oder Lammfellroller). Auf Wunsch derKundInnen verzieren die MalerInnen und AnstreicherInnen abschließend die bereitsbemalte Fläche mitverschiedenen Dekorationstechniken (z.B. Auftragen von Mustern mit Walzeoder Schablone, bei kunsthandwerklichen Arbeiten mit Fresko- oderSgraffitotechnik).
MaschinenbautechnikerIn:
MaschinenbautechnikerInnen sind mit der Herstellung von Maschinenteilen sowie mit dem Zusammenbau,der Aufstellung, der Inbetriebnahme, der Wartung und derReparatur von Maschinen und Anlagen befasst. Sie fertigen, warten undreparieren z.B. Spezialmaschinen für verschiedene Fertigungszweige (Papier-,Textil-, Nahrungsmittelverarbeitung usw.), Werkzeugmaschinen, Landmaschinen undlandwirtschaftliche Geräte, teilweise auch Einrichtungen wie z.B.Montagebühnen, Hebe- und Transportvorrichtungen, Aufzüge usw. DieHauptaufgaben der MaschinenbautechnikerInnensind das Zusammenbauen, Montieren,Prüfen und in Betrieb Nehmen von Maschinen und Anlagen. Mit Hilfe von speziellen Messvorrichtungen suchen sie bei den Maschinen und Anlagen systematischnach Fehlern und Störungen. Sieanalysieren die Fehler und beseitigen sie schließlich. Beim Zusammenbauen bearbeiten sie die Werkstoffe mit Materialbearbeitungstechniken wie Anreißen,Feilen, Schleifen, Sägen, Bohren,Reiben, Gewindeschneiden, Nieten und Meißeln, Richten und Biegen, Polieren, Kleben,Weich- und Hartlöten, Schaben und Tuschieren, Warmbehandeln, Härten und Prüfen sowie Schmieden.Bei der Herstellung von Passungen und einschlägigen Werkstücken berücksichtigen die MaschinenbautechnikerInnen die vorgeschriebenenPassungsnormen der Metallbearbeitung. Weiters stellen sie lösbare und unlösbareVerbindungen (Schraub- und Stiftverbindungen, Wellenverbindungen zurDrehmomentübertragung) her.Schließlich behandeln sie die Werkstücke mit speziellemOberflächenschutz, um Korrosionen zu verhindern. Sie wissen über die zweckmäßigste Anwendung der wichtigsten Schmiermittel Bescheid und können Längsdrehen, Plandrehen und Fräsen. Oftmals programmieren und bedienen sierechnergestützte CNC-Werkzeugmaschinen (computer numeric control). Wichtig, vor allem für die anfallende Blechbearbeitung, sind die Schweißarbeiten. Die MaschinenbautechnikerInnen beherrschen auch diese(Gasschmelzschweißen, Brennschneiden, Elektroschweißen und Schutzgasschweißen). Nachvorgefertigten Plänen und Werkzeichnungen (die sie manchmal auch selbst anfertigen) stellen die MaschinenbautechnikerInnenErsatzteile und Maschinenbauelemente her und bauen sie anschließend ein. Siehalten die Maschinen- und Anlagenteile instand, stellen pneumatischeund hydraulische Steuerungen her, bauen sie auf und prüfen sie. Außerdem erstellen und ändernsie gegebenenfalls die Fertigungsprogrammen für die rechnergestützten(CNC-)Maschinen und Anlagen. MaschinenbautechnikerInnen haben auchzahlreiche organisatorische Aufgaben. Sie legen anhand der technischeUnterlagen und Werkzeichnungen die Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden fest,planen und steuerndie Arbeitsabläufe. Sie beurteilen die Arbeitsergebnisse und sorgen für dieEinhaltung der Qualitätsstandards.Weiters sorgen sie auch dafür, dass alle Arbeiten unter Berücksichtigung der Sicherheits- und Umweltstandards ausgeführt werden. Sie erfassenund dokumentieren technische Daten über den Arbeitsablauf und dieArbeitsergebnisse.
MaschinenfertigungstechnikerIn
MaschinenfertigungstechnikerInnen stellenMaschinen, Geräte und Apparateher, halten sie instand und reparieren sie. Der Aufgabenbereichreicht vom Anfertigen und Zusammenbauen der Maschinenteile bis zur Montage undprobeweisen Inbetriebnahme am Bestimmungsort. DieHauptaufgaben der MaschinenfertigungstechnikerInnen sind das Zusammenbauen, Montieren, Prüfen und In-Betrieb-Nehmen von Maschinen und Geräten.Beim Zusammenbauen bearbeiten sie dieWerkstoffe mit Materialbearbeitungstechniken wie Anreißen, Feilen, Schleifen,Sägen, Bohren, Reiben, Gewindeschneiden, Nietenund Meißeln, Richtenund Biegen, Polieren, Kleben,Be- und Verarbeiten von Kunststoffen, Weich-und Hartlöten, Warmbehandeln, Härten und Prüfen. Bei der Herstellung von Passungen undeinschlägigen Werkstücken berücksichtigen die MaschinenfertigungstechnikerInnendie vorgeschriebenen Passungsnormen der Metallbearbeitung. Anschließendbehandeln die MaschinenfertigungstechnikerInnen die fertigen Werkstücke mit speziellem Oberflächenschutz zur Verhinderung von Korrosionen. Sie beherrschen weiters das Längsdrehen, das Plandrehen, das Fräsen sowie Blechbearbeitungs- undSchweißtechniken.Die MaschinenfertigungstechnikerInnenbearbeiten mechanische Bauteile und Automatisierungsvorrichtungen, bauen siezusammen und montieren sie inMaschinen und Geräte. Anschließend prüfen und justieren sie sie und sorgen für die Instandhaltung und Instandsetzung vonAutomatisierungsvorrichtungen, Maschinen und Geräten. Nach vorgegebenen Plänenund Fertigungsskizzen, die sie mitunter auch selbst anfertigen, stellen sieErsatzteile und Maschinenelemente her und bauen sie ein. Außerdem stellen dieMaschinenfertigungstechnikerInnen pneumatische, hydraulische und elektronischeSteuerungen her. MaschinenfertigungstechnikerInnen erstellen und ändern(programmieren) auch Fertigungsprogramme für rechnergestützte CNC-Maschinen (computer numeric control)und Geräte. MaschinenfertigungstechnikerInnenverfügen auch über Kenntnisse des rechnergestützten Konstruierens und Zeichnens(CAD = Computer Aided Design) und des rechnergestützten Fertigens (CAM =Computer Aided Manufacturing).Ein wichtiger Teilbereichder Arbeit von MaschinenfertigungstechnikerInnenist die Wartung und Reparatur von Maschinen und Geräten.Dabei suchen sie mit speziellen Messvorrichtungen dieautomatisierten Maschinen und Geräten systematisch nach Fehlern, Mängelnund Störungen. Dann grenzensie diese ein, um sie anschließend zu beseitigen.MaschinenfertigungstechnikerInnenhaben auch zahlreiche organisatorische Aufgaben: Sie legen anhand dertechnische Unterlagen und Werkzeichnungen die Arbeitsschritte, Arbeitsmittelund Arbeitsmethoden fest, planen und steuern die Arbeitsabläufe, beurteilen dieArbeitsergebnisse und sorgen für die Einhaltung der Qualitätsstandards. Weiterssorgen sie auch dafür, dass alle Arbeiten unter Berücksichtigung der Sicherheits- und Umweltstandards ausgeführt werden; und sie erfassenund dokumentieren technische Daten über den Arbeitsablauf und dieArbeitsergebnisse. 
MaschinenmechanikerIn:
MaschinenmechanikerInnen fertigenunter Einsatz von elektronischen,pneumatischen und hydraulischen Steuerungen Bauteile für Maschinenund Produktionsanlagen. Sie bauen die Teile zusammen, montieren die Maschinenund Anlagen am Verwendungsort (Werkshallen, Maschinenhallen) und wirken bei der Inbetriebnahme mit (Durchführung vonProbeläufen zur Funktionskontrolle und zur exakten Einstellung). Außerdem führen sie die regelmäßige Wartung unddie Instandhaltung der Maschinen und Anlagen sowie Reparaturarbeiten durch.Während des Produktionsablaufs betreuen, bzw. überwachen sie die Maschinen undAnlagen.Bei der Herstellung derMaschinenbauteile arbeiten die MaschinenmechanikerInnen nach Werkzeichnungen (Konstruktions-,Fertigungs-, Montage-, Stromlauf-, Schaltpläne und -skizzen), die sie meist vomKonstruktionsbüro erhalten, teilweise aber auch selbst erstellen oderbearbeiten, bzw. ergänzen (das Zeichnen erfolgt bereits fast immer computerunterstützt auf CAD/CAM-Systemen;computer aided design = computergestütztes Design). DieMaschinenmechanikerInnen fertigen die Maschinenbauteile anhand der in den Werkzeichnungenangegebenen Daten mit Hilfe verschiedener Techniken spanabhebender undspanloser Metallbearbeitung an (Bohren, Drehen, Fräsen, Schleifen, Sägen,Gewindeschneiden usw.). Meist verwenden sie dafürcomputergesteuerte Werkzeugmaschinen(CNC-Maschinen; computer numeric design). Dabei geben dieMaschinenmechanikerInnen die Datenbzw. Bearbeitungsprogramme ein, spannen dieWerkstoffe ein, überwachen den Maschinenlauf und betreuen die Versorgungder Maschine mit Betriebsstoffen (Nachfüllen von Schmier- und Kühlmitteln). Sie kontrollieren die Werkstücke mit mechanischen,optischen und elektronischenMessgeräten und führen erforderlichenfalls die Nachbearbeitungdurch. Schließlich behandeln sie die Oberfläche der Werkstücke mitOberflächenschutzmitteln (z.B. Korrosionsschutz). Beim Zusammenbau der Maschinenteilebzw. der Maschinen und Anlagen verbinden die MaschinenmechanikerInnen die Teilemit verschiedenen Verbindungselementen (Schrauben, Keile, Stifte, Passfedernusw.) oder Verbindungstechniken (Nieten, Löten, Schweißen, Kleben usw.).Die wichtigste Aufgabeist dabei das exakte Einpassen der mechanischen,elektrischen, elektronischen, (elektro-)pneumatischenund (elektro-)hydraulischen Bauteile. Ein Schwerpunkt der Ausbildung sind daherauch die modernen Steuerungs- und Regelungstechniken (Pneumatik undElektropneumatik, Hydraulik und Elektrohydraulik, speicherprogrammierbareSteuerungen, Digitaltechnik). Der endgültige Zusammenbau der Maschinenund Anlagen erfolgt meist erst amVerwendungsort im Zuge derMontage. Am Betriebsort werden schließlich alle fürden Betrieb der Maschinen/Anlagen erforderlichen Zu- und Ableitungenangeschlossen (Strom/Treibstoff, Wasser usw.).Nach der Fertigstellung aller Montagearbeitennehmen die MaschinenmechanikerInnendie Maschine bzw. Anlage in Betrieb und überprüfen alle Funktionen und Einstellungen. Fallserforderlich, nehmen sie die entsprechenden Korrekturen vor.Eine wichtige Aufgabe der MaschinenmechanikerInnen ist dieÜberwachung und regelmäßige Kontrolle des Maschinenparks bzw. der Anlagen eines Betriebes. Dabei führen sievor allem Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten durch, z.B. den Austauscheinzelner Maschinenteile, die einekurze Lebensdauer aufweisen oder verbraucht werden (Antriebe, Lager, Dichtungenusw.), die Reinigung und Schmierung bestimmter Maschinenteile sowie denAustausch oder die Ergänzung von Betriebsstoffen (Schmier- und Kühlmittel, Hydraulikflüssigkeitusw.). Bei Betriebsstörungenüberprüfen die MaschinenmechanikerInnen die Maschinen mit Mess- und Prüfgeräten, um die Ursacheder Störungen festzustellen und zulokalisieren. Sie zerlegen die Maschinen und reparierendie schadhaften Teile oder tauschensie gegen neue Ersatzteile aus. Dann bauen sie dieMaschine wieder zusammen und nehmen sie für die erforderlichenFunktionskontrollen in Betrieb. In der Berufspraxis spezialisierensich MaschinenmechanikerInnen häufig entweder auf die Produkte bzw.Produktgruppen bestimmter Branchen (z.B. Maschinenbau, Werkzeug- und Vorrichtungsbau, Herstellung von Metall-und Kunststoffwaren wie etwa Motorenbestandteile) oder auf bestimmte Tätigkeitsbereiche, z.B. Zerspanungstechniken (CNC-Drehen oder CNC-Fräsen),CAD/CAM-Technik (computergestützteKonstruktion und Fertigung), Fertigungsplanung (Entwicklung vonFertigungsprogrammen), Arbeitsvorbereitung, Steuerungs- und Regelungstechnik,Sondermaschinenbau, Serienfertigung oder Qualitätssicherung.
MasseurIn:
MasseurInnen führen vor allem Massagenzur Erhaltung des allgemeinen Wohlbefindens und zu sportlichen Zweckendurch, aber auch Bewegungstherapie und Gymnastik. Zuihren Aufgaben gehören weiters verschiedene Maßnahmen zur Hebung derkörperlichen Widerstandsfähigkeit und Leistungssteigerung, z.B.Wärmebehandlungen (warme Umschläge und ähnliches), Bestrahlungen(Infrarot-Wärmestrahlung), Schlammpackungen (Moorerde und Schlamm) undWasserbehandlungen nach Kneipp (Wechsel von Warm- und Kaltwasser). Bei der Massage erkundigen sich dieMasseurInnen zuerst bei den Kunden nach eventuell vorliegenden ärztlichenBefunden und Verschreibungen. Sie erfragendie Wünsche der Kundenund tragen deren Daten in die Kundenkartei ein. Älteren oder gebrechlichen Personen helfen sie beim Auskleiden und beim Hinlegen auf denMassagetisch. Anschließend erstellensie einen Tast- undSichtbefund. Sie untersuchen die Hautauf Rötungen, Ekzeme usw. und stellen durch Tasten denSpannungszustand der Muskeln, Verhärtungen und die Dehnbarkeit des Gewebesfest. Bei Gelenksmassagen prüfen sie auch den Bewegungsumfang des Gelenkes. Diese Untersuchungen haben denZweck, die einzelnen Handgriffe in ihrer Art und Dosierungfestzulegen. Sietragen Massageöl auf den Körper auf, um den Reibungswiderstand zu verringern,und behandeln ihn dann je nach Massagestellemit streichenden, reibenden, knetenden, klopfenden und vibrierenden Handgriffen. Bei einer Ganzkörpermassage werden zuerst die Beine undArme und dann der Leib behandelt. Am Ende der Massage helfen die MasseurInnen den Kunden gegebenenfalls beim Aufstehen und Ankleiden. Dann bereiten siedas Massagebett für die nächste Massage vor. Die MasseurInnen führen ihre Arbeit zum größten Teil mitden bloßen Händen aus. Manchmalverwenden sie auch verschiedene Hilfsmittel wie Saugglocken oder Massagegeräte. Gewerbliche MasseurInnen dürfen laut Gesetz nur den gesundenKörper behandeln. Danebengibt es Heilmasseure, die nach dem Besuch eines in der Regel sechswöchigen Ganztagskurses und der Ablegung einer staatlichen Prüfung unterAufsicht von Ärzten Heilmassagendurchführen dürfen.  
MaurerIn
MaurerInnenerrichten Bauwerke und Bauwerksteile aus verschiedenen Baumaterialien bzw. Fertigbauteilen im Hoch- und Tiefbau und führenauch Reparatur-, Restaurierungs- und Umbauarbeiten an Bauwerken durch. ZumHochbau gehören z.B. Wohnhäuser, öffentliche Bauten, Industrie- undVerkehrsbauten. Zum Tiefbau zählen z.B. Brücken und Kraftwerksbauten. Nach technischen Unterlagen wieBauzeichnungen, Plänen und Skizzen errichten MaurerInnen Mauerwerke und Gebäudeaus unterschiedlichsten Baumaterialien wie Ziegel, Natursteinen, Beton und Stahlbeton. Mit Mischmaschinenstellen sie nötige Baustoffe, zum Beispiel Mörtel, Kunststoffmörtel oder Zement her. Vor allem im Innenausbau verwenden sie Füll-, Isolier-und Dämmstoffe. Zum Verputzenverwenden sie Kellen und kontrollieren ihre Arbeit mit Wasserwaage und Lot. Zuihren Aufgaben gehören auch Maßnahmen zur Qualitätssicherung sowie dieDokumentation ihrer Arbeiten. Bei der Errichtung eines Bauwerkessind neben den MaurerInnen auch andereFacharbeiterInnen des Baugewerbes und der Bauhilfsgewerbe(z.B. SchalungsbauerIn, MalerIn und AnstreicherIn) sowie zahlreiche angelernteArbeiterInnen und HilfsarbeiterInnen beschäftigt.Inder Baugrube, die entsprechend dem Bauplan meistmit Baggern ausgehoben wird,legen die MaurerInnen das Fundament eines Gebäudes an. Wenn der dafür verwendeteBeton ausgehärtet ist, errichten sie die Kellermauer aus Beton oder Betonschalsteinen. Sie sorgen durchAuftragen von Schutzanstrichen an den Außenflächen der Kellermauern für dieFeuchtigkeitsisolierung. Über der Kellermauer errichten die MaurerInnen eineMassivdecke aus Fertigteilen oder Beton. Vor dem Herstellen einer Betondeckemüssen sie eine Abstützung der Deckenkonstruktion gegen den Kellerbodenaufstellen (Pölzung). Dann verlegen sie die Deckenträger und die Deckensteinesowie Bewehrungen (Stahleinlagen, die die Zugfestigkeit der Decke erhöhen).Darüber gießen die MaurerInnen eine Betonschicht (Fertigbeton).Anschließend errichten sie dieGeschossmauern (tragende Wände) aus künstlichen oder natürlichen Steinen. Diesewerden entweder aus Beton gegossen oder im Montagebau durch Fertigteile aus Holz oder Beton hergestellt, die sie auf der Baustellemontieren. Neben tragenden Wänden errichten sie auchnichttragende Zwischenwände, die sie ebenfalls mauern oder montieren.Beim Aufstellen von Ziegel- undBetonmauern arbeiten die MaurerInnen nach Bauplänen und Anweisungen von Polieren. Sie richten die Mauersteine mitSchnur, Lot und Wasserwaage aus und verbinden sie mit einer Mörtelschicht.Mörtel ist ein Gemisch aus Sand, Wasser, Zement oder Kalk, das nach einerbestimmten Trockenzeit aushärtet und dadurch das Mauerwerk bindet. Je nach Artdes zu bindenden Mauerwerks verwenden die MaurerInnen verschiedene Mörtelarten:Bei Bauteilen, die eine hohe Festigkeit aufweisen sollen, verwenden dieMaurerInnen Mörtelmischungen mit besonders hohem Zementanteil. Um dasEindringen und Gefrieren von Wasser im Mauerwerk zu verhindern, setzen die MaurerInnendem Mörtel Dichtungs- und Gefrierschutzmittel zu. Beim Errichtenvon Mauern, Decken und Fundamenten beachten die MaurerInnen die Planunterlagen, indenen alle Aussparungen für Türen und Fenster sowie Schlitze und Durchbrüchefür Gas-, Wasser- und Stromleitungen angegeben sind. Anschließend verputzen die MaurerInnen die Wände und Decken mitPutzmörtel, wobei sie als Bindemittel des Mörtels vorwiegend Gips, Kalk undZement verwenden. Sowohl Innen- als auch Außenputzarbeitenführen die MaurerInnen entweder ein- oder mehrlagig mit Putzmaschinen oderdurch händisches Auftragen durch. Im Zuge der Ausbauarbeiten verlegen dieMaurerInnen auf einer Sandschichteinen Estrichunterboden für denspäteren Fußboden. Sie setzen Fenster- undTürstöcke ein und errichten die Stiegen. Weiters betonierensie Kanal- und Putzschächte und verlegen Kanalrohre. Neben der Errichtung von Bauwerkengewinnen mit der zunehmenden Tendenz zur Erhaltung und Erneuerung alterBausubstanzen Sanierungs- undInstandhaltungsarbeiten stark an Bedeutung. Damit werden für MaurerInnen auch Kenntnisse über traditionelleTechniken und Materialien wieder bedeutsam: So werden z.B. Holzdecken undGewölbe heute kaum mehr hergestellt, im Zuge der Althaussanierung gewinnt die Kenntnis ihrer Herstellung jedoch wieder an Bedeutung. Für Instandsetzungsarbeiten werden auch Fertigkeiten in der Herstellung spezieller Mauerverbände und Putzarten sowie im Ziehen vonGesimsen wieder wichtig.
MechatronikerIn:
Früher einmal waren Mechanik und Elektronikstreng getrennte Berufsbereiche. Moderne Technologien bestehen aber gerade ausder Vereinigung dieser beiden Fachrichtungen zur Mechatronik. Im Maschinen-,Anlagen- und Gerätebau spielen mechatronische Systeme eine große Rolle, qualifizierte MitarbeiterInnen müssen deshalb in beiden Bereichen sattelfest sein. Anden höheren technischen Lehranstalten und an den Universitäten gibt es bereitsAusbildungsgänge im Bereich Mechatronik. Auf Facharbeiterebene hat eineAusbildung für Mechatronik bislang gefehlt, deshalb wurde dieser Lehrberufeingeführt.MechatronikerInnen sind für dieHerstellung, Montage und Instandhaltung mechatronischer Systeme im Maschinen-,Anlagen- und Gerätebau zuständig. Sie stellenmechatronische Teile her, bearbeiten sie, bauen mechatronische Baugruppen zusammenund gleichen sie ab. Im Bereich der Werkstoffbearbeitungbearbeiten die MechatronikerInnen Metalle und Kunststoffe mechanisch. Dabeiwenden sie Bearbeitungstechniken wie Messen,Verbinden, Trennen, Bearbeiten von Oberflächen und Montieren an.Auch das Lesen von Werkzeichnungen und Skizzen bzw. dieAnfertigung dieser Pläne gehört zu den Tätigkeiten der MechatronikerInnen. Ein wichtiges Feld ihresTätigkeitsbereichs sind dieElektrotechnik und Elektronik. DieMechatronikerInnen richten Leitungen zu, verlegen sie und schließen sie an. Siemessen elektrische und einschlägige nichtelektrische Größen und wendenmechanische und elektrische Schutzmaßnahmen an. Besonders wichtigist dabei für MechatronikerInnendie Kenntnis elektrischer undelektronischer Bauelemente, die sie dann zu mechatronischen Baugruppeninstallieren.Weiters bauen MechatronikerInnenelektrische, pneumatische und hydraulischeSteuerungen nach Schaltplänen auf und prüfen sie. Dabei reichen ihreTätigkeiten auch in den EDV-Bereich hinein: MechatronikerInneninstallieren und prüfen mechatronische Hardware- und Software-Komponenten.Sie stellen System-Komponenten zusammen, passen Software an und installieren sie, konfigurieren einschlägige Hardware undinstallieren Netzwerke und Bussysteme. Außerdem programmieren und prüfen siedie mechatronischen Systeme. Letztendlich werden Maschinen, Systeme und Anlagenvon den MechatronikerInnen zusammengebaut, montiert und überprüft. Sie stellen die mechatronischenSysteme in Geräten, Maschinen undAnlagen ein und nehmen sie in Betrieb. Ein weiterer Tätigkeitsbereichfür MechatronikerInnen ist die Instandhaltung und Wartung. Bei denWartungsarbeiten suchen die MechatronikerInnen mit speziellen Messvorrichtungensystematisch nach Fehlern, Mängeln und Störungen. Dann grenzen sie diese ein, um sie anschließend zu beseitigen. Im Rahmen ihrer Tätigkeiten planenund steuern MechatronikerInnen Arbeitsabläufe, beurteilen Arbeitsergebnisse undwenden Qualitätsmanagementsysteme an. Sie richten Schutzmaßnahmen zur Verhütungvon Personen- und Sachschäden ein, prüfen diese und dokumentieren sie. Sie erfassen die technischen Daten über den Arbeitsablauf und die Arbeitsergebnisse und dokumentieren sie. Nicht zuletzt beraten sie KundInnen über Einsatz, Anwendung undWartung mechatronischer Systeme. 
Medienfachfrau, -mann – Marktkommunikation und Werbung
Die Medien sind, vereinfacht ausgedrückt,alles was der Kommunikation dient. Heute verstehen wir darunter neben dentraditionellen Medien wie Zeitung, Film oderFernsehen vor allem die sogenannten audiovisuellen Multimediaprodukte.Mit dem Wort "Multimedia" werden Medienprodukte bezeichnet, die mehrere Medien-Elemente vereinen, vor allem Schrift, Bild und Grafik,Ton, Film/Video, Computer-Animationenund anderes. Moderne Medien sind z.B. elektronisch bearbeitete oder hergestellte Videos, computergesteuerte Präsentationsprogramme, Multi-Media-Programme auf CD-Rom,multimedial gestaltete Internet-Seiten usw. Einer der Hauptbereiche derMediengestaltung ist die Werbung.Hier wird Mediendesign auf allen nur denkbaren medialenEbenen eingesetzt (Werbeprospekte, Plakate, Radio-, Fernseh- und Kinowerbung, elektronische Leuchtreklame,Internet-Seiten usw.).Medienfachleute -Marktkommunikation und Werbung beschäftigen sich mit der Planung undEntwicklung von Werbe-Kampagnen. Die berufliche Tätigkeit erfolgt vor allem inWerbeagenturen und umfasst alle Aufgaben im Rahmen der Abwicklung vonWerbeaufträgen. Mediafachleute erstellen dabei Angebote und Kalkulationen fürdie Kundinnen, besprechen mit denKundInnen die Details der Aufträge, entwickelnentsprechende Werbe-Konzepte,erarbeiten Medienstrategien, planen die Medien,sorgen für die Präsentationen (Organisation, Vorbereitung,Durchführung) und betreuen die KundInnen und AuftragnehmerInnen
Medienfachmann, -frau– Mediendesign
Die Medien sind, vereinfacht ausgedrückt,alles was der Kommunikation dient. Heute verstehen wir darunter neben dentraditionellen Medien wie Zeitung, Film oderFernsehen vor allem die sogenannten audiovisuellen Multimediaprodukte.Mit dem Wort "Multimedia" werden Medienprodukte bezeichnet, die mehrere Medien-Elemente vereinen, vor allem Schrift, Bild und Grafik,Ton, Film/Video, Computer-Animationenund anderes. Moderne Medien sind z.B. elektronisch bearbeitete oder hergestellte Videos, computergesteuerte Präsentationsprogramme, Multi-Media-Programme auf CD-Rom,multimedial gestaltete Internet-Seiten usw. Einer der Hauptbereiche derMediengestaltung ist die Werbung.Hier wird Mediendesign auf allen nur denkbaren medialenEbenen eingesetzt (Werbeprospekte, Plakate, Radio-, Fernseh- und Kinowerbung, elektronische Leuchtreklame,Internet-Seiten usw.). DieHerstellung und Gestaltung von Medien ist heute ein bedeutender undständig wachsender Wirtschaftszweig, der an die Beschäftigtenhohe Anforderungen in fachlicher und gestalterischer Hinsicht stellt. Der Lehrberuf"Medienfachmann/-frau - Mediendesign" bildet gemeinsam mit dem Lehrberuf "Medienfachmann/-frau- Medientechnik" den Lehrberufs-Bereich "Medienwirtschaft". DieAusbildungsinhalte der beiden Lehrberufe sind sehr ähnlich, haben aber jeweilsunterschiedliche Schwerpunkte: Gestaltung (Design) einerseits und technischeUmsetzung bzw.Produktion andererseits. Medienfachleute - Mediendesign planendie Mediengestaltungs-Projekte und konzipieren die Medienproduktionen. Sieführen die projektbezogene Betreuung und Beratung der KundInnen durch. Dabeierhalten sie von diesen die Vorlagen (z.B. Texte, Bilder, Ton- undVideoaufnahmen usw.), die siedann rechnergestützt umsetzen. Die Vorlagen für eine Medien-bzw. Multimediaproduktion könnenin "analoger" Form vorliegen(Fotos, Videos, Grafiken,Text-Manuskripte, Tonband-Aufzeichnungen usw.)oder bereits digitalisiert sein (z.B. Digitalfotografie, Klangdateien).Medienfachleute können mit beiden Arten von Vorlagen umgehen, aber vor allembeherrschen sie auch die Umwandlung von analogen in digitale Vorlagen (z.B.mittels der Scanner-Technik oder mittels Computerprogrammen zur Digitalisierungvon Videos). Dabei benutzen sie Scanner zur Übernahme von Bilddaten in derdigitalen Bildbearbeitung und Bildkorrektur. Oft erstellen sie eigenesVorlagenmaterial, indem sie z.B. Digital-Fotos aufnehmen. Auch das Konzipieren(Planen) und Produzieren von Videos fällt in diesen Aufgabenbereich. Medienfachleute - Mediendesignverfügen über ein umfassendes Wissenim Bereich der EDV (Kenntnis und Anwendung von Hard- und Software) und derNetzwerktechnik (Internet, Datenbanken). Der Begriff "Netzwerktechnik" bezeichnet die Verbindung der einzelnen Computer-Arbeitsplätze bzw. Workstations innerhalb des Betriebs(Intranet) sowie das weltweite Computernetz "Internet" (World Wide Web). In solchen Netzwerken werdenheute Unmengen an Informationen aus allen Lebens- und Wissensbereichenangeboten, wobei immer größerer Wert auf eineansprechende, übersichtliche und benutzerfreundliche Gestaltung dieser Internet-Seiten ("Home-pages" oder "Sites") gelegt wird, da sie ja auch vielfach von Firmen undInstitutionen zu Werbezweckengenutzt werden. Die Gestaltung von Internet-Seiten stellt dabei einenSchwerpunkt der Arbeit von Medienfachleuten - Mediendesign dar. Sie beherrschenTextverarbeitungsprogramme, Datenbankprogramme, Grafik- und Zeichenprogramme,Bildbearbeitungsprogramme und Layoutprogramme. Bei der Planung und Herstellungdreidimensionaler Multimediaprodukte digitalisieren sie Text-, Bild- undTonsequenzen und verbinden diese Elementeim Medienprodukt. Dabei planen sie auch voraus und konzipieren dieMöglichkeiten der Mehrfachnutzung von Daten. Ein weiterer wichtiger Bereich ihrerArbeit ist die Qualitätssicherung. Die Medienfachleute - Mediendesignbeurteilen und prüfen ihre Arbeitsergebnisse,vor allem hinsichtlich der Einhaltungvon Vorgaben (z.B. bestimmte Kundenwünsche, aber auch technische Standards, z.B. Systemanforderungen anEDV-Geräte und -Programme).Von großer Bedeutung ist schließlichdie professionelle Produktpräsentation. Dafür beherrschen die Medienfachleute -Mediendesign verschiedene Präsentationstechniken und denUmgang mit den KundInnen bei der Klärung technischer und gestalterischer Einzelheiten der Medienprodukte.
Medienfachfrau – Medientechnik:
Die Medien sind, vereinfachtausgedrückt, alles was der Kommunikation dient. Heute verstehen wir darunterneben den traditionellen Medien wie Zeitung, Film oder Fernsehen vor allem die sogenannten audiovisuellenMultimediaprodukte. Mit dem Wort "Multimedia" werden Medienprodukte bezeichnet, die mehrere Medien-Elemente vereinen, vor allem Schrift, Bild und Grafik,Ton, Film/Video, Computer-Animationenund anderes. Moderne Medien sind z.B. elektronisch bearbeitete oder hergestellte Videos, computergesteuerte Präsentationsprogramme, Multi-Media-Programme auf CD-Rom,multimedial gestaltete Internet-Seiten usw. Einer der Hauptbereiche derMediengestaltung ist die Werbung.Hier wird Medientechnik auf allennur denkbaren medialenEbenen eingesetzt (Werbeprospekte, Plakate, Radio-,Fernseh- und Kinowerbung, elektronische Leuchtreklame, Internet-Seitenusw.). Die Herstellung und Gestaltung von Medien ist heute ein bedeutender und ständig wachsender Wirtschaftszweig,der an die Beschäftigtenhohe Anforderungen in fachlicher und gestalterischer Hinsicht stellt. DerLehrberuf "Medienfachmann/-frau - Medientechnik" bildet gemeinsam mitdem Lehrberuf "Medienfachmann/-frau - Mediendesign" denLehrberufs-Bereich "Medienwirtschaft". Medienfachleute - Medientechnikplanen die Mediengestaltungs-Projekte und konzipieren die Medienproduktionen.Sie organisieren die erforderlichen Arbeitsschritte und Arbeitsmittel undbereiten die Medienprodukte für dieAusgabe in unterschiedlichen Medien vor. Siekennen den Produktmarkt und die Marktentwicklungstrends genau. Von ihrenKundInnen erhalten sie die Vorlagen (z.B. Texte, Bilder, Ton- undVideoaufnahmen usw.), und setzen diese dann rechnergestützt um. Die Vorlagenfür eine Medien- bzw. Multimediaproduktion können in "analoger" Formvorliegen (Fotos, Videos, Grafiken, Text-Manuskripte, Tonband-Aufzeichnungenusw.) oder bereits digitalisiertsein (z.B. Digitalfotografie, Klangdateien). Medienfachleute können mit beidenArten von Vorlagen umgehen, aber vor allem beherrschen sie auch die Umwandlungvon analogen in digitale Vorlagen (z.B. mittels der Scanner-Technik odermittels Computerprogrammen zur Digitalisierung von Videos). Dabei benutzen sieScanner zur Übernahme von Bilddatenin der digitalen Bildbearbeitung undBildkorrektur. Oft erstellen sie eigenes Vorlagenmaterial, indem sie z.B.Digital-Fotos aufnehmen. Auch das Konzipieren (Planen) und Produzieren vonVideos fällt in diesen Aufgabenbereich. Medienfachleute - Medientechnik sind mit anspruchsvollen Gestaltungsmöglichkeiten vertraut(z.B. Bewegtbildsequenzen undAudiosequenzen), sie retuschieren Bilder und korrigieren die Farben inverschiedenen Farbraummodellen. Außerdem erstellen die Medienfachleute -Medientechnik ein- und mehrseitige Composingarbeiten, sie verbindenTextsequenzen, Bildsequenzen und Tonsequenzen unter Verwendung dereinschlägigen Software. Die von ihnen erstellten Animationen sind zwei- unddreidimensional.Medienfachleute - Medientechnikverfügen über ein umfassendes Wissen im Bereich der EDV (Kenntnis und Anwendungvon Hard- und Software) und der Netzwerktechnik (Internet, Datenbanken).Der Begriff "Netzwerktechnik" bezeichnetdie Verbindung der einzelnen Computer-Arbeitsplätze bzw. Workstationsinnerhalb des Betriebs (Intranet) sowie das weltweite Computernetz"Internet" (World WideWeb). In solchen Netzwerken werden heute Unmengen an Informationen aus allenLebens- und Wissensbereichen angeboten, wobei immer größerer Wert auf eine ansprechende, übersichtliche und benutzerfreundliche Gestaltung dieser Internet-Seiten ("Home-pages" oder "Sites") gelegt wird, da sie ja auch vielfach von Firmen undInstitutionen zu Werbezweckengenutzt werden. Die Gestaltung von Internet-Seiten stellt dabei einenSchwerpunkt der Arbeit von Medienfachleuten - Medientechnik dar. Siebeherrschen Textverarbeitungsprogramme, Datenbankprogramme, Grafik- undZeichenprogramme, Bildbearbeitungsprogramme und Layoutprogramme. Bei der Planungund Herstellung dreidimensionaler Multimediaprodukte digitalisieren sie Text-,Bild- und Tonsequenzen und verbinden diese Elementeim Medienprodukt. Dabei planen sie auch vorausund konzipieren die Möglichkeiten der Mehrfachnutzungvon Daten. Medienfachleute - Medientechnik planen die Datenorganisation und Datenarchivierung.Sie übernehmen Daten, transferieren, konvertieren, sichern und archivieren sie. Einweiterer wichtiger Bereich ihrer Arbeit ist die Qualitätssicherung. DieMedienfachleute - Medientechnik beurteilen und prüfen ihre Arbeitsergebnisse, vor allemhinsichtlich der Einhaltung von Vorgaben (z.B. bestimmte Kundenwünsche, aber auch technische Standards, z.B. Systemanforderungen an EDV-Geräte und-Programme). Von großer Bedeutung ist schließlichdie professionelle Produktpräsentation. Dafür beherrschen die Medienfachleute -Medientechnik verschiedene Präsentationstechniken und denUmgang mit den KundInnen bei der Klärung technischer und gestalterischer Einzelheiten der Medienprodukte.
MesserschmiedIn:
MesserschmiedInnen erzeugen, wartenund reparieren Schneidewerkzeuge für Gewerbe, Industrie und Privathaushalte(z.B. Haushalts- und Taschenmesser, Chirurgiemesser sowie verschiedenartige Scheren, Fleischwölfe, Kartoffelschneider,Brot- und Wurstschneidemaschinen fürdas Nahrungsmittelgewerbe, Rasenmäher, Heckenscheren und Kettensägen sowieandere Schneidmaschinen für Forstwirtschaft und Gartenbau). Hierfürverwenden sie Maschinen, wie z.B. Schleif-, Press-, Schmirgel-, Poliermaschinen, Präzisionsmessgeräte usw. Je nach Art des Schneidewerkzeugs arbeiten siehandwerklich oder führen die Arbeitenteil- oder vollautomatisch an den Maschinen aus. ImVordergrund ihres Aufgabenbereiches stehen dabei Wartungsarbeiten, vor allem das Schleifen industriell hergestellter Schneidewerkzeuge. So erhalten sie z.B.von Großküchen, Fleischereien oder Friseuren in regelmäßigen Abständenwartungsbedürftige Hand- und Maschinenmesser oder Spezialscheren; für privateHaushalte schleifen sie vor allem Scheren und Messer. Im ländlichen Bereich undin Fremdenverkehrsorten üben MesserschmiedInnen den Beruf zum Teil in mobiler Form aus, indem sie miteinem Lieferwagen zu den verschiedenen KundInnen fahren. Nebenden Wartungsarbeiten ist der Kleinhandel mit Schneidewerkzeugen eine weitere wichtigeAufgabe der MesserschmiedInnen. Sie führenden Einkauf von Stahl- und Schneidwaren, die Lagerhaltung, die Buchführung, diefachliche Kundenberatung und den Verkauf durch. DieErzeugung von Schneidewerkzeugen spielt bereits eine untergeordnete Rolle im Beruf.Die wenigen Erzeugerfirmen setzen hauptsächlich angelernte Arbeitskräfteein, während die FacharbeiterInnen für Reparaturarbeiten zuständig sind. Beider Herstellung von Spezialschneidewerkzeugen werden maschinell geschmiedete Werkstücke (Rohlinge) bearbeitet, diedann gehärtet werden, wobei sie durch Erhitzen auf eine hohe Temperaturgebracht und anschließend in einemÖlbad ausgekühlt werden. Zur Beseitigung der entstehenden Härtespannungenwerden sie kurz erwärmt und langsam abgekühlt ("Anlassen"), danngeschliffen und poliert. Für das Schleifen von Werkstücken(z.B. Messer) verwenden die MesserschmiedInnen meist spezielleSchleifmaschinen. Dabei spannen sie das zu schleifende Schneidewerkzeug in einedafür vorgesehene Vorrichtung. Je nach Schleifmaschinentyp bewegen sie die rotierendeSchleifscheibe oder das Schneidewerkzeug längs der zu schleifenden Scheibe. ZurErzielung eines einwandfreien Schliffes errechnen die MesserschmiedInnendie geeignete Drehgeschwindigkeit der Schleifscheibe. Diese ist von derStahlsorte des Schneidewerkzeuges, vom Material der Schleifscheibesowie von der Art der verwendeten Kühlflüssigkeit abhängig. Nach Berechnung der Rotationsgeschwindigkeitstellen sie den Vorschub der Schleifmaschine ein. Der Vorschub ist diefestgelegte Geschwindigkeit der Fortbewegung der rotierenden Scheibe am zuschleifenden Schneidewerkzeug. Nach dem Vor- und Fertigschleifen ziehen die MesserschmiedInnen die Schneidedes Werkstückes mit einem feinen Ölstein ab, umSchleifgrate zu entfernen. Bei Spezialisierung auf einen bestimmtenMaschinentyp bauen sie häufig auchdie Schneidewerkzeuge selbst aus den Maschinen aus und montieren sie nach derWartung wieder.Zuden häufigsten Reparaturarbeiten der MesserschmiedInnen gehört das Erneuern von Messergriffen aus Holz,Kunststoff, Metall oder Horn. Dabei stellen dieMesserschmiedInnen auch Lötverbindungen her.Die Griffe verschweißen, vernieten oder verschrauben sie. In geringemUmfang restaurieren die MesserschmiedInnen auch alte, wertvolle Bestecke.
MetallbearbeiterIn:
MetallbearbeiterInnen beherrschen die grundlegenden Metallbearbeitungstechniken.Sie arbeiten vorwiegend in der Herstellung von Maschinen und Geräten. Sie fertigen dieeinzelnen Maschinenelemente und Maschinenersatzteile an und bauen sie zusammen.Die fertigen Maschinen/Geräte montieren sie am Bestimmungsort, nehmen sie inBetrieb und überprüfen alle Funktionen. In der Ausbildung lernen die MetallbearbeiterInnen alle Werkzeuge, Maschinen und Geräte der Metallbearbeitung kennen underwerben genaue Kenntnis der Werkstoffe und Hilfsstoffe, ihrer Eigenschaften,Verwendungsmöglichkeiten und Bearbeitungsmöglichkeiten. Sie erlernen das Lesen und Anwenden technischer Unterlagen (Konstruktionszeichnungen und -pläne, technische Beschreibungen und Anleitungen) und fertigen auchselbst Skizzen von Werkstücken und Konstruktionen an. Der zentrale Bereich der Ausbildung ist diehändische und maschinelle Formungund Bearbeitung der metallischen Werkstücke (Maschinenteile). HandwerklicheMetallbearbeitungstechniken sind vor allem das Messen, Anreißen, Feilen, Sägen,Bohren, Gewindeschneiden, Senken, Schleifen und Meißeln sowie dieWärmebehandlung und die Blechbearbeitung; bei den maschinellen Verfahrendominieren das Drehen und das Fräsen sowie die maschinelle Blechbearbeitung.Ein wichtiger Ausbildungsinhalt sind die Befestigungs- undVerbindungstechniken; es wird zwischen lösbaren (Schrauben) und unlösbarenVerbindungen (Nieten, Löten, Kleben) unterschieden. Die wichtigsteVerbindungstechnik ist aber wohl das Schweißen, wobei zwei Metallteile durchHitzeeinwirkung an den Verbindungsstellen verschmolzen werden. Metalltechnikererlernen verschiedene Schweißtechniken wie das Elektroschweißen (Lichtbogenschweißen)und das Schutzgasschweißen (Gasschmelzschweißen). Aber es sind auchentsprechende Trennverfahren erforderlich, z.B. das Brennschneiden. GroßeBedeutung kommt in der Metallbearbeitungauch der Oberflächenbehandlung zu,die dem Oberflächenschutz und der Verhinderung von Korrosion (z.B. durchVerrosten) dienen; MetallbearbeiterInnen bereiten die Werkstücke für die Oberflächenschutzbehandlung vor.DaMetallbearbeiterInnen vorwiegend im Maschinenbau tätig sind, benötigen sie genaue Kenntnisse und Fertigkeiten im Ein-und Ausbau von Maschinenelementen und Bauteilensowie im Zusammenbauen, Zerlegen und Instandsetzen von Maschinen und Geräten.Sie wissen auch überMaschinensteuerungen Bescheid und beherrschen den Zusammenbau und dieVerbindung von hydraulischen und pneumatischen Bauelementen und Baugruppen. Fürdie Maschinenwartung sind auch Kenntnisse der Kühl- und Schmiermittel wichtig.
MetalltechnikerIn – Blechtechnik:
MetalltechnikerInnen - Blechtechnik stellen aus verschiedenen Arten von Blech (Stahlblech, Alublech usw.) Metallkonstruktionen,Metallgehäuse und Metallelemente her. Sie fertigen Blechteile für Behälter,Gehäuse und andere Blechprodukte, bauen siezusammen und montieren sie amjeweiligen Bestimmungsort. Zu Ihren Aufgaben gehören auch die Maßnahmen zumOberflächenschutz und zur Oberflächengestaltung (z.B. Rostschutz, Lackierung) sowie dieWartung und Reparatur der Produkte. Die MetalltechnikerInnen - Blechtechnikbeherrschen alle händischen Metallbearbeitungstechniken, arbeiten heute aber meist mitcomputergesteuerten (CNC-)Maschinen,die sie auch selber programmieren. Zu den vorrangigenAnforderungen im Beruf zählt auch die genaueKenntnis und Beherrschung der gebräuchlichenGas- und Elektroschweißverfahren.Zuden wichtigsten Erzeugnissen in der Blechtechnik gehören Behälter (z.B. Wannen,Kessel), Gehäuse, Schaltkästen, Schutzabdeckungen, Blechbestandteile für Geräte derKältetechnik und des Lüftungsbaues sowie Türen und Rahmen. Bei der Herstellung eines Werkstückes gehen dieMetalltechnikerInnen - Blechtechnik folgendermaßen vor: Zunächst schneiden siedie benötigten Einzelteile anhand von Schablonen oder einerKonstruktionszeichnung mit einer Hand- oder Maschinenblechschere aus einergroßen Blechtafel aus. Anschließend bearbeiten sie die zugeschnittenenBlechteile durch Stanzen, Fräsen, Bohren usw.und bringen die erforderlichen Einschnitte, Löcher und Gewinde an. Die Formung der einzelnen Teile erfolgt mitverschiedenen Spezialmaschinen. An der Blech-und Biegemaschine formen sie das Blech zu zylindrischenoder kegelförmigen Werkstücken. An der Abkantmaschine biegensie die Ränder derBlechteile, um ihre Stabilität zu verstärken. Die geformten Einzelteile werdensodann miteinander verbunden, wobeisowohl lösbare als auch unlösbare Verbindungstechniken angewandt werden. Eine lösbare Verbindung entsteht z.B. durchVerschrauben, unlösbare Verbindungstechniken sind z.B.Löten, Kleben oder Clintschen.Besondere Bedeutung kommt hier aber dem Schweißen zu. Die MetalltechnikerInnen- Blechtechnik führen alle Arten von Schweißtechniken durch; dazu gehören diegängigen Elektro- und Schutzgas-Schweißverfahren (Lichtbogenschweißen,Gasschmelzschweißen), aber auch eine Reihe spezieller Verfahren wie WIG(Wolfram-Inert-Gas-Schweißen), MIG (Metall-Inert-Gas-Schweißen), MAG(Metall-Aktiv-Gas-Schweißen) und Widerstandsschweißen (Punktschweißen). Ebenso vertraut sind sie mitder Schweißmetallurgie, also mit dem Verhalten der verschiedenenWerkstoffe (Eisen, Stahl, Edelstahl, Aluminium usw.) bei Hitzeeinwirkung durchSchweißprozesse. Nach dem Schweißen müssen die Schweißnähte nachbearbeitetwerden, indem die Naht- und Verbindungsstellen glatt geschliffen werden.Wichtige Abschlussarbeiten sind derOberflächenschutz (Auftragen eines Rostschutzanstrichs) und fallweise dieMontage von Beschlägen (z.B. Schlösser und Griffe). Einewichtiger Aufgabenbereich der MetalltechnikerInnen - Blechtechnik ist die Wartung und Reparatur. Sie überprüfenblechtechnische Anlagen (z.B. Heizanlagen, Getriebekästen) und stellen Schäden und Funktionsmängel fest. Sie wechselnschadhafte Teile aus oderreparieren sie gegebenenfalls. In Industriebetrieben erfolgt dieBlechbe- und -verarbeitung arbeitsteilig, wobei die MetalltechnikerInnen -Blechtechnik auf bestimmte Arbeitsgänge spezialisiert sind (z.B. maschinellesZurichten des Materials oder Zusammenbauen von Einzelteilen). In der Fertigungwerden zunehmend computergesteuerte Blechbearbeitungsmaschinen (CNC-Maschinen;CNC = Computer-Numeric-Control) eingesetzt. Hier beschränkt sich die Aufgabe der MetalltechnikerInnen - Blechtechnik auf das Einstellen dieserteil- bzw. vollautomatischen Maschinen sowie auf dasKontrollieren der erzeugten Werkstücke. In Klein-und Mittelbetrieben des Gewerbesführen die MetalltechnikerInnen- Blechtechnik vorwiegend Wartungs- und Reparaturarbeiten an Blechbestandteilen von Geräten undAnlagen durch. 
MetalltechnikerIn – Fahrzeugbautechnik:
MetalltechnikerInnen - Fahrzeugbautechnikstellen Rahmen, Fahrgestelle und Aufbauten für Nutzfahrzeuge, Spezialfahrzeuge und Anhänger her (z.B. für Tankwagen, Busse,Feuerwehr- und Müllfahrzeuge, selbstfahrende Baumaschinen undlandwirtschaftliche Maschinen, Kräne, Container usw.). Weiters führen sie auchUmbauten und Reparaturen an den Aufbauten sowie an den pneumatischen Brems-,Hebe- und Steuereinrichtungen dieserFahrzeuge durch.Vor der Herstellung einesFahrzeugaufbaus besprechen die MetalltechnikerInnen - Fahrzeugbautechnikzunächst die Einzelheiten der Ausführung mitden KundInnen und den KonstruktionsingenieurInnen. Sodann transportieren sie die benötigten Materialien (Metallbleche, Band-und Profileisen) mit einem Hubstapler odereiner Kranvorrichtung in die Werkstatt bzw. die Werkshalle. Sie übertragen die in den Konstruktionsplänenangegebenen Maße mit verschiedenen Messwerkzeugen auf diese Materialien undmarkieren die Maßpunkte und -linien durch Einschlagen von Kerben("Ankörnen") und Anreißen mit einer Reißnadel. Weiters schneiden siedie Materialien mit Hand- oder Maschinensägen,Trennscheiben, Schneidbrennern oder Maschinenscheren zu oder stanzendie Teile an einer Stanzmaschine aus (vor allemin der Serienfertigung). Die zugeschnittenen Teile formen sie durchAbwinkeln, Profilieren und Abschrägen, wobei sie sogenannte Winkelstanzen oder Abkantpressenverwenden, oder durch Warmbiegen mit Anwärmvorrichtungen, wobei das Materialmit Hämmern in die gewünschte Form gebracht wird. Sie bohren mit Hand- oder Tischbohrmaschinen die für die Befestigung mit Schrauben oderNieten erforderlichen Löcher und schleifen Oberfläche und Kanten der Werkstückemit einer Schleifmaschine ab. Nachdem sie die Werkstücke nachgemessen undausgerichtet sowie mit Befestigungslaschen und -winkeln, Verschlüssen undBeschlägen versehen haben, bauen sie die Einzelteile zusammen und verschweißendie Verbindungsstellen. Abschließend schleifen sie die Schweißnähte ab,verspachteln Unebenheiten in der Oberfläche mitSpachtelmasse und lackieren die Rohaufbauten entweder händisch mit einemPinsel, mit einer Spritzpistole oder in automatischen Tauch- und Spritzanlagen(nur in größeren Betrieben). Sie bauen Armaturen, Steuer- und Messanlagen sowiehydraulische und pneumatische Vorrichtungenein und montieren den Fahrzeugaufbau am Fahrgestell. Weiters führen dieMetalltechnikerInnen - Fahrzeugbautechnik auch Wartungs- und Reparaturarbeitenan Fahrzeugaufbauten, Fahrgestellen und Fahrzeugrahmen durch, wobei sie z.B.die Federung, die Bremsanlage sowie die hydraulischen und pneumatischen Einrichtungenüberprüfen und warten, schadhafte Teile (Bremsbeläge, Mess- und Steuergeräteusw.) austauschen und Blechschäden sowie Schädenam Fahrzeugrahmen ausbessern. Bei der Instandsetzung eines verbogenenFahrzeugrahmens stellen sie zunächstdas Schadensausmaß fest undbauen die bei der Reparaturhinderlichen Teile aus. Sie verankerndas Fahrzeug auf einer sogenannten Richtbank, die mit einem Gerät zur Bestimmungder Lage von Karosseriefixpunkten des jeweiligen Fahrzeugtyps ("Richtsatz") versehen ist. Den Rahmenbefestigen sie sodann mit Ketten an einer hydraulischenVorrichtung und ziehen ihn damit in die ursprüngliche Lage("Richten"). Jene Teile, die nicht mehr gerichtet werden können,schneiden sie heraus und ersetzen sie durch Einschweißen entsprechender neuerBauteile. Abschließend verspachteln, grundieren und lackieren sie dieReparaturstellen und bauen die abmontierten Teile wieder ein.Weitere Aufgaben der MetalltechnikerInnen - Fahrzeugbautechnik sind der Einbaubzw. die Montagevon Zusatzeinrichtungen an Fahrzeugen,z.B.der Einbau einer hydraulischen Ladebordwand in Lieferwagen (eine Ladebordwand ist eineFahrzeugrückwand, die mit einer Hebevorrichtung zum Be- und Entladen ausgestattet ist), der Einbau von Sanitäranlagen in Bussen oder der Umbau von Karosserieteilenserienmäßig hergestellter Fahrzeuge. In kleineren Gewerbebetrieben im ländlichen Raum sind die MetalltechnikerInnen- Fahrzeugbautechnik auch mit land- und forstwirtschaftlicher Maschinen befasst(Herstellung; Wartung und Reparatur der Fahrgestelle und Aufbauten; Reparaturenan den Motoren und Getriebeteilen dieser Maschinen). Weiters führen sie hier mitunterauch Arbeiten des Baunebengewerbes durch, wobei sie z.B. Portale, Roll- undKipptore, feuerfeste Schutztüren sowie Balkon- und Ziergitter anfertigen.
MetalltechnikerIn – Metallbautechnik:
MetalltechnikerInnen -Metallbautechnik arbeiten sowohl in der Fertigung als auch in der Montage. Siestellen Metallbau-, Fassaden- und Fensterelemente her, bauen diese Elementezusammen, montieren sie und verbinden Fassadenkonstruktionen und Fassadenelementezu kompletten Fassaden. Weitere wichtige Aufgabenbereiche sind dieOberflächenbehandlung und der Oberflächenschutz (Rostschutz, Schutz gegenUmwelteinflüsse) sowie Wartungs-und Reparaturarbeiten an denMetallbau- und Fassadenkonstruktionen. Zur Erfüllung dieser Aufgaben ist heute jeweils die Anwendung der modernstenMetallbau- und Fassadentechnologien unentbehrlich. In der Produktion von Metallbau-,Fassaden- und Fensterelementen sind die MetalltechnikerInnen - Metallbautechnikvorwiegend mit dem Einstellen und Bedienen computergesteuerterFertigungsanlagen und –maschinen befasst, mit denen sie zunächst die Grundbestandteileder Metallbauprodukte fertigen. Sie programmierenund bedienen CNC-Werkzeugmaschinen und bedienen/überwachenelektrische, pneumatische undhydraulische Antriebe, mit denen die Metall- und Blechteile geformt werden. DieMetalltechnikerInnen - Metallbautechnik müssenalle wichtigen händischen und maschinellen Werkstoff- undMetallbearbeitungstechniken beherrschen (Anreißen, Feilen, Sägen, Bohren,Gewindeschneiden, Senken, Schleifen, Nieten, Richten, Passen, Abkanten,Schären, Wärmebehandeln, Drehen, Fräsen, Brennschneiden), ebenso die Verbindungstechniken wie Schrauben, Löten, Kleben, Nieten und vorallem Schweißen. Die wichtigsten Schweißtechniken sind das Elektroschweißen (Lichtbogenschweißen) und das Schutzgasschweißen (Gasschmelzschweißen), wobei in diesem Beruf zusätzlich besondere Schweißfertigkeiten und –kenntnisse erforderlich sind,vor allem das Anbringen von Mehrlagen-Schweißnähten, das Schweißen in Zwangslage sowie das Schweißenvon besonderen Materialien wie Aluminium, Edelstahl und Kunststoff. Die MetalltechnikerInnen- Metallbautechnik bauen diegefertigten Einzelteile zu Metallbaukonstruktionen, Fenster- undFassadenelementen zusammen, führen die Arbeiten zum Oberflächenschutz durch(z.B. Anstrich oder Beschichtung zur Verhinderung der Korrosion) und bereitendie Elemente für die Montage amBestimmungsort vor (Verpacken für den Transport).MetalltechnikerInnen -Metallbautechnik montieren die Metallbaukonstruktionen, Fenster- undFassadenelementen an Gebäuden bzw. Fassaden und wenden dabei spezielle statische Verbindungs- und Befestigungstechniken an, z.B.bei der Befestigung von Fassadenelementen.Besondere Bedeutung kommt hierbei auch derDämm-, Dichtungs- und Isoliertechnikzu, um die Gebäude vor Nässe und vorzu großem Wärmeverlust zu schützen. Bei den Montagearbeiten müssen die MetalltechnikerInnen - Metallbautechnikvor allem auch für die Einhaltung einschlägiger Normen betreffend den Brandschutz,die Wind- und Feuchtigkeitsbeständigkeit sowiedie Tragkraft bei Schneelast sorgen, ebenso wie für die Anwendung derSicherheitsvorschriften am Bau. Weitere Aufgaben der MetalltechnikerInnen - Metallbautechnik neben Fertigung und Montagesind die Qualitätskontrolle, die Wartungund Reparatur von Metallbau-, Fenster- undFassadenelementen, das rechnergestützte Konstruieren und Zeichnen mit CAD(Computer Aided Design) und dieKundenberatung. 
MetalltechnikerIn – Metallbearbeitungstechnik:
Der Aufgabenbereich derMetalltechnikerInnen - Metallbearbeitungstechnik umfasst die Fertigung, denZusammenbau und die Montage von Bauteilen, Geräten, Objekten,sicherheitstechnischen Einrichtungen, Schlössern, Beschlägen und anderenberufseinschlägigen Produkten (Tore, Einfriedungen, Stiegen, Geländer,Metallkonstruktionen usw.) aus Metall. Sie planen anhand von technischenUnterlagen (Werkzeichnungen, Konstruktionspläne) die Arbeitsschritte und diedafür erforderlichen Arbeitsmittel und -methoden. Sie besorgen die Materialienund Werkstoffe und bearbeiten sie mit Handwerkzeugen oder Maschinen. Eine der wichtigsten Tätigkeiten in derMetallbearbeitung ist heute die Einrichtung und Bedienung derelektronisch gesteuerten Werkzeugmaschinen (CNC-Maschinen) und die ständigeKontrolle der Bearbeitungsergebnisse. Weitere wichtige Aufgaben im Beruf sind Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeitenan den Produkten sowie Maßnahmen zum Oberflächenschutz (z.B. Rostschutzanstrich, Lackierung). Große Bedeutung kommtheute in der Metallverarbeitung auch derKundenberatung zu.Der Aufgabenbereich derMetalltechnikerInnen - Metallbearbeitungstechnik ist ausgesprochen vielfältig.Sie führen z.B. eine Vielzahl von Arbeiten am Bau durch; aus Blech, Rohren undStahlprofilen fertigen sie Stahltüren,Schutzgitter, Treppen- und Balkongeländer, Vordächer, Fenster- und Türrahmen; weitersbauen sie Schaufensteranlagen, Ausstellungsvitrinen, Umzäunungen und ähnliche Dinge mehr. Dazu gehörenweiters die Herstellung und der Einbau von Transport-, Förder- undSicherheitseinrichtungen (z.B. Lifte, Rolltreppen, Brandschutztüren,Einbruchschutzgitter) sowie verschiedene Kunstschlosserarbeiten (z.B. Herstellungund Montage von Balkon- und Stiegengeländern, Beschlägen und Inneneinrichtungsgegenständen). Auch dieErzeugung und der Einbau von Konstruktionsteilen im Wohnungsbau (z.B. Fenster-und Türrahmen) oder von Spiel- undSportgeräten für Sport- undSpielplätze bzw. Turnhallen gehört zum Aufgabenbereich der MetalltechnikerInnen- Metallbearbeitungstechnik. Neben Stahl und Kupfer verwenden sie immerhäufiger Leichtmetalle (z.B. Aluminium) und Kunststoffe.Neben zahlreichen Handwerkzeugen werdenin der Metallbearbeitung vor allem folgende Geräte/Maschinen eingesetzt: Schweißgeräte,Sägen, Kraftschere, Schleifmaschine, Schneidbrenner, Stanz-, Bohr- undAbkantmaschine. In der Serienfertigung werden programmgesteuerteWerkzeugmaschinen eingesetzt (CNC-Maschinen, CNC = Computer-Numeric-Control).DieMetalltechnikerInnen - Metallbearbeitungstechnik wählen zunächst dasMaterial (z.B. Stahl, Nichteisenmetalle oder Kunststoffe) aus und übertragendurch Anzeichnen, Anreißenoder Ankörnen die Bearbeitungsmaße von der Werkzeichnung auf das Rohstück.Danach schneiden sie dasMaterial mit verschiedenen Werkzeugen und Maschinen (z.B. Säge, Schlagschere)zu und bearbeiten es mit verschiedenen Metallbearbeitungstechniken (z.B.Bohren, Fräsen, Schleifen, Stanzen). Die Herstellung der Formteile (z.B.Maschinenteile, Türrahmen usw.) erfolgte früher vorwiegend händisch mitverschiedenen Werkzeugmaschinen (z.B. Bohrmaschine, Dreh-, Fräs-, Schleif-, Stanzmaschine). Heute wird die Metallbearbeitung mit programmgesteuertenWerkzeugmaschinen (CNC-Maschinen) weitgehend automatisiert durchgeführt. DieTätigkeit der MetalltechnikerInnen - Metallbearbeitungstechnik umfasst hier die Programmierung,Bedienung und Überwachung der Maschine sowie die Überprüfung der fertigenFormteile. CNC-Maschinen werden allerdings wegen der hohen Anschaffungskostenderzeit vor allem bei der Serienfertigung in Industriebetrieben verwendet. Inkleinen und mittleren Gewerbebetrieben stellen die MetalltechnikerInnen -Metallbearbeitungstechnik in der Regel noch Einzelstücke oder Kleinserien (z.B.Ersatzteile bei Reparaturen oder genau einzupassende Sonderanfertigungen) her. Nach der Bearbeitung fügen dieMetalltechnikerInnen - Metallbearbeitungstechnik die einzelnen Teile zusammen,wobei sie verschiedene Verbindungstechniken anwenden (z.B. Verschrauben,Vernieten, Verschweißen, Kleben).Zum Oberflächenschutz der Erzeugnisse bringensie vielfach auch eine Schutzlackierung auf. Kleinere Werkstücke bauensie bereits in der Werkstatt bzw. Werkshalle fertig zusammen, größereKonstruktionsteile passen sie nur ein; der endgültige Zusammenbau erfolgt erstam Aufstellungsort. Wichtige Aufgabender MetalltechnikerInnen - Metallbearbeitungstechnik - vor allem im Gewerbe -sind Wartungs- und Reparaturarbeiten.Sie überprüfen Maschinen, Geräte und Vorrichtungen auf ihreFunktionstüchtigkeit und wechseln abgenützte Teile aus. Sie ölen und schmierenMaschinen und Geräte und führen notwendige Reparaturarbeiten durch.
MetalltechnikerIn – Schmiedetechnik:
Beim Schmieden werden Werkstücke aus Metallen(vor allem Eisen und Stahl) inglühendem Zustand durch Hämmern oder Pressen bearbeitet undgeformt ("Warmformen"). Diese Metallbearbeitungstechnik ist eines derältesten Handwerke überhaupt. Das Wort "Schmied" kommt aus demGermanischen und war die allgemeine Handwerkerbezeichnung. Frühe Fundein Ägypten und Indien lassendarauf schließen, dass bereitsvor über 5000 Jahren geschmiedet wurde.MetalltechnikerInnen -Schmiedetechnik arbeiten sowohl in der Industrie als auch im Gewerbe. Diewichtigsten Erzeugnisse in Industriebetrieben sind Werkzeuge und Bestandteile von Maschinen, Motoren und Getrieben(Kurbel- und Nockenwellen, Zahnräder, Turbinenschaufeln usw.). InGewerbebetrieben stellen die MetalltechnikerInnen - Schmiedetechnikhauptsächlich Bauschmiedeprodukte und Kunstschmiedeprodukte her (Gitter, Zäune,Geländer, Ziergegenstände, Grabkreuze usw.). Weiters führen sie auch Reparatur-und Wartungsarbeiten an Land-und Baumaschinen durch. Das Beschlagen von Pferdenund anderen Huftieren mit Hufeisen, das lange Zeit kaum mehrBedeutung hatte, ist heute durch die zunehmende Beliebtheit des Reitsporteswieder ein Bestandteil des Berufs geworden. Das Schmieden hat folgenden typischen Arbeitsablauf: Zunächst stellendie MetalltechnikerInnen - Schmiedetechnik die benötigten Materialien(meist Eisen oder Stahl) zusammen, schneiden sie zurecht und legen dieEinzelteile zum Erhitzen in Öfen ein. Die zurRotglut erhitzten Teile formen sie mitSchmiedehämmern oder Schmiedepressen zu Werkstücken.Während früher Schmiedeerzeugnisse händisch mit Hammer und Amboss hergestellt wurden, verwenden die MetalltechnikerInnen- Schmiedetechnik heute vorwiegend elektrisch betriebene Schmiedehämmer,wodurch die körperlichen Anforderungen im Beruf zurückgegangen sind.Zur Herstellung eines Schmiedeteilserhalten die MetalltechnikerInnen - Schmiedetechnik eine genaueKonstruktionszeichnung des anzufertigenden Werkstückes.Sie holen die benötigten Bleche, Rohre, Eisenteile usw. aus dem Lager und transportierensie in die Werkstatt. Dortübertragen sie die Maße derKonstruktionszeichnungen auf die Rohmaterialien und schneiden diese mit Sägenoder Blechschneidemaschinen zu. Die zugeschnittenen Teile transportieren sieentweder händisch oder - bei größeren Stücken - mit einem Hubstapler zumAnwärmofen. Sie stellen am Ofen die benötigteTemperatur ein, legen die Teile mitZangen oder Seilwinden in den Ofen und wenden die Teile während desErhitzens mehrmals hin und her. An der Glühfarbe des Metalls erkennen die MetalltechnikerInnen - Schmiedetechnik, wann das Werkstück die richtige Schmiedetemperatur hat. Mit Zangen nehmen sie das Werkstück aus dem Ofen und legen es inden elektrischen Hammer ein. Während sie das Werkstück mit dem Hammerbearbeiten, drehen und wenden sie es mit der Zange, um die gewünschte Form zuerzielen.Ist das Werkstück fertig geschmiedet, legen es die MetalltechnikerInnen- Schmiedetechnik zum Abkühlen in eine Sand-Schlacke-Mischung("Lösche"). Um die beim Schmieden entstandenen Spannungen im Metallauszugleichen, erwärmen sie esnach dem Abkühlen noch einmal im Anwärmofen. Nachdem das Werkstück wieder ausgekühlt ist, entfernen sie Unebenheiten und überstehende Metallteile durch Schleifen,Feilen oder Bürsten. 
MetalltechnikerIn - Stahlbautechnik:
MetalltechnikerInnen -Stahlbautechnik stellen Stahlbaukonstruktionen (Gebäude- undHallenkonstruktionen, Portale, Behälter) und Konstruktionsteile her undmontieren sie. Außerdem führen sie alle Instandhaltungs- und Reparaturarbeitenan Stahlbaukonstruktionen durch. MetalltechnikerInnen - Stahlbautechnik arbeitenim Hallenbau (Werkshallen, Lagerhallen), imPortalbau, im Behälterbau, aber teilweise auch im Fahrzeugbau, im Kranbau, imKabinenbau sowie bei der Herstellung und Montage von Aufzügen, Transport- undFördereinrichtungen (z.B.Rolltreppen) und Lüftungsschächten. Seit einigenJahren werden in Industrie- und Gewerbebetriebenverstärkt computergesteuerte CNC-Werkzeugmaschinen eingesetzt (CNC = computer numericcontrol). Somit gehören zu den Arbeitender MetalltechnikerInnen - Stahlbautechnik zunehmendauch das Einstellen undÜberwachen computergesteuerter Maschinen und Anlagen. In Industriebetrieben sind dieMetalltechnikerInnen - Stahlbautechnik meist nur in einem Teilbereich desStahlbaus tätig; sie arbeiten hier entwederim Bereich der Herstellung und des Zusammenbausder Konstruktionsteile an derFertigungsstätte des Unternehmens oder in der Montageder Konstruktionen am Aufstellungsort. In Gewerbebetrieben, die wenigerarbeitsteilig organisiert sind, sind sie meist in beiden Bereichen (Fertigungund Montage) tätig; ein Arbeitsschwerpunkt sind hier häufig Reparaturarbeiten(meist an kleineren Stahlbaukonstruktionen). Bei der Fertigung der Stahl-Konstruktionsteile stellen dieMetalltechnikerInnen - Stahlbautechnik zunächst die benötigten Materialien nachden Angaben in den Konstruktionszeichnungen zusammen und schaffen sie mit einerKrananlage oder einem Hubstapler vom Lager in die Werkshalle. Sie übertragendie in der Zeichnung angegebenen Maße durch "Anreißen" und"Ankörnen" auf die Stahlteile ("Anreißen" bedeutetEinritzen der Maße mit einer Stahlnadel, "Ankörnen" ist dasEinschlagen von Markierungspunkten mit einem Stahlstift) und schneiden die einzelnen Teile zu. Die Zuschneidearbeiten werdenentweder händisch (mit Trennscheibenoder Brennschneider) oder maschinell durchgeführt; für den maschinellenZuschnitt werden heute computergesteuerter Maschinen (NC-Brennschneider,CNC-Maschine) verwendet, die mit denim Konstruktionsplan angeführten Steuerungsdaten programmiert werden können.Nach dem Zuschnitt transportieren die MetalltechnikerInnen - Stahlbautechnikdie fertig zugeschnittenen Teile zur Umformmaschine, stellen an dieser den gewünschtenWerte (Winkel, Radius) ein undverformen die einzelnen Teile.Sind sämtliche Einzelteilezurechtgeschnitten und geformt, transportieren die MetalltechnikerInnen - Stahlbautechnik sie zur Richtplatte. Dortlegen sie die Teile im jeweilsrichtigen Winkel zueinander auf und verschweißen sie provisorischan einzelnen Punkten ("Heften"). Anschließendkontrollieren sie die Maße und Winkel,da die Bauteile durch die starke Hitzeentwicklung beim Schweißen verzogen oderverbogen werden können. Verzogene oder verbogene Bauteile richten sie entwedermit Hämmern gerade oder bringen sie mit einer an der Richtplatte angebrachtenAusrichtvorrichtung in die entsprechende Lage. Nun verschweißen sie die Bauteile miteinander, schleifen und feilendanach die Schweißnähte ab und transportieren das Werkstück mit einemHubstapler in das Auslieferungslager. Bei der Montage vonStahlbaukonstruktionen (z.B. Fabriks- und Lagerhallen) müssen zunächst dieFundament bzw. die Montageflächenvorbereitet werden. Sodann werden die vorgefertigten Stahlkonstruktionsteile mit Kränen zum Montageort transportiert und zusammengepasst.Die Aufgabe der MetalltechnikerInnen- Stahlbautechnik besteht hier vor allem darin, die Konstruktion genau nach Plan aufzubauen und die Teileexakt zusammen zu fügen (durch Verschrauben, Verschweißen und andereVerbindungstechniken). Sie überwachenden gesamten Montagevorgang und überprüfen laufend die Konstruktion.Ein wichtiger Aufgabenbereich der MetalltechnikerInnen - Stahlbautechnik ist auch der Oberflächenschutz (v.a. Rostschutz). Dazugehört die Vorbereitung der Oberflächeder Stahlteile (Reinigen, Abschleifen, Ausbesserungsarbeiten) sowie das Anbringenvon schützenden Anstrichen und Beschichtungen.
Molkerei- und KäsereifacharbeiterIn:
Molkerei-und KäsereifacharbeiterInnen verarbeiten Rohmilch zu Trinkmilch undverschiedenen Milchprodukten. Zu ihren wichtigsten Erzeugnissen zählenpasteurisierte Frischmilch,Butter, Rahm, Schlagobers, Joghurt, Topfenund verschiedene Käsesorten (z.B. Hart-, Schnitt-, Weich-, Schmelzkäse). Der Aufgabenbereich der Molkerei- undKäsereifacharbeiterInnen entspricht weitgehend dem Aufgabenbereich im Lehrberuf"Molkereifachmann/-frau". Der Lehrberuf "Molkerei- undKäsereifacharbeiterIn" ist allerdings ein durch Landesgesetze geregelterlandwirtschaftlicher Lehrberuf, während es sich beim Lehrberuf"Molkereifachmann/-frau" um einen durch Bundesgesetze geregeltengewerblichen Lehrberuf handelt. Molkerei-und KäsereifacharbeiterInnen werden vorwiegend in den westlichen Bundesländern in kleineren Molkereien und Käsereienausgebildet. Bei der Übernahme der Rohmilch, diein Tanksammelwägen oder Kannen angeliefert wird, registrieren die Molkerei- undKäsereifacharbeiterInnen das Gewichtmit einer Milchwaage undentnehmen Proben zur Feststellung der Milchqualität (Fettgehalt, Frische usw.). Dann befördern siedie Milch in den Pasteurraum, wo sie sie zunächst mit Zentrifugen reinigen. Sodann erhitzensie die Milch in der Pasteuranlage, um sie zu entkeimen.Nach dem Abkühlen trennen sie die Milch in Separatoren (Geräte zur Trennungverschiedener Bestandteile) zu Vollmilch, Magermilch und Rahm. Die weitere Verarbeitung der Milch erfolgt in der Butterei,der Topferei oder der Käserei. In der Butterei erzeugen Molkerei-und KäsereifacharbeiterInnen aus Milchfett Butter. Sie behandeln den Rahm mitspeziellen Rahmreifern zu Süß- oder Sauerrahmbutter. Beim Buttern (Trennen des Rahms zu Butterund Buttermilch), beim Waschen(Entfernen der Buttermilch) und beim Salzen der Butter bedienen die Molkerei- undKäsereifacharbeiterInnen Butterungsmaschinen, welche die Butter auchportionieren und verpacken. In der Topferei wird die pasteurisierte Magermilch zunächsterwärmt und sodann mit speziellen Bakterienkulturen und Lab (organischer Stoff aus dem Kälbermagen) vermischt.Dieses Gemisch pressen die Molkerei- und KäsereifacharbeiterInnen in einenTopfenfertiger. Nach einerReifungszeit von etwa 20 Stunden trennen sie den fertigen Topfen mit einerZentrifuge von Molke und Eiweiß. In der Käserei bereiten dieMolkerei- und KäsereifacharbeiterInnen zunächst die Milch vor, indem sie sieeinen Tag vor ihrer Verarbeitung reinigen und Milchsäurebakterien zugeben. Dieso entstandene "Käsereimilch" bringen sie durch Abrahmen oderAuffetten mit einer Zentrifuge auf den gewünschten Fettgehalt. Im Käsefertiger mengen sie Lab bei, das die Milchgerinnen lässt. Dieses Gemisch zerschneidendie Molkerei-undKäsereifacharbeiterInnen zu Körnchen, wodurch sich die Trockenmasse vom Wasser trennt.Der so entstandene "Käse-Bruch" wurde frühermit einer Käseharfe händisch hergestellt. Heute erfolgt das Bruchschneiden imKäsefertiger, wobei die Molkerei- und KäsereifacharbeiterInnen dieBearbeitungsintensität steuern und kontrollieren. Durch Formen, Wenden undPressen wird die Molke maschinell ausgeschieden und der Käse gefestigt. Nacheiner Behandlung im Salzbad lassen die Molkerei- undKäsereifacharbeiterInnen den Käse im Gär-bzw. Lagerkeller reifen
Molkereifachmann, -frau:
Molkereifachleutebe- und verarbeiten Rohmilch zu Trinkmilch undverschiedenen Milchprodukten. Die wichtigsten Erzeugnisse derMolkereifachleute sind Voll-, Sauer- und Buttermilch, Butter,Rahm, Schlagobers, Joghurt und Fruchtjoghurt, Topfen und verschiedene Käsesorten (z.B. Hart-,Schnitt-, Weich-, Schmelzkäse). IhrArbeitsgebiet umfasst verschiedene Verfahrenstechniken, wie Erhitzen, Kühlen, Mischen, Trennen,Trocknen oder Abpacken. Sie bedienen dieKühl-, Butterungs- oder Käsereimaschinen und führen laufend Untersuchungen zurQualitätskontrolle durch. Nach den einzelnen Produktionsschritten desinfizierensie die Produktionsanlagen. Der Anteil an Kontroll- und Überwachungsfunktionenunter Einsatz moderner Mikroprozessor- bzw. Computertechniken einschließlichder Prozesssteuerung nimmt weiter zu und erfordert immer höheres technisches Verständnis. DieMolkereifachleute sind in der betrieblichen Praxis meist aufeinen Aufgabenbereich spezialisiert.So arbeiten sie z.B. bei der Milchannahme, der Pasteurisierung derMilch, in der Joghurtabteilung, der Butterei, der Topfenherstellung oder derKäserei.Vomlandwirtschaftlichen Betrieb kommt die Rohmilch in Tanksammelwägen oder in Kannen zur Milchannahme.Dort überwachen die Molkereifachleutedie Abfüllung der Milch, registrieren ihr Gewicht mit einer Milchwaage undentnehmen Proben zur Feststellung der Milchqualität und der hygienischenBeschaffenheit. Sie kontrollieren die Reinigung des Tankwagens bzw. dieSauberkeit der Kannenwaschanlage.Im Pasteurraum erfolgt dieBearbeitung der Milch. DieMolkereifachleute reinigen die Milch in Zentrifugen und pasteurisieren siedurch Erhitzen und anschließendes Abkühlen in eigenen Pasteuranlagen, um sie zu entkeimen. Sie steuern Homogenisieranlagen, die die Fettkügelchenin der Milch zerkleinern. MitSeparatoren (Geräte zur Trennung verschiedener Bestandteile) trennen dieMolkereifachleute die Milch zu Vollmilch, Magermilch und Rahm. Dieverschiedenen Milcharten werden mit einer Milchverteilungsanlage entweder zur Abfüllabteilung für Trinkmilch oder zur Weiterverarbeitung inandere Abteilungen (z.B. Joghurt-, Mischtrunkabteilung) geleitet. In der Joghurtabteilung fügen dieMolkereifachleute der Milch Trockenmagermilch und andere Zusätze zu, erhitzensie und säuern sie mitJoghurtkulturen (Säurekulturen) an. Nach einergewissen Dicklegungszeit, in der die Milch gerinnt, kühlen sie dasJoghurt ab und leiten es zurAbfüllung in Becher weiter. Der gesamteAblauf findet maschinell statt, wobei die Molkereifachleute die entsprechenden Anlagen bedienen und überwachen.In der Butterei erzeugen dieMolkereifachleute aus Milchfett Butter. Sie behandeln den Rahm mit speziellenRahmreifern zu Süß- oder Sauerrahmbutter. Beim Buttern(Trennen des Rahms zu Butterund Buttermilch), beim Waschen(Entfernen der Buttermilch) und beim Salzen der Butter bedienen dieMolkereifachleute Butterungsmaschinen, welche die Butter auch gleichzeitigportionieren und verpacken. In der Käserei bereiten dieMolkereifachleute zunächst die Milch vor, indem sie sie einen Tag vor ihrer Verarbeitung reinigen undMilchsäurebakterien zugeben. Die so entstandene "Käsereimilch"bringen sie durch Abrahmen oder Auffetten mit einer Zentrifuge auf dengewünschten Fettgehalt. Im Käsefertiger mengensie Lab bei, das die Milchgerinnen lässt. DiesesGemisch zerschneiden die Molkereifachleute zu Körnchen, wodurchsich die Trockenmasse vom Wasser trennt. Früher wurdeder so entstandene "Käse-Bruch" miteiner Käseharfe händisch hergestellt. Heute erfolgt das Bruchschneiden im Käsefertiger, wobei die Molkereifachleutedie Bearbeitungsintensität steuern und kontrollieren. Durch Formen, Wenden undPressen wird die Molke maschinell ausgeschieden und der Käse gefestigt. Nacheiner Behandlung im Salzbad lassen die Molkereifachleute den Käse im Gär- bzw. Lagerkeller reifen. Infolgedes verstärkten Einsatzes von Maschinenbei der Produktion der verschiedenenMilcherzeugnisse in modernen Großmolkereien führen die Molkereifachleuteheute weitgehend Aufsichts- und Kontrolltätigkeiten durch.  
OberflächentechnikerIn
DieOberflächentechnik befasst sich mit derVeredelung und Verschönerungvon Metall- undKunststoffoberflächen. Dabei geht es inerster Linie um die Haltbarmachungder Oberflächen (Korrosionsschutz, Schutz vor mechanischer Beschädigung) oderum die Verbesserung der Materialeigenschaften (z.B. Härtung). Da es heuteeinige verschiedene Oberflächentechniken gibt und die Anforderung an die einschlägigenUnternehmen in Richtung einer zweckgerichteten Kombination dieser Technikengeht, besteht auch ein erheblicher Bedarf an Fachleuten mit entsprechenden Qualifikationen.Daher wurde der Lehrberuf "OberflächentechnikerIn" mit denAusbildungsschwerpunkten "Emailtechnik", "Feuerverzinkung","Galvanik", "Mechanische Oberflächentechnik" und"Pulverbeschichtung" eingerichtet. DieGrundwerkstoffe, mit denendie OberflächentechnikerInnen arbeiten, sind Eisen, Aluminium, Buntmetalle, Kunststoffe und andere Substrate. Die OberflächentechnikerInnen planendie Vorbehandlungs-, Behandlungs- und Nachbehandlungsarbeiten anhand der technischen Unterlagen.Sie sind auch mit den englischen Fachausdrücken vertraut. Zunächst bereiten dieOberflächentechnikerInnen die Werkstücke für die Oberflächenbehandlung vor(Vorbehandlung). Methoden der Vorbehandlung sind einfaches Schleifen, Polieren, Kratzen, Glänzen, Strahlen undGleitschleifen. Diese Vorbehandlungist bei allen Arten der Oberflächentechnik erforderlich. Danach bedienen undsteuern die OberflächentechnikerInnendie Maschinen und Anlagen der Oberflächenbehandlung und kontrollieren laufend alle Arbeitsschritte und deren Ergebnisse. Es gibt in der Oberflächentechnik unterschiedliche Verfahren undTechnologien, insbesondere die Emailtechnik, die Feuerverzinkung, die Galvanik,die mechanische Oberflächentechnik und die Pulverbeschichtung. Die OberflächentechnikerInnen wissenüber deren unterschiedliche WirtschaftlichkeitBescheid. Sie kennen die chemischen und physikalischen Eigenschaften derBeschichtungen (wie Haftung, Korrosionsbeständigkeit, elektrische Isolation,Glanz, Farbe und Schichtdicke).In der Emailtechnik beschichtendie OberflächentechnikerInnen die Metalle mit Email. Sie tragen die Emailierungmittels Spritzen, Tauchen oder durchelektrostatische Beschichtung auf (Fritten).Danach schmelzen sie die Beschichtung mittelsErhitzen in Öfen auf und machensie so haltbar. Beim Feuerverzinken beschichten die OberflächentechnikerInnen die Metalle durchErhitzung mit Zinküberzug. In der Galvanik beschichtensie die Metalle in Galvanischen Bädern.DieMechanische Oberflächentechnik ist die Veredlung von Metalloberflächen durch mechanischeBearbeitung. (Schleifen, Polieren, Bürsten, Kratzen, Gleitschleifen, Strahlen).Beim Pulverbeschichten tragen die OberflächentechnikerInnendurch Spritzen, Tauchen, Wirbelsinternund elektrostatische BeschichtungPulverschichten auf die Metalle auf. Diese Pulverschichten bestehen aus organischen Stoffenoder Kunststoffen. Danachschmelzen sie die Beschichtung in Öfen auf und machensie so haltbar.Schließlich folgt - bei allen Oberflächentechniken - die chemischeNachbehandlung (Entfetten, Beizen,Konversionsschichten, Spülen).Anschließend führen die OberflächentechnikerInnen Maßnahmen zurQualitätssicherung durch und erfassen und dokumentieren die technischen Datenüber Arbeitsablauf und Ergebnisse. Zu den Aufgaben der OberflächentechnikerInnen gehört auch die Pflege, Wartungund Instandhaltung der einschlägigen Ausrüstungen, Maschinen und Werkzeuge sowie die Kundenberatung intechnischer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht.
ObstbaufacharbeiterIn:
ObstbaufacharbeiterInnenlegen Obstgärten zur Gewinnung von Frischobst an und pflegen sie. Zu ihrenAufgaben gehören auch die Vermehrung der Obstpflanzen und die Ernteder Früchte. Weiters sortieren sie das Obst nach Größeund Qualität und sorgen für einefachgerechte Lagerung. Teilweise verarbeiten sie das Obst auch weiter (z.B. zuFruchtsäften und Most). Sowohl bei der Neuanlage von Obstgärten als auch zur Vermehrung von Obstbäumen pflanzen dieObstbaufacharbeiterInnen zuerst ein zwei-bis vierjähriges Bäumchen("Unterlage"), welches noch nicht die gewünschte Obstsorte trägt. Aufdiese Unterlage, die je nach Klimaund Verträglichkeit mit der gewünschten Obstsorte ausgewählt wird, pfropfen sieEdelreiser der gewünschten Obstsorte auf. Neben die veredelten Bäumchen setzensie einen Stützpfahl ein und schützen die jungen Triebe mit einem Drahtgeflechtgegen Wildverbiss. Die Pflege der Obstgärtenbeginnt im Winter mitdem Winterschnitt, der den Wuchs der Obstbäume und damit den Fruchtertragregelt. Dabei schneiden sie mit mechanischen, pneumatischen oderelektrischen Scheren die neugewachsenen Äste zurück. Die Länge desRückschnittes ist je nach Obstsorte, Standortbedingungen und Zustand des Baumesunterschiedlich. Die abgeschnittenen Äste zerkleinern sie mit einer Häckselmaschineund verteilen sie im Frühjahr als Gründünger am Boden.Im Frühjahr bessern dieObstbaufacharbeiterInnen Beschädigungen der Drahtrahmenunterstützung der Bäumeaus. Sie beginnen mit der Düngung des Bodens, wobei sie mit einem Streugerätorganischen Dünger und Kunstdünger im Obstgarten verteilen. Zur Abstimmung derDüngemaßnahmen auf die Bodenbeschaffenheit entnehmen sie Bodenproben, die siezur Analyse an Bodenuntersuchstellen einschicken. Weiters führen sie Maßnahmenzur Unkrautbeseitigung und Schädlingsbekämpfung durch. Sie bespritzen oderbestäuben die Obstbäume mit chemischen Mitteln, wobei die dabei verwendeten Sprühgeräte auf Traktoren angebracht sind. Sie kontrollieren die Pflanzenentwicklung, stellenBaumerkrankungen fest und überprüfen die Blätter auf Befall durch Schädlinge, um weitere Schutz- undBekämpfungsmaßnahmen darauf abzustimmen. Bei allenPflanzenschutzmitteln beachtensie die festgelegte "Karenzzeit". Erst nach derem Ablaufdarf das Obst geerntet werden.Durch die vermehrte Nachfrage nach biologisch angebautem Obst werden Spritzmittel heute weniger häufigangewendet als früher.Neben dem Schneiden ist dassogenannte "Anbinden" eine wichtige Pflegemaßnahme. DieObstbaufacharbeiterInnen biegen aufwärts gerichtete Zweige mit ihren Spitzen nach unten und befestigen sie so, dassdie Sprossspitze schlechter mit Nährstoffen versorgt wird. Dadurchentsteht eine gleichmäßige Verteilung der Blütenknospen auf den Zweigen. Wenn der Obstbaum zu viele Früchteansetzt, entfernen die ObstbaufacharbeiterInnen schon in den ersten Stadien einige der angesetzten Früchte, um einebessere Entfaltung der verbleibenden Früchte sicherzustellen ("Ausdünnen"). Umden Erntevorgang zu beschleunigen, werdenzunehmend Niederkulturen, die vom Boden aus ohneVerwendung von Leiternabzuernten sind, gezogen. Im Herbst ernten die ObstbaufacharbeiterInnendie Obstkulturen zum geeignetenZeitpunkt ab, sortieren das Obst nach verschiedenen Qualitätsklassen und sorgenfür die fachgerechte Lagerung und Verpackung. Die Verarbeitung des Obstes zu Fruchtsäften erfolgt im Presshaus. Die einzelnen Arbeitsschritte, wie z.B. Reinigung der Früchte, Pressen, Entfernen der Rückstände,Flaschenabfüllung und Etikettierung erfolgen großteils maschinell. Die ObstbaufacharbeiterInnen bedienenund warten die entsprechenden Anlagen undüberwachen den reibungslosen Ablauf der einzelnen Verarbeitungsschritte. Durch regelmäßigeProbeentnahmen überzeugen sie sich von der Qualität des Saftes.
OrthopädieschuhmacherIn:
OrthopädieschuhmacherInnen stellenorthopädische Heil- und Hilfsmittel für PatientInnenmit Fußbeschwerden her. Durch derartige Behelfe werden Beinlängenunterschiede, Fehlbelastungen,Lähmungen und Lähmungsfolgen, Versteifungen, Missbildungen, Wachstumsstörungen undfehlende Fußteile (z.B. Zehen) ausgeglichen.Modernen Möglichkeiten zur Fußanalyse, wie Fußdruckmessung und Erstellung von orthopädischen Fußabdrücken mittels Computer (Scanner) und der Einsatz neuerFertigungsverfahren (z.B. Computerfräsen) sowie moderner Passteile undMaterialien erweitern und erneuern die Funktionalität von therapeutischemSchuhwerk und somit das Tätigkeitsprofil von OrthopädieschuhmacherInnen. OrthopädieschuhmacherInnenfertigen orthopädische Schuhe, Innenschuhe (z.B. Beinverlängerungsprothesen,Fußteilprothesen, Schienbeinschalen, Fußheber, Lähmungsbandagen) und Maßeinlagen an. Bei kleineren Fußdeformationen nehmen sie orthopädischeZurichtungen an Konfektionsschuhen vor. Ihre Haupttätigkeit ist dieHerstellung orthopädischer Schuhe, für die sie zunächst eine fachärztlicheVerordnung benötigen, auf der Angaben über das Fußleiden und die notwendigenorthopädieschuhtechnischen Maßnahmen angegeben sind. Um ein vollständiges Bildvon der Behinderung zu erhalten, nehmen OrthopädieschuhmacherInnen zusätzlicheine Anamnese (Krankheitsgeschichte) auf und treffen dann die Vorbereitungenfür die Schuhfertigung. Ihre Arbeit beginnt mit dem Abnehmen der Fußmaße, wonach sie eine Werkzeichnung anfertigen, in der die Einzelheiten festgelegt werden. Weiters fertigensie ein Gipsmodell des Fußesan und gießen es mit flüssigemKunstharz aus. Nachdem das Kunstharz fest geworden ist,schlagen sie den Gips ab und erhalten so ein Kunstharzmodell,das der Form und den Maßen des Fußesgenau entspricht. Bei geringen Missbildungen werden statt des Kunstharzmodellesauch Holzleisten verwendet, die auf die entsprechenden Maße zugerichtet werden.Nach der Fertigstellung des Leistensbzw. des Kunstharzmodells stellen die OrthopädieschuhmacherInnen dieKopieeinlage (Ausgleichsbettung) her. Diese gleicht die Deformation und dieFunktionsstörung des Fußes im Wesentlichenaus und hält den Fuß in derkorrigierten Form. Nach dem Kopieeinlagenmuster stellen sie die Brandsohle(Innensohle) her. OrthopädieschuhmacherInnen fertigen auch Schaftverstärker an,die dazu dienen, den Fuß in einembestimmten Winkel zu halten. Nach derBrandsohleneinlage stellen sie die Zwischen-und Laufsohle her, indie sie eine Abrollhilfe einbauenkönnen. Diese hat die Funktion,eine mangelnde Beweglichkeit des Fußes beim Abrollenauszugleichen. Bei der Anfertigung des Absatzes könnenOrthopädieschuhmacherInnen Seitenabweichungen im Aufbau von Fuß und Bein sowie Beinlängenunterschiedeausgleichen. DasSchuhoberteil (Schaft) wird in der Regelnach Schnittmustern von denOberteilherrichterInnen hergestellt. BeimZusammenbau von Schaft und Sohle (Bodenarbeit) heften die OrthopädieschuhmacherInnen die Brandsohle auf den Leisten und "zwicken" (formen, spannen undheften) das vorgefertigte Schuhoberteil über den Leisten. Sie kleben denOberteileinschlag auf die Brandsohle und füllen die Unebenheiten mit Presskorkaus ("Ausballen"). Die Zwischen- und die Laufsohle sowie den Absatzbringen sie durch Heften, Kleben oderNageln an. Zuletzt schleifen sie die grobe Sohle und den Absatz ab("Ausputzen") und färben sie. Neben der Herstellung von orthopädischen Heil- und Hilfsmitteln führenOrthopädieschuhmacherInnen auch Reparaturen und Änderungen an denBehelfen durch. Weiters betreuen und beraten sie KundInnen im Verkaufslokal, inSpitälern, Rehabilitationszentren, Alters- und Behindertenheimen oder in derenWohnungen. In einigen Betrieben werden zusätzlich zu den eigenen ErzeugnissenGesundheitsschuhe und/oder orthopädisches Kleinzubehör (Zehenspreizer,Ballenpolster usw.) verkauft.Die Tätigkeitsbereiche der OrthopädieschuhmacherInnen sind meistso aufgeteilt, dass Betriebsinhaber oder Werkstättenleiter für die Betreuung der KundInnen (Maßnehmen,Anfertigen eines Gipsabdruckes, Anprobe) sowie für die Herstellung des Leistens zuständig sind, während dieverschiedenen Ausfertigungsarbeiten von den weiteren Beschäftigten desBetriebes durchgeführt werden. Im Schnitt wird pro FacharbeiterIn täglich einPaar Schuhe angefertigt.
OrthopädietechnikerIn:
Die Orthopädietechnik umfasst allemedizinisch-technischen Heil- und Hilfsmittel, die zur Unterstützung bzw.Entlastung des menschlichen Bewegungs- und Stützapparates (Arme und Beine, Wirbelsäule usw.) dienen; sie kommt immer dann zumEinsatz, wenn Abweichungen infolge von Verletzungen oder Erkrankungenvorliegen (Fehlstellungen, Knochenbrüche, Lähmungen, Wirbelsäulenoperationen usw.) oder Gliedmaßenüberhaupt fehlen und durch Prothesenersetzt werden müssen. Prothesensind künstliche Körperteile, vor allem Bein- und Arm-Prothesen, aber auch Prothesen zum Ausgleich von Deformationen und Fehlbildungen. Weitere wichtigeZweige der Orthopädietechnik sind die Orthesentechnik und dieRehabilitationstechnik. Zur Orthesentechnik gehören die Orthesen (Stützapparatefür Kopf, Rumpf und Gliedmaßen) sowie Hilfsmittel wie z.B. Bandagen,Stützmieder, medizinische Fußstützen (Einlagen) oder Bruchbänder. DieRehabilitationstechnik umfasst vor allem Lagerungs- und Bettungshilfen, Sitz-und Liegeschalen, Geh- und Stehhilfen, Rollstühle, Hebevorrichtungen (Lifter),Spezialbetten und rehabilitationstechnische Geräte.OrthopädietechnikerInnen fertigen dieHilfsmittel der Prothesen-,Orthesen- und Rehabilitationstechnik selbst an, sind aber häufig auch mit der Anpassung vorgefertigterProdukte an die aktuellen Erfordernisse der jeweiligenPatientInnen befasst. Sie betreuen dieKundInnen und nehmen ihnen die genauen Maße ab oderstellen Negativmodelle der betroffenen Körperteile her. Nach diesen Maßen undModellen fertigen sie die erforderlichen Teile der Hilfsmittel undbearbeiten dabei die unterschiedlichsten Materialien(Metalle, Kunststoffe, Holz, Textilien, Lederusw.) mit handwerklichenTechniken (Zuschneiden, Feilen, Bohren, Schleifen usw.) sowie mit Maschinen(z.B. Dreh- und Fräsmaschinen). Die fertigen Hilfsmittel passen sie denKundInnen an und überprüfen dabei, ob die gewünschten Funktionen erfüllt werden.Ein wichtiger Aufgabenbereich ist auch die regelmäßigeAnpassung der Hilfsmittel gemäß den Veränderungen bei den PatientInnen sowiedie Wartung und Reparatur beschädigter Hilfsmittel. Ausbildungsschwerpunkt "Orthesentechnik":Diewichtigsten Erzeugnisse der OrthopädietechnikerInnen - Orthesentechnik sind Schuheinlagen, Mieder,Bruchbänder, Leibbinden sowie dieAuskleidungen und Fütterungen von Prothesen und Orthesen. Sie stellen dieseHeil- und Hilfsmittel auf ärztliche Anweisung bzw. nach ärztlichen Rezeptenoder Röntgenaufnahmen her. Zu ihren wichtigsten Dienstleistungen zählen dieBeratung und Betreuung der KundInnen sowie Änderungs- und Reparaturarbeiten anden genannten Produkten.Bei der Herstellung eines Miedersschneiden die OrthopädietechnikerInnen - Orthesentechnik den Stoff nach demSchnittmuster zu und nähen die einzelnen Teile maschinell zusammen. Bei einer Anprobe überprüfen sie das Mieder auf richtigen Sitz und führen fallweise (z.B. wenn nochDruckstellen vorhanden sind) entsprechende Änderungen durch; sie stecken die nichtrichtig passenden Stellenmit Stecknadeln ab, trennendie falsch liegenden Nähte aufund nähen die Teile neu zusammen. Bei der Fertigstellung des Mieders legen sie Baumwollstreifen über die Nähte,verstärken das Mieder mit Miederstäben aus Kunststoff oder Metall und bringen einen Gurt an, der denBauch stützt und somit die Wirbelsäule entlastet. Abschließend führen sie eine weitere Anprobe durch, überprüfen nochmals den Sitz des Mieders und erklären die Funktionsweiseund die fachgerechte Anwendung. Bei der Anfertigung von Schuheinlagenist es zunächst erforderlich, ein Modell des Fußes zu erstellen. Dazu wickelndie OrthopädietechnikerInnen - Orthesentechnik angefeuchtete Gipsbinden um denFuß; nach dem Erhärten schneiden sie den Gipsverband auf, gießen diesen Gipsabdruck (Negativform des Fußes)mit flüssigem Kunstharz oder Gips aus und erhaltenso ein Modell des Fußes.An diesem Modell bringen sieKorrekturen an, die notwendig sind, um den Fußin eine normale Lage zu bringen. Auf dieses korrigierte Modell legen sie sodann eine Aluminiumplatte auf und bringen sie mit einem Hammer in die entsprechende Form. Hierfür verwenden sie auch Kunststoffplatten, die in einem Wärmeofenverformt werden. Einlagenaus Aluminium überziehen sieabschließend mit Leder, wobei die Lederteile jeweilsauf die Ober- und Unterseite der Plattegeklebt und die Lederränder mit einer Steppmaschine zusammengenäht werden.Fallweise bringen sie auch Filz-oder Schaumgummipolster zur Weichbettung empfindlicher Stellen an.Ausbildungsschwerpunkt "Prothesentechnik":OrthopädietechnikerInnen -Prothesentechnik arbeiten auf der Grundlage ärztlicher Anweisungen (Rezepte,Röntgenaufnahmen). Zunächst nehmen sie die Maße der KundInnen ab (z.B.Vermessen des Beinstumpfes und des gesunden Fußes bei Herstellung einer Unterschenkelprothese)und fertigen Skizzen sowie Gipsabdrücke an (z.B. Herstellen des Gipsmodellseines Beinstumpfes). Mit Hilfe desGipsabdruckes prüfen sie diePassform des Modells und nehmen die erforderlichen Änderungen vor. Sie fertigen alle erforderlichen Kunststoff-undMetallteile der Prothese und bauendie einzelnen Teile zusammen. Dann führen sieeine Anprobe an den KundInnendurch, überprüfen dabei die Passform und nehmen gegebenenfalls Änderungen vor(z.B. Auskleiden von Druckstellen mitSchaumstoff). Neben der Herstellung gehören auchdie Änderung sowie die Wartung und Reparatur von Prothesen zu den Aufgaben derOrthopädietechnikerInnen - Prothesentechnik (z.B. Beheben von Abnützungserscheinungen an mechanischen Gelenkenvon Prothesen). WeitereSchwerpunkte im Beruf sind die Beratung und Betreuung der KundInnen (z.B.Informieren über Material und Baudes jeweiligen Heilbehelfes,Durchführen von Beratungsgesprächen bei der Anpassung) sowie der Verkauf vonorthopädischen Fertigprodukten (z.B. seriengefertigte Schaumstoffeinlagen undBandagen).Ausbildungsschwerpunkt "Rehabilitationstechnik":In der Rehabilitationstechnik geht esvor allem um die Herstellung und Anpassung von Geräten und Gegenständen, diefür die Rehabilitation, also für den Genesungsprozess nach Unfällen und Erkrankungen wichtig sind,z.B. Sitz- und Liegeschalen, Lagerungs- und Bettungshilfen für alle Körperregionen, Rehabilitations- und Therapiesysteme, Hilfenzum Stehen und Gehenund Rollstühle. In der Rehabilitationstechnik werden dabei im Wesentlichen die gleichenTechniken und Arbeitsmethoden wie in den anderen beiden Zweige derOrthopädietechnik angewandt. 
PapiertechnikerIn:
PapiertechnikerInnen stellenPapier und Karton/Pappe sowie die dazu erforderlichenHalbstoffe (Holz- und Zellstoff) her. Außerrdem verarbeiten sie Papier undPappe zu gebrauchsfertigen Produkten weiter (Veredelung). Da diePapiererzeugung weitgehend automatisiert ist, sind PapiertechnikerInnenvorwiegend mit der Steuerung und Überwachung der Produktionsanlagen befasst.Während des gesamten Herstellungsprozesses richten PapiertechnikerInnen diemeist elektronisch gesteuerten und computergesteuerten Maschinen ein, prüfendie Fertigungsqualität, kontrollieren Anzeigenbeispielsweise zu Temperatur- und Druckverhältnissen, überprüfen den Feuchtigkeitsgehalt von Roh-,Halbmassen und der fertigenPapier-, Karton-, Pappebahn und justieren die Einstellungen gegebenenfalls nach. Zu ihren Aufgaben gehört auch das Warten undSauberhalten von Maschinen und sonstigen Einrichtungen.PapiertechnikerInnen sind nicht im gesamten Aufgabenfeld des Berufestätig, sondern auf einen der folgenden Bereichespezialisiert: Halbstofferzeugung, Stoffaufbereitung, Papiermaschine,Papierveredelung, Ausrüstung, Papierlabor.  In der Halbstofferzeugung wird Holz entweder auf mechanischem Wege zuHolzschliff und weiter zu Holzstoff oder auf chemischem Wege zu Zellstoff verarbeitet.PapiertechnikerInnen bedienen Zellstoffkocher sowie Sortiermaschinen undBleichanlagen von Schaltpulten oder Schaltwarten aus; bei Reinigungs- undWartungsarbeiten arbeiten sie auch direkt an den jeweiligen Maschinen. Altpapier lösen sie in Stofflösern(Pulper) zu einem Faserbrei auf,den sie mit Sortiermaschinen von Metallteilen und anderen Verunreinigungen und in Entfärber-Anlagenvon Druckfarben säubern.In der Stoffaufbereitung mahlen sie Halbstoffe in Mahlanlagen(Refinern) und lösen sie in Stofflösern(Pulper) mit Wasser auf.Anschließend vermischen sie in der Dosieranlage (Stoffzentrale) den Faserbreimit verschiedenen Hilfsstoffen (Leime, Farben, Chemikalien). Für jedePapiersorte ist ein eigenes Mischungsverhältnis vorgegeben, das diePapiertechnikerInnen laufend von der Schaltwarte aus kontrollieren.An der Papiermaschine verarbeiten sie die Stoffmischung durch Entwässern, Pressenund Trocknen zu Papier: Eine endlosePapierbahn läuft über Siebe, Presswalzen und Trockenzylinder und wirdauf eine Stahlwalze (Tambour) aufgewickelt. An einer Papiermaschine ist meistein Team von 3 bis 8 Personen eingesetzt, wobei die PapiertechnikerInnenüblicherweise als MaschinenführerInnen tätig sind. Sie arbeiten an einem Schaltpult oder in einerSchaltwarte, von wo sie den Produktionsablauf auf Bildschirmen kontrollieren, steuern undgegebenenfalls neue Daten (z.B. beimDurchführen einer Papiersortenänderung) eingeben. Bei Störungen (z.B.Papierbahnriss), beim Tambourwechsel und bei Wartungsarbeiten (z.B. Pressfilzeerneuern) arbeiten sie direkt an der Papiermaschine. In der Papierveredelung bedienen diePapiertechnikerInnen Streich- und Imprägniermaschinen. In der Ausrüstungüberwachen sie die Papierendbereitung: AmKalander wird das Papier geglättetund geglänzt (satiniert) und an Rollenschneidemaschinen und an Querschneidern auf bestimmte Formate geschnitten. Bei modernen Anlagenerfolgt das Schneiden, dasanschließende Sortieren, Zählen und Verpacken in einem Arbeitsgang.ImPapierlabor werden Halbstoffe und Papier geprüft, wobei die PapiertechnikerInnen mit verschiedenen Messgeräten Halbstoff- und Papierproben auf chemische undphysikalische Eigenschaften (z.B. Saugfähigkeit, Härte, Reißfähigkeit)untersuchen. Inder Papiererzeugung geht dieTendenz zu immer größerenund schnelleren Papiermaschinen bei gleichzeitiger Verkleinerung der Teams.Der Einsatz elektronischer Steuerungen verlagert die Aufgaben derPapiertechnikerInnen zunehmend auf Kontrolltätigkeiten: Ein an derPapiermaschine angebrachter"Scanner" tastet die Papierbahnab, die PapiertechnikerInnen lesendie Ergebnisse in Form vonQuerprofilen und Diagrammen an einemMonitor in der Schaltwarte ab. Da die Papierproduktion sehr umweltbelastend ist (hoher Bedarf an Wasser, Holz und Energie), kommt es laufend zur Installation neuerFilter-, Verbrennungs- und Kläranlagen und zu Versuchen,Produktionskreisläufe zu schließen (Wiederverwendung des abfließendenWasseranteils, Nutzung der Abwärme und des Papierausschusses). 
Personaldienstleistungsassistentin:
Der Begriff"Personaldienstleistung" umfasst die Arbeitskräfteüberlassung, dieArbeitsvermittlung und die Personalberatung. Bei der Arbeitskräfteüberlassung werden Arbeitskräfte von einem Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen, bei dem sie angestellt sind, an ein anderes Unternehmen sozusagen vermietet(befristet oder auch unbefristet). Bei der Arbeitsvermittlung werdenarbeitsuchende Personen an Unternehmen, die Arbeitskräfte suchen,weitervermittelt (der größte Arbeitsvermittler in Österreich ist das staatlicheArbeitsmarktservice bzw. AMS, es gibt aber auch Privatunternehmen desArbeitsvermittler-Gewerbes). Die Personalberatung ist auf die Beratung vonUnternehmen in Personalangelegenheiten (Personalstruktur und -entwicklung,Qualifikationsbedarf, Weiterbildungsmaßnahmen,arbeitsrechtliche Fragen usw.) gerichtet.Die Einführung des neuen Lehrberufs"PersonaldienstleistungsassistentIn" (1. Juli 2002) wurdeerforderlich, da in den letztenJahren die Zahl der Unternehmen im Bereich "Arbeitskräfteüberlassung,Arbeitsvermittlung und Personalberatung" laufend zugenommen hat und daherein erheblicher Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in dieser Brancheentstanden ist. Die Aufgabender PersonaldienstleistungsassistentInnenumfassen folgende Bereiche: Bedarfsermittlung beim Kunden; Rekrutierung vonPersonal; Kundenbetreuung in Personalangelegenheiten; Abwicklung der Aufträge;Verwaltungstätigkeiten bei der Personal- und Kundenbetreuung; Führen, Verwaltenund Auswerten von Karteien/Dateien/Statistiken; EDV-Arbeiten; Rechnungswesen(Erfassen/Prüfen/Kontrollieren aller Daten). DieAusbildung der PersonaldienstleistungsassistentInnen umfasstim Wesentlichen folgendeBereiche: Verwaltung und Büroorganisation; Kundenbetreuung undAkquisition; Personalrekrutierung; Betriebliches Rechnungswesen (Steuern undAbgaben, Rechnungswesen, Zahlungsverkehr, Buchführung).Im Bereich "Verwaltung undBüroorganisation" werden unter anderem folgende Ausbildungsinhaltevermittelt: Organisatorischer Aufbau des Unternehmens, Aufgaben undZuständigkeiten der einzelnen Betriebsbereiche, Beziehungen zu andereneinschlägigen Unternehmen; betriebliche Arbeitsabläufe; Anlegen/Führen/Auswerten von Statistiken/Karteien/Dateien; Versicherungsmöglichkeiten und Schadensmeldungen;Verkehr mit Behörden, Sozialversicherungsträgern und Organisationen derArbeitgeber/Arbeitnehmer; deutsche und fremdsprachige Fachausdrücke;bürotechnische Organisations- und Arbeitsmittel sowie Kommunikationsmittel;Schriftverkehrsarbeiten, Posteingang/Postausgang, Ablage, Evidenz undRegistratur, Arbeiten mit Formularen/Vordrucken; betriebliche EDV (Hardware,Software, Betriebssysteme). DieAusbildung im Bereich "Kundenbetreuung und Akquisition" umfasst folgende Inhalte: Branchen- und betriebsspezifische Kundenbetreuung, Bedarfsermittlung vonKunden, kundenorientiertes Verhalten; Kundenberatung; Beratung/Betreuung inPersonalangelegenheiten; Marketing, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit;Entgegennehmen von Aufträgen (z.B. für die Beratung, Überlassung vonArbeitskräften, Vermittlung von Arbeitskräften) und Veranlassung der nötigenSchritte zu deren Abwicklung. Die Ausbildung im Bereich "Personalrekrutierung" umfasst:Möglichkeiten und Durchführung der Personalrekrutierung; Einsatzmöglichkeiten für Personal und Ermittlung derErwartungen der Bewerber; Kenntnis der rechtlichen Grundlagen vonPersonaldienstleistungen (Arbeitskräfteüberlassungsgesetz, Gewerbeordnung,Handelsrecht, Arbeitsrecht, Kollektivvertragswesen usw.). Im Bereich "BetrieblichesRechnungswesen" werden den Lehrlingen folgende Kenntnisse und Fertigkeitenvermittelt: betriebsspezifische Steuern und Abgaben;Aufgaben und Funktionen des betrieblichen Rechnungswesens; Erfassen/Prüfen/Kontrollierenvon Daten; Lohn-und Gehaltsverrechnung; Vorbereiten von Unterlagen für dieRechnungserstellung; Kostenrechnung und Kalkulation; Zahlungsverkehr mitLieferanten, Kunden, Behörden, Post, Geld- und Kreditinstituten;betriebsübliche Verfahrens bei Zahlungsverzug und Vorbereiten vonMahnverfahren; Buchungen und Kontierungen.  
PflastererIn:
Pflasterer/Pflasterinnenverlegen und versetzen alle Arten von Pflasterungen,vor allem Groß-, Klein- und Mosaikpflaster sowie Plattenund Pflasterplatten, Rasenkantensteine, Rand- und Einfassungssteine, Rinnen,Gurte und Mulden; zu ihren Aufgaben gehört weiters die fachgerechteInstandsetzung von Pflasterflächen nach Aufgrabungsarbeiten. Pflasterer/Pflasterinnen gestaltenöffentliche und private Verkehrsflächen wie Fahrbahnen, Fußgängerzonen, Park-und Abstellflächen, Gehsteige, Hof- und Hauseinfahrten, Terrassen, Gehwege,Parkplätze, Böschungen, Mauern und Stiegen. Sie fassen Grünflächen undBaumscheiben ein und pflastern, verlegen und versetzen Rand- und Bordsteine,Stufenplatten und Randleisten. Als Material für die Pflasterarbeiten verwenden sie entsprechend zugerichtete Natursteine und-platten aus Granit, Porphyr,Syenit und Gneis. Aber sie verwenden auch die handelsüblichenKunstwerksteine und –platten aus Beton,Ziegel und Klinker. Die gebräuchlichsten Pflastersteine sind der Großstein und der Kleinstein. Dieseweisen jeweils genau festgelegte Abmessungen auf. VorBeginn der Arbeiten führen die Pflasterer/Pflasterinnen eine Reihevorbereitender Arbeiten durch, wie z.B.das Absperren und Vermessen der Baustelle und dasDurchführen der Aushubarbeiten.DasPflastern, Verlegen und Versetzen der Pflasterung führensie auf der Grundlage von Projektplänen oder von Verlegeskizzen, die Angaben über dieArt der Pflasterung und deren Lage und Höhe enthalten, durch. Die Pflasterer/Pflasterinnen stellen den Oberbau her. Dessen Tragfähigkeit ist auf die zu erwartende Verkehrsbelastungabgestimmt. Auf den fertigen Oberbau tragen sie eine ungebundene Bettungaus speziellen Pflastersand auf. Dann pflastern, verlegen oder versetzen siedie Pflastersteine oder –plattenihrem Typ entsprechend.Arbeiten sie in gebundener Bettung, mischensie den Mörtel -bestehend aus speziellemPflastersand, Zement und Wasser - meist direkt auf der Baustelle. BeimPflastern treiben die Pflasterer/Pflasterinnen den Steinoder die Platte mit einem entsprechenden Hammer in die Bettunghinein, sodass er in Lage und Höhe mitder Pflasterfläche übereinstimmt. Sie verlegennur gleich starke Steineoder Platten auf die mit Metallprofilen abgezogene Bettung. Für die Herstellung einerungebundenen Fuge bringen sie anschließend auf die Fläche Pflasterfugensand aufund kehren diesen mit einem Besen ein. Dann verdichten sie die Pflasterflächemit Flächenrüttlern unter Zugabe von Wasser, kehren und schlämmen die Fugennochmals ein (Bewässern). Für das Herstellen von gebundenen Fugen müssendie Pflasterer/Pflasterinnen spezielle Techniken der Verfugungsverfahren beherrschen.
Pharmatechnologe/In:
Dieser Lehrberuf wurde eingerichtet, um einen entsprechenden Qualifikationsbedarf der Pharma-Branche zu befriedigen.Ausbildungsinhalt ist die hoch technisierte und zum Teil automatisierteProduktion von Arzneimitteln. Die Ausbildung im neuen Lehrberuf ist für diepharmazeutische Industrie und das pharmazeutische Gewerbe von großer Bedeutungund soll eine Lücke in derQualifikation von FacharbeiterInnen schließen und damit auch eine Angleichungan die Bundesrepublik Deutschland und die Schweiz ermöglichen. DasArbeitsgebiet der AbsolventInnen dieses Lehrberufes umfasst das team- undprozessorientierte Arbeiten in der pharmazeutischen Industrie und im pharmazeutischenGewerbe. Einsatzmöglichkeiten bestehen vor allem in der Herstellung, aber auch in der Entwicklung von Arzneimitteln.Berufsprofil (Quelle: Ausbildungsordnung - BGBl.II.Nr.105/2008): 1. Rezepturgemäßes Auswählenund Überprüfen der erforderlichen Roh- und Hilfsstoffe sowie sonstiger erforderlicher Materialien, 2.  Rechnergestütztes Prozessüberwachen von Produktionsprozessen zur Herstellung von Arzneimitteln inklusiveAbfüll- und Verpackungsprozessen,3.  Vornehmen erforderlicher Prozessoptimierungenwährend der Produktion sowie Erfassentechnischer Daten währenddes Produktionsverlaufes, 4.  Durchführen von Prozesskontrollen unter Einhaltung von erforderlichen GMP-Maßnahmen (Gute Herstellungspraxis) und Qualitätsmanagementsystemen, 5. Ausführen von Reinigungs-, Prozess-und Verpackungsvalidierungen, 6. Dokumentieren sämtlicher produktionsrelevanter Daten sowie deren Überprüfung auf Vollständigkeit und Richtigkeit,7.  Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen und Umweltstandards.
Pharmazeutisch – kaufmännische Assistentin
Pharmazeutisch-kaufmännischeAssistentInnen (Abkürzung: "PKA") sind in Apotheken für kaufmännischeund organisatorische Aufgaben zuständig. Dazugehört beispielsweise die Betreuungdes Warenlagers der Apotheke, wobei sie laufend die Bestände überprüfenund fehlende Waren über denGroßhandel oder direkt über die Hersteller nachbestellen. Sie überwachen dieLieferungen und lagern die gelieferten Warenund Arzneimittel sachgemäß ein. Gibtes Probleme mit einer Lieferung (Lieferverzug, Nichtlieferung, Fehllieferung,schadhafte Lieferung), sorgen sie dafür, dass alles korrekt abgewickelt wird.Dann bearbeiten sie die Rechnungen und Lieferscheine und erledigen denZahlungsverkehr. Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich derPharmazeutisch-kaufmännischen AssistentInnen ist die Mitwirkung bei derbetrieblichen Buchführung (Buchhaltung) und bei der Kostenrechnungder Apotheke sowie bei der Preiskalkulation. Sie legen auchStatistiken, Dateien und Karteien an, die sie dann regelmäßig führen und auswerten. Hierbei benötigensie gute Kenntnisse in der Bedienung der EDV-Einrichtungen,der Textverarbeitungsprogramme und vor allem der speziell für Apothekenentwickelten Programme. Die Pharmazeutisch-kaufmännischen AssistentInnenarbeiten auch im Verkauf mit, betreuen und beraten die KundInnen im Bereich derProdukte, die nicht apothekenpflichtig sind (z.B. Kosmetika, Verbandstoffe,Fieberthermometer), und unterstützen die ApothekerInnen beim Verkauf derapothekenpflichtigen Arzneimittel. Unter Aufsichtder ApothekerInnen helfen sie weitersbei der Herstellung von Arzneimitteln mit (Zubereitung vonArzneipulvermischungen, Teemischungen, Salben, Zäpfchen, Tinkturen, Tropfenusw.) und sorgen für die sachgerechte Reinigungder verwendeten Gefäße und Werkzeuge.Und schließlich sind sie auch für die Gestaltung der Auslagen und anderer Werbemittel sowie für dieProduktplatzierung im Verkaufsraum zuständig. Im Bereich Warenverkauf undKundenberatung unterstützen die Pharmazeutisch-kaufmännischen AssistentInnendie Apotheker beim Verkauf apothekenpflichtiger Arzneimittel und verkaufensonstige Apotheker-Waren (z.B. Kindernahrung, Heilbehelfe, Heilkräuter, Verbandstoffeoder Körperpflegemittel). Dabei stellen die Pharmazeutisch-kaufmännischenAssistentInnen zunächst in einem Verkaufsgespräch die Wünsche und den Bedarfder KundInnen fest; sie informieren sie über Eigenschaften, Verwendungsmöglichkeiten, sachgerechte Aufbewahrung und Qualitäts-und Preisunterschiede der Warenund beraten sie bei der Auswahl. Schließlich verpacken sie die Waren, ermittelndie Verkaufspreise, stellen Rechnungen aus und kassieren die Rechnungsbeträge.Neben der Verkaufstätigkeit gehört auch das Gestalten der Verkaufsräume undSchaufenster (Auslegen der Waren, Dekorationsarbeiten) und die Mitwirkung anverkaufsfördernden Maßnahmen (Werbung) zu denAufgaben der Pharmazeutisch-kaufmännischen AssistentInnen.Im Bereich Wareneinkauf undLagerhaltung ermitteln die Pharmazeutisch-kaufmännischen AssistentInnen den Warenbedarf des Betriebes, holen Angebotevon Lieferfirmen ein, ermitteln die günstigste Beschaffungsmöglichkeit und bestellen die benötigten Warenbei Großhändlern. Sieüberwachen die Einhaltung der Liefertermine und kontrollieren die einlangendenLieferpapiere und Rechnungen. Die gelieferten Waren überprüfen sie auf Mängeloder Transportschäden und vergleichen sie mit den Angaben in den Lieferpapieren; bei Mängeln führensie die Reklamation durch.Die Pharmazeutisch-kaufmännischen AssistentInnen lagern die Waren gemäß den Lagerungsvorschriften (es gibt gesetzliche Vorschriften für die Lagerung gefährlicheroder besonders empfindlicher Stoffe wie Arzneimittel oder Gifte) und führen regelmäßige Kontrollen zur Feststellung des Lagerbestandes bzw.eventuell auftretender Schäden oder Qualitätsminderungen an den Waren durch (z.B. Kontrolle derAblauffristen). Die Pharmazeutisch-kaufmännischen AssistentInnen arbeiten auchin den Bereichen Büro/Verwaltung und Betriebliches Rechnungswesen.Hierbei arbeiten sie mitapothekenspezifischen EDV-Programmen. Sie führen Schriftverkehrsarbeiten durch(Schreiben von Bestellungen, Geschäftsbriefen usw.) und erledigen den Postein-und -ausgang. Weiters prüfen und ordnen sie die Buchungsunterlagen (Lieferscheine,Rechnungen usw.) und legen diese in Ordnern ab. Sie verrechnen die Rezepte mitden Krankenversicherungsträgern und führen den Zahlungsverkehr mitLieferantInnen, KundInnen, Behörden, Post, Geld- und Kreditinstituten durch(Ausstellen und Verschicken von Rechnungen,Überwachen der Zahlungsfristen und Aussenden von Mahnungen bei Zahlungsverzug, Überweisen offener Rechnungsbeträgeusw.). Schließlich wirkensie auch bei der Kalkulation der Verkaufspreise der Waren mit undführen die regelmäßige Inventur (Aufnahme des Warenbestandes)durch.Ein weiterer wichtigerAufgabenbereich der Pharmazeutisch-kaufmännischen AssistentInnen sind Arbeitenim Labor und das Assistieren bei verschiedenen Apothekertätigkeiten.Beispielsweise assistieren sie beim Zubereiten von Arzneien (z.B.Arzneipulvermischungen, Teemischungen, Salben, Zäpfchen, Tinkturen oderTropfen), wobei sie etwa Tinkturen in Flaschen abfüllen, Salben anmischen,verdünnte Alkohollösungen herstellen oder verschiedene Lösungen filtern.Weiters führen sie die Sterilisation (Entkeimung) von Werkzeugen, Geräten,Ampullen, Behältern, Flaschen usw. mittelsDampfsterilisation und anderen Verfahren (z.B. mit Chemikalien) durch,reinigen die Hilfsgeräte (z.B. Apothekerwaagen) und kontrollieren derenFunktionsfähigkeit.
PhysiklaborantIn
PhysiklaborantInnen arbeiten vorallem in physikalischen Laboratorien. Sie verfügen über Geschicklichkeit undumfangreiche Laborkenntnisse sowie über das theoretische Verständnis vonphysikalischen Vorgängen und Gesetzen. Sie untersucheneine Vielzahl von Materialien aufihre Zusammensetzung, Eigenschaftenund Qualität. Das können in der Industrie zum Beispiel die Korrosionseigenschaftenvon Metallen (Korrosion ist die chemische Veränderung in Oberflächenmaterialien fester Körper,z.B. bei Metallen und Gesteinen), das elektro-chemische Verhalten von Legierungen und das Prüfen von Mikrochips sein. PhysiklaborantInnen sind für die Vorbereitung, die Ausführung und die Auswertung physikalischer Versuche undMess-Serien zuständig. Hierbei arbeiten sie mit empfindlichen physikalischenMessgeräten, wie Ampèremeter, Voltmeter, Thermometer oder Mikrowaage.PhysiklaborantInnen arbeiten inTeams. Meist sind sie MitarbeiterInnenvon PhysikerInnen, PhysikingenieurInnen oder ElektonikerInnen. Sie führen ihreTätigkeiten in Forschungs- und Entwicklungslabors durch, die entweder zu einemForschungsinstitut gehören (z.B. Universitätsinstitut) oder Teil eines industriellen Großbetriebes sind.Sie arbeiten auch in Kontrolllabors oder Prüfanstalten, wo Roh-, Zwischen-und Endprodukte (z.B. Metalle,Kunststoffe, Gläser, Textilfasern, physikalisch-technische Geräte) geprüftwerden. Zu den Vorbereitungsarbeiten der PhysiklaborantInnen zählen das Prüfen und Justieren von physikalischen Messgeräten (z.B.Einstellen des Nullpunktes, Linseneinstellung bei einem Mikroskop), dasÜberprüfen der Funktionen der Geräte sowie das Aufbereiten von Proben für dieUntersuchung (z.B. Schneiden einer Kristallprobe). Für die Durchführung mancherVersuche bauen die PhysiklaborantInnen eigene Messvorrichtungen nachtechnischen Zeichnungen und anderen Anweisungen zusammen, wobei Metall, Holz,Glas, Gummi und Kunststoffe bearbeitet werden (z.B. Lötarbeiten). Die PhysiklaborantInnen beobachten undüberwachen sämtliche Vorgänge während eines Versuches. Sie messen Gewicht, Länge, Zeit, Temperatur sowieelektrische Vorgänge, wobei ihnen verschiedenste Mess- und physikalische Analysegeräte, wie Mikroskope,Vielfachmessgeräte, Frequenzzähler zur Verfügung stehen. Gelegentlich findenauch Messungen im Freien statt (z.B. Schwerkraft- und Erdbebenmessungen im Bereichder Geophysik). Die PhysiklaborantInnen lesen anden Geräten sämtliche Daten einer Mess-Serie ab und tragen sie in die überdie Versuche geführten Protokollbücher ein.Fürdie Auswertung der Messdaten führen sie die erforderlichen Berechnungen amComputer durch. Um Zusammenhänge aufzuzeigen, stellen sie die Ergebnissein Form von Tabellen oder Diagrammen dar. Die eigentliche Auswertung undInterpretation der Versuche bleibt den ausgebildeten PhysikerInnen überlassen. PhysiklaborantInnen sind auchan der Entwicklung neuer Geräteund Produkte beteiligt. Dabei arbeitensie mit Fachleuten anderer Abteilungen(z.B. Konstruktion, Produktion, Kalkulation) zusammen; sie fertigen technischeZeichnungen nach Vorlagen oder Skizzenan, konstruieren Muster und kontrollieren die ersten Serien neuer Produkte("Nullserie"). Inmanchen Labors führen PhysiklaborantInnen auch Arbeiten für chemische Untersuchungen (z.B. Herstellen von Lösungen,pH-Wert-Messungen zur Feststellung des Säure-und Laugengehaltes einer Flüssigkeit)und fotografische Arbeiten durch. Sie fotografieren z.B. Entwicklungsstadieneines Projektes, entwickeln Filme, kopieren und vergrößern die Abzüge.Zuden zusätzlichen Tätigkeiten der PhysiklaborantInnenzählen Pflege, Wartungund kleinere Reparaturen an den verschiedenen Geräten undApparaturen sowie das Führen von Karteien über technische Unterlagen (z.B.Prospekte für Geräte und Bauteile). 
Platten- und FliesenlegerIn:
Platten- und FliesenlegerInnenbearbeiten und verlegen Boden- und Wandbelagsmaterialienaus Keramik, Natur- und Kunststeinund Beton. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt allerdings auf der Verlegungvon keramischen Wand- und Bodenfliesen bzw. -platten. Platten- undFliesenlegerInnen verlegen Wand- und Bodenfliesen bzw. -platten in Wohn- undIndustriebauten sowie in öffentlichen Gebäuden. Sie führen Verfliesungen vonBadezimmern, Küchen und Toiletten sowie Verfliesungen in Schwimmanlagen,öffentlichen Bädern und Toiletten, Saunas, Hotels, Großküchen, Schulen undKrankenhäusern durch. Dabei gestalten sie z.B. Wände mit dekorativen Fliesen oderverfliesen Böden mit hochstrapazierbaren Steinzeugplatten. Im Bereich dermodernen Fassadengestaltung führen sie Verfliesungen von Hauswänden und Portalen durch.Es gibt zwei verschiedene Arten vonVerlegeverfahren, das Dünnbettmörtelverfahren und das Klebeverfahren. Beimtraditionellen Mörtelverfahren, das jedoch kaum mehr angewandt wird, entfernen die Platten- undFliesenlegerInnen den mürben Verputz von den Wänden und bringen mit der Kelle eine Schicht feinenKalkmörtels auf die Wand auf. Danach befeuchten sie die Fliesen mit Wasser und tragen auf dieRückseite der Fliesen ebenfalls eine dünne Mörtelschichtauf. Sie drücken die sovorbehandelten Fliesen in das vorher auf die Wand bzw. den Boden aufgebrachte Mörtelbett,richten sie unter Beachtung der gewünschtenFugenbreite aus und klopfen sie miteinem Hammer leicht fest. Bei der heute vorwiegendgebräuchlichen Klebeverlegung ist ein sauberer, ebener und fettfreierUntergrund notwendig. Daher werdenvorhandene Unebenheiten mit speziellen Ausgleichsmassen geglättet und Staubreste mit einer Bürste abgekehrt. In Feuchträumen isolieren die Platten- undFliesenlegerInnen den Untergrund mit speziellen Voranstrichen, um ein Durchdringender Feuchtigkeit zu verhindern. Zur Verlegung der Fliesen verwenden siesynthetischen Klebemörtel, den sie mit einer gezahnten Spachtel gleichmäßig auf den Untergrund auftragen. In diesedünne Kleberschicht drücken sie die Fliesen ein. Zur Sicherung einesgleichmäßigen Fugenabstandes zwischen den einzelnen Fliesen verwenden sieFugenkreuze oder Fugenhölzer, die sie zwischen die einzelnen Fliesenreihenstecken. Die an den Wandrändern benötigten Teilfliesen schneiden sie mit demGlasschneider oder der Fliesenschneidemaschine zu. Runde Aussparungen fürWasseranschlüsse oder Abflüsse lochen sie mit dem Spitzhammer vor und brechensie mit der Lochzange aus.Nach Trocknung des Mörtels bzw. Klebers verfugendie Platten- und FliesenlegerInnen die verlegte Fläche mitspeziellen Fugenmassen. Sie rührendie Fugenmasse in der gewünschten Beschaffenheit mit Wasser an und bringen sie mit einerGummispachtel in die Fugenein. Nach Antrocknen der Fugenmassereinigen die Platten- und FliesenlegerInnen die Fliesenfläche mit einemSchwamm. 
Polsterer/In:
Polsterer/Polsterinnenfertigen und reparieren Polstermöbel (z.B. Sitzgarnituren, Couchen, Fauteuils,Innenausstattung von Autos), Matratzen (Federkern- und Rosshaarmatratzen) sowie Wand- und Türpolsterungen. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Restaurierung. Hierbei achten sieauf den Stil der unterschiedlichen historischen Epochen. Polsterer/Polsterinnen kennen dieaktuellen Trends bei Materialien (diesekönnen aus pflanzlichen, tierischen und synthetischen Stoffen bestehen),Mustern und Farben, damit sie den Kundengeschmack zielsicher treffen.Bei der Herstellung vonPolstermöbeln kann zwischen handwerklicher Einzelfertigung im Gewerbe undindustrieller Serienfertigung unterschieden werden. Bei der Einzelfertigungbauen die Polsterer/Polsterinnen die Polsterung des Möbelstückes auf einemUntergestell auf, über welches sie zunächst Gurte aus Jute oderKunststofffasern spannen. An dieser Begurtung befestigen sie Sprungfedern ausgehärtetem Stahldraht, welche auf die gewünschte Polsterhöhe zusammengedrückt("dressiert") wurden. Anschließend verbinden sie die Sprungfedern mitSpagat, wodurch der Federgrund gebildet wird. Dieser verleiht der Polsterungdie notwendige Maßgenauigkeit, Festigkeit und Elastizität. Um Unebenheiten desFedergrunds auszugleichen, ummanteln die Polsterer/Polsterinnen den Federgrundmit der sogenannten "Grundfasson" aus Kokosfasern oder Afrik(Fasermaterial aus Palmblättern), welchesie durch das Aufnäheneines Stücks Jute fixieren, um ein Verrutschen des Materials am Federgrund zu verhindern. Anschließend bringen sie eine weicheund elastische Polsterschicht (Pikierung) auf, welche üblicherweise ausRosshaar mit einer dünnen Wollvlies- oder Watteauflage besteht.Nach Abdecken der Pikierung mit einem Unterbezug aus Mollino (Baumwollstoff) ist die Polsterung fertig. Abschließend überziehendie Polsterer/Polsterinnen das Möbelstück mit einem Möbelstoff.Zur Herstellung des Überzugsschneiden die Polsterer/Polsterinnen die benötigten Stoffteile nach einemSchnittmuster zu und nähen sie mit einer Nähmaschine zusammen. Sie ziehen den fertiggenähten Überzug auf diePolsterung des Möbelstücks auf und befestigen ihn mit Stiften und Klammern am Polstergestell.In der industriellen Serienfertigungvon Polstermöbeln stellen sie Maschinen und Vorrichtungen ein und bedienen und überwachendiese. In der industriellenSerienfertigung erfolgt der Aufbau der Polsterung mit zum Teil anderenMaterialien als im Gewerbe. Für Federkerne und Polstermatten werden z.B.Mischungen von natürlichen Polstermaterialien mit Gummi verwendet. DiePolsterer/Polsterinnen führen hier vor allem das Beziehen der von angelerntenHilfskräften vorgepolsterten Möbelgestelle mit vorgenähten Überzügen durch. Inder Polstermöbelindustrie sind weitereAufgabenbereiche die Arbeitsvorbereitung,die Endkontrolle der fertigen Polstermöbel sowie die Koordination undLeitung der verschiedenen Abteilungen des Produktionsablaufes. Mitunterarbeiten die Polsterer/Polsterinnen auch in der Entwurf- bzw.Entwicklungsabteilung größerer Industriebetriebe mit. Die im Gewerbebeschäftigten Polsterer/Polsterinnen führen Reparaturarbeiten an hochwertigen Polstermöbeln durch. Der Umfang einer Reparatur kann vom einfachenAuswechseln desMöbelbezugsstoffes bis zur völligen Neupolsterungdes Möbelstückes reichen. Bei derRestaurierung von Stilmöbeln wenden die Polsterer/Polsterinnen häufigtraditionelle Polsterverfahren der jeweiligen Stilepoche an.
PräparatorIn:
PräparatorInnenstellen Tierpräparate her, indemsie tote Tiere mit verschiedenenKonservierungverfahren behandeln, um sie vor Verwesung und Schädlingsbefall zubewahren. Sie präparieren Säugetiere, Vögel, Fische, Kriechtiere und Insektenheimischer und exotischer Herkunft.Weiters führen sie Reparatur- und Reinigungsarbeiten an Tiermodellen durch. Der Berufbedarf nicht nur hoherhandwerklicher, sondern auch künstlerischer Fähigkeiten, um den Kadaverndas naturgetreue Aussehen ihrer lebenden Vorbilder zu geben.Hierzu lassen PräparatorInnen zoologischeund biologische Kenntnisse in ihre Arbeit einfließen. PräparatorInnen gestalten gegebenenfalls auch die naturgetreueUmgebung der von ihnen behandelten Tiere.PräparatorInnen fertigen für Sammler von Jagdtrophäen vor allem Geweiheund Säugetierköpfe (z.B. Hirschgeweihe, Wildschweinköpfe), aber auch Vögel (z.B.Auerhähne) an. Ganzpräparate stellen sie meistnur von kleinen Säugetieren wie z.B. von Mardern, Füchsen oder Dachsen her. Weiters fertigen sieTierpräparate als Demonstrationsobjekte für den Unterricht und alsAusstellungsstücke für Museen an. Präparierte Tiere sind auch im Zeitalter derComputeranimation als Anschauungsmaterial nicht wegzudenken.Es wird zwischen Trocken- undFeuchtigkeitspräparaten unterschieden. Trockenpräparate werden von Säugetieren, Vögeln, Käfern undSchmetterlingen hergestellt, während Feuchtigkeitspräparate vor allemvon Fischen, Kriechtieren und einzelnen tierischen Organen angefertigt werden. Bei der Präparation eines Säugetieresüberprüfen die PräparatorInnen unterBerücksichtigung geltender Natur- und Artenschutzbestimmungen zuerst dessen Herkunft. Beim anschließenden Abbalgen durchtrennen sie zuerst die Hautauf der Bauchseite mit einemLängsschnitt und lösen sie hierauf von der Bauchdeckeausgehend vom Tierkörper ab, wobei besonders bei der Häutung des Kopfesgrößte Genauigkeit und Vorsicht geboten ist. Sie entfernen mitSchabern Fleisch- und Fettreste von derInnenseite und legen den Belag zur Reinigung in ein Wasserbad.Zur Konservierung legen diePräparatorInnen das Fell anschließend in eine Gerbstofflösung. Dabei verbindensich die Gerbstoffe mit denHautfasern und schützen so die Hautvor Fäulnis. Die Häute größerer Tiere geben sie dazu meist an Gerbereibetriebe weiter. Nun stellen diePräparatorInnen nach den Maßen des toten Tieres ein naturgetreues Modell her.Sie verwenden dazu entweder Styropor, Holz-oder Papierwolle oder fertigeneinen Abguss aus Kunststoff (Polyester) an. Bei der Formgebung wird einemöglichst typische Körperhaltung des betreffenden Tieres nachgebildet. Bevorsie den vorbereiteten Balg über dasModell ziehen, behandeln sie dieInnenseite der Haut mit einerGiftlösung (Arsenik, Eulan), um sie vor Schädlingsbefall zu schützen. Lippen,Nasen und Ohren der Tierhaut füllen die PräparatorInnen mit weichem Ton. Dannziehen sie die Haut vorsichtig und stückweiseüber das Modell und vernähen sie. Das Nachstopfen des Kopfes (z.B. mitWatteflocken) im Bereich von Stirn, Hinterkopf und Ohren erfolgt über die Augenöffnungen.Abschließend setzen sie Glasaugen ein und färben Zunge, Mundhöhle und Lippen mitWasserfarben und Lack. Das fertig präparierte Tier montieren sie auf einPostament (Sockel).Die Flüssigkeitspräparation wendendie PräparatorInnen vor allem beiKriechtieren und Amphibien (z.B. Kröten, Unken) an. Sie fixieren zunächst das Objekt in der gewünschten Haltung durch Formalin-Injektionen und ein - jenach Größe des Tieres - drei bisvierzehn Tage dauerndes Formalinbad. Das Formalin bewirkt eine Härtung der Muskulatur. Anschließend montieren sie das Tier auf eine Glasscheibe, die sie in ein Präparateglas klemmen, wo die Konservierung durchAlkohol erfolgt.
ProduktionstechnikerIn:
Die "menschenleere Fabrik"gibt es zwar noch nicht, aber in vielen Produktionsbereichen ist die Automatisierung der Güterproduktion schon sehr weitfortgeschritten, und diese Entwicklung ist noch lange nicht zu einem Ende gelangt. Damit besteht heute aber auch ein erheblicher Bedarf an Arbeitskräften, die solche automatisierte Fertigungsanlagen betreuen können. Daher wurde der Lehrberuf "ProduktionstechnikerIn"geschaffen, um Fachleute für die Bedienung, Steuerung und Wartung von automatisiertenProduktionsanlagen und für die laufende Produktionsplanung und -überwachungausbilden zu können, und zwar weitgehend unabhängig vom jeweils hergestelltenProdukt. ProduktionstechnikerInnen sind fürdie Produktions-/Montageplanung und -steuerung sowie für die betrieblicheLogistik (Material- und Warenflüsse) und die Lagerhaltung zuständig. Sie legendie Arbeitsschritte, die Arbeitsmittel und die Arbeitsmethoden fest, planen denEinsatz der Werkzeuge, Vorrichtungen und technischen Fertigungshilfen auf Fertigungsmaschinenund Fertigungsanlagen, wählen die erforderlichen Materialien aus und sorgen für deren Beschaffung und Überprüfung. Währendder Produktion bedienensie die Produktionsanlagen. Anhandvon technischen Skizzen und Unterlagen überwachen sie die Arbeitsabläufe derFertigungsmaschinen und Fertigungsanlagen sowie die Produktqualität. Siebedienen und überwachen die elektrischen, pneumatischen und hydraulischenAntriebe. Weiters programmieren sie die rechnergesteuerten Anlagen und dieBedienung der Steuerungs- und Regelungseinrichtungen. Ein Schwerpunkt ihrerArbeit liegt in der Qualitätssicherung. Dabei setzen dieProduktionstechnikerInnen teilweise schon während der Produktion dieentsprechenden Maßnahmen, indem sie die Produkte laufend mit Hilfe von Mess-und Regeleinrichtungen kontrollieren. Die ProduktionstechnikerInnen führen aberauch systematische Funktionskontrollen an den Zwischen- und Endprodukten oderin Form von regelmäßigen Stichproben durch. Auch die Instandhaltung und Wartungder Werkzeuge, Maschinen und Anlagen gehört zu ihren Aufgaben. Sie verfügenKenntnisse im Bereich der Metall- und Kunststoffverarbeitung und können so dieMaschinen- und Anlagenteile sowie die Werkzeuge, mit denen die Produktionsmaschinenbestückt werden, herstellen. Sie beherrschen Bearbeitungstechniken wie Messen,Verbinden, Trennen, Bearbeiten von Oberflächen und Montieren. Natürlich sind sie auch mit dem Umgang mit rechnergesteuerten Anlagen(z.B. CNC-Maschinen; computer numeric control) vertraut, wobei siediese auch programmieren. Bei der Wartung der Maschinen und Anlagen montierenund demontieren die ProduktionstechnikerInnen die einzelnen Maschinen- undAnlagenteile, sie rüsten die Werkzeuge, Geräte und Maschinen an den Produktionsanlagenund stellen sie ein. Sie tauschen Verschleißteile aus, schmieren diebeweglichen Teile und versorgen sie mit Betriebsstoffen (z.B. Kühl- undSchmiermittel usw.).Auchdie Wartung der elektrischen und elektronischen Bauteileund Baugruppen gehört zum Tätigkeitsbereich der ProduktionstechnikerInnen.Dabei tauschen sie die einzelnen Elemente, falls erforderlich, aus. Sie bauendiese Bauelemente zusammen und verdrahten sie nach Schaltungsunterlagen undAnleitungen. Außerdem schließen sie freiprogrammierbare Steuerungen und Regelungenan.Falls sie die Reparaturarbeiten an den Maschinenund Anlagen nicht selbst durchführen können, sorgen sie für die Einleitung von Reparaturmaßnahmen. Und schließlichsind die ProduktionstechnikerInnen auch mit der genauen Erfassung dertechnischen Daten über den Arbeitsablauf und die Arbeitsergebnisse betraut. Dabei dokumentierensie alle Daten der Produktion in Formvon Tabellen und Datenbanken. Sie erfassen etwa den Materialverbrauch, dieStückzahlen und die Ausschussprodukte. Diese Daten dienen dann wiederum alsGrundlage für die Planung weiterer Produktserien. Die ProduktionstechnikerInnenhalten aber auch Produktionsstörungen und Reparaturberichte dokumentarischfest.
ProzessleittechnikerIn:
 ProzessleittechnikerInnen bauen, warten und reparieren mechanische, hydraulische (durch Flüssigkeitsdruck betriebene), pneumatische (durch Druckluft betriebene) undelektronische Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen für Apparate und Anlagen.Weiters installieren sie diese Einrichtungen zur Steuerung von Prozessabläufenin industriellen Produktionsanlagen, in Heizungs-, Klima-, Lüftungs- undKühlanlagen sowie in Energie-, Transport- und Fördereinrichtungen. In denMesswarten überwachen sie teil- oder vollautomatisierte Produktionsabläufe überSchalttafeln oder Bildschirme, wobei sie Anzeigevorrichtungen wie Mess-Skalen, Signal- und Kontrolllampenbeobachten und die Messgrößen laufend mit den Sollwerten vergleichen. Außerdembauen sie unter der Anleitung von TechnikerInnen Apparate und Instrumente zuVersuchszwecken in Labors oder in Prüffeldern auf, führen die Versuche durchund fassen die Ergebnisse in Versuchsberichten zusammen.Für die Herstellung vonMessanordnungen, Regelkreisen und Schaltungen anhand von Konstruktions-,Stromlauf- und Verkabelungsplänen verarbeitensie Metalle oder Kunststoffdurch Feilen, Drehen, Löten, Schweißen usw. zu Bauteilen (z.B. Skalen,Ventile) oder passen industriellvorgefertigte Teile an den speziellen Anwendungsfall an. Vorwiegend verwendendie ProzessleittechnikerInnen elektronische Bauteile wie Chips, Dioden,Leiterplatten usw., die auf Karten zu Bauteilgruppenzusammengefasst sind. Dann bauen sie diese in Schalt-, Verteiler- undSteuerkästen ein. Sie verlegen diezur Bedienung der Anlagen notwendigen elektrischen und druckmittelführenden Leitungen, schließendiese an und stellen Verbindungendurch Klemmen, Löten oder Schweißenher. Anschließend führen sieFunktionsproben (z.B. Kontrollmessungen) durch und nehmen die Anlagen inBetrieb. Beiregelmäßigen Wartungsarbeiten reinigensie einzelne Geräte, füllenSchmiermittel, Druckmittelund eventuell Kühlmittel nach und justieren Messeinrichtungen.Stellen sie an den Schalttafeln oderBildschirmen eine Störung in der Anlage fest,so schalten sie den betroffenen Anlagenteil von der Messwarte aus ab,grenzen nach Fehlersuchanleitung und Schaltplänen die Störursache ein undüberprüfen Schaltkästen und Leitungen. Bei der Kontrolle eines Schaltkastensnehmen sie zunächst eine Sichtprüfung auf verkohlte Teile vor und prüfenSicherungen, Betriebsspannung und Stromversorgung. Um die Messwerte der Steuer-und Regeleinrichtung zu prüfen,trennen sie den Leistungsteil (z.B.Elektromotor) ab und schließen an seiner Stelle ein Mess- oder Prüfgerät (z.B.Prüflampe, Voltmeter) an. Stellen sie anhandder Messergebnisse einen Defekt im Schaltkasten fest, so bauen sie dasfehlerhafte Gerät aus. Im Laboroder Prüffeld lokalisieren sie den Defekt im Gerätdurch Pseudoschaltungen (Schaltungen, mit denen Teilbereiche des Geräts auf ihre Funktionsfähigkeit getestet werden) und führen die erforderlichen Reparaturen durch. Sie ersetzen z.B.fehlerhafte Baugruppen (Karten) und Ventile, stellen neue elektrischeVerbindungen her und tauschen Wicklungen aus.Anschließend bauen sie das instandgesetzte Gerätwieder in den Schaltkasten ein
RauchfangkehrerIn:
RauchfangkehrerInnen kehren, reinigen und kontrollieren private,öffentliche und industrielle Feuerungsstätten und Abgasleitungen (Kamine). Sie kontrollieren auchdie Feuerungsanlagen in Neubauten und erstellen bei nachträglichen Ein- oder Umbauten Kaminbefunde (Bestätigungüber die Eignung eines Kamins für den Anschluss eines Heizgerätes). Ein immer wichtigeres Aufgabengebiet der RauchfangkehrerInnen ist die umweltschutzorientierte Kontrolle der gesamtenFeuerungsanlage, wobei Messungen des Schadstoffausstoßes (Emissionsmessungen)vorgenommen werden. Sie beraten ihre KundInnen in feuerungs- und heizungstechnischen Belangen, wie z.B. Wärmenutzung,Brennstoffeinsparungen, Umweltbelastungen oder Vorbeugung gegen Brände.Neue Aufgabenbereiche sind die Sanierung von Rauchfängen und die Überprüfungvon Entlüftungsanlagen. Viele ihrer Tätigkeiten sind durch gesetzlicheBestimmungen (z.B. Kehrverordnungen der einzelnen Bundesländer,Feuerpolizeiordnungen) festgelegt. Bei jedem Kontrollbesuch beseitigendie RauchfangkehrerInnen nicht nur diverse Verbrennungsrückstände, sondernbeobachten auch den baulichen Zustand der Feuerungsanlage. So können sieMängel, die meist im sogenannten Kaltbereich (unausgebaute Dachböden aber auchder Bereich des Fanges über Dach) auftreten, frühzeitig erkennen. Auf Grund der Verbrennungsrückstände könnenRauchfangkehrerInnen auchsehen, ob der richtige Brennstoff verwendet wurde und die Feuerstätteenergiesparend und umweltfreundlich betrieben wird. VorDurchführung der Kehrarbeiten in einem Wohnhaus untersuchen die RauchfangkehrerInnen den Rauchfangkopf auf allfällige Schäden. Sie öffnen die Kamintüre amDachboden und putzen den Kamin mit der Rund- und Stoßbürste. VerstopfteRauchfänge putzen sie mit dem Ableingerät (ca.5 kg schwere Eisenkugel), mit einem Vierkant- oder einem Rollmeißel durch. Sie beseitigen Rückstände durch Abschaben und Abschlagen und kehren die Aschenreste weg. Danachverschließen sie die Kamintüre wieder vorschriftsgemäß. Nachdem dieRauchfangkehrerInnen den Dachbodenund die Kellerräume auf eventuell vorhandene brennbare Gegenstände kontrolliert haben, reinigen sie die Kamine durch diePutztüren in den einzelnen Wohnungen. Sie entfernen Rückstände und Ablagerungenmit zahlreichen Werkzeugen und Geräten (z.B. Schöpflöffel, Handbesen, Bürsteaus Stahldraht) und kontrollieren dieFeuerstätten und Verbindungsteile (Rohre, Kanäle). Sie weisen die MieterInnenbzw. EigentümerInnen auf vorgefundene Mängel hin und setzen ihnen eineangemessene Frist zur Behebung. Die Durchführung ihrer Arbeiten vermerkenRauchfangkehrerInnen im Kehrbuch.Emissionsmessungen dienen zurVerminderung des Schadstoffausstoßes und zurVerbesserung des Wirkungsgrades von Verbrennungsanlagen. Hierbei tragendie RauchfangkehrerInnen zunächst die Daten des Kessels(Größe, Art des Kessels, Brennstoffart) in ein Prüfblatt oder Messprotokollein und stellen den optimalen Wirkungsgrad (Sollwert) fest. Danach kontrollieren sie die Be- und Entlüftung desKessels und führen Reinigungsarbeiten am Kessel durch. Sie entfernen Belägemit chemischen Reinigungsmitteln sowie mit Kesselbürsten und Schereisen. Die Emissionsmessungen führen sie mitHandmessgeräten (z.B. Messung des Rauchgases mit CO2-Indikatoren) oder einemelektronischen Messgerät durch. Dabeiwerden zur Ausschaltung von Fehlerquellen drei Messungen durchgeführt. Wenn ein Vergleichmit den Sollwerten des Kessels Hinweise auf Mängel der Heizanlage ergibt, sowerden HeiztechnikerInnen mit der Behebung der Mängel beauftragt. 
RechtskanzleiassistentIn:
DerBegriff "Rechtskanzlei" bezeichnet die Kanzlei bzw. das Büro von RechtsanwältInnen und NotarInnen. Rechtsanwälte sind Juristen, die ihre KlientInnen (Privatpersonen,Unternehmen, Vereine usw.) in Rechtsangelegenheiten beraten und vertreten (z.B.bei gerichtlichen Prozessen). Sie sind dabei in nahezu allen Rechtsbereichentätig (z.T. auch auf einen bestimmten Bereich spezialisiert), vor allemStrafrecht, Wirtschaftsrecht, Mietrecht, Arbeitsrecht, Familien- undScheidungsrecht. Notare sind staatlich bestellte Juristen, die bei bestimmtenRechtsgeschäften mitwirken. Zu ihren Aufgaben gehören etwa die Mitwirkung bei der Ausarbeitung und beimAbschluss von Verträgen, die Beglaubigung und Beurkundung von Rechtsgeschäften(z.B. Verträge, Testamente), die Bestätigung der Echtheit von Dokumenten und vieles mehr. Die Büro- undVerwaltungsarbeiten in einer Rechtskanzlei erfordern zahlreicheSpezialkenntnisse im Anwalts- oder Notariatswesen, so dass hier die üblicheBüroausbildung nicht ausreicht. Die RechtskanzleiassistentInnen sind in diesenBereichen geschult.Für RechtskanzleiassistentInnen istder richtigen Umgang mit denKundInnen der Rechtskanzlei besonders wichtig. Sie begrüßen die MandantInnenbzw. deren rechtliche Vertreter angemessen und kommunizieren gewandt mitGerichten und Behörden. Im Gespräch mit den MandantInnen ist die sprach- undfachgerechte Ausdrucksweise und die Erteilung zielgerichteter Auskünfteentscheidend. Die Auskunftserteilung der RechtskanzleiassistentInnen umfasstden Aufgabenbereich und die Dienstleistungsangebote der jeweiligen Rechtskanzlei sowie Auskünfte,die von rechnergestützten öffentlichen Registernabgefragt werden können, z.B. Grundbuch. Rechtsauskünftedürfen sie allerdings nicht erteilen. RechtskanzleiassistentInnen müssengenauestens mit der österreichischen Rechtsordnung vertrautsein, ebenso mit dem Aufbau der Behörden und der Gerichte, mit denAufgaben und dem Aufbau der Rechtspflege und mit den einschlägigenGerichtszweigen.Die RechtskanzleiassistentInnen legenüber die einzelnen Fälle Register an und führen diese. Sie erstellenStatistiken, sind mit dem Urkundenwesen und dem Umgang mit Behörden vertraut. Vor allem sind es hier die Gerichte und Sozialversicherungsträger,mit denen sie oft in Kontakt treten.Wenndie RechtskanzleiassistentInnen Schriftstücke zur Betreuung übernehmen, achten sie auf die Wahrung des Datenschutzes. Siearchivieren die Schriftstücke und behalten dabei die Fristenläufe im Auge. Weiters sind sie für das Organisierenvon Dienstreisen und Veranstaltungen zuständig (Handhaben von Fahrplänen,Reservieren von Verkehrsmitteln und Unterkünften, Abrechnung). Außerdem verwalten sie Termine und bereiten Verhandlungen und Besprechungen vor undnach.Fürden ArbeitsbereichBüroorganisation nutzen die RechtskanzleiassistentInnen die elektronische Datenverarbeitung (Hardware, Software, Betriebssysteme). Sie kennen die wichtigsten Programme zur Textverarbeitung, Kalkulation, Buchhaltung, Terminüberwachung und Ablage. RechtskanzleiassistentInnen erledigen die in einer Rechtskanzlei anfallenden einschlägigen Schriftverkehrsarbeiten.Sie schreiben Standardbriefe undBriefe nach Diktat oder erstellen die Briefe nach allgemeinen Angaben. Einweiterer Aufgabenbereich betrifftden Zahlungsverkehr mit Mandanten, Behörden,Post, Geld- und Kreditinstituten. Bei Zahlungsverzugleiten sie sind die üblichen Verfahren für diesen Fall ein. 
ReisebüroassistentIn:
ReisebüroassistentInnen informierenund beraten über Reisen und Veranstaltungen aller Art. Die eigentlicheReisevorbereitung (Reiseveranstaltung) erfordert viel Verwaltungsarbeit:Einholen von notwendigen Informationen (wie z.B. Visavorschriften, gesundheitlicheAuflagen), Zusammenstellen von Reiserouten, Nachschlagen in Fahr- undFlugplänen, Ausstellen oder Bestellen von Fahr- und Flugscheinen, Reservierungvon Plätzen, Bestellung von Hotelzimmern usw. Hierbei verwenden sie moderneArbeitsmittel (z.B. Telefon, Fax, Computer, Internet). Sie kalkulieren die Gesamtreisekosten unter Berücksichtigung der eingeholten Informationen und der getroffenen Vereinbarungen. Für die Abrechnung sowie für den anfallendeSchriftverkehr verwenden sie branchenspezifische EDV-Programme (z.B.Reservierungs- und Buchungssysteme).Jenach Beschäftigungsbetrieb sind ReisebüroassistentInnen vorwiegend mit der Organisation von Reisen (Reiseveranstalter) beschäftigt oder siesind in der Kundenberatung und im Verkauf von Reiseprogrammen (Reisebüros)tätig. Beim Organisieren von Reisen legen die ReisebüroassistentInnen zunächst die Urlaubsziele und Reiserouten fest. Dabeiberücksichtigen sieSehenswürdigkeiten und andere Fremdenverkehrsangebote (z.B. kulturelleVeranstaltungen). Danach wählen sie die verkehrs- und preisgünstigstenTransportmittel (Bahn, Bus, Schiff, Flugzeug) aus und mieten sie bzw. reservieren Plätze. ReisebüroassistentInnen prüfenschriftlich, telefonisch oder durch eigene Besichtigungsreisen die Qualität undPreise der Unterkunftsmöglichkeiten. Danach kalkulieren sie unter Berücksichtigung aller Kostenfaktoren (An- und Rückreise, Verpflegung u.a.) die Gesamtreisekosten und stellen einenReiseprospekt oder eine Reisebroschüre zusammen.Falls das Reisebüro nicht als Veranstalter auftritt, entfallen viele der genannten Tätigkeiten. Sogar Prospekte werden häufig von Reiseveranstaltern zurVerfügung gestellt. Die Kalkulation der Reisekosten ist jedoch eine Tätigkeit,die in jedem Fall von den ReisebüroassistentInnen durchgeführt wird.Beim Beraten der KundInnen und beimVerkaufen von Reiseprogrammen geben ReisebüroassistentInnen unter Zuhilfenahmevon verschiedenen Reisekatalogen und -prospekten Auskunft über die Kosten dergewünschten Reise sowie über Reisedauer und Unterkunftsmöglichkeiten (Voll-,Halb-, Frühstückspension). Außerdem informieren sie die KundInnen überzusätzliche Reiseangebote (z.B.Besichtigungsprogramme oder Sportveranstaltungen). Bei nicht organisierten Reisen beraten sie Einzelreisende über günstige Fahrtrouten und Verkehrsmittel (Flugzeug, Eisenbahn, Bus, Schiff). Weitersgeben sie Auskünfte über die jeweiligen Landeswährungen, Wechselkurse,Devisenbestimmungen sowie über Pass- und Impfvorschriften. Haben sie die KundInnen für eine Reise entschieden,prüfen die ReisebüroassistentInnen zunächst am Computer, ob nochPlätze frei sind, und führen dann die Reservierungendurch. Wird eine Flugreise gebucht,benutzen sie z.B. den sogenannten "OSCAR", eine mit der AUA verbundene EDV-Anlage. Platz-, Liege-oder Schlafwagenkarten für die Eisenbahn buchen sie ebenfalls mittels Computer.Unterkunftsreservierungen nehmen dieReisebüroassistentInnen schriftlich, telefonisch oder per Fernschreiber vor.Sie stellen die Reiseunterlagen aus, das sind etwa die sogenannten Vouchers(Leistungsscheine für Übernachtung, Verpflegung, Stadtrundfahrten usw.),Fahrkarten, Flugscheine und anderes.Auf Wunsch der KundInnen besorgensie auch Visa (Einreisegenehmigungen für bestimmte Länder)und schließen Reiseversicherungen ab. Sie nehmen die Versicherungskostenin die Gesamtrechnung auf, errechnen die Gesamtreisekosten und kassieren denRechnungsbetrag. Bei Reiserücktritten stornieren sie die entsprechenden Buchungen und berechnen die Stornogebührender KundInnen.Neben der Vermittlung von Reisen ins Ausland (Outgoing-Bereich)betreuen ReisebüroassistentInnen auchausländische Touristen, dienach Österreich reisen (Incoming-Bereich). Dabei informieren sie die Gäste über das österreichische Fremdenverkehrsangebot sowie über die vom Reisebüro angebotenen Besichtigungs-und Ausflugsfahrten und führen die Buchungen durch.
Restaurantfachfrau, -mann:
Restaurantfachleute arbeiten in Betrieben des Gast- und Beherbergungsgewerbes,wie z.B. Gasthäusern, Restaurants, Kaffeehäusern, Bars, Hotels) oder in Dienstleitungsbetrieben wie im Catering- und Party-Service. Ihr Aufgabenbereich umfasst die Betreuungder Gäste. Das reichtvon der Beratung bei der Menü- und Getränkeauswahl über die Organisation von Banketts undEmpfängen bis zum fachgerechten Servieren(Flambieren, Filetieren, Tranchierenetc.), dem Decken von Tafeln und Tischen und den Abrechnungsarbeiten.Sie sind somit gleichzeitig die"Vermittler" zwischen Gast und Küche, als auch VertreterInnen desHauses gegenüber dem Gast. DieAufgaben und Tätigkeiten der Restaurantfachleute unterscheiden sich je nach Art und Größe des Betriebes (Klein-, Mittel-, Großbetrieb; Restaurant, Hotel,Bahn usw.) und nach der beruflichen Stellung (bisherige Bezeichnungen:AlleinkellnerIn, OberkellnerIn, WeinkellnerIn, BarmixerIn usw.).Den Schwerpunkt der Aufgaben der Restaurantfachleute bildet aber in jedem Fall dasServieren von Speisen und Getränken. Im Rahmen derVorbereitungstätigkeiten legen die Restaurantfachleute saubere Tischtücher undServietten auf die Tische des Restaurants. Weiters stellen sie alle notwendigen Gegenstände und Materialien (z.B. Besteck, Salzstreuer) bereit und platzieren das Besteck und die Gläser nach einer festgelegtenAnordnung am Tisch. Gläser werden z.B. in der Reihenfolge der aufzutragendenGetränke aufgedeckt. Auch dasPolieren von Gläsern und Bestecken gehört zu den Vorbereitungsarbeiten derRestaurantfachleute. Die Restaurantfachleute begrüßen die Gäste beim Betreten desLokals und begleiten sie zum Tisch.Sie legen den Gästen die Speise- und Getränkekarte vor, beraten sie fachkundigbei der Auswahl von Speisen und Getränken und berücksichtigen dabei die persönlichen Wünsche, Neigungen und Bedürfnisse der Gäste. Nachdem die Gästedie Speisen und Getränke bestellt haben, tippen die Restaurantfachleute den entsprechenden Betrag an der Kassaein (Bonieren). Anschließend leiten sie die Bestellungen an die Küche bzw. denAusschank weiter. DieRestaurantfachleute nehmen die Speisen und Getränke vom Küchen- undAusschankpersonal entgegen und servieren sie den Gästen. Vorallem in der gehobenen Gastronomie führen die Restaurantfachleute auch verschiedene Arbeitenam Tisch der Gäste bzw. amSideboard durch. Beim Filetieren/Tranchieren zerteilen sie Fleisch,Fisch oder Geflügel mit Filetier-oder Tranchierbesteck und legen die vorbereiteten Portionen auf die Teller.Beim Flambieren übergießen sie Fleisch-und Süßspeisen oder Obst mit Spirituosen und entzünden sie im Flambierwagen oder in derFlambierpfanne, um dem Gericht seinen typischen Geschmack zu verleihen.Nach Beendigung der Speisenfolgeservieren die Restaurantfachleute Teller, Besteck und Gläser ab, stellen dieRechnung aus und kassieren den Rechnungsbetragoder rechnen Schecks/Kreditkarten ab. Dann verabschieden sie die Gäste und bereitenden Tisch für die nächsten Gäste vor.Weitere Aufgaben der Restaurantfachleute sind dieEntgegennahme von Tischreservierungen und Vorbestellungen und die Mitwirkung ander Zusammenstellung der Speise- und Getränkekarten. Weiters sind sie auch mit der Abrechnung, Kalkulation undLagerhaltung befasst. Sie führen die Kassaund rechnen die Tagesumsätze ab, führen die Umsatzstatistiken, kalkulieren die Getränkepreise,kontrollieren regelmäßig dieLagerbestände und sorgen für die Nachbestellung von Lebensmitteln und Getränken.Bei der Vorbereitung gastronomischer Sonderveranstaltungen (z.B.Festveranstaltungen wie Hochzeitstafeln, Banketts usw.) erstellen sie dieTischordnung, stellen die Speisen- und Getränkefolge zusammen und dekorierendie Tafel und das Lokal.
RohrleitungsmonteurIn:
RohrleitungsmonteurInnen montieren, warten und reparieren Rohrleitungssysteme, die dem Transportvon Flüssigkeiten, Dämpfenoder Gasen dienen. Sie kleben,löten und schweißen die Rohrleitungssysteme mit Geräten und Maschinen, dieheute oft computerunterstützt gesteuert werden. Die RohrleitungsmonteurInnen verlegenHochdruckrohrleitungen (der zu befördernde Stoff steht zur Steigerung derTransportleistung unter hohem Druck) für Erdöl, Erdgas, Fernwärmeusw. Sie montierenWasseraufbereitungs-, Klär-, Abgasfilteranlagen sowie Kraftwerksanlagen.Sie installieren Transport-, Förder-, Produktions- und Kühleinrichtungen inBetrieben, z.B. in der chemischen, petrochemischen (Erdöl und Erdgas verarbeitenden) und in derNahrungsmittelindustrie (Brauereien, Molkereien, Zuckerfabriken usw.). Siestatten Großbauten (Spitäler, Verwaltungsgebäude, U-Bahn-Stationen, Tunnelsusw.) mit den erforderlichen Rohrleitungssystemen für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen aus. Ssie errichtenBrandschutzanlagen (z.B. für Papier und Holz verarbeitende Betriebe, inChemiewerken) und bauen Schiffsinstallationenein. DieRohrleitungsmonteurInnen verlegen Rohre aus Stahl, Gusseisen, Kupfer undKunststoff und stellen Rohrverbindungen durch Schweißen, Löten, Kunststoffschweißen, Stecken, Klebensowie mit Hilfe spezieller Verbindungsstücke ("Fittings") her. Sie stattendie Rohrleitungsanlagen mitden erforderlichen Absperr-, Mess- und Regelarmaturen aus und montieren zumTeil vorgefertigte Einrichtungen (z.B. im Industrieanlagenbau). Siekontrollieren die Dichtheit der Rohre, schützen sie gegen Rost und andereBeschädigungen und schließen neuverlegte Rohrleitungen an das bestehendeRohrleitungsnetz an bzw. verbinden diese mit Apparaten und Geräten.Beim Verlegen vonHochdruckrohrleitungen in bereits von Baufirmen ausgehobenen Rohrgräben werdenzunächst verschiedene Vorbereitungsarbeiten ("Vorrichten" der Rohre) durchgeführt. Die RohrleitungsmonteurInnen schneiden die Rohre mit einemRohrabschneider, einem Schneidbrenner oder einer elektrischen Rohrsäge anhandder Maßangaben im Leitungsplan zu. Anschließend fertigen sie Rohrbögen durch"Warmbiegen" (unter Hitzeeinwirkung) an, um die Leitungen denGeländebedingungen anzupassen. Die notwendigen Verbindungen zwischeneinzelnen Rohrleitungsteilen stellen sie meist durch elektrischesLichtbogenschweißen her. Dabei berühren sie das Rohrstück mit einer spannungsführenden Schweißelektrode und erzeugendurch Abheben der Elektrode vom Werkstück einen elektrischen Lichtbogen, der zumAufschmelzen der Schweißstelle sowiezum Niederschmelzen der Elektrode dient. Die Schweißnahtkontrolle führen sie mit Röntgenstrahlen durch, wobei sie dievon außen nicht erkennbaren Fehler wiePoren, Feinrisse oder Schlackeneinschlüssefeststellen können. Bestätigt auch die Prüfungdes Druckes mit einem Manometer(Druckmessgerät) eine fehlerfreieSchweißung, umgeben die RohrleitungsmonteurInnen die Schweißnähte mitKunststoffbändern, um sie gegen Korrosion (Rost) zu schützen. Abschließend senken sie die Rohrstränge mitRohrlegewinden in den Rohrgraben, verschweißendie Rohre mit den bereits verlegten Teilen der Rohrleitung und schließen die Rohrleitung gegebenenfalls anApparate, Geräte oder Anlagen an. Beiregelmäßigen Wartungsarbeiten erneuern die RohrleitungsmonteurInnen den Rostschutz und führen erforderliche Reparaturarbeiten (z.B. Austauschen abgenutzter Armaturen undDichtungen, Auswechseln schadhafter Rohrteile) durch. Weiters beheben sieStörungen und Gebrechen an Rohrleitungssystemen, indem sie fehlerhafte Teiledurch neue ersetzen.
SattlerIn und RiemerIn:
SattlerInnenund RiemerInnen verarbeiten Leder zu Groblederwaren. Dazu zählen Sportartikelwie Fußbälle, Turnmatten, Boxhandschuhe, Reitsättel, Rucksäcke, Produkteder Geschirrsattlerei wie Pferdegeschirre,Steigbügel, Zügel, Halfter, Zaumzeug, Hundeleinen und -halsbänder, technische Lederartikel wieTreibriemen, Hebegurte und Haltegriffe sowie gröbere Taschnerartikel wie Jagd-und Werkzeugtaschen. Die SattlerInnen und RiemerInnen wählen das zubearbeitende Material aus, schneidendas Leder nach einer Vorlagezu, schleifen die Ränder derLederstücke ab ("Schärfen"), färben die Kanten und verbinden dieeinzelnen Teile durch Nähen, Nageln,Nieten oder Kleben. Bei Einzelanfertigungen, z.B. bei der Herstellung einerspeziellen Werkzeugtasche, entwerfen sie vielfach auch das Muster. Weitersführen sie, meist an händisch gefertigten und daher kostspieligenLederartikeln, Reparaturen durch.Bei der Herstellung eines Fußballeswählen die SattlerInnen und RiemerInnen das zu verarbeitende Lederstück(Rindsleder) aus und überprüfen die Qualitätdes Materials. Hierauf zeichnen sie freihändigoder nach Schablone die benötigten Teile auf dem Leder an, schneiden sie mit einemMesser ("Kneip") oder einer Schneidemaschineaus (Rohschnitt) und pressen sie anschließend in einer Walzmaschine, um ein späteres Dehnen des Leders zu verhindern. Aus den sopräparierten Lederstücken werden nun mit einer Stanzmaschine je nach Ballgröße18 oder 12 T-förmige Teileausgestanzt. Die Lederränder (Kanten) schleifen die SattlerInnen und RiemerInnen mit dem Schärfmesser oder einer Schärfmaschine ab, damit an denbeim Zusammennähen übereinandergelegten Teilen keine Wülste und Unebenheitenentstehen. Der Nähvorgang selbst erfolgt händisch mit speziellen Nadeln odermit einer Nähmaschine. Sie verbindenalle Teilstücke miteinander, sparennur einen Teil aus, um die "Blase", das ist ein aufblasbarerGummiballon, in die Lederhülleeinbringen zu können. Das Einnähen des letztenLederteils verlangt besondere Sorgfalt, da die Blase nicht durch Nadelsticheverletzt werden darf.Eine der Tätigkeiten im Rahmen der Geschirrsattlerei ist das Anfertigen vonHundeleinen. Dabei schneiden die SattlerInnen und RiemerInnen das Leder miteiner Schneidemaschine, die auf die gewünschteBreite eingestellt wird, zu, runden dieLederränder mit einem Kantenzieher ab und färben die Kanten mit einerspeziellen Lederfarbe. Siebiegen den Riemen zu einer Schlaufe(Haltegriff) und befestigendie Enden mit einerNietmaschine an der Leine. Hierauf bringen sie am anderen Ende des Riemenseinen Verschlusshaken (Zangenkarabiner) an, indem sie den Riemen umbiegen, den Zangenkarabiner einziehen und die Lederschlaufe zusammennieten. Eventuell verzieren sie das Werkstück noch durch Zierstriche, die sie mit einemweichen Reifholz in das Leder einkerben ("Reifeln"). SattlerInnen und RiemerInnen sind vor allem inkleinen Gewerbebetrieben beschäftigt. Hier ist die Produktion der Lederartikel kaum arbeitsteilig organisiert, sodass dieSattlerInnen und RiemerInnen das jeweilige Produkt meist vom Zuschnitt bis zurAusfertigung selbständig und alleine herstellen. Lediglich Stepparbeiten werdenhäufig von angelernten Arbeitskräften durchgeführt. 
SchalungsbauerIn:
SchalungsbauerInnen errichtenBauwerksteile aus Beton und Stahlbeton und montieren Betonfertigteile wie Wand- und Deckenelemente, Fassadenplatten und Steinstufen. Speziellim Hochbau sind siefür viele Arbeitsbereiche zuständig, so z.B.Anlege- und Vermessungsarbeiten, Pölzungen(pölzen = stützen),Fundierungsarbeiten, Betonbau, Erstellenvon Schalungen, Deckenverlegung, etc. Ein sehr wichtiger Bereich ist auch dierichtige Ermittlung des Materialbedarfes für eine effizienteBaustellenbewirtschaftung. Die Betonbautechnik wird imHochbau, im Tiefbau und im Wasserbauangewandt. Im Hochbau wird Beton bei der Errichtung von Fundamenten, Decken, Stiegen,Trägerkonstruktionen, Pfeilern und Fußböden (Estrich) verwendet; im Tiefbau beider Errichtung von Brücken, Tunnels, Autobahnen und Tiefgaragen; im Wasserbaubeim Bau von Staudämmen, Be- und Entwässerungsanlagen, Hochwasserschutzbautensowie Kanal- und Kläranlagen. Eine der wichtigsten Aufgaben derSchalungsbauerInnen bei der Durchführungvon Betonierungsarbeiten ist das Errichten von Schalungen. Schalungen sind Konstruktionen bzw. Formen aus Holzbrettern oder aus Holz-, Kunststoff- oder Stahltafeln, in die der frische Beton eingefülltwird. Bei bestimmten Baukonstruktionen, vor allem im Brückenbau, werden vor demAufstellen der eigentlichen Schalung sogenannte Leergerüste errichtet; das sindTraggerüste aus Stahlkonstruktionsteilen, die zum Stützen der Schalung bzw. der Betonbauteile dienen.Die SchalungsbauerInnen bestreichen die Innenseiten der Schalungen mit Schalöl, um das Anhaften des Betons anden Schalungsteilen zu verhindern und damit das Entfernen der Schalung nach demErhärten des Betons ("Ausschalen") zu erleichtern. Für Betonbauteile, die starkenZugkräften ausgesetzt sind, stellen die SchalungsbauerInnen sogenannteBewehrungen her. Das sindEisen-oder Stahleinlagen, die dem Beton eine hohe Zugfestigkeit verleihen. Die SchalungsbauerInnen schneiden Beton- bzw. Baustahl(Stahlstäbe mit gerippter Oberfläche) mit Bolzenschneidern oder elektrischenSchneidemaschinen zu. Dann biegen siedie Stahlstäbe mit Handbiegemaschinenoder elektrischen Biegemaschinen und verbinden sie mit Bindedraht oder durchVerschweißen zu Baustahlgittern("Bewehrungskörbe"). Diese legen sie in die Schalungen ein undverankern sie dort. Anschließend füllen sie dieSchalungen mit Beton. Dieser wird entweder von entsprechend spezialisiertenBetrieben erzeugt, in Betonmischfahrzeugen zu den Baustellen geliefert und über einen Pumpenschlauch in die Schalungengepumpt oder direkt auf der Baustelle von den SchalungsbauerInnen hergestellt. Die SchalungsbauerInnenerzeugen diesen Betonin meist automatisierten Betonmischanlagen und leeren ihn mit Krankübeln in die Schalungen. Um dem Betondie gewünschte Festigkeit zu geben, stampfen und rütteln ihn dieSchalungsbauerInnen mit sogenannten "Außenrüttlern", die an derSchalung befestigt sind und den Beton bereits während des Einbringens verdichten.Bei der Nachbehandlung gießen die SchalungsbauerInnen Wasser auf den Beton, um ein zu schnellesTrocknen ("Abbinden") und damit die Bildung von Rissen oder Sprüngen zu verhindern. Nach Erhärten desBetons entfernen sie die Schalungund reinigen die wiederverwendbarenSchalungsteile. Diese Abschlussarbeiten werden allerdings oft vonBauhilfskräften durchgeführt. 
SonnenschutztechnikerIn:
Die Sonnenschutztechnik hat heuteeinen enorm hohen technischen Stand erreicht und erfüllt Funktionen, die längstweit über die ursprünglichen Aufgaben hinausgehen. An die Stelle der einfachenRollos und Jalousien sind multifunktionelle Sonnenschutzanlagen getreten, diezum Teil bereits elektronisch gesteuert sind (die Steuersysteme reagieren z.B.auf Bewölkung, Sonnenstand, Witterung/Temperaturusw.). Und die Sonnenschutzanlagen können längst mehr als nur dieSonneneinstrahlung abhalten: Neben der Regulierung des Raumklimas bieten sie auch einen guten Wind- und Wetterschutz für Gebäude und Fenster, spielen eine wichtigeRolle bei der Fassaden- und Raumgestaltungund dienen sogar zur Einbruchssicherung. Dadurch sind auch die Anforderungen an die Arbeitskräfte in diesem Bereich stark gestiegen:SonnenschutztechnikerInnen verfügen über gute Kenntnisse in Bauphysik,Architektur, Klima-, Licht- und Regelungstechnik, Elektronik, Gestaltung(Farbe, Mode, Design). Sie bearbeiten unterschiedliche Materialien wie Metalle,Kunststoffe und Textilien und beraten ihre KundInnen fundiert.Der Aufgabenbereich derSonnenschutztechnikerInnen umfasst die Kundenberatung, die Projektierung,Planung und Kalkulation von Sonnenschutzanlagen, die Herstellung und denZusammenbau von Sonnenschutzanlagen, die Montage, Inbetriebnahme und Wartung von mechanischen und elektrischbetriebenen Sonnenschutzanlagen sowie das Anschließen, Inbetriebnehmen undPrüfen von sonnenschutztechnischen Prozessleitanlagen. Dabei berücksichtigensie die einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen und Umweltstandards.Außerdem erfassen und dokumentieren sie die technischen Daten über denArbeitsablauf und ihre Arbeitsergebnisse. SonnenschutztechnikerInnen verfügenüber Kenntnisse der erforderlichen Materialien (Metalle und Kunststoffe sowie Textilien) und beherrschendie verschiedenen Verarbeitungstechniken. Metalle und Kunststoffe werden vonihnen gemessen, angerissen, gebogen, gerichtet, gebohrt, gesägt, gefeilt,geschliffen und geschärft. Auch das Gewindeschneiden,Rollieren, Stanzen und Schweißen fälltdabei in den Tätigkeitsbereich der SonnenschutztechnikerInnen. Die verwendetenTextilien werden von ihnen gegebenenfalls gemessen, geschnitten, gestanzt,genäht, verklebt oder verschweißt und geschnitten. Dafür benutzen sie auchspezielle Werkzeuge, wie etwabeheizte Messer. Sie behandeln die Werkstoffe fachgerecht durch Lasieren,Imprägnieren usw., wobei sie die Unterschiede in der Verwendbarkeit, etwa fürBeschattungen imInnen- und Außenbereich, berücksichtigen. Auch die Wartung und Pflege der Materialien ist einTeil ihrer Arbeit.Außerdem bedienen und warten die SonnenschutztechnikerInnenProduktionsmaschinen.Fürdie Herstellung und Montage von Sonnenschutzanlagen lesen dieSonnenschutztechnikerInnen Werkzeichnungenund Skizzen, bzw. stellen dieseselbst her. Dafür stehen ihnen meistens auch CAD-Programme zur Verfügung (computer aided design =computergestütztes Design).Bei der Montage nützen die SonnenschutztechnikerInnen Fertigungsautomaten wieRollverformer, Stanzautomaten oder Fädelautomaten. Diese werden von ihnenebenfalls gewartet und nötigenfalls repariert.Dain der Montage von Sonnenschutzanlagen am Baumeist Gerüste verwendet werden,müssen die SonnenschutztechnikerInnen auch allesüber das Aufstellen von Gerüsten und Arbeitsbühnen sowie über die Gefahren beider Arbeit auf Gerüsten und über dieMaßnahmen zur Unfallvermeidung wissen. Ebenso vertraut sind sie mit derumweltschonenden Entsorgung bzw. Trennung des bei ihrer Arbeit anfallenden Abfalls.Durch ihre Beratungsleistung haben SonnenschutztechnikerInnen mit ihren KundInnenengen Kontakt.  
Speditionskauffrau/-mann:
Speditionskaufleute organisieren und vermitteln Gütertransporte und beauftragen Transportunternehmen mit der Durchführung der Transporte. Die Transporte werden mit verschiedenenVerkehrsmitteln (Bahn, Schiff, Flugzeug, Lastkraftwagen) ausgeführt. Manchmal(bei eigenen Fahrzeugen des Beschäftigungsbetriebes) sind dieSpeditionskaufleute auch mit der Durchführung der Güterbeförderung befasst.Nach Entgegennahme eines Transportauftrages sind die Speditionskaufleute für die gesamteAbwicklung zuständig. Bei Auftragsübernahme beraten sie die Kunden hinsichtlich derWahl der Transportmittel, der Transportrouten und der Verpackung der zutransportierenden Güter. Sie kalkulieren die Transportkosten und legen einenSpeditionsakt an, in dem sämtliche durchgeführte Leistungen vermerkt werden.Bei der genauen Planung desTransportes teilen die Speditionskaufleute den Einsatz der betriebseigenenTransportfahrzeuge ein oder führen Verhandlungen mit anderen Verkehrsträgern. Erfolgt der Transport mit mehreren Verkehrsmitteln ("kombinierter Verkehr"),koordinieren sie den zeitlichen Ablauf des Transports undsorgen für die Bereitstellung von Verladegeräten (z.B. Kräne, Hubstapler). Umvorhandene Ladekapazitäten zu nützen, stellen die Speditionskaufleute häufig Sammelladungen zusammen, bei denen die Transportgütermehrerer Auftraggeber zu einem Transport zusammengefasst werden.Die Speditionskaufleute füllendie Frachtpapiere aus und schließen im Auftrag der KundInnen Transportversicherungen ab. Bei der Planung von Transporten iminternationalen Güterverkehrerleichtern in zunehmendem Maße moderne Nachrichtensysteme (wie z.B.Satellitenübertragung, Teletextsysteme) den Zugang zu Informationen (z.B. überTransportkosten verschiedener Verkehrsmittel) auch über große Entfernungen und Zeitdifferenzen hinwegund ermöglichen damit den Speditionskaufleuten, durch exakte Planung eine Minimierung der Transportkosten zu erreichen. Handeltes sich bei einem Auftrag um einengrenzüberschreitenden Transport, so erledigen die Speditionskaufleute auch dieverschiedenen Zollformalitäten. Sie sorgen für die Ein- und Auslagerungder Transportgüter im Zollgutlagerund führen gemeinsam mit den Zollbeamten die Zollbeschau durch. Dabei wird die Ware gezählt oder gewogen und dieErgebnisse mit den Eintragungen auf den Transportpapieren verglichen. Für dieAusfertigung der Zollpapiere nehmen die Speditionskaufleute eine Tarifierung der Warenvor, d.h. sie berechnen anhand von Zolltariftabellen die zu entrichtendenAbgaben und übernehmen deren Bezahlung für denKunden. Nach der Freigabe der Waren durch die Zollbehörde wird derTransport durchgeführt, und die Speditionskaufleute informieren den Empfängerüber den geplanten Zustelltermin. Häufig übernehmen dieSpeditionskaufleute auch die kurz- oder längerfristige Zwischenlagerung vonGütern bis zu deren Verkauf oder Auslieferung. Sie überprüfen dabei den Wareneingang anhandvon Lieferscheinen und sorgen für eine fachgerechte Lagerung der Ware. Früher registrierten dieSpeditionskaufleute den Ein- undAusgang von Waren in Lagerbüchern und Lagerkarteien, heute wird derLagerbestand meist über EDV-Anlagen kontrolliert.Anhand der im Speditionsakt vermerkten Leistungen nehmen die Speditionskaufleutedie endgültige Abrechnung vor und errechnen dabei die Gesamtkosten derGüterbeförderung. Danach übermitteln sie dem Auftraggeber eine detaillierteAbrechnung über erbrachte Leistungen und Kosten. Sind Transportschädenaufgetreten, leiten sie die Schadensmeldung an die Versicherung weiter. 
SpeditionslogistikerIn:
Der Ausdruck "Logistik"stammt vom französischen Wort "logis" (="Quartier") bzw."logistique" (="Logistik") und wurde ursprünglich beimMilitär zur Bezeichnung der Truppenversorgung verwendet (Planung und Bereitstellung aller Geräte undMaterialien für die Streitkräfte); jetzt bezeichnet "Logistik" dieGesamtheit aller Aktivitäten einesUnternehmens hinsichtlich Beschaffung, Lagerung und Transport von Materialienund Zwischenprodukten sowiezur Auslieferung von Fertigprodukten.Die Speditionslogistik ist einSpezialzweig der Logistikund befasst sich vorallem mit dem Transport von Gütern und der Zwischenlagerung auf demTransportweg, wobei das Ziel ein möglichst effizienter und rascher Transportist. Da die Speditionslogistik heute einen hohen Standard erreicht hat und immodernen Wirtschaftsleben eine stetig wachsende Bedeutung gewinnt, werden in diesem Bereich auch gut ausgebildete Fachleute und Spezialisten benötigt. Aus diesem Grund wurde zusätzlich zum Lehrberuf"Speditionskaufmann/-frau" der neue Lehrberuf"SpeditionslogistikerIn" eingeführt (im Jahr 2003).SpeditionslogistikerInnen führenArbeiten und Analysen im Logistikmanagement durch, erarbeiten Logistikkonzepteund kalkulieren die logistischen Dienstleistungen des Speditionsbetriebes. Sieorganisieren die Arbeiten in der Lagerbewirtschaftung und in der logistischenProzess-Steuerung und führen sie auch selbst durch. Weiters sind sie auch mit Logistikcontrolling, mitfacheinschlägigen Arbeiten im Rechnungswesen (Buchführung, Kostenrechnung)sowie mit dem Anlegen, Warten und Auswerten von Statistiken, Dateien undKarteien befasst. Ein wichtigerAufgabenschwerpunkt ist die Betreuung und Beratung der Kunden,wozu etwa auch die Durchführung von Präsentationen gehört; in diesem Bereich benötigen dieSpeditionslogistikerInnen gute Kenntnisse und Fertigkeiten in Rhetorik (Sprechkunde) und in Methodik(wie Zeitmanagement, Projektmanagement und Riskmanagement). In allenAufgabenbereichen arbeiten die SpeditionslogistikerInnen mit den betrieblichen Einrichtungen der Informations- undTelekommunikationstechnik (Telefonanlagen, Faxgeräte usw.), mitPersonalcomputern und Netzwerken. Allgemeine Aufgaben sind weiters dasDokumentieren aller Arbeiten und Leistungen, die Anwendung vonQualitätsmanagementsystemen sowie administrative Arbeiten (Verwaltungsarbeitenwie Karteien führen, Statistiken erstellen und auswerten, Schriftverkehr führenusw.). SpeditionslogistikerInnen benötigen für ihre Tätigkeit genaueKenntnisse des Speditionswesens und der Speditionslogistik. Im Speditionswesensind vor allem folgende Kenntnisse erforderlich: Transportarten und derentechnischer Bedingungen; Möglichkeiten der Beschaffung von Transportleistungen,Lagerleistungen und speditionellen Nebenleistungen; nationale undinternationale Verkehrswege; Tarife und Tarifwesen; branchenspezifischeVersicherungen (Transportversicherung, Lagerversicherung, Haftpflichtversicherung,Frachtführerversicherung); einschlägige Bestimmungen des Handelsrechts,Gewerberechts, Verkehrsrechts, Transportrechts und Versicherungsrechts;einschlägige Vorschriften des Zollrechts,Außenhandelsrechts und Arbeitsrechts einschließlich der dazugehörigen Warenkunde;Allgemeine Österreichische Spediteurbedingungen (AÖSp) undSpeditionsversicherung (SVS); Liefer- und Zahlungsklauseln im Handelsverkehr inBezug auf die Warenlieferung und auf die Abwicklung von Beförderungsgeschäften.EinHauptbereich der Speditionslogistik sind die Lagerwirtschaft und dieLagerhaltung. Hier benötigen die SpeditionslogistikerInnen vor allem folgende Kenntnisse:Lagerlogistikkonzept, Lagerorganisation und Warenfluss im Betrieb; branchen-,betriebs- und produktspezifische Lagerungsvorschriften; Waren-, Beleg- undWertefluss; Verwaltung und Kontrolle von Lagerbeständen; betriebliche Lagerorganisation und sachgemäße Lagerung von Gütern;einschlägige Vorschriften über Lagerung, Handhabung und Transport vongefährlichen Gütern; Handhabung von temperaturempfindlichen Gütern bei Lagerung und Transport; Handhabung von Gütern und derenLademittel bei Lagerung und Transport einschließlich der dazugehörigen Warenkunde; besondere Beförderungsartenund -bedingungen (z.B. Möbel- und Umzugstransport, Kunsttransport,Schwertransport). WichtigeAufgaben der SpeditionslogistikerInnen im Bereich Lagerwirtschaft/Lagerhaltungsind z.B. die Verwaltung und Kontrolle von Lagerbeständen, die Ermittlung des Lagerbedarfes und die Überwachung des Lagerbestandes(unter Verwendung betrieblicher EDV-Systeme) sowie die Durchführung vonMengen- und Zustandskontrollen bei den eingegangenen Waren. SpeditionslogistikerInnen haben auch eine umfassende und fundiertekaufmännische Ausbildung, die unter anderemfolgende Bereiche umfasst:"Verwaltung, Organisation, Kommunikation und EDV", "Beschaffungund Angebot (Arbeitsmittel, Material, Waren, Dienstleistungen)","Betriebliches Rechnungswesen". Diewichtigsten Ausbildungsinhalte im Bereich "Verwaltung, Organisation,Kommunikation und EDV" sind die einzelnen Betriebsbereichedes Unternehmens (organisatorischer Aufbau, Aufgaben, Zuständigkeiten undZusammenhänge der einzelnen Betriebsbereiche), das Reklamations- undBeschwerdewesen, das Leistungsangebot des Unternehmens,der Schriftverkehr, das Arbeiten mit Formularen und Vordrucken,Gesprächsführung und Kundenkommunikation, Marketing, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie die EDV (Textverarbeitung,Kalkulation, Internet, E-Mail, Buchhaltung, Terminüberwachung und Ablage).Im Bereich "Beschaffung undAngebot (Arbeitsmittel, Material, Waren, Dienstleistungen)" sind wichtigeAusbildungsinhalte z.B. die Bedarfsermittlung, das Einholen und Prüfen von Angeboten, die Durchführung von Bestellungen sowiedas Erstellen von Anboten und Informationen über diebetrieblichen Leistungen. Der Bereich "Betriebliches Rechnungswesen" umfasstdie Kostenrechnung und Kalkulation, den Bereich "Steuern, Abgaben und Lohnverrechnung", dasRechnungswesen, den Zahlungsverkehr und die Buchführung.   
SpenglerIn:
SpenglerInnenverarbeiten für die verschiedensten Verwendungszwecke alle Arten von Blech. Sie stellen Halb- und Fertigprodukte aus Metallblechen (z.B. Aluminium- oder Kupferbleche) her und führen die Montage, Instandhaltungund Reparatur der Produkte durch. Spenglereibetriebe könnenauf die Bereiche Bauspenglerei, Lüftungsspenglerei, Autospenglerei und Galanteriespenglerei spezialisiert sein. Trotz Einsatz moderner Maschinen ist in diesem Beruf vielHandarbeit angesagt.Der häufigste Einsatzbereich vonSpenglerInnen ist in der Bauspenglerei. BauspenglerInnen stellenDachverblechungen, Dachrinnen, Ablaufrohre usw. her, verlegen und montieren sie. Dabei heftensie die entsprechend zugerichteten Blechteile mittels Aufbugmaschinen an und falzen die Bleche zusammen.Außerdem führen sie Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten durch. LüftungsspenglerInnen sind mit der Herstellung von Klima- und Lüftungsanlagenbefasst. Sie erzeugen vorwiegend Blechteile für Lufttransportleitungen und nehmen Montage- undReparaturarbeiten vor. Zuden Aufgaben der AutospenglerInnen zählen das Reparieren von Autokarosserieteilen bzw. das Einbauen neuer Karosserieteile und dasBehandeln der Oberflächen von ausgetauschten Karosserieteilen.GalanteriespenglerInnen (KunstspenglerInnen) stellenGebrauchs- und Ziergegenstände (z.B. Wasserkannen,Kessel, Wannen, Wetterhähne, Ziersimse, Kuppeldächer) her.Weiters montieren sie Ziergegenstände und Einfassungen auf Dächern undFassaden. Die SpenglerInnen bearbeiten dieBleche unter Anwendung verschiedener Metallbearbeitungstechniken (z.B. Hämmern,Biegen) und bauen dann die einzelnen Blechteile zu einer Blechkonstruktionzusammen. Dabei schneiden sie zuerst mit einer Blechschere aus einer Blechtafel einen Blechteil ingewünschter Größe aus. Danach biegen sie dasBlechwerkstück mit einerRundbiegemaschine in die entsprechende Form oder "bördeln" dasWerkstück durch Umbiegen eines schmalen Randes zur Versteifung des Bleches.Beim anschließenden Verbinden der so vorbearbeiteten Blechteile wenden die SpenglerInnen Verfahren wieFalzen, Löten und Schweißen an. Falzen bezeichnet das Verbinden von Blechteilen durchzwei umgebogene Blechränder und das nachfolgende Zudrücken der Ränder. Beim Löten werdenBlechteile unter Zufuhrvon Wärme durch leichtschmelzende Metalllegierungen verbunden. Diese Technik kommt meist beiVerbindung besonders dünner, kleiner oder speziell geformter Werkstücke zurAnwendung. Beim Schweißen werden die Metallteile durch starke Hitzeeinwirkungmit einer Gasflamme (Autogenschweißen) oder einem elektrischen Lichtbogen(Elektroschweißen) verschmolzen.Nach dem Verbinden der Blechteile führen die SpenglerInnen am Werkstück noch eine Oberflächenbehandlung durch (Rostschutz, Glätten derVerbindungsstellen). Sie transportieren die in der Werkstatt angefertigtenTeile an den Ort der Montage (z.B. eine Baustelle). Die Montagearbeiten werdenmeist in einem Team mit mehreren MitarbeiterInnen durchgeführt.Der Aufgabenbereich der SpenglerInnenverlagert sich zunehmend von der Neuherstellung auf Montage-, Instandhaltungs-und Reparaturtätigkeiten, da in den meistenBereichen (z.B. Autospenglerei,Dach- und Fassadenbau) größtenteils vorgefertigte Einzelteile (z.B.Karosserieteile, Dachrinnen, Rohre) verwendet werden. 
SteinmetzIn
SteinmetzInnen/Steinmetzinnen stellenaus Natur- und Kunststein verschiedene Produkte für den Garten-, Friedhofs- undBaubereich her (z.B. Mauer- und Fassadenverkleidungen, Pfeiler-, Portal- undTreppenverkleidungen, Heizkörper- und Kaminverkleidungen, Grabsteine undGrabeinfassungen, Grüfte, Pflanzentröge, Brunnen und Terrassenbeläge). Eine weiterewichtige Aufgabe der Steinmetze/Steinmetzinnen ist dieRestaurierung und Konservierung (Schutz vor Witterungseinflüssen) alterSteinbauten wie z.B. von Kirchen, Schlössern oder Denkmälern.Sie bearbeiten Natur- und Kunststeinunter Verwendung von Handwerkszeugen und/oder Maschinen. Ihre Hauptwerkzeugesind Hammer (Schlegel) und Meißel. Dazu kommen noch Werkzeuge wie Spitzeisen,Trennscheiben, Schleif-, Polier-, Steinfräs-, Steingraviermaschinen,Hebewerkzeuge und Gerüste. Nach derBearbeitung transportieren sie diefertig bearbeiteten Werkstücke zum Montageort, passendie Steine ein oder stellen sie auf(Versetzen) und verankern sie. Obwohl zahlreiche technische Hilfsmittel zurVerfügung stehen, ist die Tätigkeit derSteinmetzen/Steinmetzinnen anstrengend. Bei der Auftragsübernahme besprechendie Steinmetze/Steinmetzinnen mit den KundInnen die Gestaltung des Steines undfertigen danach Entwurfskizzen und Werkzeichnungen an. Sie wählennach Wunsch der KundInnendas Rohmaterial aus und zerteilenden unbearbeiteten Stein mit einem großen Schlegel ("Matz" oder "Butzmatz"), vielfach auch durchEintreiben von Eisenkeilen. Danach schneiden sie den zerkleinerten massivenRohblock mit einer Kreis- oder Gattersäge auf das erforderliche Rohmaß zu.Dabei berücksichtigen sie die Wachstumsrichtung des Gesteins. Sie stellenzuerst die ebene Lagerfläche und hierauf diezu dieser im rechten Winkelstehenden übrigen Flächen her. Zur weiterenBearbeitung heben sie den Steinquader händisch oder mit einem Kran auf eine Werkbank oder auf Holzböcke. Für dieHerstellung von Profilen oder geschwungenen Flächen verwenden sie Schablonen in Originalgröße, mit derenHilfe sie auf der zu bearbeitendenFläche mit einer Reißnadel das Profil markieren ("Anreißen"). Hierauf arbeiten sie die Risse mit einem Beizeisen stärker heraus und schlagen dann mit Schlegel, Sprengeisen und verschiedenenSchlageisen den Stein bis auf die Risseab. Mit Spitzeisen und Stockhammer beseitigen sie kleinere Unebenheiten undführen abschließend, je nach gewünschter Oberfläche, Schleif- undPolierarbeiten durch.Statt der Handwerkzeuge können dieSteinmetze/Steinmetzinnen auch Pressluftwerkzeuge verwenden, die in ihrerFunktion den einzelnen Handwerkzeugen entsprechen. Arbeiten, die besondere Maßgenauigkeit und exakte Gestaltung erfordern, führen sie jedochunter Anwendung dertraditionellen handwerklichen Techniken mit Spreng-, Schlag- und Spitzeisenaus. Vorallem bei der Herstellung von Grabsteinen, Grüftenund Gedenktafeln entwerfen die Steinmetze/Steinmetzinnen auch Inschriften und Symbole, die sie in den Stein gravieren und danach durchEinfärben oder Vergolden besonders zur Geltung bringen.
Straßenerhaltungsfachfrau, -mann:
Straßen und Verkehrseinrichtungensind extremen Belastungen ausgesetzt, sei es nun durch das hoheVerkehrsaufkommen, durch die Witterung (Regen,Schnee, Hitze) oder durch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen im Winter(Streusalz, Spikes, Schneeketten).Sie müssen daher laufendkontrolliert und repariert werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.Straßenerhaltungsfachleute sind darin geschult, diese umfassenden Anforderungenzu bewältigen.Der Aufgabenbereich derStraßenerhaltungsfachleute ist sehr vielfältig und beginnt mit dem Lesen undAnfertigen von bautechnischen Zeichnungen, Skizzen und Verlegeplänen. Erumfasst die Herstellung und Sanierung der Straßen, die Herstellung undReparatur von Entwässerungsanlagen, Drainagen, Betonschächten usw.. Außerdemverlegen Straßenerhaltungsfachleute verschiedene Pflasterungen undRandstein-Begrenzungen, sie montieren Verkehrszeichen, Wegweiser und sonstigeVerkehrsleiteinrichtungen und errichten Straßenbegrenzungen. Deren allfällige Ausbesserungen gehören ebenfalls zu den Tätigkeiten der Straßenerhaltungsfachleute. Sie kontrollieren und korrigierenBodenmarkierungen und sorgen für die Begrünung und Pflege von unbefestigtenStraßenflächen (Banketten, Böschungen, Mittelstreifen, Strauch- undBaumstreifen).Im Rahmen der Straßensanierung(Untergrund, Unterbau und Straßendecke) bessern die StraßenerhaltungsfachleuteStraßenflächen aus, indem sie z.B. Löcher und Rissein der Straßendecke vergießen und verfugen. Ein weiterer Aufgabenbereich betrifft die Betonierarbeiten.Diese sind vor allem bei der Errichtung von Begrenzungs- und Stützmauern,Durchlässen, Entwässerungsanlagen und Regulierungen (Geländer, Wildzäune,Leitplanken, Lärmschutzeinrichtungen usw.) erforderlich. DieStraßenerhaltungsfachleute berechnen den Materialbedarf, stellenBetonmischungen her und errichten Schalungen, Fundamente und Betonteile. Sie verfügen über Kenntnisseund Fertigkeiten im Sichern und Pölzen (Abstützen) von Baugruben, Künetten undSchächten.. Einwichtiges Element im Straßenbau sind die Pflasterungen (aus Natur- undKunststeinen oder Steinplatten). Diese verwendendie Straßenerhaltungsfachleute vor allem für die Befestigung oder Einfassungvon Straßenrändern und Mittelstreifen sowie für die Entwässerungseinrichtungen. Außerdem begrünen dieStraßenerhaltungsfachleute Flächen, errichten Grünhänge und sichern diese ab.Dafür müssen sie den Boden händischoder maschinell bearbeiten und düngen. Sie legen Grasflächen (Rasenbau,Verlegen von Rasenziegeln, Rasenpflege) an und bepflanzen diesemit Sträuchern und Bäumen. Auch die Pflege sowiedie Bewässerung und Düngung der Pflanzen gehört zu ihren Tätigkeiten.Sie verfügen über Kenntnisse der Pflanzenschutz- und Düngemittelvorschriftenund der notwendigen Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen. Der sogenannte Winterdienst umfasstvor allem die Schneeräumung und das Ausbringen von Streugut bei Schneelage undGlatteis. Die Straßenerhaltungsfachleute leiten winterdienstliche Maßnahmen ein und führen sie durch. Ein wichtiger Bestandteil ihrer Vorbereitungsarbeitenist die Herstellung und Bereitstellungvon Mischgut (Rollsplittunterschiedlicher Körnung, Streusalz). Außerdem stellen sie Schneestangen auf. Im Frühjahr müssen dieStraßenerhaltungsfachleute dann umfangreiche Reinigungs- und Ausbesserungsarbeitendurchführen. Straßenerhaltungsfachleute sind auch für die Instandhaltung und Reparatur von Geländern,Leiteinrichtungen (z.B. Wegweiser) usw. zuständig. Daher verfügen sie über handwerklicheKenntnisse und Fertigkeiten in der Holz- und Metallbearbeitung sowie imOberflächenschutz. Zu den von ihnenverwendeten Techniken gehören das Feilen, das Bohren, das Sägen, dasGewindeschneiden mit Hand undMaschine, das Biegen und das Elektroschweißen. Dabei bedienen sieHolzbearbeitungsmaschinen und führen Holzschutz- und Isolierarbeiten durch. Siebereiten Geländer und Leiteinrichtungen aus Metall oder Holz für neueLackanstriche vor, indem sie die Oberflächen entrosten, abbeizen, abbrennen,imprägnieren und schleifen und tragen dann eine Grundierung auf. Da hier meist umweltschädliche Abfälle entstehen(z.B. Lackreste) und gefährliche oder giftige Stoffe verwendet werden(Lösungsmittel, Grundierungen, Lacke), treffen sie jeweils auch entsprechendeMaßnahmen zum Schutz der Umwelt (Abdecken des Bodens, Sammeln und fachgerechtesEntsorgen von Abfall- und Reststoffen).Für viele Straßensanierungs- undBetonierarbeiten müssen die Straßenerhaltungsfachleute Gerüste errichten. Beiallen Arbeiten an den Verkehrsflächen und Verkehrseinrichtungen ist dabei die Baustellensicherung von besonderer Bedeutung. (Beschilderung, Absperrung und Absicherung von Baustellen und Arbeitsgebieten,Absperrung/Absicherung bei Unfällen).  
StuckateurIn und TrockenausbauerIn:
StuckateurInnen und TrockenausbauerInnen führeneinfache und kunsthandwerkliche Verputz- und Stuckarbeiten an Außen- und Innenwänden von Häusern, an Decken, Gewölbenund Simsen aus, restaurieren alte Stuckarbeiten und Stuckverzierungen undführen Maßnahmen zur Konservierungdurch. Für die Gestaltung von Fassaden und Innenräumen fertigen sieStuckornamente (Zierstücke) an oder montieren vorgefertigte Stuckelemente.Weiters verlegen sie Bauplatten (z.B. Wand- und Deckenverkleidungen ausGipskarton) und stellen Zwischen-bzw.Leichtwände und umsetzbare oder mobile Trennwändeauf ("trockener Innenausbau").Der Einbau von Dämmstoffen zum Wärme-, Kälte-, Brand- und Schallschutzgehört ebenfalls zu ihren Aufgaben.StuckateurInnen undTrockenausbauerInnen verwenden bei Putz- und Stuckarbeiten verschiedene Artenvon Putzmörtel, die sich aus den BindemittelnKalk, Zement oder Gips sowie Sand und Wasserzusammensetzen. Stuck bestehtaus Gipsmörtel (Gips,Wasser), Gipskalkmörtel (Gips, Kalk, Sand, Wasser) oder Kalkmörtel(Kalk, Sand, Wasser) und wird auf bereits verputzte Decken und Wändeaufgebracht und ausgeformt.In zunehmendem Maß werden Fertigputze (zum Teil auf Kunststoffbasis) sowievorgefertigte Stuckelemente verwendet. Teilweise führen die Betriebe keineVerputzarbeiten mehr durch,sondern verarbeiten nur nochPlattenmaterial. Im Bereich der Althaussanierung und Restaurierungwerden ältere Handwerkstechniken eingesetzt. Bei der Herstellung vonSgraffito ("graffiare"bedeutet ritzen) z.B. schneiden sie innoch weiche, verschiedenfarbigePutzschichten Linien und Flächen ein, sodass die darunter liegendenFarbschichten sichtbar werden. Bei der Herstellung einesStuckprofils fertigen die StuckateurInnen undTrockenausbauerInnen zuerst eine Werkzeichnung für die benötigte Schablone nachdem vorgegebenen Entwurf an. Die Maße übertragensie auf ein Blech und schneiden dieses miteiner Blechschere zu. Diese Blechschablone richten sie mit einer Feile genau auf die erforderlichen Maßezu. Dann schneiden sie ein Holzstück miteiner Säge zu und bringen es an der Schablone an, damit sich diese beimspäteren Ziehen (Ausformen) des Profilsnicht durchbiegt. Ein weiteres Holzstückdient zum Führen der Schablone. Über dem Zugtisch(längliche Werkbank) bringen sie eine Holzlatte an, auf der die Blechschablonebeim Ziehen des Stuckprofils entlanggleiten kann. Anschließend rühren die StuckateurInnen und TrockenausbauerInnendie Stuckmasse an und tragen sie schichtweise mit einer Kelle auf die auf dem Zugtisch vorbereitete Plastikunterlageauf. Dann stellen sie die gewünschte Profilierung durch Ziehen der Schabloneentlang der Stuckmasse her. Bei der Anfertigung von Stuckornamenten (z.B. Rosetten) stellendie StuckateurInnen und TrockenausbauerInnen zuerst ein Modellaus Gips her, von dem sie einenModellabguss (Negativform) mitSilikonkautschuk abnehmen. In diese Form legen sie Bewehrungen (Metall- bzw.Drahtgeflechte, die den Elementen die erforderliche Festigkeit verleihen) ein und gießen dann die Stuckmasse hinein. Die StuckateurInnen undTrockenausbauerInnen bringen die ausgehärteten Stuckprofile und -ornamentesowie die erforderlichen Materialien und Werkzeuge zur Baustelle. Sie errichten ein Gerüst und decken andere Gegenstände zum Schutzvor Beschädigung und Verschmutzung ab. Die Profilteile undOrnamente werden eingepasst und angeklebt und die Übergänge zwischen den Teilenmit Spachtel, Hobel und Schleifstein modelliert. Weitere wichtige Aufgaben derStuckateurInnen und TrockenausbauerInnen sind die Restaurierung beschädigterStuck- und Spezialputzarbeiten sowie Maßnahmenzur Konservierung von Stuck- und Zierputzarbeiten (z.B. Anbringen eines unsichtbaren Schutzanstrichs zum Schutz vor Witterung und anderenUmwelteinflüssen). Weiters bauen StuckateurInnen und TrockenausbauerInnenvielfach auch Dämmstoffe zum Wärme-, Kälte-, Brand- und Schallschutz ein;mitunter sind sie mit Maßnahmen zur Erzielung der geplanten Raumakustik befasst(z.B. Anbringen schallschluckender oder schallreflektierender Elemente inKonzertsälen). Ein immer wichtigerer Tätigkeitsbereich wird die Verlegung vonWand- und Deckenverkleidungen und die Errichtung von Leichtwänden bzw.umsetzbaren oder mobilen Trennwänden ("trockener Innenausbau").In der beruflichen Praxisspezialisieren sich die StuckateurInnen und TrockenausbauerInnen häufig aufeinzelne Aufgabengebiete, z.B. auf Restaurierungsarbeiten, auf die Herstellung von Kunst- und Zierputzen,vor allem Sgraffito (Ornamente und Darstellungen, die durch Abkratzen verschiedenfarbigerPutzschichten erzielt werden), Kunstmarmor (marmorähnliche Aderung des Putzesdurch beigemengte Farbstoffe) oder Stuccolustro (marmorähnlicher Putz durchBügeln eines Spezialüberzugs) oder auf den trockenen Innenausbau.
Systemgastronomiefachfrau, -mann:
"Systemgastronomie" ist derSammelbegriff für sogenannte Fast-Food-Restaurants (fast food = schnellesEssen), die Schnellgerichte und Schnellimbisse anbieten und meist als Filialengroßer Restaurantketten geführt werden. Die weltweit größte und bekanntesteFast-Food-Kette ist das US-amerikanische Unternehmen "McDonald’s".Die Systemgastronomie zeichnet sich dadurchaus, dass die Speisengrößtenteils nicht im Restaurant selbst zubereitet werden, sondern als Fertig- oder Halbfertiggerichte von zentralen Produktionsbetrieben bezogenwerden. Da im Restaurant nurmehr wenige Handgriffe erforderlich sind (Erhitzen, Backen/Braten, Garnierenusw.), können Bestellungen sehr rasch erledigt werden. Für das Funktionierendieses Systems ist natürlich eine perfekte Organisation sowohl der gesamtenRestaurantkette als auch des einzelnen Filialbetriebes erforderlich. Daher werden heute vom Personal umfangreicheKenntnisse und Fertigkeiten in allen Bereichen der Systemgastronomie verlangt.Der Aufgabenbereich derSystemgastronomiefachleute ist sehr vielfältig. Im Küchenbereich bereiten dieSystemgastronomiefachleute die Speisen zu bzw. sie verarbeiten die Halbfertigprodukte. Dazu gehört das Vorbereitender Lebensmittel (vor allem durch Schneidetechniken) und das Herstellen undAnrichten der Speisen des betrieblichen Speisenangebotes.Systemgastronomiefachleute wissen über die gängigsten Rezepte sowie über dieVerarbeitung von Halbfertig-Produkten ("Convenience") Bescheid. Ofterstellen sie jedoch auch einfache Menüs (z.B. Suppen, Süßspeisen undMehlspeisen, kalte und warme Vorspeisen, Hauptspeisen, Salate und Saucen) oderverwenden zugekaufte Produkte und bereiten verschiedene Aufgussgetränke zu. Beiall diesen Tätigkeiten müssen sie sich streng an die Hygienevorschriftenhalten. (Sauberkeit, Ablaufdaten der Speisen berücksichtigen ...). Dafür führen sie laufend Qualitätskontrollen durch. Außerdemsind sie für die Wartung der Arbeitsgeräte und die fachgerechte Lagerhaltungzuständig. Die Systemgastronomiefachleute kontrollieren den Bestand der Waren,bestellen gegebenenfalls nach und wickelndie Lieferformalitäten ab. Sieprüfen die Lieferungen auf Gewicht, Menge und sichtbare Schäden undreklamieren, falls es erforderlich ist. Sie kontrollieren die Lagerbedingungender Waren (vor allem Lagertemperaturen für Speisen und Getränke)und achten auf die Einhaltung einerununterbrochenen Kühlkette. Sie führen von Zeit zu Zeit Inventuren durch understellen die Inventarlisten. Im Servicebereich haben Systemgastronomiefachleute engen Kundenkontakt. Sie nehmendie Bestellungen entgegen, und geben die Speisen undGetränke aus, bzw. servieren sie. Danach stellen sie die Rechnungen aus undkassieren die Rechnungsbeträge. Daneben erfüllen sie aber nochzahlreiche weitere Aufgaben wie etwa die Vorbereitung und Durchführung vonWerbeaktionen oder das Dekorieren der Gasträume. Schließlich erledigen dieSystemgastronomiefachleute auch verschiedene Verwaltungsaufgaben. Sie führendie Kassa-Abrechnung, erstellen Verkaufsstatistiken und bestreiten die Personalplanung und -verwaltung). Manchmalfällt auch die Vorbereitung und Durchführung vonSchulungsmaßnahmen (z.B. für neues Personal) in ihren Aufgabenbereich. Weiters sind die Systemgastronomiefachleute mit dengesetzlichen Vorschriften zur Abfallbewirtschaftung vertraut (Mülltrennung, Behandlung vonSonderabfällen, Behandeln biogener Abfälle). Sie setzen Maßnahmen zurMüllvermeidung, Müllverringerung und Müllverwertung (insbesondere beim Einkauf) und achten auf den wirtschaftlichen und Umwelt schonenden Einsatzvon Energie und Gebrauchsgegenständen.
TapeziererIn und DekorateurIn:
TapeziererInnen und DekorateurInnenentwerfen, fertigen und reparieren Polstermöbel und stellen Matratzen, Polster,Steppdecken und anderen Bettwaren her; weiters führen sie auch einen Großteil der beider wohnlichen Gestaltung von Wänden, Decken und Böden anfallendenArbeiten durch (z.B. Montieren von Garniesen, Verlegen bzw. Verspannen vonTeppich-, Gummi-, Linoleumböden, Laminatböden, Korkböden und Fertigparkett,Anfertigen und Montieren von Rollos, Markisen oder Jalousien). Da die handwerkliche Fertigung von Polstermöbeln durch dieKonkurrenz der Polstermöbelindustrie stark an Bedeutungverloren hat, bilden dieReparatur von Polstermöbeln und die mit der modernen Raumgestaltung inVerbindung stehenden Arbeiten den Schwerpunkt im Tätigkeitsspektrum derTapeziererInnen und DekorateurInnen. Eine der wichtigsten Aufgaben derTapeziererInnen und DekorateurInnen im Bereich der Innenausstattung ist dasVerlegen von Tapeten (z.B. Raufaser-, Vinyl-, Stofftapeten). Dabei legen sieden AuftraggeberInnen zunächst Musterkollektionen vor und beraten siehinsichtlich des zu verarbeitenden Materials. Hierauf vermessen sie die Räumlichkeiten und ermitteln den genauen Materialbedarf. Vor Beginn der Spalierarbeiten (Verlegen vonTapeten) entfernen sie alteAnstriche und lösen alte Tapeten vonden Wänden. Um ein sicheres Haften der Tapeten an Wand-und Deckenflächen zu gewährleisten, leimen sie poröse Wändemit Tapetenkleister vor und gleichen Unebenheiten, Risse oder andereUntergrundschäden mit Gips- oder Zellulose-Spachtelmasse aus. Anschließendschleifen sie die Wände mit einer Schleifmaschine und bekleben sie mit Untergrundpapier, der sogenanntenMakulatur. Der Zuschnitt der Tapeten erfolgt am Tapezierertisch, wo dieTapeziererInnen und DekorateurInnen mit einer Bürste den Kleister auf dieTapetenbahnen aufbringen und sie zusammenlegen. Vielfach verwenden sie auchTapetenleimgeräte, bei denen die Tapetenbahn durch ein System von Kleisterwalzen gezogen und dabei automatisch gleichmäßig beleimt wird. Beim Ankleben der Tapeten beginnendie TapeziererInnen und DekorateurInnen mit der Deckentapete. Dabei wird dieerste Bahn in Deckenmitte senkrecht zur Fensterfront des Raumes geklebt, um beider fertigen Tapezierung störende Schattenwirkungen durch die Tapetenränder zuvermeiden.Sind alle Deckenbahnen angeklebt, bringen sie die Wandtapete an. Auchhier arbeiten sie immer vom Fenster weg, in Richtung der dunkleren Teilen desRaumes. Sie richten die erste Bahn unter Zuhilfenahme eines Lots senkrecht ausund drücken sie mit einer weichen Tapeziererbürste blasenfrei an dieWandoberfläche. Das Ankleben der weiteren Bahnen kann entweder Stoß an Stoßoder mit überlappter Stoßkante erfolgen;in den Zimmerecken oder bei Wandvorsprüngen wird die Tapete immer ein bis zweiZentimeter um die Ecke gezogen,danach beginnen sie mit einer neuen Tapetenbahn. Die Nahtstellen der einzelnen Tapetenbahnen drücken siemit dem Nahtroller fest an die Wand, um ein Loslösen der Tapetenzu vermeiden. Nach Bekleben aller Wände verdecken die TapeziererInnen und DekorateurInnen die obere Abschlusskante der Tapetenhäufig mit einer Zierborte oderTapetenleiste. Die Kante zum Bodenwird durch die sogenannte Sessel- oder Sockelleiste geschützt bzw. verdeckt.  
Technische/r ZeichnerIn:
Technische ZeichnerInnen fertigentechnische Zeichnungen an, stellen Reinzeichnungen her und sorgen für dieKorrektur, Vervielfältigung und Aufbewahrung der Zeichnungen. TechnischeZeichnungen sind z.B. Werkzeichnungen von Formen und Metallartikeln, Detail-und Zusammenstellungszeichnungen von Motoren und Maschinen, Pläne von Kesseln,Behältern und Stahlkonstruktionen, Pläne von Heiz- oder Klimaanlagen sowie Leitungs- und Schaltpläne. Diese werden im Maschinen- und Apparatebau, Stahl-, Heizungs- und Lüftungsbau sowie in der Elektro- und Vermessungstechnikbenötigt.Inden letzten Jahren hat sich die Arbeit und das Werkzeug in diesem Berufdurch die Einführung des Computers (CAD computer aideddesign= computergestütztes Design)grundlegend geändert, eine Entwicklung die laufend neue Anwendungen mit sichbringt. Neben den herkömmlichen Zeichengeräten wie Zirkel, Lineal, Tabellen,Schrift- und Zeichenschablonen ist der Computer zum zentralen Arbeitsmittelgeworden. Viele kleine Arbeitsschritte, die bisherhändisch ausgeführt werden mussten,werden nun mit Befehlen vom Computer erledigt, z.B. bei Berechnungen, Beschriftungen, Ziehen von Linien,Vergrößerungen, Darstellung in verschiedenen Ansichten. Änderungen von bereitsbestehenden Zeichnungen können schneller und problemloser vorgenommen werden. DieTechnischen ZeichnerInnen übernehmen die Rolle eines Bindegliedes zwischenden KonstrukteurInnen und der Werkstätte. Sie fertigen aufGrundlage der von den KonstrukteurInnen vorgegebenen Daten und Entwürfe einestechnischen Objektes eine bis ins Detail ausgearbeitete, exakte undnormengerechte Feinzeichnung für die Herstellung dieses Objektes an. Falls sienicht alle Details über Funktion, Form, Größe und Beschaffenheit des zuzeichnenden Objektes erhalten, sind sie oft an Ausmessungen undDetailerhebungen beteiligt. Vor allem im Heizungs-undLüftungsbau nehmen sie zum Teil selbständige Planungen und Einteilungen derLeitungsführungen und der Heizkörperanordnungen vor. Eine vollständigetechnische Zeichnung enthält Daten über Form, Größe und Abmessungen desdargestellten Gegenstandes, über den zu verwendenden Werkstoff, über eventuelleSonderbehandlungen der zu bearbeitenden Flächen (z.B. Glühen, Härten) und überdie anzufertigende Stückzahl. Jede Zeichnungwird durch ein Schriftfeld ergänzt; besteht der Gegenstandaus mehreren Teilen, wird eine Stückliste beigefügt.BeiWerkzeichnungen von Maschinenteilen fertigen die Technischen ZeichnerInnen zunächsteine Freihandskizze an, wobei das Werkstück in der Gebrauchs- oder Fertigungslage dargestelltwird. Sie zeichnen freihändig zunächst Mittellinie, Bezugskante oder Grundlinie, dann die äußeren Umrisskanten des Werkstückes.Diese ziehen sie entsprechend nachund radieren nach Fertigstellung der Zeichnung die Konstruktionslinien weg.Reinzeichnungen stellen sie mit Bleistift und Tusche her, die Linienziehen sie im Unterschied zu Freihandskizzen nicht freihändig, sondernmit Dreiecken oder mit einer Reißschiene.Dabei arbeiten sie mit verschiedenenDarstellungsarten: Werkstücke mitHohlräumen (z.B. Bohrungen) werden im Schnitt dargestellt. Hohlkörper aus Blechwerden "abgewickelt", d.h. die Oberfläche des hohlen Werkstückes wird aufgezeichnet.Durchdringungsaufgaben (Grundkörper, die ein Werkstück darstellen, durchstoßeneinander und bilden Durchdringungslinien) lösen sie, indem sie Hilfsebenen oderHilfsschnitte legen. Die Technischen ZeichnerInnen tragen mit Schablonen die entsprechendenMaßangaben durch Maßlinien, -pfeile, -zahlen und -sinnbilder ein undkennzeichnen mögliche Schwankungen und Ungenauigkeiten durch Toleranzangaben.Abschließend nummerieren sie jede Zeichnung zur Registrierung. Bei Serienfertigungen werdenvielfach nicht mehr händische Zeichnungen angefertigt, sondern es wirddas sogenannte CAD-System (computeraided design = computergestütztes Design)eingesetzt. Dabei geben dieTechnischen ZeichnerInnen die benötigten Angaben wie Maße,Winkel usw. in einen Computer ein und erhalten die fertigeReinzeichnung, die von einem elektronischen Zeichengerät (Plotter) aufGrundlage der eingegebenen Daten automatisch angefertigt wird.Da Pläne meist in vielfacher Ausfertigung benötigt werden,bedienen die TechnischenZeichnerInnen zu ihrer Vervielfältigung Kopierapparate oder Lichtpausmaschinen, wobei sie die Plänegegebenenfalls auch vergrößern oder verkleinern.Inder Regel archivieren die Technischen ZeichnerInnen die fertiggestellten Pläne auch. In größerenKonstruktionsbüros erfolgt diese Archivierung durch Mikroverfilmung.Die optische Wiedergabe geschieht durch Lesegeräte. 
TextilreinigerIn:
TextilreinigerInnen reinigenKleidungsstücke und andereTextilien (z.B. Vorhänge,Decken, Bezüge, Teppiche)in hermetisch abgeschlossenen Maschinen mitLösungsmitteln. Die gereinigten Produkte bringen sie durch Bügeln und Dämpfenin Form. DieAufgabe der WäscherInnen besteht vor allem aus dem Waschen von Textilien (z.B.Tischwäsche, Bettwäsche, Arbeitsbekleidung, Krankenhauswäsche usw.) mit Wasser in Waschmaschinen.Außerdem bringen sie die gewaschenenFormteile durch Bügelnund Dämpfen auf Bügelmaschinen wieder in Form. GlatteWäsche wird gemangelt, maschinell geglättet und gefaltet. Einweiterer Aufgabenbereich der TextilreinigerInnen ist dasBehandeln und Veredeln von Textilien mit bestimmten Ausrüstungsstoffen, um ihnen bestimmte Eigenschaften zu geben(Imprägnierung um Wasser abzuweisen, Appretierung zu Griffverbesserung,Stärken, um dem Material Festigkeit zu geben, usw.).DerLehrberuf TextilreinigerIn umfasst dieBereiche des Reinigens, des Waschens und des Bügelns.Die TextilreinigerInnen übernehmen die zu reinigenden Textilien von den KundInnen, sortieren sienach Stoffart, Farbe und Verschmutzungsgrad und bestimmen anhand des imKleidungsstück eingenähten Pflegezeichens die geeignete Reinigungsmethode.Dabei spielt auch ihre fachliche Kenntnis und Erfahrung eine große Rolle. Beischwer zu entfernenden Flecken führen sie eine händische Vorbehandlung(Vordetachur) durch, um zu verhindern, dass sich bei der Reinigung in derMaschine starke Verunreinigungen im Gewebe fixieren. Die Behandlung erfolgtan sogenannten Detachiertischen, auf die die textilreinigerInnen die zubehandelnde Stelle des Textilstückes legen. Mit einer Sprühanlage bringen sieWasser, Dampf und/oder Pressluft auf die Verunreinigung auf und entfernen dieseunter Zuhilfenahme von Detachiermitteln. Zur mechanischen Unterstützung dieserVorbehandlung verwenden die TextilreinigerInnen eine Bürste oder kleine Schaberaus Metall oder Elfenbein, mit denen sie den Fleck durch Klopfen, Bürsten oder Schaben entfernen.Die eigentliche Reinigung derTextilien (Grundreinigung) erfolgt in der Reinigungsmaschine. Diese arbeitetmit Lösungsmitteln (Tetrachloräthylen oder Kohlenwasserstoff). Das jeweiligeLösungsmittel wird mit Reinigungsverstärker und Appreturzusätzen in den dafürvorgesehenen Tanks der Reinigungsmaschine bereitgehalten. Die Trommelder Reinigungsmaschine beladensie mit den verunreinigten und eventuell vorbehandelten Textilienund stellen die Steuerungsautomatik der Maschine (Programmcomputer) auf dasgewünschte Reinigungsverfahren ein. Je nach Verschmutzungsgrad müssensie die Textilien ein- bis dreimal mit Reinigungsflüssigkeit durchspülen, anschließend trocknen sie siein der gleichen Maschine, und führen das Lösungsmittel wieder den Tankszu. Das verschmutzte Reinigungsmittel filtern und destillieren siekontinuierlich. Diese Vorgangsweise garantiert, dass der Verbrauch anLösungsmitteln sehr gering ist und stets sauberes Lösungsmittel zur Verfügungsteht. Die Rückstände aus der Textilreinigung entsorgen die TextilreinigerInnenüber ein kontrolliertes Sammelsystem. Erfolgt die Reinigung ohne chemischesLösungsmittel, ist das eine Nassreinigung.Dabei unterziehen die TextilreinigerInnen die Textilien mit Vordetachiermitteln(flüssigen Seifen) einer Fleckbehandlung und behandeln sie anschließend mitWasser und flüssigen Waschmitteln inspeziellen Nassreinigungsmaschinen. Das führensie vor allem bei starkverschmutzten Textilien oder solchen,die nach dem Pflegekennzeichennicht im Lösungsmittel gereinigt werden dürfen, oder nass behandelt werdenmüssen, durch. Nach der Reinigung imLösemittel und der Nassreinigung überprüfen die TextilreinigerInnen die gereinigtenund getrockneten Textilien. Stellen sie noch Flecken fest, führen sie eine Nachreinigung(Nachdetachur) durch. Sollen einzelne Kleidungsstücke auf Wunsch der KundInnen wasserabweisendimprägniert beziehungsweise feuerfest, antistatisch oder ölabweisendausgerüstet werden, führen die TextilreinigerInnen nach dem Reinigungsverfahrendie entsprechenden Behandlungen durch. Schließlich glätten die TextilreinigerInnen die gereinigten Textiliendurch Bügeln und bringen sie inForm. Je nach Art des Textilstückes bügeln sie händisch mit demDampfbügeleisen oder mit verschiedenen Bügelmaschinen.Anschließend verpacken die TextilreinigerInnen die Textilstücke in Packpapier oder Plastikfolie und kennzeichnen sie mit der Nummer, die auf dem Abholschein der KundInnenvermerkt ist. Danach ordnen sie dieTextilstücke in Förderbändern oder Regalen und bereiten sie so für die Abholungdurch die KundInnen oder für die Auslieferung vor.DieWäscherInnen beschäftigen sich vorrangig mit dem Waschen von Bett-,Tischwäsche, Arbeitsbekleidung, und Krankenhauswäsche. Diese Textilien waschensie meist in großen Waschmaschinen mit Wasser,anschließend trocknen sie sie,glätten sie mitBügelmaschinen und bringen sie in Form. Krankenhauswäsche müssen sie im Zuge der Reinigung auchdesinfizieren und manchmal auch sterilisieren.  
TiefbauerIn:
Der Tiefbau ist einer derbedeutendsten Teilbereiche des Bauwesens und umfasst so vielfältige Bauvorhabenwie Straßenbau, Brückenbau,Eisenbahnstrecken, Kanalbau und ähnliches. Neben dem Lehrberuf"SchalungsbauerIn", der aber speziell auf alle Arten des Betonbaus imHoch- und Tiefbau ausgerichtet ist, und dem Lehrberuf "MaurerIn" im Hochbau, ist der Lehrberuf "TiefbauerIn" einer der wichtigsten Lehrberufe im Bauwesen. Die Aufgabenbereiche derTiefbauerInnen sind sehr vielfältig: Dazu gehörenvor allem die Aufnahme und Vermessung des Geländes und der Bauteile, dieBaustelleneinrichtung unter Beachtung der Sicherungsmaßnahmen im Tiefbau, dieHerstellung von Gruben/Künetten, Verbauten und Stützungen, das Verfüllen und Verdichten von Bodenmassen, die Herstellung von Schalungen und vonBeton und Stahlbetonbauteilen, der Straßenbau, die Herstellung von erdverlegten Kabel- und Rohrleitungen usw. Dafürverfügen die TiefbauerInnen über Kenntnisse der Bau- und Hilfsstoffe (Eigenschaften, Verwendungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten, Verarbeitungsrichtlinien usw.). Sie kennendie schädlichen Einflüsse auf Baumaterialien und dieentsprechenden Gegenmaßnahmen sowie die Lagerung und den maschinellen Transportvon Baumaterialien (einschließlich von Fertigteilen und Schüttgut) und achtendadurch auf die Verhütung möglicher Schäden.Zu Beginn ihrer Tätigkeit richten dieTiefbauerInnen die Baustellen ein,sie berechnen den Bauablauf und treffen entsprechend der einschlägigen Sicherheits- und Verkehrsvorschriften (z.B.Signal- und Funkanlagen) die erforderlichen Baustellensicherungsmaßnahmen. Sie vermessen das Gelände und dieBauteile, wobei sie Waagrisse, Aufstiche und Abstiche herstellen. Danachvermessen sie die Baustelle, stecken sie ab,stellen Schnurgerüste auf und winkeln sie ab.Sie lesen die Baupläne, die Material-und Stücklisten und erstellen Handskizzen und einfache Zeichnungen. Nunbeginnen sie mit dem Ausheben von Baugruben und Künetten und der Herstellungvon Verbauten und Stützungen. Sie stellen Fundamente, Wände und Mauerwerke(auch Natursteinmauerwerke) her. Weiters verrichten die TiefbauerInnenVerputzarbeiten sowie sämtliche Betonierarbeiten (Schalungsbau, Verlegen vonBaustahl in den Schalungen, Herstellung von Stahlbetonbauteilen, Einbringen undVerdichten des Betons, Abbauen von Schalungen usw.). Ein wichtiger Bereich ihrerTätigkeiten betrifft den Straßen- und Kanalbau. Sie stellen Straßenunterbauten,den Straßenoberbau und die Straßendecken (aus Beton oder bituminösem Mischgut,Fugenausbildung) her. Außerdem bringen die TiefbauerInnen Schüttungen ein undstellen Böschungen und Böschungssicherungenher. Für den Kanalbau (oft in Verbindung mit demStraßenbau) verfügen sie überKenntnisse der Oberflächenentwässerung, der Drainagierung, Kanalisationund Abwasserbehandlung. Sie verlegen Rohrkanäle, wobei sie auch diePutzschächte herstellen und für die Straßeneinbauten sorgen. TiefbauerInnen verfügenweiters über Grundkenntnisse im Brückenbau, im Untertagbau (z.B. Tunnelbau), im Gleisbau sowie über das Bauen im Wasser. Sie beherrschen auch denGerüstbau und wissen über die Funktionsweise, die Wartung und die Pflege der Baumaschinen Bescheid. Abschließend dokumentieren dieTiefbauerInnen im Rahmen der Qualitätssicherung ihre Arbeit, indem sieAusmaßblätter ausfüllen und Bautagesberichteführen. Bei allen Arbeiten achtendie TiefbauerInnen auf den Schutz der Umwelt. Sie sorgen für die Baurestmassentrennung, das Recycling, dieEntsorgung der Abfälle und den Gewässerschutz. Besonderes Augenmerk legen sieauf die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen zur Unfallverhütung.  
TischlereitechnikerIn:
Für die Einführung eines zusätzlichenTischlerei-Lehrberufs gibt es mehrere Gründe: Das Tischlerhandwerk erlebt seiteinigen Jahren eine starke Weiterentwicklung der Techniken, der Werkstoffe undder Verarbeitungsmethoden. Weiters werden auchimmer höhere Anforderungen bei der Gestaltungund im Design der Tischlereiprodukte gestellt. Ein weiterer Grundist die Nachfrage der Unternehmen (vor allem der kleineren und mittelgroßenTischlereibetriebe) nach Fachkräften, die eine Qualifikationsebene aufweisen,die zwischen den traditionell ausgebildeten Tischlerei-FacharbeiterInnen undden AbsolventInnen berufsbildender technischer Schulen und Studienrichtungenliegt; es werden also FacharbeiterInnen mit Zusatzausbildung gebraucht, die alsFührungskräfte mit hoher Selbständigkeit und Verantwortung im technischen,organisatorischen und planerischen Bereich eingesetzt werden können.DieAusbildung der TischlereitechnikerInnen ist zwarganz ähnlich wie die der TischlerInnen,dauert jedoch um ein Jahr länger und ist daherum einiges umfangreicher. Außerdem erfolgt die Ausbildung in einem derSchwerpunkte "Produktion" oder "Planung". Die Lehrlinge werden mit denMaterialien und Hilfsstoffen der Tischlerei vertraut gemacht und erlernen dieverschiedenen Bearbeitungstechniken. In der Tischlerei werden nicht nurzahlreiche Holzarten mit ganz verschiedenen Eigenschaften undBearbeitungserfordernissen verwendet, sondern auch eine Reihe von sonstigenMaterialien wie Kunststoffe, Metall, Glas, Textilien, Papier, Keramik usw. Diewichtigsten Bearbeitungstechniken sind das Messen, Anreißen, Aufreißen, Hobeln,Sägen, Stemmen, Bohren, Putzen, Schleifen, Schweifen, Fügen, Schlitzen, Zinken,Dübeln, Fräsen, Graten, Lamellieren, Leimen und Kleben. Dazu kommen spezielle Methoden der Furnier-Behandlung und-Verarbeitung (Lagern, Fügen, Zusammensetzen, Pressen)und das Furnieren selbst, das Montieren ("Einlassen") von Beschlägen sowie die Oberflächenbehandlungzur Konservierung und Verschönerung der Produkte.Ein wichtiger Teil der Ausbildung behandelt das Einstellen und Bedienender Tischlereimaschinen und Produktionsanlagen. Die Lehrlingeerlernen das Rüsten der Maschinen (Ausstatten mit den benötigtenBearbeitungswerkzeugen), das Einstellen der Maße und Bearbeitungsabläufe, das Bedienenund das Überwachen der Maschinen/Anlagen;besonders wichtig ist hierbei die genaueKenntnis und Verwendung allerSchutzvorrichtungen und die Beachtung aller Schutzbestimmungen. Ein weitererHauptteil der Ausbildung befasst sich mit den gängigenKonstruktionen in den verschiedenen Tischlerei-Bereichen (Möbel- und Innenausbau, Türen, Tore, Portale,Fenster, Fensterbalken, Rollläden, Jalousien, Wand- und Deckenverkleidungen,Holzfußböden sowie Trockenausbau). Ausbildungsschwerpunkt "Produktion":Im Ausbildungsschwerpunkt "Produktion" wird in der Ausbildung besonderer Wert auf die Planung und Vorbereitung der Fertigung gelegt,wasz.B. schon bei der sorgfältigen Auswahlder Werk- und Hilfsstoffe bzw.beim sicheren Erkennen von Mängelnund Fehlern an den Materialien beginnt. Wichtigist auch eine möglichst genaue Arbeitsvorbereitung, wofür z.B. Kenntnisse im Erstellen von Stücklisten und Kenntnissein der Zuschnittsoptimierung erforderlich sind. Besondere Bedeutung für einenreibungslosen Produktionsablauf haben schließlich auch gute Kenntnisse undFertigkeiten im Beheben von Maschinenstörungen und in der Maschinenwartung(Reinigen, Versorgen mit Betriebsstoffen, Schmieren usw.).Ausbildungsschwerpunkt "Planung":Der Ausbildungsschwerpunkt"Planung" geht teilweise schon etwas in RichtungIngenieurs-Tätigkeiten. Denn in diesem Ausbildungsschwerpunkt lernen dieLehrlinge etwa das EDV-unterstützte Anfertigen von Werkzeichnungen und Plänen("CAD" - Computer Aided Design),das Anfertigen von Entwürfen und Perspektiven, das Projektieren von Raumlösungen,die EDV-unterstützte Arbeitsvorbereitung, das Erstellen von Zuschnittsplänen und komplizierten Detaillösungen auf dem Computersowie die Planung der Maschinenauslastung.Auch auf die Vermittlung vonKenntnissen der Kommunikations-, Präsentations- und Verkaufstechniken wird hierbesonderer Wert gelegt. 
TischlerIn
TischlerInnen fertigen und montierenMöbelstücke und Bauteile aus Holz undKunststoffen und führen Reparaturarbeiten an diesenProdukten durch.ImBaubereich fertigen TischlerInnen Fenster, Türen, Fußböden, Wand- und Deckenverkleidungen sowieTreppen an. In der Möbelerzeugungstellen sie Einrichtungsgegenstände (z.B. Tische, Sessel) her. AuchKunsttischlerarbeiten wie die Restaurierung oder der Nachbau von Stilmöbelnunter Anwendung alter Handwerkstechniken gehören zu ihren Aufgaben. InIndustriebetrieben arbeiten Bau- und Möbeltischler oft in der Serienproduktion. Die Einstellungcomputergesteuerter Automaten, die einzelne Arbeitsschritte wie z.B. das Fräsen ausführen, ist in Industriebetrieben infolge verstärkter Rationalisierungsmaßnahmen zu einem wesentlichen Tätigkeitsbereich derTischlerInnen geworden. In Gewerbebetrieben beschäftigteTischlerInnen stellen in der Regel Einzelanfertigungen her. UnterBerücksichtigung der Kundenwünsche fertigen sie Entwurfskizzen an und führen inkleineren Betrieben alle Arbeiten von Beginn der Fertigung bis zur Montage durch,während in größeren Betrieben die Herstellung der einzelnen Erzeugnisse arbeitsteilig erfolgt.Die TischlerInnen wählen die verschiedenen Materialien wie Grob- oder Edelhölzer, Kunststoffe und verschiedeneHilfsmaterialien aus und schneiden den Werkstoff gemäß der Werkzeichnung zu. Dabei verwenden sie für gerade Schnitte eine Kreissäge undfür runde Schnitte eine Bandsäge.Sie hobeln Bretter und andere Holzteilean den Auflageflächen mit Abrichthobelmaschinen (bzw. bei kleineren Flächen mitHandhobeln) und führen weitere Bearbeitungsverfahren (z.B. Bohren, Fräsen)durch. Die Bretter fügen sie, je nach Verwendungszweck, durch verschiedeneVerbindungstechniken (z.B. Zinken, Zapfen, Nuten, Leimen, Nageln) zusammen.ImRahmen der Oberflächenbearbeitung leimen sie zur Verschönerungder Oberfläche dünne Deckblätter (Furniere) aus besonders wertvollen und schönen Holzarten auf weniger wertvolles Holzauf oder versehen Weichholzmöbel (zum Schutz der Oberfläche) mitHartholzplatten.Schließlich behandeln die TischlerInnen die Oberflächen mit verschiedenen Beizlösungen, um die Holzerzeugnisse vor Witterungseinflüssenzu schützen und den Farbton des Holzes zu verstärken.  
TransportbetontechnikerIn:
Transportbeton (auch"Fertigbeton" oder "Lieferbeton") ist frischer Beton, derin eigenen Transportbetonwerken hergestellt und in Spezial-Lastautos mitrotierenden Mischtrommeln direkt zu den Baustellen gebracht und dort in die Schalungen gepumpt wird. Je nachVerwendungszweck werden verschiedene Betonmischungen produziertund angeliefert, wobei alles sehr exakt und rasch gehen muss, damitder Baufortschritt nicht aufgehalten wird. Das erfordert erfahrene und gutausgebildete Arbeitskräfte in der Produktion.  TransportbetontechnikerInnen betreuenalle Anlagen eines Transportbetonwerkes (Lagereinrichtungen, Förderanlagen, Aufbereitungsanlagen, Produktionsanlagen)und sorgen für den reibungslosen Ablauf der Produktion. Sie nehmen dieKundenbestellungen entgegen und planen die Durchführung des Auftrages gemäß denAnforderungen der Kunden. Sie stellen den Transportbeton her, indem sie dieGrundstoffe (Zement, Schotter verschiedener Körnung, Zusatzmittel und Wasser) im richtigen Mischungsverhältnismischen. Dazu müssen sie die Anlagen und Maschinen entsprechend einrichten undsteuern, was teilweise zentral mitelektronischen Steuerungen gemacht wird. Währendund am Ende eines Produktionsauftrages entnehmen sie regelmäßig Proben desFrischbetons und prüfen, ob er die geforderte Qualität besitzt. Ist derFrischbeton fertig, sorgen sie für die Beladung der Transportfahrzeuge undstellen die Versand- und Lieferbegleitpapiere aus. Wichtige Aufgaben derTransportbetontechnikerInnen sind weiters die Reinigung, Wartung und Instandhaltungaller Anlagen und Maschinen des Transportbetonwerkes.   
UhrmacherIn:
Uhren werden heute fast ausnahmslos industriell hergestellt. Mit feinsten Werkzeugen und Geräten warten, reparieren, reinigen, justieren und prüfen die UhrmacherInnenmechanische und elektronische Uhrenwerke der unterschiedlichsten Arten:Kleinuhren (z.B. Armband- und Taschenuhren), Großuhren (z.B. Wand-, Pendel-, Stand-, Tisch-, Turm- und Außenuhren) Wecker, Quarzuhren,Zeitmessgeräte für den Sportoder für die Spezialuhren für die Wissenschaft. Besonders anspruchsvoll ist dieReparatur von antiken und kostbaren Uhren. UhrmacherInnenverwenden bei ihrer Arbeitelektronische Mess- und Präzisionsprüfgeräte. Der Umgang mit kleinsten Werkzeugen ist ausgesprochene Feinmechanikerarbeit. Neben der Wartung und Reparatur von Groß- und Kleinuhren erbringen dieUhrmacherInnen auch verschiedeneServiceleistungen, etwa den Batteriewechsel und Gläsertausch, das Umstellen auf die Sommerzeitoder das Montieren vonArmbändern. Wenn die Uhrmacherwerkstatt an einen Einzelhandelsbetrieb angeschlossen ist, gehören auchdie Kundenberatung und der Verkauf von Uhren zu ihren Aufgaben.Bei der Reparatur einer mechanischenUhr (z.B. eines mechanischen Weckers) öffnen die UhrmacherInnen das Gehäuse mit einem speziellen Werkzeug(Gehäuseöffner). Sie nehmen die Zeigerund das Zifferblatt ab und bauen das Uhrwerk aus. Dann kontrollieren sie die Abnützung der Lager und derWellen sowie die Verzahnung der Räder. Anschließendzerlegen sie das Uhrwerk mit Schraubenzieher und Pinzette. Sie reinigen die verschmutzten Einzelteile und tauschenfehlerhafte bzw. abgenutzte Bestandteile (z.B. Zahnräder) aus. Danach bauen siedas Uhrwerk wieder zusammen, wobei sie dieLeichtgängigkeit aller beweglichen Teile prüfen. Sie ziehen die Uhr auf undprüfen die Ganggenauigkeit.Abschließend setzen sie das gereinigte Zifferblatt und die Zeiger ein und bauendas Uhrwerk in das Gehäuseein. Ein wesentlicher Bestandteil derArbeit von UhrmacherInnen stellt heute die Anwendung der Elektronik beiUhrbestandteilen wie auch bei den verwendeten Mess- und Prüfgeräten dar. Beider Reparatur einer Quarz-Armbanduhr mit Zifferblatt (Analoguhr) prüfen sienach Öffnen des Gehäuses zunächst die Batterie mit einem Voltmeter. Mitelektronischen Messgeräten kontrollieren sie die komplizierten Schaltvorgängeim elektronischen Block und stellen anhand der Messdaten (Spannung, Widerstandund Stromverbrauch des Werkes) den möglichen Fehler fest. Erweist sich ein Bauteil als nicht funktionsfähig, tauschensie das ganze Werk aus.Sie überprüfen auch den mechanischen Teil derUhr, der aus dem sogenannten"Rotor" und dem Räder- und Zeigerwerk besteht und reinigen ihn in derReinigungsmaschine. Abschließend setzen sie den elektronischen Block unddie mechanischen Teile in dasvorher gereinigte Gehäuse ein und überprüfen dieGanggenauigkeit mit einem elektronischen Messgerät.  
UniversalschweißerIn:
UniversalschweißerInnen verbinden durch Gas-, Elektro-oder Schutzgasschweißen oder durch andereSchweißtechniken (z.B.automatisierte Unter-Pulver-Verfahren und Brennschneidverfahren, Hartlöten,Kunststoffschweißverfahren) Metallteile wie Bleche, Rohre, Formstähle,Maschinen- und Apparateteile sowieKunststoffteile. Sie wählen die fürden Werkstoff günstigen Schweißwerkzeuge und -materialien aus und arbeiten mitHandschweißgeräten oder Schweißautomaten. Schweißen ist dasVerbinden gleichartiger Werkstoffe bei hohen Temperaturen, wobei zum Teil Zusatzstoffe (z.B.Schweißdraht) verwendetwerden. Die Schweißverbindung (Schweißnaht)soll mindestens gleich fest sein wie der Grundwerkstoff,sodass bei einer Zerreißprobe derBruch nicht an der Schweißstelle, sondern im Grundwerkstoff erfolgt. Diewichtigsten Schweißverfahren sind das Press-Schweißen und das Schmelzschweißen. Beim Press-Schweißen werden die Werkstücke an den Verbindungsstellen erhitzt und durch Druck ohneZusatzstoffe zusammengefügt. BeimSchmelzschweißen erfolgt die Verbindung der Werkstücke ohne Druckeinwirkungdurch das Schmelzen des Werkstoffes, meist unter Zuführung einesZusatzwerkstoffes.UniversalschweißerInnen fertigenz.B. Schweißnähte an Kesseln, Behältern, Brückenbauteilen, Fahrzeug- und Maschinenteilen an und stellen im Rahmen von MontagearbeitenSchweißverbindungen her. Vor dem Anlegen der Schweißnaht reinigen die UniversalschweißerInnendie zu bearbeitenden Werkstücke mit einer Drahtbürste oder einer Schleifmaschine, um Farbe, Rost,Fett oder Schmutz zu beseitigen. Sie überprüfen die Teile (etwa auf Risse) undbereiten sie für den Schweißvorgang vor, indemsie diese z.B. zuschneiden und die Kanten abschrägen. Anschließend bringen sie die Werkstücke in die richtige Arbeitsposition. Beim Gasschmelzschweißen(Autogenschweißen) wird die erforderliche Hitzedurch eine Flamme aus Brenngas(Azetylen- oder Propangas) undSauerstoff erzeugt. Die UniversalschweißerInnen kontrollieren die Schlauchverbindung zwischenden Gasflaschen und dem Brennerund stellen den Gasdruck ein. Sie entzünden das Gasgemisch am Brennerund regulieren die Flamme. Für das Anfertigen einer Schweißnaht benötigen sieSchweißdraht, den sie an dieVerbindungsstelle anlegen. Durch die Hitze der Brennerflamme schmilzt derSchweißdraht und verbindet die Kanten des Werkstückes. DieUniversalschweißerInnen müssen diesen Schweißvorgang genau beobachten, um alleVeränderungen des Werkstoffes beim Schmelzen erkennenund steuern zu können.Abschließend kontrollierensie die erkaltete Schweißnaht auf Poren und Risse undführen erforderliche Ausbesserungen oder Schleifarbeiten durch.Beim Elektroschweißen(Lichtbogenschweißen) wird die notwendige Hitze durch elektrischen Stromerreicht. Die UniversalschweißerInnen setzen die stabförmige Elektrode in dieHalterung ein und wählen die entsprechende Stromstärke am Schweißgerät. BeimBerühren des Werkstückes mit dem Elektrodenstab kommtes zu einem Kurzschluss. Die UniversalschweißerInnen hebenden Elektrodenstab vom Werkstück leicht ab, wodurch einLichtbogen entsteht. Durch die hohe Temperatur schmilzt die Elektrode langsamab, die Schweißnaht wird gefüllt und damit die Verbindung hergestellt. Beim Schutzgasschweißen werdenElektrode, Lichtbogen und Schweißstelle von einem Gas umspült, das dieElektrode kühlt und eine Einwirkung des in der Luftenthaltenen Sauerstoffes verhindert. Dadurch werden Bindefehler, Poren und Einschlüsse weitgehend vermieden. Es gibt verschiedene Arten von Schutzgasschweißverfahren.BeimKunststoffschweißen verbinden die UniversalschweißerInnen die Kanten von Kunststoffteilen, indem sie sowohl die Verbindungsstelle als auch den verwendeten Zusatzstoff(ebenfalls Kunststoff) erhitzen. Manchmal führenUniversalschweißerInnen auch Reparaturarbeiten an durch Verschleiß beeinträchtigten Maschinenteilen, Behältern u.ä. durch, wobei siez.B. Material (durch eine Schweißnaht) an den abgenützten Stellen auftragen. 
VerfahrenstechnikerIn für die Getreidewirtschaft:
Inder Getreidewirtschaft wird heute durchwegs mit automatischen Großanlagen produziert. VerfahrenstechnikerInnen für die Getreidewirtschaft steuern und überwachenden Produktionsprozess. Sie beurteilen die Qualität der zu verarbeitenden Roh- und Hilfsstoffe (vorallem Getreidesorten wie Weizen,Roggen, Mais, Gerste, Hafer oderHartweizen), bereiten diese für dieProduktion vor (z.B. Reinigen, Wiegen), stellen die Produktionsmaschinen ein undüberwachen die verschiedenen Produktionsabläufe bis hin zum Abfüllen, Wiegenund Verpacken der Endprodukte. Siesorgen für die Instandhaltung der Maschinen durch regelmäßige Reinigungs- und Wartungsarbeiten und führen beiMaschinenstörungen auch kleinere Reparaturarbeiten durch. DieVerfahrenstechnikerInnen für die Getreidewirtschaft benötigen also nicht nurein umfassendes Wissen über die Rohstoffe (genaue Kenntnisse derQualitätsmerkmale) und über die verschiedenen Rezepturen undMischungsverhältnisse der Endprodukte, sondern auch über die technischeFunktionsweise sämtlicher Produktionsanlagen.Diewichtigsten Produkte derVerfahrenstechnikerInnen für die Getreidewirtschaft sind - je nachSchwerpunkt - verschiedene Sorten von Mehl (z.B. glattes oder griffiges Mehl, Vollmehl aus dem ganzen Getreidekorn), Grieß, Schrot, Kleie, Weizenkeime undHaferflocken, Mischfutter für landwirtschaftliche Nutztiere undHaustiere sowie Backmittel. In Schälmühlen werden verschiedeneSpelz-Getreidearten und Hülsenfrüchte geschält und daraus Schrot, Mark und Flocken hergestellt. In Gewürzmühlenwerden Gewürze aller Art aufbereitet, vermahlen und abgepackt. Ausbildungsschwerpunkt "Getreidemüller":DieVerfahrenstechnikerInnen für die Getreidewirtschaft mit Schwerpunkt "Getreidemüller" übernehmen, überprüfen, lagern und reinigen das angelieferte Getreide. Dann führensie die Vermahlung durch (vor allem auf sogenannten Walzenstühlen), vermischen die durch den Vermahlungsprozessgewonnenen Zwischenprodukte zu handelsüblich genormten Endprodukten undüberwachen deren Verpackung.Bei der Getreideannahme untersuchen die VerfahrenstechnikerInnen fürdie Getreidewirtschaft das angelieferte Getreide zunächst auf Art, Farbe,Größe, Schädlinge, Geruch, Feuchtigkeit, Protein, Fallzahl, Amylogramm undVerunreinigungen und lagern es nach der jeweiligen Qualität in Silosein. Anschließend führen sie weitere Qualitätskontrollen entweder selbst im eigenen Labor durchoder schicken Proben an ein Lebensmittellabor. Weiters entnehmen dieVerfahrenstechnikerInnen für die Getreidewirtschaft das Getreide im richtigenMischungsverhältnis aus dem Silo und leiten es in die Reinigung, die sogenannte"Kopperei", die sich meistin einem separaten Teil desMühlengebäudes befindet. ImZulaufseparator erfolgt die erste Leichtauslese, wo alle leichten Teilchen wieStaub und Spreu durch einenLuftstrom abgesaugt werden. Steinchen, Eisenteile und Unkrautsamen werden durch weiterer Maschinen entfernt (z.B. Trockensteinausleser zur Entfernung von Steinchen,Trieurs zur Beseitigung vonUnkrautsamen). Nachdiesen Reinigungsverfahren bereiten die VerfahrenstechnikerInnen für die Getreidewirtschaft das Getreide für dieVermahlung auf. Durch Wasserzugabenetzen sie die Getreidekörner auf die günstigste Vermahlungsfeuchtigkeit aufund mürben den Mehlkern. Unter Einsatz einer Scheuermaschine werden dieGetreidekörner von der oberen Schaleschicht sowie von anhaftendem Staub undMikroorganismen befreit. Die vollkommene Trennung von Schaleund Mehlkern und die Zerkleinerung des letzteren zu Mehl erfolgt durch dieVermahlung auf dem sogenannten Walzenstuhl. Der gesamte Vermahlungsprozesserfolgt in 15 bis 20 Stufen. Das bedeutet, dass der Walzenabstand desWalzenstuhls in jeder Stufe verkleinert werden muss. DieVerfahrenstechnikerInnen für die Getreidewirtschaft stellen die entsprechendeVorrichtung auf dem Walzenstuhl auf die gewünschte Feinheitein und leiten das zerkleinerte Zwischenprodukt nach jederMahlstufe in einen sogenannten Plansichter, wo dasMehl gesiebt wird. Sie entnehmen dem Mahlgut laufend Proben und korrigieren dieFeineinstellungen am Walzenstuhl oder beim Sieben. Durch Bedienen einerzentralen Schalttafel regeln sie die Weiterleitung der Zwischenprodukte an dieMehlmischerei, wo die im Vermahlungsprozess gewonnenen Zwischenprodukte zu denhandelsüblich genormten Endprodukten vermischt werden. Mit pneumatischen odermechanischen Förderanlagen werden die Mehlmischungen in Tankwägen verladen oderin die Verpackungsabteilung transportiert, wo diese in Säcke oderhandelsübliche Pakete abgepackt werden.Ausbildungsschwerpunkt "Futtermittelhersteller":Bei der Futtermittelherstellungwerden wie in der Getreidemüllerei ebenfalls Getreide und Getreideproduktesowie Abfälle aus der Mehrproduktion verwendet, aber zusätzlich kommt hier noch eine ganze Reihe andererpflanzlicher und tierischer Eiweißprodukte, mineralischerRohstoffe sowie sonstiger Hilfs- und Zusatzstoffe (z.B. Vitamine) hinzu. Der Produktionsablaufist aber ganz ähnlich wie in derGetreidemüllerei. Die Rohstoffe werden gereinigt, gemahlen, nach verschiedenenRezepturen in bestimmten Mischungsverhältnissen gemischt und in je nachVerwendungszweck unterschiedlicher Form (vor allem als Mehl oder in gepresstenPellets) verpackt. Derartige Futtermittel werden in erster Linie für Nutztiere (Kühe, Schweine usw.)benötigt, aber auch für die Wildfüttterung, für Zootiere und nicht zuletzt auch fürHeimtiere (z.B. Hamster, Meerschweinchen und Vögel).Ausbildungsschwerpunkt "Backmittelhersteller":Backmittel sind Mischungen aus Getreideprodukten (v.a. Mehl) und verschiedenen Zusatzstoffen(Milchpulver, Zucker, Fette, Backpulver, Gewürze, Mineralstoffe usw.), die für die Herstellung von Backwaren benötigt werden.VerfahrenstechnikerInnen für die Getreidewirtschafthaben hier ähnliche Aufgaben wie in den anderen Schwerpunkten. Sie steuern undüberwachen die Produktion von der Anlieferung der Rohstoffe bis zur Verpackungder Endprodukte. Was hier noch hinzu kommt, ist die Überprüfung derhergestellten Erzeugnisse in einer Versuchsbäckerei. 
VermessungstechnikerIn:
DasVermessungswesen ist ein sehr vielfältiger Aufgabenbereich, der sich mit dergenauen Erfassung von Grundstücksgrenzen, Bauwerksmaßen, Straßenverläufen, Waldgrenzen usw. befasst. Die Daten werdenmit verschiedenen Messgeräten (z.B.Winkelmessgerät bzw. Theodolit) imFreien aufgenommen und dannin Karten übertragen. Diese Karten dienen vorallem zur Darstellung der Geländeformationen und-gegebenheiten, zur Anzeige derBesitzverhältnisse an Grund und Boden, als Grundlage für die genaue Festlegungdes Standortes von Bauwerken (z.B. Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Straßen und Wege, Brücken, Kanäle, Lifte usw.) sowieals Planungsgrundlage für die Flächenwidmung.Die meisten Arbeitenim Vermessungswesen erfolgenheute mit elektronischen Mess- undAufnahmegeräten, welche dieMessdaten automatisch speichern, sodass sie zur Erstellung von Plänen und Karten direktauf einen Computerübertragen werden können. Bisher war die Ausbildung der VermessungstechnikerInnen zwar lehrberufsähnlich aufgebaut (praktischeAusbildung im Betrieb in Kombination mit einerberufsschulähnlichen theoretischen Ausbildung), aber lediglich imKollektivvertrag für die Angestellten der Architekten und Ingenieurkonsulenten geregelt.Dadurch waren einige Berechtigungen,die mit einer offiziellanerkannten Lehrabschlussprüfung verbunden sind, für VermessungstechnikerInnen nicht gegeben. Daher wurdenun diese Ausbildung als Lehrberuf eingerichtet. Wenn sie im Außendienst beschäftigtsind, erfassen die VermessungstechnikerInnen die Daten im Gelände. Mit dendafür erforderlichen Geräten (insbesondere digitalen Geräten undPräzisionsnivelliergeräten) nehmen die VermessungstechnikerInnen Höhenmessungenvor. Sie messen Distanzen, Richtungen, Strecken und Bauwerke. Dafür verwendensie Theodoliten und Distanzmessgeräte, die direkt, optisch und elektronisch funktionieren. Außerdem wenden sie für die Messungen codierteMethoden und das GlobalePositionierungssystem (GPS) an.Sie kennen die Messgenauigkeit der vonihnen verwendeten Geräte und wissen, wie sich etwaige Fehler auf die Ergebnisse auswirken können.Natürlich trachten sie auch danach,diese Fehler zu beseitigen. EinSchwerpunkt der Arbeit von VermessungstechnikerInnen ist die Datenauswertung. Sie wandeln die Messergebisse mittels trigonometrischerund geodätischer Berechnungen um. Dabei verwenden sie technische Taschenrechnerund EDV-Programme, (vor allem CAD - Programme;computer aided design = computergestütztes Design). Danach fertigen dieVermessungstechnikerInnen Skizzen an, bzw. erneuern diese oder führen sie fort.Sie berechnen und konstruieren Höhenschichtlinien sowie Längs- und Querprofile,sie berechnen Kubaturen und Massen und erfassen Leitungen und unterirdischeEinbauten. Dafür setzen sie auch Luftbilder ein. Die VermessungstechnikerInnen erstellen sie die Pläne sowohl inanaloger als auch in digitaler Form,wobei sie die einschlägigen Vorschriften (Verordnungen, Normen usw.) beachten. Außerdemberücksichtigen die VermessungstechnikerInnen die Verwendung normgerechterPapierformate, die normgerechte Blatteinteilung und das normgerechtePlanfalten. Für die Planerstellung arbeiten sie mit ganz bestimmtenZeichenträgern, die in ihrer Beschaffenheit jeweils unterschiedliche Vor- undNachteile für die Bearbeitung haben. Weiters bestehen einschlägige Normen undSignaturvorschriften für das Zeichnen und Anfertigen von Plänen, die von denVermessungstechnikerInnen bei derErfassung der Daten berücksichtigt werden müssen.Dieerfassten Daten werdenabschließend dokumentiert und archiviert. Schließlich verfügen die VermessungstechnikerInnen auch über Kenntnisse der berufsbezogenen Rechtsvorschriften (Bauordnung, Raumordnungsgesetz, Grundbuchsgesetz, AllgemeineVerwaltungsverfahrensgesetze (AVG), Vermessungsgesetz undVermessungsverordnung). Zu ihren Tätigkeiten gehören auch die Erhebungen beiBehörden und Leitungsbetreibern (vor allem Vermessungsamt, Grundbuchsgerichtund Baubehörden), das Abfragen aus der Grundstücksdatenbank sowie Kenntnisseüber Koordinatensysteme und die Einteilung des amtlichen Mappenblattschnitts. 
VerpackungstechnikerIn:
 VerpackungstechnikerInnenbetreuen die Maschinen und Anlagenzur Packmittelherstellung (Einstellung, Umstellung, Bedienung und Wartung) und überwachen und überprüfen dieProduktion und deren Qualität; weitere wichtige Aufgaben sind derStanzformenbau sowie das Entwerfen und Anfertigen von Packmittelmustern. Umweltfreundliche und ressourcenschonendeMaterialien (Papier, Karton,Wellpappe und Verbunde) spielenin der Verpackungsindustrie mittlerweile eine große Rolle.Diese müssen einerseits alle an eineübliche Verpackung gestellten Anforderungenhinsichtlich Schutz des Verpackungsgutes, Hygiene usw.erfüllen und dürfen andererseits beiHerstellung und Entsorgung die Umwelt nicht belasten.VerpackungstechnikerInnen steuern, überwachen und sichern die entsprechenden maschinellen Herstellungsprozesse, die vielfach bereitsmit computergesteuerten Hochleistungsmaschinen produziert werden. Sieverwenden moderne Kontroll- und Prüfgeräte. VerpackungstechnikerInnenstellen Faltschachteln (z.B. Verpackungen für die Nahrungs- undGenussmittelindustrie), Wellpappe (zur Herstellung von Transport- und Verkaufsverpackungen,Überkartons usw.), flexible Verpackungen (Säcke und Beutel),Briefumschläge sowie Hülsen,Rohre und Gebinde aus Pappe und Karton (z.B. Becher, Dosen) her. Inder Faltschachtelindustrie erzeugensie zusammenfaltbare Schachteln aus Karton, die flach in den Versand gehen. Die Faltschachteln werden erst unmittelbar vor dem Abpacken desInhaltes zu Behältern aufgefaltet.Bei der Erzeugung von Wellpappe verkleben die VerpackungstechnikerInnen eine gewellte Papierbahn mit ein oder zwei glatten Papierbahnen (Deckbahnen). Aus demPackstoff Wellpappe werden in der Folge im Betrieb bedruckte Verpackungenhergestellt. ImBereich der flexiblen Verpackung stellendie VerpackungstechnikerInnen Großsäcke aus Papier für die Verpackungvon Schüttgütern (z.B. Mehl, Zement) sowie verschiedeneBeuteltypen (z.B. Spitztüte, Tragtasche) her. Weiters veredeln sie Papiere fürverschiedene Verwendungszwecke (beschichtet, kaschiert usw.) und stellen fürdie maschinelle Abpackung Automatenrollen aus Papier her. Die Verpackungen undPapiere produzieren sie zum Teil an kombinierten Druck- undVerarbeitungsmaschinen.Entwürfe von neuen Verpackungen, diespäter in Serie produziert werden, erarbeiten VerpackungstechnikerInnen mitHilfe modernster CAD-und CAM - Computertechnik.Die Muster werden dann am Plotterausgedruckt und dem Kunden präsentiert. Dabei berücksichtigen sie die Merkmale des Packgutes (z.B. Zerbrechlichkeit), die Möglichkeiten des Abpackens seitensder KundInnen (z.B. maschinelles oder händischesVerpacken), den Schutz der Ware, dieLagerung und den Transport. Sie gestalten verschiedene Verpackungsmittel unterdem Gesichtspunkt der Werbewirksamkeit der Ware (Design). Eine wichtige Tätigkeit ist dasHerstellen der Stanzwerkzeuge für Stanzmaschinen; in der Stanzmaschine werdenzum Beispiel Faltschachtelzuschnitte aus der Kartontafel herausgestanzt und diefür das spätere Falten erforderlichen Rillen eingepresst. Die VerpackungstechnikerInnenübertragen die Maße von der technischen Zeichnung auf das Stanzbrett (einmehrfach verleimtes Holzbrett). Mit einem computergesteuertenLaserschneidegerät schneiden sie danndie Umrisse der Zeichnung aus. Anschließend versehensie das Stanzbrett mit Messern und Stahllinien,die in der richtigen Tiefe eingesetzt werden. Die Stanzwerkzeuge setzen sie in dieProduktionsmaschine ein und legen den Maschinenlauf fest. Neben Stanzwerkzeugenstellen die VerpackungstechnikerInnen auch Zurichtungen her und bauen sie indie Stanzmaschine ein. Zurichtungen gleichen den Druck des Stanzwerkzeuges auf dieGegenstanzplatte aus. Sie stellen auchdie Druckmaschine für die Gestaltungdes Packmittels ein und führen einen Probedruck durch. Beider Herstellung der Packmittelbetreuen und überwachen die VerpackungstechnikerInnen die Produktionsmaschinen (z.B. Stanzmaschinen,Druckmaschinen, Klebemaschinen). Sie überprüfen die gefertigten Verpackungen und analysieren möglicheFehlerursachen in der Produktion bzw. den Fertigungsmaschinen. Weiters warten die VerpackungstechnikerInnen regelmäßig die Produktionsmaschinen(z.B. Schmieren mechanischer Einzelteile, Austauschenvon Verschleißteilen). Im Falle einer Störung reparieren sie die Maschinen,wobei sie großteils vorgefertigte Ersatzteile verwenden.Bei der Abpackung verschiedener Produkte(z.B. von Lebensmitteln) überwachen VerpackungstechnikerInnen die Verpackungsmaschinen,greifen bei Störungen ein und beheben die Störungsursache.
Versicherungskaufmann, -frau:
Versicherungskaufleute arbeitenin Betrieben der Versicherungswirtschaft in denBereichen Verwaltung und Organisation, Rechnungswesen, Akquisition (Anwerbung von KundInnen) undKundenberatung, Verwaltung der Versicherungsverträge und Schadenabwicklung.Versicherungskaufleute arbeitenin den verschiedensten Versicherungsbereichen,abhängig von den sogenannten Versicherungsprodukten, die das jeweiligeVersicherungsunternehmen anbietet, z.B. Haftpflichtversicherung,Hausratversicherung, Kfz-Versicherung, Gebäudeversicherung, Unfallversicherung,Wassersportversicherung, Tierhalterversicherung, Privathaftpflichtversicherung,Lebensversicherung, Rentenversicherung, Risikoversicherung, Betriebs- undGeschäftsversicherungen u.a.m. Versicherungskaufleute arbeiten mit modernenInformations- und Kommunikationssystemen und beachten dabei die Vorschriftendes Datenschutzes und der Datensicherheit. Die Versicherungskaufleute erledigensowohl den organisatorischen Schriftverkehr in der Verwaltung als auch denversicherungsspezifischen Schriftverkehr imBereich der Kundenbetreuung und Schadenabwicklung. Sie organisieren Posteingang und Postausgang, Ablageund Evidenz. Sie verwaltenKarteien und Dateien und führen Statistiken über Produktion, Kosten undVertragsbestand.Versicherungskaufleute sind jedochnicht nur in der Verwaltung und Organisation tätig,sondern wirken auch beim Verkauf (Akquisition) von Versicherungsverträgen,Kundenberatung und bei der Kundenbetreuung mit. Ist ein Versicherungsvertrag abgeschlossen worden, bearbeitensie den Antrag und stellen die Versicherungspolizze aus. Sodann kontrollierendie Versicherungskaufleute den Zahlungsverkehr, achten auf pünktliche Zahlungder Versicherungsbeiträge und stellen Mahnungen für säumige Zahler aus. Siebehandeln allfällige Reklamationen der KundInnen. ImSchadensfall nehmen die Versicherungskaufleute den Schaden auf, prüfendie Berechtigung der KundInnen auf Schadenersatz und sorgenfür den reibungslosen Ablauf der Schadenabwicklung. Den Großteil ihrer Arbeitenerledigen die Versicherungskaufleute EDV-unterstützt. 
VerwaltungsassistentIn:
VerwaltungsassistentInnen erledigendie Büroarbeiten im Administrationsbereich großer Unternehmen und Institutionen, vor allem in Industriebetriebenund in der öffentlichen Verwaltung, aber auch etwa im Gesundheitswesen (Krankenhäuser), in Versicherungen, im Dienstleistungsbereich oder bei den Freien Berufen (Ärzte,Rechtsanwälte, Architekten usw.). Einewichtige Aufgabe der VerwaltungsassistentInnen ist dieErledigung des Postein-und -ausganges, der Ablage,Evidenz und Registratur. Sie fertigen Texte undsonstige Schriftstücke an, die sie formgerecht formulieren. Dabei arbeiten sieauch mit Formularen und Vordrucken. Sie stellen Berichte zusammen und wertendiese aus, schreiben Briefe nach Diktat oder allgemeinen Angaben(Standardbriefe). Viele dieser Schriftverkehrarbeiten erledigendie VerwaltungsassistentInnen mittelsder elektronischen Datenverarbeitung (EDV). Sie erstellenetwa Adressdateien oder Textbausteine und bedienen dieTextverarbeitungsprogramme. Für den Tätigkeitsbereich derBüroorganisation sind die VerwaltungsassistentInnen mit der betrieblichenStruktur ihres Unternehmens vertraut.Sie kennen den Aufbau und die Aufgaben und Zuständigkeiten in der betrieblichen Verwaltung und die betrieblichen Arbeitsabläufe. ImRahmen dieser Tätigkeiten legen die VerwaltungsassistentInnen Statistiken, Karteien, Dateien undGeschäftsstücke an, führen und archivieren sie. Auch der Verkehr mit Behörden, Sozialversicherungsträgernund anderen Organisationen gehört zu den Aufgaben derVerwaltungsassistentInnen. Zu ihren bürotechnischen Organisations- und Arbeitsmitteln zählenz.B. Kartei- und Ablagesysteme, Bürogeräte sowie Kommunikationsmittelwie Telefonanlage, Faxgerät usw.. DieVerwaltungsassistentInnen verwalten Termine(koordinieren und überwachen) und bereiten Besprechungen, Sitzungen und Dienstreisen vor. Dabei bestellen sieUnterkünfte und reservieren Tickets. Auch dieNachbereitung von Dienstreisen und Veranstaltungen (etwa das Abrechnen derReisespesen) fällt in den Aufgabenbereich der VerwaltungsassistentInnen. Ofthaben sie auch Umgang mit KundInnen. (Anmeldung, Information und Betreuung derKundInnen und Parteien).Weiters sind die VerwaltungsassistentInnen für die Beschaffung der für den Bürobetrieb notwendigen Materialien (Schreibmaterial und Papier, Ordner und Mappen, Einrichtungsgegenstände usw.)verantwortlich. Sie bestellen neues Material und rechnen die Lieferungen ab. Auch das betriebliche Rechnungswesenwird von den VerwaltungsassistentInnen bearbeitet. Sie verfügen über Kenntnisseder betriebsspezifischen Steuern und Abgaben, kennen die Aufgaben undFunktionen sowie die rechnergestützten Abläufe des betrieblichen Rechnungswesens.Das betrifft die Lohn- und Gehaltsverrechnung und die Kostenrechnung. EinSchwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Abwicklung des Zahlungsverkehrs mit Lieferanten, KundInnen, Behörden, Post und Geld- und Kreditinstituten. Sie buchen und kontieren die Zahlungsbeträge und erstellenAuswertungen und Statistiken zum Zahlungsverkehr und anderenVerwaltungsvorgängen.
VulkaniseurIn
VulkaniseurInnen reparieren Reifen und andere Gummiartikel (z.B. industrielle Förderbänder, Treibriemen), führendie Runderneuerung von Reifen durch und arbeiten auch in derHerstellung von Gummiartikeln und Gummi-Metall-Verbindungen (z.B. Verkleidungvon Walzen und Trommeln mit Gummi). Moderne Techniken ermöglicht es, Reifen so perfekt zu reparieren oder zu erneuern, dass sie wieder sicher eingesetzt werden können.Dadurch kommt es zu Rohstoffeinsparung und weniger Umweltbelastung durchAltreifen. Auch bei der Arbeit selbst wird auf Umweltschutz und sparsamenEnergieeinsatz geachtet. VulkaniseurInnen benützenHandwerkszeuge wie Glattroller, Gummischeren, Einstreichpinsel und Hebel. Siebedienen Rau- und Schälmaschinen sowie Vulkanisierpressen und Wucht- undReifenwalkmaschinen. Sie verwenden auch chemische Stoffe, die sie z.B. mit Gummilösspritzmaschinen und Spritzpistolen auf das Reifenmaterial auftragen. Für Prüf- und Kontrollarbeiten verwenden sie bereits moderneDurchsichtsgeräte wie den Achsenvermessungscomputer. Sowohl bei der Reparatur und Runderneuerung von Reifen als auch bei derErzeugung von Gummiwaren kommtdas "Vulkanisationsverfahren"zur Anwendung. Dabei werden Kautschukund Schwefel unter Hitzeeinwirkung und Druck verbunden. Dies geschiehtmit speziellen Maschinen wie Heizpresse und Autoklav (ein druckfester,heizbarer Behälter). Dadurch verschmilzt z.B. bei der Reparatur eines Reifensdas auf die schadhafte Stelle aufgelegte Material (Reparaturflecken,Laufstreifen) mit dem alten Material.Bei Reparaturen an Reifen undtechnischen Gummiartikeln (z.B. LKW-Reifen, Förderband) reinigen und trocknendie VulkaniseurInnen das Werkstück. Anschließend stellen sie das Ausmaß des Schadens fest, wobei vorallem der Gewebeunterbau auf Beschädigungen untersucht wird. Schadhafte Stellen trennen sie ab bzw.rauen sie auf. Bei Reifenrunderneuerungen schälen sie die Lauffläche ab und rauen sie auf. Dabeisetzen sie bereits computergesteuerte Rau- und Schälmaschinen ein, die über integrierte Steuergeräte denDruck teilautomatisch regeln. Nach dem Rau- und Schälvorgang belegen die VulkaniseurInnen die Werkstücke mit Gewebebändern oder Roh-Laufstreifen.Danach unterziehen sie die sovorbereiteten Werkstücke der Vulkanisation. Bei der Heißvulkanisation kommendie Werkstücke in eine Heizform oder auf eine Heizplatte. Die VulkaniseurInnen bestimmen dabei die Heizdauerund die Temperatur. Sie überwachenden Vulkanisierungsvorgang und prüfendie vulkanisierten Werkstücke. Eine weitere wichtige Tätigkeit derVulkaniseurInnen ist die Montage von Autoreifen. Als Ergänzung zur Montageführen die VulkaniseurInnen das sogenannte "Auswuchten" der Räder durch. Hierbei beseitigen sie Unwuchten (ungleich verteilte Massen an einem Rad) und erzielendamit einen einwandfreien Rundlauf des Rades. Beim Wuchten von Rädern werdenheute bereits elektronische Wuchtgeräteeingesetzt. In vielen Fällen überprüfen die VulkaniseurInnen auch dieRadstellung am Fahrzeug. Außerdem beraten VulkaniseurInnen die KundInnen überdie richtige Bereifung und den dem jeweiligen Reifentyp entsprechendenLuftdruck.Da die Herstellung von Gummiartikeln weitgehend mechanisiert und auchvielfach schon automatisiert ist, werdenhier meist nur Hilfskräfte undangelernte MaschinenarbeiterInnen beschäftigt. Die gelernten VulkaniseurInnensind vorwiegend im Bereich des Reifenservices und bei der Runderneuerung undReparatur von Reifen tätig.
WagnerIn:
WagnerInnen stellen Transport- undBeförderungsmittel sowie landwirtschaftliche Geräte aus Holz her und reparierendiese. Zu den traditionellen Erzeugnissen, die wegen der Mechanisierung der Landwirtschaftallerdings an Bedeutung verlieren,zählen Beförderungsmittel wie Leiterwagen, Fuhrwerke, Ziehschlitten,Handwagen oder "Luxuswagen" (Landauer, Fiakerwagen). Weiters stellensie Geräte wie etwa Werkzeugstiele, Leitern, Rechen, Mistgabeln und anderehölzerne Ackergeräte her. Häufig fertigensie auch Produkte wie Gartenmöbel,Holzbalkone, Dachbodentreppen und verschiedene Sportgeräte (z.B. Rodeln, Hockeyschläger) an. Zum Teilverwenden sie bei der Herstellungdieser Produkte sowie auch im Wagen- und Karosseriebau Metalle und Kunststoffe.Ein Teil der ehemalsvon WagnerInnen hergestellten Produkte wird inzwischen nur noch von Industriebetrieben erzeugt,wobei der Fertigungsvorgang weitgehendautomatisiert ist.Demgegenüber sind die verbliebenen Aufgaben durch traditionelle handwerkliche Herstellungsweisen charakterisiert. Die WagnerInnen fertigen zunächsteine Zeichnung des gewünschten Werkstückes an. Sie berechnen die Belastbarkeitund die erforderliche Stärke von Achsen, Rädern,Treppen oder Rodelkufen. Dann wählensie das benötigte Holz (z.B.Fichtenholz, Buchenholz), das für alle Arbeiten vollständig trocken seinmuss, aus. Danach werden die Einzelteile entsprechendder Zeichnung auf Band- oder Kreissägen zugeschnitten und mit Hobel- undSchleifmaschinen geglättet. Die für die Verbindung der Teile erforderlichen Vertiefungen bohren, stemmen und fräsensie mit Maschinen und Handwerkzeugen heraus.Fürmanche Werkstücke, wie etwa Rodelkufen, sind gebogene Holzteile erforderlich, die ausschließlich aus astfreiem,zähem Holz hergestellt werden müssen. Dieses machen die WagnerInnen über Wasserdampf biegsam,biegen es dann über ein Modell und spannen es mit Schraubzwingen fest. Erst nachvollständiger Durchtrocknung nehmensie es wieder ab. Dadurch behält es die Form bet. Sind alle Einzelteile vorgefertigt, setzen die WagnerInnen sie zum fertigen Werkstückzusammen. Sie verbinden die Teile durch verschiedene Arten von Holzverbindungen(z.B. Verzapfen oder Verzahnen) sowie durch Verleimen und Verschrauben. Bei der Oberflächenbehandlung des fertiggestellten Werkstücks beseitigen sie Späne undVerunreinigungen und schleifen die Holzoberflächeglatt. Produkte, die im Freien verwendet werden (z.B. Gartenmöbel), müssen siezum Schutz gegen Witterungseinflüsseimprägnieren und lackieren oder abschließend beizen. In Betrieben, die sich auf dieHerstellung von Balkonen, Dachbodentreppen sowiedie Ausstattungen von Parkanlagen spezialisiert haben, gehören auch die Lieferung und die Montage am jeweiligenAufstellungsort zu den Aufgaben der WagnerInnen. 
Weinbau- und KellereifacharbeiterIn:
Weinbau- und KellereifacharbeiterInnen legen Weingärtenzur Traubengewinnung an undpflegen sie. Zu ihren Aufgaben gehören auch die Vermehrung von Weinstöcken sowie dieErnte der Weintrauben und deren Verarbeitung zu Traubensüßmost und Wein. Die Pflege des Weingartens beginnt im Winter mit dem Rebschnitt, mit dem der Wuchs der Weinreben und damit derTraubenertrag geregelt wird. Dabei schneiden die Weinbau- undKellereifacharbeiterInnen diewährend des Sommers gewachsenen Äste ("Ruten") mit einer Handrebschere odereinem Schneidegerät zurück.Die Länge des Rückschnittes ist je nachWeinsorte, Standortbedingungen und Zustanddes Weinstockes unterschiedlich.Im Frühjahr bearbeiten die Weinbau- und KellereifacharbeiterInnen denBoden durch Pflügen und Harken sowie durch Düngung und Bewässerung. Außerdemführen sie Maßnahmen zur Unkrautbeseitigung und Schädlingsbekämpfung durch. Rebläuse undandere Schädlinge bekämpfen siedurch Spritzen oder Bestäuben der Weinstöcke mit chemischen Mitteln, wobei die dabeiverwendeten Sprühgeräte entweder auf Traktoren angebracht sind oder - beiKulturen mit engem Reihenstand der Weinstöcke - am Rücken getragen werden.Diese Arbeiten wiederholen die Weinbau- und KellereifacharbeiterInnenregelmäßig bis Mitte August. Die Vermehrung von Weinstöckenerfolgt durch Aufpfropfen von Edelreisern auf Unterlagsreben. Die so veredeltenWeinstöcke werden in Treibhäusern oder in Rebschulen im Freien"vorgetrieben". Anschließend werden sie von den Weinbau- und KellereifacharbeiterInnen im neuenWeingarten jeweils neben einemStützpfahl ausgepflanzt und mit einem Drahtgeflecht gegen Wildverbiss geschützt. Die jungen Triebeder neuen Weinstöcke werden befestigen sie mit Drahtringen am Stützpfahl.ZurLesezeit im Herbsternten die Weinbau- und KellereifacharbeiterInnen die Trauben. Gemeinsam mit mehrerenMitarbeiterInnen schneiden sie dieWeintrauben mit Rebscheren vom Weinstock und transportieren die Ernte mit demTraktor zum Weinkeller.DieTraubenverarbeitung erfolgt im Weinkeller bzw. im Presshaus. Die einzelnen Arbeitsschritte, wie z.B. Reinigung der Trauben, Pressen, Entfernen der Rückstände,Flaschenabfüllung und Etikettierung erfolgen zum größten Teil bereitsmaschinell. Die Weinbau- undKellereifacharbeiterInnen bedienen und warten die entsprechenden Anlagen undüberwachen den reibungslosen Ablauf der einzelnen Verarbeitungsschritte. Durchregelmäßige Probeentnahmen überzeugen sie sich von der Qualität des Weines.
WerkstofftechnikerIn:
Der Beruf der WerkstofftechnikerInnenstellt hohe Ansprüche an das Theorie-Wissen und erfordert sehr guter Kenntnissein Mathematik und Physik. Der Aufgabenbereich ist äußert vielfältig und umfasstdie Ermittlung von Werkstoffkennziffern und Werkstoffeigenschaften(z.B. Zugfestigkeit, Streckgrenze, Bruchdehnung, Härte, Hitze- undKältebeständigkeit usw.). WerkstofftechnikerInnen wenden verschiedenePrüfverfahren an und dehnen, drücken oder biegen die verschiedenen Werkstoffemit Hilfe von speziellen Apparaten.Ein anderer wichtiger Bereich ist die Metallographie. Mit Hilfe von Mikroskopen, Röntgenstrahlen oderUltraschall untersuchen sie die Strukturder Metalle, um mögliche Fehler festzustellen. Auf Grund dieserUntersuchungen kann genau gesagt werden, wie sich die verschiedenen Werkstoffeje nach Belastung verhalten müssen, was einen wichtigen Beitrag zu Sicherheitund Umweltschutz darstellt. Zunehmende Bedeutung gewinnt die zerstörungsfreieWerkstoffprüfung. Dabei müssen viele fertigeBauteile auch auf innereFehler überprüft werden (z.B. in der Flugtechnik).Dazu werden die Teile mit Röntgen- oder Gammastrahlendurchleuchtet (ähnlich wie beim Röntgenarzt) oder mit Ultraschallgeprüft. Daneben gibt esnoch eine Reihe anderer Verfahren (magnetische, induktive, usw.).Spezialmodul "Wärmebehandlung":DieWärmebehandlung verbessert die Festigkeit, Zähigkeit oder Härte von Werkstücken aus Stahl, Gusseisen, Bunt- und Leichtmetallen durch verschiedeneWärmebehandlungsmethoden wie Glühbehandlung, Salzbadtechnologie, Schutzgas- undVakuumanlagen, Schutzgasaufkohlen und Einsatzhärten, Carbonitrieren, Randschichthärten (z.B. Induktivhärten) oder Vergüten. Dabei ist eine regelmäßige Kontrolle der Qualität der bearbeiteten Werkstücke mitverschiedenen Messgeräten (Oberflächenprüfung, Härteprüfung und -messung) undVerfahren zur Werkstoffanalyse erforderlich. Die Härtung mitWärmebehandlungstechniken erfolgt vor allem bei Stahlteilen und Blechen, Motor-und Getriebebestandteilen (z.B. Zahnräder), Maschinenteilen (z.B. Bohrer) undWerkzeugen (z.B. Meißel) sowie bei Haushaltsgeräten aus Eisen und Stahl (z.B.Messer oder Scheren).  
WerkzeugbautechnikerIn:
WerkzeugbautechnikerInnen stellenfür Bearbeitungsmaschinen (vor allem Metall-undKunststoffbearbeitungsmaschinen) die Schnittwerkzeuge, Stanzwerkzeuge undFormwerkzeuge her, ebenso die Vorrichtungen, mit denen Werkstücke und Werkzeugebefestigt und in die richtige Bearbeitungsposition gebracht werden. Zu IhrenAufgaben gehört auch die Wartung und Reparatur dieser Werkzeuge. Einewichtige Aufgabe der WerkzeugbautechnikerInnen ist dasAnfertigen und Zusammenbauen von Schnittwerkzeugen, Stanzwerkzeugen und Formwerkzeugen sowie entsprechender Vorrichtungen. Siebearbeiten Metalle mit Techniken wie Messen, Anreißen, Feilen, Schleifen,Sägen, Bohren, Reiben, Gewindeschneiden,Nieten und Meißeln, Richten und Biegen sowie Polieren.Weiters beherrschen sie das Kleben, das Weich-und Hartlöten, das Schaben, dasHerstellen von einfachen Federn, dieWarmbehandeln, das Härten und Prüfen. Außerdem arbeiten sie mit Kunststoffen.Weitere von den WerkzeugbautechnikerInnenangewandte Techniken sind das Längsdrehen und Plandrehen, das Fräsen, dasErodieren sowie das Elektroschweißen Die WerkzeugbautechnikerInnenstellen unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Passungsnormen Passungenund einschlägige Werkstücke her. Dabei wenden sie Techniken derFeinstbearbeitung (Honen, Läppen) an. Schließlich behandeln sie die Werkstückemit Oberflächenschutz zur Verhinderung von Korrosionen.Bei der Wartung und Reparatur derWerkzeugmaschinen und Werkzeugesuchen die WerkzeugbautechnikerInnen systematisch nach Fehlern und Störungen, grenzendiese dann ein und behebensie schließlich. Dabei müssensie manche mechanischen Ersatzteile selbstherstellen. Sie beherrschenStanzvorgänge, Schnittvorgänge, Gießvorgänge, Spritzvorgänge und Pressvorgänge.Die WerkzeugbautechnikerInnen lesenPläne und Fertigungszeichnungen oder stellen diese selbst her.WerkzeugbautechnikerInnen erstellen und ändernauch Fertigungsprogramme für rechnergestützte CNC-Werkzeugmaschinen (computer numeric control). Sie arbeiten auch mit CAD-Maschinen, die zum Konstruieren und Zeichnen dienen(CAD = Computer Aided Design)und mit rechnergestützten Fertigungsmaschinen (CAM= Computer Aided Manufacturing).WerkzeugbautechnikerInnen haben auchzahlreiche organisatorische Aufgaben: Sie legen anhand der technischeUnterlagen und Werkzeichnungen die Arbeitsschritte, Arbeitsmittel undArbeitsmethoden fest, planen und steuern die Arbeitsabläufe, beurteilen die Arbeitsergebnisseund sorgen für die Einhaltung der Qualitätsstandards. Weiters sorgen sie auchdafür, dass alle Arbeiten unter Berücksichtigung der Sicherheits- und Umweltstandards ausgeführt werden; und sie erfassenund dokumentieren technische Daten über den Arbeitsablauf und dieArbeitsergebnisse.
WerkzeugmaschineurIn:
WerkzeugmaschineurInnenhaben mit Werkzeugen und Maschinen zu tun, die Metall bearbeiten. Sie sind fürdie Einstellung, Bedienung und Überwachung aller Arten von mechanisch und elektronisch gesteuerten Werkzeugmaschinen (z.B. Dreh-, Fräs-, Schleif- und Bohrmaschinen) zuständig. Fallweise führensie auch Wartungs- und einfache Reparaturarbeiten durch. WerkzeugmaschineurInnenmüssen Maschinen von höchster Technologie programmieren, optimieren und wartenkönnen. Durch die rasante Weiterentwicklung der Werkzeugmaschinen undder Automatisierungstechniken müssen WerkzeugmaschineurInnen nicht nur Grundwissen am Technologiesektor, in derElektrotechnik und in der Steuerungstechnik besitzen, sondern dieses auchständig erweitern. WerkzeugmaschineurInnen stellenMetall- und Kunststoffbauteile für unterschiedliche Industriezweige her. Fürdie Fahrzeugindustrie werden hauptsächlich Motorenbestandteile(z.B. Lager, Kurbelwellen, Nockenwellen) gefertigt, für die Maschinenindustrie und den Anlagenbau werden Zahnräder, Gehäuse oderSchraubstahl sowie Bestandteile für Spezialmaschinen erzeugt. Sie stellen anden Werkzeugmaschinen auchverschiedene Hand- und Maschinenwerkzeuge her. Die WerkzeugmaschineurInnen fertigen die Werkstücke nach vorgegebenentechnischen Zeichnungen. Sie wählendie entsprechenden Werkzeugeaus, spannen diese sowie die zu bearbeitenden Werkstückeauf die Fertigungsmaschine auf, stellendie Steuerung ein und überwachen den Fertigungsvorgang.DieWerkzeugmaschineurInnen arbeiten heute an NC- und CNC-Maschinen (numeric control = computergesteuert). Die Steuerungvon NC-Maschinen erfolgt digital (über Zahlenwerte) durch Eingabe vorherberechneter Bearbeitungsdaten. Bei CNC-Maschinen ist in die Maschinensteuerung ein Computer eingebaut; die einzelnen Bearbeitungsschritte werdendurch vorher eingegebene Programme gesteuert. Bei der Herstellung einer Kurbelwelle aus Stahlguss an einer computergesteuerten Werkzeugmaschine arbeiten die WerkzeugmaschineurInnen nach einem imProgrammierbüro ausgearbeiteten Arbeitsplan sowie einem Programmblatt, welchesu.a. genaue Angaben über die zu verwendenden Werkzeuge (z.B. Schleifscheiben,Drehmeißel, Bohrer) und deren Wegverlauf sowie über Vorschubgeschwindigkeit undDrehzahl enthält. Die WerkzeugmaschineurInnen spannen das zu bearbeitendeMaterial ein und stecken eine Werkzeugkassette mit den benötigten Werkzeugen (z.B. Bohrer) auf die Maschine.Nach Eintippen der Arbeitsfunktionen in den Steuercomputer der Werkzeugmaschinebeginnt der Fertigungsprozess. Auchdie Kühlmittelzufuhr, die wegen der starken Reibung beim Eindringen derWerkzeugschneiden in den Werkstoff und der daraus resultierenden Hitzenotwendig ist, wird automatisch durchgeführt. Ebenso erfolgt derWerkzeugwechsel beim Übergang vom Drehen zum Schleifen nach Eingabe desentsprechenden Arbeitsprogramms automatisch.Die WerkzeugmaschineurInnenüberwachen die Maschine während des Produktionsvorgangs, spannen nach derFeinbearbeitung das Werkstück ausund kontrollieren die Maßgenauigkeit. Anschließend schleifen sie die Oberfläche des Werkstücks mit Schleifpapier, um letzte Unebenheiten zu beseitigen.Gegebenenfalls führen sie noch Konservierungsmaßnahmen mit Öl bzw.Rostschutzfarbe durch.  
WerkzeugmechanikerIn:
WerkzeugmechanikerInnen fertigenMaschinenwerkzeuge und Maschinenvorrichtungen zur Serienproduktion von Metall-oder Kunststoffteilen an. Wichtige Produktesind z.B. Schneide-, Stanz-, Biege- oder Umformwerkzeuge für Werkzeug- und Produktionsmaschinen sowieDruckguss-und Spritzgussformen für die Herstellung vonKunststoffprodukten, aber auchfeinmechanische Messgeräte für die Werkzeugbearbeitung. Dies geschieht durchBohren, Sägen, Drehen, Fräsen, Schleifen, Erodieren etc.WerkzeugmechanikerInnen sind mittlerweile "Hightech-SpezialistInnen".Mit Hilfe computergesteuerter Werkzeugmaschinen (CNC-Steuerungen; computernumeric control) leisten sie passgenaue Maßarbeit.Weiters sind sie mit derErstellung von Werk- und Zusammenstellungszeichnungen von Werkzeugen befasst oder wirken daranberatend mit (falls eine Betriebsabteilung "Werkzeugkonstruktion"besteht). Weitere Aufgabenbereiche sind die Qualitätssicherung bei neuhergestellten Werkzeugen und die Durchführung von Wartungs-, Instandhaltungs-und Reparaturarbeiten an Werkzeugen (z.B. Überholen abgenutzter Schneidewerkzeuge).Maschinenwerkzeuge und -vorrichtungenbestehen meist aus mehreren Teilen, die aus gehärtetem Stahl hergestelltwerden. Die WerkzeugmechanikerInnen fertigen die Werkzeuge bzw. Werkzeugteile mit Werkzeugmaschinen an (z.B.Dreh-, Fräs-, Schleifmaschinen, computergesteuerte CNC-Maschinen), bauen siezu Gesamtwerkzeugen zusammen und montieren diese in Produktionsmaschinen. Bei der Anfertigung vonWerkzeugen/Werkzeugteilen mit einer CNC-Maschine spannen dieWerkzeugmechanikerInnen zunächst die erforderlichen Werkzeuge bzw. eine Werkzeugkassette, die alle erforderlichen Werkzeuge enthält, sowiedas zu bearbeitende Rohmaterialin die Werkzeugmaschine ein. Dann geben sie die in der Werkstückzeichnungenthaltenen Bearbeitungsdaten bzw. das entsprechende Computerprogramm in die elektronisch gesteuerte Maschineein, starten den Bearbeitungsvorgang und überwachen die Werkzeugmaschine,um fallweise korrigierend eingreifen zu können.Sobald allebenötigten Werkzeugteile fertigsind, verbinden die WerkzeugmechanikerInnen diesedurch Löten, Kleben, Schweißen, Nieten oder sonstige Metallverbindungstechniken. Sie kontrollierendie Maßgenauigkeit der fertigen Werkstücke und führen fallweise eineNachbearbeitung durch (z.B. durch Feilen). Schließlich bauen die WerkzeugmechanikerInnen die fertigenWerkzeuge, die mitunter mehrere hundert Kilo schwer sind, mit Hebevorrichtungenin die Produktionsmaschinen (Pressen)ein. In einem Probelauf überprüfensie die Funktionsfähigkeit der Werkzeuge und führen fallweise Korrekturendurch. Zu ihren Aufgaben gehören auch die regelmäßige Wartung der Werkzeuge (z.B. Nachschleifen vonSchneidewerkzeugen, Reinigen und Schmierenbeweglicher Teile, Austauschen schadhafter Teile) und die fachgerechte Aufbewahrung nicht benötigterWerkzeuge. In der Metall-, Maschinenbau- undElektroindustrie verfügen viele Betriebe über eine eigene, von der Produktiongetrennte Werkzeugbauabteilung. Hier werden- meist an computergesteuertenWerkzeugmaschinen - die für die industrielle Massenfertigung benötigtenWerkzeuge, Formen und Vorrichtungen konstruiert, in Einzelteilen angefertigt, zusammengebaut, auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft, gelagert, gewartet und repariert. AusWirtschaftlichkeitsgründen beauftragen aber auch viele Industriebetriebegewerbliche Werkzeughersteller mit der Spezialanfertigung von Werkzeugen,Vorrichtungen und Spritzgussformen; WerkzeugmechanikerInnen arbeiten daher auchin solchen auf die Zulieferung für die Industrie spezialisiertenGewerbebetrieben.   
ZahntechnikerIn:
ZahntechnikerInnenstellen nach Vorgabe der ZahnärztInnen technischen Zahnersatz her, wie z.B.Inlays (Gussfüllungen), Vollgusskronen, Keramikkronen, Brücken, Teilprothesen, Totalprothesen, Regulierungenetc. Zu ihren weiteren Aufgabengehören Änderungen, Ergänzungen und Reparaturen anZahnersatzstücken und zahn- und kieferregulierenden Geräten sowie derenReinigung. Ihr Aufgabengebiet erstreckt sich über die Verarbeitung von Gips, Kunststoff, Edel- und Nichtedelmetalle und Keramik sowie einige High-Tech-Werkstoffe, die speziell fürden Einsatz in der Zahnmedizin entwickelt wurden, z.B. computergesteuerteAggregate, Werkstoffe aus der Weltraumforschung oder Laserfügetechnik. Je nach herzustellendem Produktverwenden die ZahntechnikerInnen verschiedene Materialien. Vollprothesen werdenaus Kunststoff hergestellt, Teilprothesen ebenfalls aus Kunststoff oder aus einemStahlskelett, an dem die künstlichen Zähne befestigt sind. Zur Herstellung der künstlichen Zähne wird sowohl Kunststoff als auch Porzellanverwendet, wobei aus Porzellan gefertigte Zähne natürlicher wirken als Kunststoffzähne. ZahntechnikerInnen arbeiten eng mitZahnärzten zusammen. Alle Arbeiten im Mund des Patienten, wie etwa die Abnahmevon Gaumen- und Kieferabdrücken oder das Anpassen von Modellen, sind Zahnärztenvorbehalten. Bei der Herstellung einer Prothese erhalten die ZahntechnikerInnenvom Zahnarzt einen Abdruck des Kiefers (Negativmodell), mit dem sie einpositives Modell des Kiefers aus Hartgips (Modellgips) herstellen. Diesesgipsen sie in eine Bissmaschine ("Artikulator") ein und modellierenhierauf die Form der Prothese aus Wachs. Dann stellen sie die Kunstzähne auf der Wachsschabloneauf. Nach einer Anprobe des Prothesenmodells und der Überprüfung von Sitz undBiss durch den Zahnarzt stellen die ZahntechnikerInnenvon der Wachsprothese in der "Kuvette",einer allseits abschließbaren Formvorrichtung, einNegativmodell aus Gips her. Aus diesem schmelzen sie das Wachs heraus, sodassdie Kunstzähne in der Gipsform übrigbleiben. Die entstandene Hohlform füllen sie mitKunststoffmasse (Dentalacrylat) aus. Nach Verfestigung des Materials undEntfernung des Gipses glätten und polieren sie die Prothese.Bei Änderungen an Zahnersatzteilen füttern die ZahntechnikerInnen z.B. Prothesen aus, um sie etwaigen Kieferveränderungen anzupassen. Bei Ergänzungsarbeitenan Prothesen setzen sie z.B. einestahltechnische Verankerung und den entsprechenden Zahn ein. Die Prothesenteilewerden dabei durch Anlöten oder durch Verbindungsstücke (z.B. Gelenke)zusammengefügt. Bei Reparaturen beheben ZahntechnikerInnen Sprünge und Brüchean Prothesen und Kronen. Die Reinigung von Zahnersatz führensie mit Ultraschallgerätendurch. Dabei werden wegen derhohen Schwingungen des Ultraschalls Ablagerungen (Zahnstein) am Zahnersatzabgelöst.  
ZerspannungstechnikerIn:
Die Herstellung von Metall- und Kunststoff-Bauteilen mit modernen Maschinen und Fertigungsanlagen erfordert heute neben handwerklichen Fähigkeiten vor allemauch ein hochspezialisiertes Computerwissen zur Programmierung und Steuerungder Anlagen. Beginnend mit der Arbeitsplanung über die Fertigung bis hin zurQualitätssicherung werden an die Fachkräfte hohe Qualifikations-Anforderungengestellt. ZerspanungstechnikerInnen sind fürdie Planung, Durchführung und Kontrolle der Herstellung von Bauteilen mitMaschinen und Fertigungsanlagen mittels spanabhebender Werkstoffbearbeitungzuständig. Dazu wählen sie die erforderlichen Materialien, Werkzeuge undNormteile aus, beschaffen und überprüfen diese. Sie stellen Bauteile aufkonventionellen und rechnergestützten CNC-Werkzeugmaschinen (computer numericcontrol) her und bearbeiten sie. Fertigungsverfahren mit konventionellenMaschinen sind z.B. Feilen, Sägen, Fräsen, Drehen, Polieren, Bohren, Senken,Reiben und Gewindeschneiden. Im Zentrum ihrer Tätigkeiten stehen jedoch spanende Fertigungsverfahren mit rechnergesteuerten (CNC-)Maschinen und Fertigungsanlagen. Das sind z.B. Bohren, Senken, Reiben,Gewindeschneiden, Fräsen,Drehen und Schleifen sowie abtragende Fertigungsverfahren (Funkenerosion).Dabei erstellen die ZerspanungstechnikerInnen die Fertigungsprogramme für dieCNC-Werkzeugmaschinen nach einschlägigen Normen, programmieren und ändern sie.Außerdem übernehmen sie rechnergestützte CAD-Konstruktionen (computer aideddesign = computergestütztes Design) in die Fertigungsprogramme und passen sie an. ZerspanungstechnikerInnen rüstenWerkzeugmaschinen und Fertigungsanlagen zur spanenden Bearbeitung vonWerkstoffen, nehmen sie in Betrieb, warten sie und führenInstandhaltungsarbeiten daran durch. Im Bedarfsfall suchen sie systematischnach Fehlern, Mängeln und Störungen an Werkzeugmaschinen und Fertigungsanlagen,grenzen sie ein und beheben sie. Sie bearbeiten Maschinenelemente wie Achsen, Wellen, Lager, Bolzen, Keile,Federn und Dichtungen. Dafür beherrschen sie auch schneidende Fertigungsverfahren (z.B. Lochen, Trennen,Ausklinken und Scheren) und Verbindungstechniken (z.B. Schrauben, Niet- undPressverbindungen). Außerdem sind die ZerspanungstechnikerInnen mit Klebe-,Löt- und Schweißverbindungen, umformenden Fertigungsverfahren und dem Härtenvertraut. Sie bearbeiten weiters die Pneumatik, Hydraulik, Elektrik und Elektronik. Für den Oberflächenschutz der fertigen Produktesetzen sie schließlich dieentsprechenden Maßnahmen zur Verhinderung von Verschleißund Korrosion. Auch dieFeinstbearbeitung (z.B. Honen und Läppen) gehört zum Aufgabenbereich der ZerspanungstechnikerInnen.Zum Aufgabengebiet der ZerspanungstechnikerInnen gehört weitersauch die Planung und Steuerungvon Arbeitsabläufen, die Anwendungvon Qualitätsmanagementsystemen und die Erfassung und Dokumentation vontechnischen Daten über den Arbeitsablauf und die Arbeitsergebnisse. Siekooperieren mit KollegInnen und Vorgesetzten und geben Rückmeldungen für die Optimierungvon Konstruktion, Fertigungs- und Arbeitsvorbereitung. Weiters richten sie Schutzmaßnahmen zur Verhütung von Personen- und Sachschädenein und prüfen und dokumentieren sie. 
ZimmererIn:
Zimmerer/Zimmerinnen fertigen,errichten und reparierenBauwerkteile und ganze Bauwerke aus Holz. Bei diesen Holzkonstruktionen undHolzbauten handelt es sich vor allemum Dachstühle, Wandverkleidungen, Verschalungen im Betonbau, Fußböden, Holzdecken, Treppen,Fertighäuser und überdachte undverkleidete Unterstell- oder Einstellgebäude (Larports). Weitersführen sie Maßnahmen zur Wärme- und Schalldämmung mit Stein- oderMineralwolle sowie Holzschutzarbeiten durch, um das Holz gegen Wasser- undWitterungseinflüsse widerstandsfähiger zu machen (konstruktiver Holzschutz).Zimmerer/Zimmerinnen arbeiten nachvorgegebenen Plänen (Grundrisse, Schnitte) undKonstruktionsskizzen. Sie wählen die für den jeweiligen Verwendungszweckgeeigneten Hölzer (z.B. Balken, Bretter, Latten) aus, schneiden die benötigtenHolzstücke mit einer Motor- oderHandsäge zu und fügen die Teile anschließend mit bestimmtenVerbindungstechniken (z.B. Zapfenverbindung) zusammen. Zur Herstellung einerZapfenverbindung schneiden sie zunächst an einem der zu verbindenden Holzstückeeinen Zapfen aus und fräsen in das Gegenstück die entsprechende Hohlform,streichen die gehobelten Flächen mit einer Holzlasur und transportieren sieanschließend zur Baustelle. Gemeinsam mit anderen MitarbeiterInnen bauen siedie Holzteile zusammen, wobei sie pneumatische (mit Druckluft betriebene)Handgeräte zum Nageln oder Schraubenverwenden. Zum Heben der Holzkonstruktionen stehen maschinelle Hebe- und Fördereinrichtungen zur Verfügung. Neben Holz verarbeiten dieZimmerer/Zimmerinnen auch andere Werkstoffe wie z.B. Gipskartonplatten, Dämm-und Isoliermaterialien und Kunststoffe. So verwenden sie etwa für den Ausbau eines Dachbodens mit Holzriegelwänden Gipskartonplatten. Die Anwendungdieser Leichtbauweise gewinntzunehmend an Bedeutung. Inder Bauindustrie sind Zimmerer/Zimmerinnenauf Schalungs- und Gerüstarbeiten und die industrielle Fertigungvon Holzfertigteilen und Holzfertigteilbauten spezialisiert. ImFertigteilbau fügen sie Bauteiledurch Verleimen zusammen. Im Betonbau stellensie Schalungen für Decken, Wände, Säulen und Treppen sowieschalungsabstützende Traggerüste her.